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	<title>Das Unwort &#187; Wahl</title>
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	<description>Unseriöse, unerhört unpolitische Ungereimtheiten</description>
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		<title>Studiengebühren oder nicht? Uneinigkeit in der FDP</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Jul 2009 17:13:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
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		<description><![CDATA[CDU und FDP sind in Schleswig-Holstein überraschend von ihren Studiengebührenplänen abgerückt. Da das doch irgendwie gar nicht FDP-like ist, habe ich den FDP-Landtagsfraktionen anderer Bundesländer mal die entscheidende Frage gestellt: &#8220;Wie halten Sie&#8217;s mit den Studiengebühren?&#8221; Am 27.9. wird in Schleswig-Holstein der Landtag neu gewählt. CDU und FDP liegen in den Umfragen derzeit eindeutig vorn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-918" title="fdp" src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2009/07/fdp.jpg" alt="fdp" width="148" height="111" />CDU und FDP sind in Schleswig-Holstein überraschend von ihren Studiengebührenplänen abgerückt. Da das doch irgendwie gar nicht FDP-like ist, habe ich den FDP-Landtagsfraktionen anderer Bundesländer mal die entscheidende Frage gestellt: &#8220;Wie halten Sie&#8217;s mit den Studiengebühren?&#8221;<span id="more-913"></span></strong></p>
<p>Am 27.9. wird in Schleswig-Holstein der Landtag neu gewählt. CDU und FDP liegen in den Umfragen derzeit eindeutig vorn &#8211; die Studenten hierzulande werden sich also an den Gedanken gewöhnen müssen, Studiengebühren zu zahlen.</p>
<p>In einer panisch-pathetischen Mail an Presse und Landtagsfraktionen kreischt der aufgescheuchte Kieler AStA am 20. Juli:</p>
<blockquote><p>&#8220;Der Allgemeine Studierendenausschuss der Christian-Albrechts-Universität zu  Kiel betrachtet mit großer Sorge die Entwicklung hin zu  vorgezogenen Neuwahlen zum Landtag Schleswig-Holsteins. (&#8230;) Studiengebühren sind sozial ungerecht. (&#8230;) Insbesondere Abiturienten aus den  unteren Einkommensschichten werden effektiv vom Studium abgeschreckt. Es ist  zu erwarten, dass sich dies vor allem in wirtschaftlich schweren Zeiten  noch verstärken wird.  (&#8230;) Der AStA der Uni Kiel appelliert deshalb im Namen der Studierendenschaft der [Universität Kiel], vor allem an die Fraktionen von CDU und FDP, ihre Pläne  zur Hochschulpolitik und Einführung von Studiengebühren und  eines Hochschulfreiheitsgesetzes zu überdenken.&#8221;</p></blockquote>
<p>Am 21. Juli dann die Überraschung: Carstensens CDU will doch keine Studiengebühren mehr. Allerdings nicht, weil die Konservativen erkannt hätten, dass die Abgaben widersinnig wären. Vielmehr geht es, wie so häufig, um die Wählergunst: Studiengebühren seien kein<a href="http://www.shz.de/home/top-thema/article/803/cdu-schwenkt-um-keine-studiengebuehr.html" target="_blank"> &#8220;Sympathiethema&#8221;</a>.</p>
<p>Bleibt noch die FDP. Eine Horde Menschen, die nichts lieber wollen als Studiengebühren, sollte man meinen.</p>
<p>Auch hier gibt es per Mail eine Überraschung: Die vom AStA formulierten Befürchtungen seien &#8220;gegenstandslos&#8221;, schreibt der parlamentarische Geschäftsführer der Kieler FDP-Fraktion, Ekkehard Klug, an den Kieler AStA<sup>(1)</sup>. Schließlich habe ein FDP-Landesparteitag schon Ende März beschlossen, &#8220;auf die Erhebung von Studiengebühren zu verzichten&#8221;.</p>
<p>Und tatsächlich: &#8220;Die Erfahrungen mit Studiengebühren zeigen, dass sich die Erwartungen, die in sie gesetzt wurden, nicht erfüllt haben. Mittlerweile wissen wir aus neuesten Untersuchungen, dass Studiengebühren den Zugang zu den Universitäten erschweren&#8221;, sagt Heiner Garg, der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion im Kieler Landtag.</p>
<p>Und am 29. März hat die FDP Schleswig-Holstein doch tatsächlich beschlossen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Bildung ist für Liberale ein Bürgerrecht. Bildung ermöglicht die Entfaltung individueller Talente und Fähigkeiten. Sie ist die Grundlage für ein Leben in Selbstbestimmung. Durch Bildung gewinnt der Einzelne die Voraussetzung, sein Leben selbst gestalten und auch Verantwortung für sich und andere übernehmen zu können. (&#8230;) Aus all diesen Gründen ergibt sich, dass die Finanzierung von Bildung in erster Linie eine öffentliche Aufgabe ist. Das Studium an staatlichen Hochschulen soll daher grundsätzlich frei von Studiengebühren sein.&#8221;</p></blockquote>
<p>Bemerkenswert auch folgende Erkenntnis (und man bedenke: Es handelt sich um die FDP!):</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Vorstellung, dass ein höheres Einkommen der Akademiker es alsgerecht erscheinen lässt, zusätzliche Gebühren zu erheben, wird von der beruflichen Realität vieler Arbeitnehmer mit Hochschulabschluss widerlegt.<br />
Tatsächlich ist in vielen Bereichen die Lohnsituation nicht besser als mit einer Ausbildung. (&#8230;) Die Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen hat die Zeit- und Einkommenssituation von Studierenden während des Studiums meist negativ verändert. (&#8230;) Die FDP Schleswig-Holstein lehnt deshalb die Einführung allgemeiner<br />
Studiengebühren in Bundesländern ab, wo diese bisher nicht eingeführt wurden. Dies betrifft auch Schleswig-Holstein. Sie fordert ferner die Abschaffung solcher Gebühren dort, wo es diese bereits gibt. Die Mittel für<br />
die Studienfinanzierung sind aus dem allgemeinen Staatshaushalt aufzubringen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Da das nicht zu meinem Bild von der FDP passt und ich mir nicht vorstellen kann, dass die Mitliberalen in Restdeutschland mit dieser Einschätzung übereinstimmen, rufe ich bei den FDP-Landtagsfraktionen in den Bundesländern an, in denen die FDP an der Regierung beteiligt ist.</p>
<p><strong>Baden-Württemberg: </strong>Die routinierte Sekretärin würde mich gerne mit dem bildungspolitischen Referenten verbinden; der gute Herr Paulsen weilt jedoch nicht im Hause. Ob ich morgen noch mal anrufen könne? Können ja, allein der Wille fehlt.</p>
<p><strong>Bayern: </strong>Zusammen mit der gut gelaunten Assistentin der Geschäftsführung (&#8220;Moin, moin!&#8221;) entdecke ich ein schwerwiegendes Problem beim bayrischen FDP-Fraktions-Mailserver. Irgendwann kommen wir doch noch zum Thema und ich zu meinem Gesprächspartner: Pressesprecher Rafael Freckmann wundern die unterschiedlichen Meinungen der FDP-Fraktionen nicht: Bildung sei nun mal Ländersache. Für Bayern jedenfalls gelte, was auf dem FDP-Flyer steht: &#8220;Studienbeiträge tragen dazu bei, die Qualität der Lehre und damit die Qualität der bayerischen Hochschulen weiter zu verbessern.&#8221; Und wie denn das Wetter in Kiel sei?</p>
<p><strong>Hessen: </strong>So ganz haben sich die Hessen vom Studiengebühren-Chaos in ihrem Lande wohl nocht nicht erholt: Pressesprecher Krause möchte angeblich zurückrufen, schweigt jedoch bisher.</p>
<p><em>Nachtrag 29. Juli:</em> Herr Krause ruft mich zurück und teilt mir mit, dass die hessische FDP laut Landesparteitagsbeschluss ganz offiziell gegen Studiengebühren für&#8217;s Erststudium ist.</p>
<p><strong>Niedersachsen: </strong>Die niedersächselnden Liberalen machen früher Feierabend als die Gelben im Rest der Republik: Hier erreiche ich niemanden.</p>
<p><strong>Nordrhein-Westfalen: </strong>Auf der Fraktionshomepage sind gefühlte fünfzig verschiedene Telefonnummern angegeben, die jedoch alle (bis auf eine) auf einen Anrufbeantworter umleiten, den ich erwartungsgemäß mit Nonsens fülle. Während mich die eifrige Telefonistin dann irgendwann zu meinem Gesprächspartner durchstellt, spielt ein gar konservatives Symphonieorchester pompöse klassische Musik &#8211; fast erwarte ich ein Gespräch mit der Bundeskanzlerin oder dem Papst. Jedoch meldet sich nur Florian Keisinger, Referent für Innovation, Wissenschaft, Forschung, Technologie und auch noch einige andere Dinge. Er spricht: &#8220;Wir betonen, dass es [in NRW] Studienbeiträge sind und keine Studiengebühren, weil sie nicht alle Kosten abdecken.&#8221; Etwa 260 Millionen Euro bekommen NRWs Hochschulen jährlich. Dabei sei es ihnen freigestellt, ob sie <span style="text-decoration: line-through;">Gebühren</span> Beiträge erheben oder nicht. Auf die Position der FDP Schleswig-Holstein angesprochen, kommt ein eindeutiges: &#8220;Das sehen wir anders.&#8221; Und: &#8220;Ich kannte die Meinung der FDP in Schleswig-Holstein auch nicht&#8230;&#8221; Im Übrigen solle es in NRW ab diesem Jahr ja Stipendien geben, die bis zu 10% der Studierenden unter die Arme greifen sollen. Auswahlkriterium? &#8220;Leistung&#8221;, sagt er da ungerührt.</p>
<p><strong>FDP-Bundestagsfraktion: </strong>Die gute Frau am anderen Ende der Leitung weiß gar nicht so recht, was sie mit mir machen soll. Ich einige mich schließlich mit mir selber darauf, die Informationen zu verwenden, die auf der Homepage stehen &#8211; auch wenn sie vom Oktober 2008 sind. Ob es denn etwas Neueres gebe? &#8220;Nee, dann gibt&#8217;s wohl nix Neueres.&#8221; Nun gut. Uwe Barth, der hochschulpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, sagt also (im Oktober 2008), dass man der abschreckenden Wirkung von Studiengebühren (die seine FDP-Kollegen im Norden gerade zugegeben haben) mit verbesserter Beratung entgegentreten müsse. Er findet aber auch (im September 2008), dass &#8220;sich Studierwillige nicht von Studiengebühren abhalten lassen, ein Studium aufzunehmen.&#8221; Dann ist ja gut.</p>
<p>In Schleswig-Holstein (<em>Nachtrag 29. Juli:</em> und auch in Hessen) ist das dann wohl anders. Aber Bildung ist ja ohnehin Ländersache.</p>
<p>Eine Partei, viele Meinungen zu ein- und derselben Frage. Soll ja erlaubt sein. Unter Beachtung der Tatsache, dass die CDU in Schleswig-Holstein nun von Studiengebühren und der gerade erst eingeführten Trennung von Regional- und Gemeinschaftsschulen abrückt und die SPD in Schleswig-Holstein die ebenfalls gerade erst eingeführte Profiloberstufe wieder abschaffen will, werde ich das Gefühl nicht los, dass sich in der Bildungspolitik eine gewisse Beliebigkeit breitmacht. Die durch PISA geschockte Öffentlichkeit verlangt, dass die Politik etwas unternimmt &#8211; nur was das Richtige ist, scheint niemand zu wissen. Oder wissen zu wollen: Denn ein garantiert erfolgreicher Weg aus der Bildungsmisere könnte Geld kosten. Viel Geld.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small><br>
<hr style="width: 20%; color: #eee;"><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_913" class="footnote">die Mail liegt mir vor</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Gulasch für Horst und Blumen für die Herde</title>
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		<pubDate>Mon, 25 May 2009 21:09:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Samstag hat die Bundesversammlung mal wieder unseren Lieblingshorst zum Köhler Bundespräsidenten gemacht. So ganz glatt lief die hochoffizielle Prozedur aber nicht ab&#8230; irgendwer hatte da hinter den Kulissen schon mal vorsorglich zu viel Alkohol zu sich genommen (denn schließlich war ja auch letzter Bundesliga-Spieltag, öööööööiiii!!!!) und ließ sich durch die Pädagogik zu einem großen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_842" class="wp-caption alignleft" style="width: 288px"><img class="size-medium wp-image-842" title="Lecker Gulasch! / Foto: Markus Merz" src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2009/05/gulasch-300x225.jpg" alt="Lecker Gulasch!" width="278" height="208" /><p class="wp-caption-text">Lecker Gulasch! / Foto: Markus Merz</p></div>
<p>Am Samstag hat die Bundesversammlung mal wieder unseren Lieblingshorst zum <span style="text-decoration: line-through;">Köhler</span> Bundespräsidenten gemacht. So ganz glatt lief die hochoffizielle Prozedur aber nicht ab&#8230; irgendwer hatte da hinter den Kulissen schon mal vorsorglich zu viel Alkohol zu sich genommen (denn schließlich war ja auch letzter Bundesliga-Spieltag, öööööööiiii!!!!) und ließ sich durch die Pädagogik zu einem großen Fehler verleiten. Und das kam so:</p>
<p>Irgendwann kurz vor der Mittagszeit sperrten die Bundestagsangestellten 1224 Wahlmänner und -frauen in den Plenarsaal des Bundestages ein (eigentlich waren es nur 1223, denn einer hatte lieber einen Herzinfarkt und konnte deswegen nicht kommen). Dazu kamen der <a href="http://www.ruhrfan.net/uploads/pics/lammert_norbert_01.jpg" target="_blank">Norbert</a>, seines Zeichens Präsident des Bundestages, und eine Horde Gäste auf den Besuchertribüne. <span id="more-841"></span></p>
<p>Nachdem also Norbert eine erquickliche Rede gehalten und die Bundesversammlung einige sinnbefreite Geschäftsordnungsanträge der vier armseligen rechten Wahlmänner abgelehnt hatte, begann die laaange Wahlprozedur, zu der jeder der 1224, nein 1223, Anwesenden einzeln aufgerufen wurde. <a href="http://www.tagebucharchiv.de/grafik,bilder/aktuelles/Horst_Koehler_2007.jpg" target="_blank">Horst</a> wurde das zu langweilig und er floh aufs Schloss  Bellevue, lecker Mittag essen, denn seine Köche hatten gar feines Gulasch gekocht. Mit Sahnehaube.</p>
<p>Ich weiß, was Sie denken. Ich mag es auch nicht. Aber wir haben eben für so etwas keinen Sinn, Sie und ich. Wir sind ja nur <span style="text-decoration: line-through;">Burger</span> Bürger.</p>
<p>Ein paar Stunden später waren alle Stimmen gezählt und gefühlte fünf Millionen Menschen von gefühlten fünf Dutzend Reportern interviewt worden. Die Wahlherde wurde wieder eingesperrt und wartete nun auf das finale Lamm, den Norbert, der das Ergebnis verkündigen sollte. Norbert aber stand belämmert draußen vor der Tür und wartete seinerseits auf Horst, der ja gerade in Bellevue Gulasch aß. Mit Sahnehaube.</p>
<p>Die Wahlherde scharrte schon mit den Hufen. <a href="http://www.spiegel.de/img/0,1020,153706,00.jpg" target="_blank">Wolfgang</a>, der mal Norberts Job gehabt hatte, sprach schon mit <a href="http://www.nrhz.de/flyer/media/11443/OskarLafontaineDLSolingen.jpg" target="_blank">Oskar</a>, der mal <a href="http://www.welt.de/multimedia/archive/00196/Franz-Muentefering-_196347g.jpg" target="_blank">Franzens</a> Job hatte, so langweilig war ihm. <a href="http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Interview/2006/04/__Bilder/ulla-schmidt-will-ein-effektives-gesundheitssystem983314,property=poster.jpg" target="_blank">Ulla</a> schlief. <a href="http://www.mehrgenerationenhaeuser.de/coremedia/generator/mgh/de/__Bilder/Ursula_20von_20der_20Leyen_20neu,property=BigImage,slc=mgh_2Fde.jpg" target="_blank">Ursula</a> lackierte Fingernägel, nämlich die von <a href="http://de.timeturk.com/images/news/5153.jpg" target="_blank">Wolfgang</a>, denn der konnte nicht fliehen.</p>
<p>Nun hatte irgend ein pädagogischer Bundestagsangestellter die zündende Idee, man könne doch schon mal die fünfköpfige Bläsergruppe hineinschicken, die <em>nach </em>der Verkündigung des Wahlergebnisses die Nationalhymne spielen sollte, damit sich die arme Wahlherde nicht so langweilt.  Im Übrigen bekommen die Fraktionsvorsitzenden ja auch <em>nach </em>der Wahl immer Blumen, und die könnte man ja eigentlich auch schon mal reinschicken. Das erzeugt immer so eine tolle Stimmung, wenn Blumen überreicht werden&#8230; hach&#8230;</p>
<p>Und so enterten mit gigantischen Blasinstrumenten beladene Musiker den Plenarsaal, sehr zum Erstaunen der Wahlherde und auch der Weltpresse. Ihnen folgten einige verwirrt aussehende Bundestags-Damen mit überdimensionierten Blumensträußen. Die meisten machten nach zehn Schritten unverrichteter Dinge wieder kehrt, vielleicht ahnten sie, was sie da taten. Zwei Blumensträuße jedoch erreichten ihr Ziel: Oskar und Peter wurden beschenkt, bedankten sich artig und versteckten das Gestrüpp flugs unter ihren Tischen, in der Hoffnung, dass 1221 Abgeordnete und einige Hunderttausend Fernsehzuschauer vielleicht gerade nicht hingeguckt hatten oder alle temporär erblindet waren.</p>
<p>Denn was der Bundestagspädagoge in seinem Delirium nicht bedacht hatte, war, dass ja noch niemand das Wahlergebnis kannte und bisher noch alle davon ausgingen, dass ein zweiter Wahlgang möglich ist. Bläser und Blumen teilten der Welt und den Abgeordneten mit, dass schon der erste Wahlgang erfolgreich war. Und das hieß: Horst ist gewählt. Prompt standen dann die CDUler und FDPler auf und applaudierten für Horst, der von alldem nichts mitbekam und gerade vom Gulasch-Tisch in Bellevue aufstand. Norbert, dem vor der Tür langsam kalt wurde, hatte ihn nämlich angerufen.</p>
<p>Horst sprang nun dynamisch in seine Limousine, blieb aber im Berliner Verkehr stecken. Möglicherweise hat er nun das erste Mal in seinem Leben herzhaft geflucht &#8211; wahrscheinlich aber deswegen, weil er den Nachtisch in Bellevue nicht mehr essen konnte. Lecker Schokopudding. Mit Sahnehaube.</p>
<p>Horst kam aber zum Glück irgendwann doch noch an, ging mit Norbert in den Plenarsaal und nahm seine Wahl zum Bundeshorst an (oh, Überraschung!). Dann wurde die Nationalhymne gesungen (oh, Überraschung!) und die Fraktionsvorsitzenden bekamen Blumensträuße (oh, Überraschung!) beziehungsweise holten ihre Blumensträuße unter den Tischen hervor.</p>
<p>Ich hoffe, dass die Protokollmenschen des Bundestages ihre Pädagogen zukünftig an eine etwas kürzere Leine nehmen. Das mutete doch zwischenzeitlich etwas seltsam an, das alles&#8230;</p>
<p>Aber egal. Glückwunsch, Horst. Mit Sahnehaube.</p>
<p>Unwort des Tages: Pädagoge.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Zehn Methoden, Steinmeiers Chancen bei der Bundestagswahl zu erhöhen</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Nov 2008 21:06:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Barack Obama hat es in den USA vorgemacht: Change is possible! In der SPD macht man sich nun sicherlich Gedanken, ob Steinmeier dem Obama nachmeiern kann. Schließlich hat am Anfang auch irgendwie keiner an Obama geglaubt. Und nun steht er da als Amerikas oberster Tellerwäscher &#8211; und darf George &#8220;Texas Ranger&#8221; Bush ablösen. Eine Aufgabe, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-549" title="Kanzleramt. Schröder wollte rein, Steinmeier will auch. Dabei sieht das eigentlich ziemlich scheiße aus, das Gebäude..." src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2008/11/kanzleramt.jpg" alt="" width="322" height="252" />Barack Obama hat es in den USA vorgemacht: Change is possible!</p>
<p>In der SPD macht man sich nun sicherlich Gedanken, ob Steinmeier dem Obama nachmeiern kann. Schließlich hat am Anfang auch irgendwie keiner an Obama geglaubt. Und nun steht er da als Amerikas oberster Tellerwäscher &#8211; und darf George &#8220;Texas Ranger&#8221; Bush ablösen. Eine Aufgabe, um die ihn wenige beneiden. Trotzdem wollen alle, dass es endlich jemand tut.</p>
<p>Die SPD wird mir dankbar sein, denn ich habe für sie die zehn wirksamsten Methoden zusammengestellt,  Steinmeiers Chancen bei der Bundestagswahl drastisch zu erhöhen. Am sinnigsten wäre es, liebe Genossen, <strong>alle </strong>dieser Maßnahmen so früh wie möglich durchzuführen<span id="more-548"></span>.</p>
<p>1. Reduzieren Sie Steinmeiers Körpergewicht um 85%. Verpassen Sie ihm Kontaktlinsen. Färben Sie sowohl Haare als auch den Rest seines Körpers schwarz.</p>
<p>2. Bringen Sie ihm bei, dynamisch zu schreiten und nicht mit der Krawatte knapp über dem Boden entlang zu schlurfen. Sagen Sie ihm, dass er versuchen muss, eine Mischung aus Indiana Jones, James Bond und Shaft zu verkörpern. Machen Sie aus Steinmeier einen interessanten Menschen, nicht nur einen interessierten.</p>
<p>3. Sorgen Sie dafür, dass Steinmeier die Stimme bei Reden nicht nur senkt, sondern auch gelegentlich hebt. Das sorgt für Abwechslung und im günstigsten Falle für erhöhtes Zuschauerinteresse.</p>
<p>4. Sorgen Sie dafür, dass Steinmeier weniger von Politik redet und mehr über den Wechsel, den Traum, die Vorsehung (Vorsicht, vorbelastetes Wort: Synonym finden!) und die Bibel.</p>
<p>5. Verheiraten Sie Frank-Walter mit einer gutaussehenden Frau.</p>
<p>6. Benennen Sie Frank-Walter Steinmeier in Mehmet Rucücücürrücana um.</p>
<p>7. Veranstalten Sie einen pompösen Vorwahlkampf, in dem sich Steinmeier gegen eine weibliche innerparteiliche Gegnerin durchsetzen muss. Diese muss ebenfalls im Volk beliebt sein; nehmen Sie deswegen nicht Andrea Nahles oder Ulla Schmidt. Geeignet wäre zum Beispiel Heide Simonis. Die hätte sogar Zeit dafür.</p>
<p>8. Verhundertfünfzigfachen Sie Herrn Steinmeiers Wahlkampfbudget.</p>
<p>9. Killen Sie kurz vor der Bundestagswahl Steinmeiers Oma.</p>
<p>10. Lösen Sie eine weltweite FInanzkrise aus und hängen Sie sie der CDU an.</p>
<p>Ich bin gespannt, ob man in der SPD diese Ratschläge befolgt.</p>
<p>Tut ihr es nicht, liebe Genossen, dann sehe ich bei der Bundestagswahl schwarz, und zwar gewaltig. Welch erquickendes Wortspiel.</p>
<p>Unwort des Tages: SPD-Kanzlerkandidat.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
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		<title>US-Wahl: Bush gewinnt in Florida</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2008/11/05/us-wahl-bush-gewinnt-in-florida/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Nov 2008 22:01:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Wahlnacht hat begonnen: Das erste Ergebnis steht bereits fest. Mit einem hauchdünnen Vorsprung konnte sich George W. Bush in Florida vor dem Favoriten Barack H. Obama durchsetzen. So entfielen laut einem Eil-Gerichtsbeschluss des Obersten Gerichtshofes auf Bush 2 912 850 Stimmen; für Obama stimmten 2 885 635, für den ebenfalls angetretenen Kriegsveteran John McCain [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Wahlnacht hat begonnen: Das erste Ergebnis steht bereits fest. Mit einem hauchdünnen Vorsprung konnte sich George W. Bush in Florida vor dem Favoriten Barack H. Obama durchsetzen.</p>
<p>So entfielen laut einem Eil-Gerichtsbeschluss des Obersten Gerichtshofes auf Bush 2 912 850 Stimmen; für Obama stimmten 2 885 635, für den ebenfalls angetretenen Kriegsveteran John McCain 955 978 Wähler.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-545" title="Wahlergebnis Florida" src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2008/11/florida.jpg" alt="" width="525" height="346" /></p>
<p>Floridas oberster Richter Jens A. Bush sagte in CNN, der nächste Präsident stehe bereits fest. &#8220;Eine Fortsetzung der Wahl ist eigentlich gar nicht notwendig&#8221;, so Bush (Jens).</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Alle Jahre wieder &#8211; nachhaltiges Wählen auf kommunaler Ebene</title>
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		<pubDate>Sat, 24 May 2008 21:19:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unparteiisch]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
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		<description><![CDATA[Denken Sie doch mal daran, liebe Bürgerinnen und Bürger, sich zu freuen, dass Sie in einer Demokratie leben. Versuchen Sie es einfach mal. Beim Einkaufen. Oder beim Verharren im Wartezimmer (da haben Sie doch sowieso nichts zu tun). Oder beim Geschlechtsverkehr. Freuen Sie sich also, bürger Lieberinnen und Lieber, dass wir in einer Demokratie leben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Denken Sie doch mal daran, liebe Bürgerinnen und Bürger, sich zu freuen, dass Sie in einer Demokratie leben. Versuchen Sie es einfach mal. Beim Einkaufen. Oder beim Verharren im Wartezimmer (da haben Sie doch sowieso nichts zu tun). Oder beim Geschlechtsverkehr.</p>
<p>Freuen Sie sich also, bürger Lieberinnen und Lieber, dass wir in einer Demokratie leben und es uns deshalb so gut geht.</p>
<p>Wegen dieser Einleitung könnte ich mich eigentlich von der SPD als Kandidat zur Bundespräsidentenwahl aufstellen lassen, nicht wahr? Aber das ist ein anderes Thema.</p>
<p>Thema, under Bürgerinnen lieber Bürg, ist die Wahl, die ja nun morgen stattfinden wird. Für diejenigen von Ihnen, die jetzt in Panik verfallen und sich selbst für ernsthaft dement halten: Es sind nur Kommunalwahlen, und zwar in Schleswig-Holstein.</p>
<p>Wie langweilig, denken Sie jetzt.</p>
<p>Aber nein, lieber Underinnen bürg Under, mitnichten! Sie wissen ja, die Wahlen sind wichtig. Sie sind gewissermaßen, um in etwas antiquierten Worten zu sprechen, die Tretmühlen unserer Demokratie. Es ist zwar anstrengend, hinzugehen, aber es geschieht für einen guten Zweck. Sie wissen schon. Kampf gegen rechts und so.<span id="more-163"></span></p>
<p>Wie das vor Wahlen immer so ist, haben politisch engagierte und/oder gut bezahlte Bürgerinnen und Bürger die Stadt mit Wahlplakaten zugepflastert. Und so hängen in Kiel jetzt streng frisierte CDU-Frauen neben dicklichen SPD-Kandidaten, die aussehen, als ob sie gerade dem Wacken Open Air-Festival entlaufen wären, umrahmt von erstaunlich besonnen aussehenden Grünen. An die FDP kann ich mich nicht erinnern.</p>
<p>Es gibt hier sogar einen CDU-Kandidaten, ich habe leider seinen Namen vergessen, der, glaubt man seinen Plakaten, sowohl für den Landtag als auch für den Kreistag kandidiert. Wie er das anstellen will, ist mir schleierhaft, zumal wir ja morgen gar nicht den Landtag wählen. Aber bitte sehr, versuchen kann er es ja gern. Ich sage nur: Hochmut kommt vor dem Fall!</p>
<p>Oder war&#8217;s <a href="http://frederichormuth.wordpress.com/" target="_blank">Hormuth</a>?</p>
<p>Kann nicht sein, denn der ist ja schon da&#8230;</p>
<p>Egal. Mündig und bürgerlich, wie ich bin, habe ich mir natürlich die Kommunalwahlprogramme jeder Partei, die ich für bedeutsam halte, zugelegt.</p>
<p>Naja &#8211; ich gebe zu, es war etwas anders. Ich ging friedlich durch die Fußgängerzone, als ich plötzlich hinterrücks von einer CDU-Wahlkämpferin angefallen wurde. Trotz ihrer wahrlich martialischen Berufsbezeichnung hatte sie nur beschränkt Grausames mit mir vor: Sie drückte mir das Kommunalwahlprogramm der CDU mitsamt EM-Planer in die Hand, während sie sagte: &#8220;Möchten Sie einen EM-Planer?&#8221;</p>
<p>Das ist schon symptomatisch, weil gelogen. Sie hätte ebensogut &#8220;Der Haifisch hat Zähne, und die trägt er im Gesicht&#8221; sagen können, das wäre genauso angebracht gewesen. Denn offensichtlich ging es ihr nicht um den EM-Planer, sondern um das Programm. Und sie hätte mich auch nicht zu fragen brauchen, da ich es ja schon in der Hand hatte, bevor sie anfing zu sprechen.</p>
<p>Derart überrumpelt wollte ich natürlich auch den anderen Parteien eine Chance geben und besorgte mir auch deren Programme.</p>
<p>Das Erste, was mir aufällt, ist: Die FDP hatte am wenigsten Lust. Es findet sich im liberalen Heftchen kein einziges Bild. Das Programm ist eine unmotivierte Aneinanderreihung von Buchstaben. Nicht mal zum Blocksatz konnte man sich im FDP-Denkerstübchen durchringen.</p>
<p>Das Programm der FDP habe ich also leider nicht gelesen, weil ich dazu keine Lust hatte.</p>
<p>Die CDU bezieht sich (wohl unwissend) auf <a href="http://www.das-unwort.de/2008/05/08/aktives-nachhaltiges-phrasendreschen/" target="_blank">einen meiner Artikel</a> und wirbt &#8220;<em>für ein nachhaltiges Kiel</em>&#8220;. Davon wird mir nachhaltig und effektiv übel. Aber immerhin gibt es viele Bilder, sogar teilweise bunt, und eine Menge lustiger Phrasen.</p>
<p>Die SPD hat sich augenscheinlich dieses Jahr eine große Runde von Finanzexperten eingeladen, die nach einer Behandlung mit bewusstseinserweiternden Mitteln zu dem Ergebnis gekommen sind, durch Folgendes die finanzielle Situation der Stadt verbessern zu können:</p>
<p>&#8220;Wir nutzen die kaufmännische Buchführung (Doppik) und entwerfen zur Konsolidierung der Finanzen ein Ressourcenverbrauchskonzept.&#8221;</p>
<p>Herzlichen Glückwunsch. Warum sich durch eine veränderte Art der Buchführung die Menge des zur Verfügung stehenden Geldes erhöht, erschließt sich wohl nur den zugedröhnten Finanzexperten. Trotzdem: Ein neues Konzept ist immer gut. Noch dazu eines mit solch einem schönen Namen.</p>
<p>In Kiel wird es im nächsten Jahr Geld regnen, denn: &#8220;Aufgabenkritik wird zu mehr Effizienz und Effektivität führen.&#8221;</p>
<p>Entweder ist das ein Euphemismus für die Reduzierung von Ausgaben oder eine mir unbekannte Methode des Gelddruckens.</p>
<p>Die Grünen beschäftigen augenscheinlich einige Autoren in ihren Reihen. Anders kann ich mir den grünen Roman nicht erklären, den ich da lesen musste&#8230;</p>
<p>Die Grünen sind übrigens für die Wiedereinrichtung einer Straßenbahn in Kiel. Die gab es schon mal, die Bahn &#8211; in den 80er Jahren wurde sie jedoch aus mir völlig schleierhaften Gründen abgerissen.</p>
<p class="MsoNormal">Natürlich braucht es dafür einen schönen Namen. Einen, der dynamisch ist und zugleich modern. Der Weltoffenheit ausdrückt. Die Grünen nennen es &#8220;StadtRegionalBahn&#8221; und verfallen DerSelbenKrankheitWieDieDeutscheBahnAG. Da gibt es ja auch nur noch ServicePoints, RestaurantWagen und FahrKartenAutomaten.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Die Stadtregionalbahn ist übrigens &#8220;mit 356 Millionen Euro Investitionskosten sehr kostengünstig.“</p>
<p class="MsoNormal">Den Gagschreiber der Grünen will ich auch!</p>
<p><span style="font-size:12pt;"> </span></p>
<p>Weiterhin wird stolz berichtet: &#8220;Einen großen Erfolg unserer Politik stellt die innovative Bauausstellung (InBA) 2008 mit dem Schwerpunkt &#8216;energetisches Bauen&#8217; dar. &#8221;</p>
<p>Mit kleinen Schritten zum Ziel. Deswegen mag ich Kommunalpolitik so gerne&#8230; es geht um Spielplätze, Videokameras und Ausstellungen. Es muss sehr frustrierend sein, damit Wahlkampf führen zu müssen.</p>
<p>Was ist eigentlich &#8220;energetisches Bauen&#8221;? Das klingt ein wenig nach einer Selbsthilfegruppe für Architekten&#8230;</p>
<p>Liebe Bürgerinnen und Bürger. Trotz all dem Schmu, der in den Kommunalwahlprogrammen steht, trotz all der -innen und -ins, die Ihnen, liebe Bürgerinnen und Bürger, liebe Kielerinnen und Kieler, ins Auge kriechen und Sie, liebe Leserinnen und Leser, den Zusammenhang der Sätze kaum mehr gedanklich durchdringen lassen: Gehen Sie zur Wahl. Denn nur dort haben Sie die Wahl, ahahaha.</p>
<p>Im Ernst: Wenn Sie sich amüsieren wollen, lesen Sie mal Wahlprogramme. Nirgends werden Sie so viele Phrasen finden, so viel Schönklingendes Wohlschmeckendes Positives, aber auch irgendwie Nichtssagendes: Im Land der Wahlprogramme, dort, wo man den Sinn des Satzes nach den Sprachfiguren ausrichtet. Und das Ganze dann, im Unterschied zu Thomas Mann, doch irgendwie schlecht klingt:</p>
<p>&#8220;Die Serviceorientierung des Jobcenters muss weiter verbessert und den Bürgerinnen und Bürgern die Sicherheit gegeben werden, hier nicht nur gefordert, sondern auch sinnvoll gefördert zu werden.&#8221;</p>
<p class="MsoNormal">&#8220;Nicht nur Floskeln, sondern auch wohl formulieren!&#8221;, möchte man da rufen&#8230;</p>
<p class="MsoNormal">Ich habe morgen die Qual der Wahl. Ich werde den wählen, der am besten Deutsch kann.</p>
<p class="MsoNormal">Unwort des Tages: Kielerinnen und Kieler.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
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