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	<title>Das Unwort &#187; Urlaub</title>
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	<description>Unseriöse, unerhört unpolitische Ungereimtheiten</description>
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		<title>Schlagergestampfe bei der Air Berlin</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2009/09/05/schlagergestampfe-bei-der-air-berlin/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Sep 2009 20:19:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unseriös]]></category>
		<category><![CDATA[Air Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[buchen]]></category>
		<category><![CDATA[Flugzeug]]></category>
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		<description><![CDATA[Akutes Fernweh. Kennen Sie das? Sie sitzen irgendwo, auf einer Parkbank, im Theater, bei der Maniküre, auf Klo, in einem Sexkino &#8211; und Sie wollen auf einmal weg? Ja? Und jetzt stellen Sie sich vor, Sie hätten Geld zur Verfügung. &#8230; <a href="http://www.das-unwort.de/2009/09/05/schlagergestampfe-bei-der-air-berlin/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_972" class="wp-caption alignleft" style="width: 293px"><img class="size-full wp-image-972" title="Der Himmel ist grenzenlos und lädt uns ein / Foto und Text: Air Berlin" src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2009/09/airberlin.jpg" alt="Der Himmel ist grenzenlos und lädt uns ein / Foto und Text: Air Berlin" width="283" height="185" /><p class="wp-caption-text">Der Himmel ist grenzenlos und lädt uns ein / Foto und Text: Air Berlin</p></div>
<p>Akutes Fernweh.</p>
<p>Kennen Sie das? Sie sitzen irgendwo, auf einer Parkbank, im Theater, bei der Maniküre, auf Klo, in einem Sexkino &#8211; und Sie wollen auf einmal weg? Ja?</p>
<p>Und jetzt stellen Sie sich vor, Sie hätten Geld zur Verfügung. Unendlich viel Geld. Was machen Sie dann also?</p>
<p>Richtig, Sie gehen ins Internet und buchen einen Flug nach, sagen wir, Kuala Lumpur.</p>
<p>Genau das ist mir gestern widerfahren.</p>
<p><span id="more-969"></span></p>
<p>Naja, sagen wir, die Umstände waren ein klein wenig anders. Und ich wollte nach Wien und nicht nach Südostasien. Aber ich wollte buchen. Viel buchen.</p>
<p>Klarer Fall, sagt da der internetaffine Mensch: Gehst du auf <a href="http://www.airberlin.com" target="_blank">airberlin.com</a>.</p>
<p>Gesagt, getan &#8211; Kruse stöbert nach den richtigen Flügen. Übrigens fühle ich mich wie ein richtiger Globetrotter, seit ich den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/IATA-Code" target="_blank">IATA-Code</a> für den Hamburger Flughafen kenne, aber das nur nebenbei.</p>
<p>Gerade will ich der Air Berlin mein Geld in den Rachen stopfen, da bekomme ich plötzlich eine schmucklose weiße Seite zu Gesicht: Wartungsarbeiten. Zum Buchen rufen Sie bitte an: 01805 &#8211; &#8230;</p>
<p>Weil ich gerade guter Laune bin, mache ich das auch tatsächlich. Der erste Schock ereilt mich in der Warteschleife der Air Berlin-Hotline: Man spielt ein eigens für die Firma produziertes Lied &#8211; den Air Berlin-Song. Eine piepsige Sängerin singt zu Synthesizern und Schlagergestampfe Marketing-Plattitüden. Der Refrain geht so:</p>
<blockquote><p>Flugzeuge im Bauch, im Blut Kerosin, kein Sturm hält sie auf, uns&#8217;re Air Berlin. Die Nase im Wind, den Kunden im Sinn und ein Lächeln stets mit drin: Air Berlin.</p></blockquote>
<p>Von der Kreativität der Songproduzenten zeugen nicht nur die an dieser Stelle obligatorischen Metaphern vom grenzenlosem Himmel, sondern auch folgende Textpassage:</p>
<blockquote><p>Wir fliegen für Service für wenig Geld, haben ihre Wünsche im Blick. Auf Shopping und Business eingestellt, fliegen sie mit uns pünktlich hin. Beim Urlaub sind wir erste Wahl, da der schon an Bord beginnt! (&#8230;)</p>
<p>Immer pünktlich und schnell, dass ist unsere Philosophie,<br />
Wir heben immer gut ab, doch abgehoben sind wir nie!<sup>(<a href="http://www.das-unwort.de/2009/09/05/schlagergestampfe-bei-der-air-berlin/#footnote_0_969" id="identifier_0_969" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wer&amp;#8217;s sich geben will: Der Air Berlin-Song bei Youtube. Keine Haftung bei Gesundheitssch&auml;den. ">1</a>)</sup></p></blockquote>
<p>Aufkommende Mordgelüste ignorierend, kämpfe ich mich bis zur Call-Center-Mitarbeiterin vor. Im nun folgenden Gespräch finde ich (!) heraus, dass eine Buchung bei Sabine, der Call-Center-Frau, 10 Euro mehr kostet als eine Internet-Buchung. Wenn ich das nicht bezahlen wolle, solle ich doch Internet buchen.</p>
<p>&#8220;Das würde ich ja gern tun, aber Ihre Seite ist gerade offline. Da macht irgendwer Wartungsarbeiten.&#8221;</p>
<p>&#8220;Ja, dann müssen Sie wohl die 10 Euro bezahlen&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;Ach, wissen Sie, ich werde einfach bei den Kollegen von Germanwings buchen.&#8221;</p>
<p>Sabine schwieg ein wenig länger als notwendig. Schon bald war das Gespräch zuende. Und ich um ein Ticket reicher. Aber von Germanwings.</p>
<p>Unwort des Tages: Die Nase im Wind, den Kunden im Sinn.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small><br>
<hr style="width: 20%; color: #eee;"><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_969" class="footnote">Wer&#8217;s sich geben will: Der <a href="http://www.youtube.com/watch?v=RbMZFeDbr_A" target="_blank">Air Berlin-Song bei Youtube</a>. Keine Haftung bei Gesundheitsschäden. </li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Kabul, die Perle Zentralasiens</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2009/01/30/kabul-die-perle-zentralasiens/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Jan 2009 00:29:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unparteiisch]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe heute einen unglaublichen Aufstand veranstalten müssen, um meinen schönen Urlaub abzusagen, auf den ich mich schon seit Wochen freue. Aber da habe ich dann heute ganz zufällig gesehen: Das Auswärtige Amt warnt dringend vor Reisen nach Afghanistan! Das &#8230; <a href="http://www.das-unwort.de/2009/01/30/kabul-die-perle-zentralasiens/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe heute einen unglaublichen Aufstand veranstalten müssen, um meinen schönen Urlaub abzusagen, auf den ich mich schon seit Wochen freue. Aber da habe ich dann heute ganz zufällig gesehen: <a href="http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Afghanistan/Sicherheitshinweise.html" target="_blank">Das Auswärtige Amt warnt dringend vor Reisen nach Afghanistan! </a></p>
<p>Das hat mich schon schockiert, muss ich sagen. Aber naja. Nun habe ich halt meine schöne Reise storniert&#8230;</p>
<p>Glaubt man dem <a href="http://www.focus.de/reisen/reisefuehrer/asien/tourismus-in-afghanistan-die-hoffnung-stirbt-zuletzt_aid_360201.html">Focus</a>, müssen in Afghanistan geradezu paradiesische Zustände herrschen. Und so ist es ja auch! Heerscharen von bunt bekleideten Bedienstinnen umsorgen den fettleibigen Touristen Tag und Nacht; das Essen ist reichhaltig, die Natur wunderschön, endlos, warm und voller verschiedener Farben; die lokalen Regierungsvertreter kümmern sich um jeden einzelnen Touristen mit einer rührenden Sorgfalt; die Geschäfte sind randvoll mit Waren aus aller Welt und auch auf den einheimischen Marktplätzen herrscht stets Bombenstimmung.</p>
<p>Gelegentlich kann das wachsame Auge sogar Gäste aus aller Herren Länder erkennen, die sich an der rauen Natur des Landes erfreuen! Kabul, die Perle Zentralasiens, wird in ihrer Friedfertigkeit nur vom heiligen Jerusalem und der wunderschönen Hafenstadt Gaza übertroffen. Was für ein atemberaubender Ort, der einen gleichsam zum Urlaub machen <strong>zwingt</strong>!</p>
<p>Und nun sehe ich, dass das Auswärtige Amt vor Ausflügen ins afghanische Ausland ausdrücklich warnt! Naja &#8211; so schlimm kann es ja nicht sein. Fliege ich halt nächstes Jahr hin! Da ist dort bestimmt wieder alles in Ordnung.</p>
<p>Unwort des Tages: Flüge nach Afghanistan, jetzt günstig buchen!!!!</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Urlaub bei den Irren &#8211; Ein Reisebericht. Teil 2</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2008/09/25/urlaub-bei-den-irren-ein-reisebericht-teil-2/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Sep 2008 19:00:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unkritisch]]></category>
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		<description><![CDATA[Teil 1 des Reiseberichts finden Sie hier. Unser Hotel, erfahre ich im Vorfeld der Reise, ist erschreckend günstig, jedoch trotzdem sehr zentral gelegen. Ich frage mich deswegen, ob wir wohl in einem Kerker werden wohnen müssen&#8230; Unsere Residenz entpuppt sich &#8230; <a href="http://www.das-unwort.de/2008/09/25/urlaub-bei-den-irren-ein-reisebericht-teil-2/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Teil 1 des Reiseberichts finden Sie </em><a href="http://www.das-unwort.de/2008/09/15/urlaub-bei-den-irren-ein-reisebericht-teil-1/"><em>hier</em></a><em>.<br />
</em></p>
<p>Unser Hotel, erfahre ich im Vorfeld der Reise, ist erschreckend günstig, jedoch trotzdem sehr zentral gelegen. Ich frage mich deswegen, ob wir wohl in einem Kerker werden wohnen müssen&#8230;</p>
<p>Unsere Residenz entpuppt sich dann jedoch als eine kleine Absteige, die aber immerhin mitten im Dubliner Regierungsviertel liegt. Flure und Zimmer sind sämtlich in Brauntönen ausgekleidet, ein 70er-Jahre-brauner Flauschteppich versucht, rustikale Gemütlichkeit zu vermitteln, erreicht aber das Gegenteil. Immerhin bieten die Zimmer den üblichen Komfort und als Dreingabe eben erwähnten Bodenbelag, der Welt erstes absolut steckdosenloses Badezimmer und als Ausgleich dafür einen formidablen Flachbildfernseher, der neben dem Teppich wie ein Anachronismus wirkt.<span id="more-490"></span></p>
<p>Zum &#8220;kontinentalen Frühstück&#8221; muss man über eine kleine, gut versteckte (und durch den unvermeidlichen Flauschteppich schallisolierte) Treppe in eine Art Untergeschoss hinabsteigen. Jeden Morgen kommt, nachdem man sich am rustikal-kontinentalen Buffet bedient hat, eine schwarzhaarige Irin Marke &#8220;Kräuterhexe&#8221; zu uns an den Tisch, fragt nach der Zimmernummer und bietet ein &#8220;Irrrrish Brrrreakfast&#8221; an. Und täglich grüßt das Murmeltier. Ich habe jetzt noch Schwierigkeiten, in den Tag zu kommen, weil mich jetzt niemand mehr mit rollendem R nach irischem Frühstück fragt&#8230;</p>
<p>Der irische Straßenverkehr ist rätselhaft. Er scheint irgendwie ohne nennenswerte Opfer zu funktionieren, aber ich weiß nicht, wie. Zwar steht für orientierungslose Touristen auf dem Boden meist ein &#8220;Look right&#8221; (was man ja auch mit &#8220;Sehen Sie bloß gut aus!&#8221; übersetzen könnte&#8230;), jedoch erschließt sich mir das System, falls vorhanden, nicht vollständig. Manchmal kommt der Verkehr von links, manchmal von rechts. Manchmal kommen alle von links, aber von rechts Busse. Oder andersrum. Jedenfalls muss man als unbedarfter Tourist verdammt aufpassen, nicht unter die Räder eines Dubliner Kleinwagens zu geraten. Oder &#8211; noch wahrscheinlicher &#8211; als übergewichtige Fliege auf der Windschutzscheibe eines Doppeldeckerbusses zu enden. DIe fahren nämlich recht, sagen wir, selbstbewusst (manchmal kommt es eben doch auf die Größe an) und nehmen nur rudimentär Rücksicht auf Fußgänger&#8230;</p>
<p>Die, muss man natürlich auch zugeben, laufen am liebsten bei Rot, denn da ist es am schönsten. Typisch Großstadt. Die Pariser, also die Einwohner der Stadt Paris, die können das auch. Seit ich einmal in Paris war, gehe ich erstens öfter über eine rote Ampel und denke zweitens dabei immer sowas wie: &#8220;Und jetzt die Pariser-Methode&#8221;.  Wobei Dublin natürlich nicht einmal so viele Einwohner hat wie in den Eiffelturm Touristen hineinpassen. Aber das ist den Dublinern egal, die laufen grundsätzlich immer über die Straße. Es dauerte nicht lange und wir haben es genau so gemacht&#8230;</p>
<p>In Irland spricht man Englisch, möchte man meinen. Das stimmt nicht ganz: Einige wenige Menschen sind auch noch des Gälischen mächtig (das man aber im Land überall findet, unter anderem im Fernsehen&#8230;) und die, die tatsächlich Englisch sprechen, können eben jene Tatsache verdammt gut verbergen. Der irische Dialekt ist mörderisch, hat jedoch einen gewissen Charme, auch wenn er dazu führt, dass ich mir fast jeden Satz wiederholen lassen muss. Das kann aber ebenso an mir liegen, denn auch die angeheiterte Amerikanerin aus &#8220;Baurstouuuun&#8221; (Boston?) in &#8220;Massssschusssseds&#8221;, die ich in einem Pub treffe, verstehe ich nur schwer.</p>
<p>Die Dubliner Tourist Information ist gut getarnt in den Seitenschiffen einer Kirche untergebracht. Sie ist von oben bis unten voll mit Nippes und Flyern aller möglicher Sehenswürdig- und unwürdigkeiten. Um dem Personal eine Frage zu stellen, muss man eine Nummer ziehen.</p>
<p>Die Frau, die ich in meiner Meinung nach exzellentem Englisch nach Stadtführungen und Busverbindungen ausfrage, behandelt mich wie einen Außerirdischen. Sie spricht sehr langsam und deutlich. Bei besonders wichtigen Passagen hebt sie noch die Stimme und wird noch deutlicher. Ich beginne, an meinen Sprachkenntnissen zu zweifeln.</p>
<p>Unwort des Tages: Irrrrish Brrreakfast.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Urlaub bei den Irren &#8211; Ein Reisebericht. Teil 1</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2008/09/15/urlaub-bei-den-irren-ein-reisebericht-teil-1/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Sep 2008 20:57:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die grüne Insel &#8211; der feuchte Traum vieler an Fernweh leidender Deutscher. Irland, so denkt man, ist eine friedvolle Insel, wo das Land flach ist und es eigentlich nur eine Handvoll Menschen gibt, die ihr Leben in Pubs verbringen und &#8230; <a href="http://www.das-unwort.de/2008/09/15/urlaub-bei-den-irren-ein-reisebericht-teil-1/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-452" title="irl1" src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2008/09/irl1.jpg" alt="" width="293" height="218" />Die grüne Insel &#8211; der feuchte Traum vieler an Fernweh leidender Deutscher. Irland, so denkt man, ist eine friedvolle Insel, wo das Land flach ist und es eigentlich nur eine Handvoll Menschen gibt, die ihr Leben in Pubs verbringen und dabei tanzen.</p>
<p>Es wäre gelogen, zu sagen, dass das alles <em>nicht </em>stimmt. Doch dazu später.</p>
<p>In Begleitung meines Vaters flog ich in der letzten Woche für drei Tage nach Dublin. Auf dem Flug trafen wir eine namenlose bebrillte Frau, die ich erst für eine Irin hielt, die aber wie sich später herausstellte ursprünglich aus Deutschland kommt, jedoch seit einigen Jahren in Dublin lebt. Diese kleine hektische Frau nahm uns &#8211; zusammen mit ihrem Freund Chris, einem Engländer &#8211; in ihrem winzigen Auto in die Stadt mit. Das ersparte uns schon mal das Zurechtfinden am Dubliner Flughafen &#8211; großes Plus.</p>
<p>Autofahren in Dublin muss eine Katastrophe sein; jedenfalls fahren die Iren tatsächlich wie die Irren. Sie fahren nicht nur auf der falschen Seite, sondern heizen wirklich erbarmungslos durch die Straßen. Selbiges gilt für die Dubliner Busse &#8211; Rücksicht ist in der irischen StVO anscheinend nicht vorgeschrieben. Oder, und das scheint mir wahrscheinlicher, es interessiert sich schlicht niemand dafür. <span id="more-451"></span></p>
<p>Heute, sagt Chris in gebrochenem Deutsch, sei ein wichtiges Fußballspiel. Ich frage die namenlose Hektische, wer denn spielt &#8211; &#8220;Ja keine Ahnung&#8221;, sagt sie.</p>
<p>Die Stadt ist tatsächlich überfüllt von Fans, von denen einige in blau und einige in Gelb gekleidet sind. Die scheinen sich jedoch nicht wirklich feindlich gesonnen zu sein, denn sie stürmen gemeinsam die Pubs&#8230; Später soll sich herausstellen, dass es sich keineswegs um Fußball, sondern vielmehr um Hurling handelt, eine speziell irische Sportart&#8230; dazu später mehr. Jedenfalls sei hiermit bekanntgegeben, dass Kilkenny gegen Ich-weiß-nicht-mehr-wen gewonnen hat. Und zwar haushoch, deswegen waren sie auch alle so friedlich.</p>
<p>Chris parkt sein Auto in einer gut versteckten Tiefgarage mitten in der Stadt. Vor der Einfahrt holt er seine Jacke heraus, zieht sie an und schmiegt sich dann liebevoll an die Garagenwand. Daraufhin öffnet sich unter ohrenbetäubendem Pfeifen majestätisch langsam das Tor zur nahezu komplett leeren Garage. Auch beim Herausgehen piept das Tor hingebungsvoll.</p>
<p>Und sowieso piept in Dublin fast alles. Die Straßenreinigung zum Beispiel &#8211; und die ist allgegenwärtig. Die Iren haben einen ausgeprägten Sauberkeitsfimmel, zumindest, was das Erscheinungsbild ihrer Städte angeht.</p>
<p>Die Müllabfuhr piept ebenfalls. Und auch nachts fängt es von irgendwoher auf einmal an zu piepen &#8211; könnte eine Alarmanlage gewesen sein. Oder ein Garagentor&#8230;</p>
<p>Selbst die Ampelanlagen machen einen Höllenlärm. Wenn rot ist, geben sie ein leichtes, rhyhmisches Pochen von sich. Sobald sie auf Grün springen, ertönt ein Geräusch wie beim Abfeuern eines Laserstrahls in den Star-Wars-Filmen, gefolgt von hektischem Gepiepse und Getute. Auf dem Rückweg zur Rotphase gibt es in Dublin dann noch eine Gelbphase für Fußgänger (die ist sogar ziemlich lang), die wohl bedeuten soll: &#8220;Ob Sie gehen oder nicht &#8211; Ihre Entscheidung! Aber ich bin nicht Schuld, wenn Sie umgenietet werden!&#8221;</p>
<p>Hurling, liebe Leser, habe ich in unserem Hotel am ersten Abend konsumiert. Da wiederholte der gälische Sender TV4 (oder so) das Spiel von Kilkenny gegen Ich-weiß-nicht-mehr-wen. Unser Fernseher bekam das Hurling-Signal über eine Antenne. Eine moderne zwar, jedoch sah sie eher aus die eine mutierte Grillgabel&#8230; war vielleicht ein amerikanisches Fabrikat.</p>
<p>Hurling kennt man hierzulande überhaupt nicht. Ich will versuchen, diese eigenartige Sportart zu beschreiben:</p>
<p>Viele nur rudimentär geschützte Spieler laufen über ein Feld mit den gefühlten Ausmaßen von  Nordrhein-Westfalen. Sie halten dabei eigenartig geformte Schläger in der Hand, die aussehen wie eine Kreuzung aus Hockeyschläger und Schneeschaufel. Den winzigen Lederball dürfen sie auch in die Hand nehmen, aber nur manchmal und auch nicht lange. Jedenfalls wechselt der Ball ständig zwischen Schläger und Hand hin und her. Die Tore bestehen aus zwei Pfosten, die 6,5 Meter voneinander entfernt stehen und gefühlte 150 Meter hoch sind. In 2,5 Metern Höhe werden sie durch eine Querlatte verbunden. Wenn der Ball über die Querlatte hinüber befördert wird, gibt es einen Punkt, geht er untendurch, drei.</p>
<p>Die Regeln dieses Spiels sind ansonsten vollkommen unverständlich. Dabei hilft auch der Kommentator nicht, der seinem Publikum auf Gälisch die Feinheiten des Spiels zu erläutern versucht. Das klingt für mich etwa so, als ob der das Telefonbuch von Dublin rückwärts vorlesen würde. Gälisch scheint eine eigentümliche Mischung aus Englisch, Plattdeutsch und Klingonisch zu sein. Jedenfalls verstehe ich kein einziges Wort.</p>
<p>In dem Spiel scheint es jedenfalls außer um das Erzielen von Toren auch darum zu gehen, den Gegner möglichst krankenhausreif zu schlagen, denn es laufen in schöner Regelmäßigkeit geschäftige Sanitäter aufs Spielfeld, um die Gefallenen abzutransportieren&#8230;</p>
<p><em>Haiiothoeeodh aienradhltoiid maghcheadsied obraveasioichnedhfaeloch. </em>(to be continued)</p>
<p>Unwort des Tages: <em>Iománaíocht</em> (Hurling).</p>
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		<title>Kugelschreiber vom Pferd &#8211; original italienische Küche</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Aug 2008 23:25:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nirgends auf der Welt finden sich so viele Übersetzungsfehler wie auf Speisekarten. Das liegt wohl daran, dass jedes noch so kleine Restaurant eine Speisekarte für die zahlungskräftigen, aber lernresistenten ausländischen Gäste bereit halten will; freilich ohne Geld für einen kompetenten &#8230; <a href="http://www.das-unwort.de/2008/08/08/kugelschreiber-vom-pferd-original-italienische-kuche/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nirgends auf der Welt finden sich so viele Übersetzungsfehler wie auf Speisekarten. Das liegt wohl daran, dass jedes noch so kleine Restaurant eine Speisekarte für die zahlungskräftigen, aber lernresistenten ausländischen Gäste bereit halten will; freilich ohne Geld für einen kompetenten Übersetzer ausgeben zu wollen. Und dann schaut man eben im Wörterbuch nach, was denn Spaghetti auf Deutsch heißen könnte. Das Wörterbuch, das da dann &#8220;Kugelschreiber&#8221; angibt, möchte ich sehen&#8230; aber nur so kann ich mir die folgende Speisekarte eines Restaurants in Venedig erklären, die mit viel Liebe, aber ohne jegliche Sprachkompetenz auf Deutsch &#8220;übersetzt&#8221; wurde.</p>
<p>Es beginnt rabiat. Die Fleischkarte ist mit &#8220;Unser Fleisch&#8221; überschrieben &#8211; das hat schon fast religiöse Züge. &#8220;Oh Tourist, es ist, als ob du unser eigenes Fleisch äßest&#8230;&#8221;<span id="more-332"></span></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-277" src="http://unwort.wordpress.com/files/2008/08/speis1.jpg" alt="" width="510" height="662" /></p>
<p>Erfrischend ehrlich der zweite Eintrag auf der &#8220;Unser Fleisch!!!&#8221;-Karte: &#8220;Trockenes fleisch von schwein in pikante soBe&#8221;. Das Fehlen des Esszetts auf seiner Tastatur glich der Italiener elegant mit einem großen B aus &#8211; kaum zu unterscheiden, in der Tat. Das Menü lädt allerdings wegen des verkorksten Adjektivs nicht zwangsläufig zum Bestellen ein, es sei denn, man hat eine Vorliebe für staubige Schweinshaxe.</p>
<p>Carpaccio übersetzt der Italiener kreativ mit &#8220;rinderfilet das bett von rauke&#8221;. Was rauke nun genau ist, weiß außer dem Wörterbuch des italienischen Wirts nur noch Wikipedia: &#8220;verschiedene Pflanzenarten aus der Familie der Kreuzblütengewächse&#8221;. Biologieunterricht beim Italiener&#8230;</p>
<p>Leicht unappetitlich klingen auch die Gerichte &#8220;verrauchert brust von gans&#8221;, &#8220;Lasagne zum ofen&#8221; (warum denn zum Ofen???), &#8220;Filet zum gitterrost&#8221; (immerhin sehr eisenhaltig, nehme ich an) und &#8220;kleine braten von kastriertem lamm (abruzzese spezial)&#8221; (das sind so Wörter, die auf einer Speisekarte so <strong>gar </strong>nichts zu suchen haben, auch nicht, wenn es <em>abruzzese spezial</em> ist!).</p>
<p>In Italien muss man anscheinend aufpassen, dass man nicht von wildgewordenem Gemüse erschlagen und anschließend selbst in einem Pfannengreicht verwurstet wird. Immerhin gibt es &#8220;Klobe von Kartoffeln <strong>wild</strong>&#8221; (!)  &#8211; was auch immer Klobe ist, es könnten Klöße sein?! &#8211; und, etwas weiter unten, die leckere &#8220;Leber zur Venezianerin mit polenta&#8221;. Venedig ist also eine der letzten Hochburgen des Kannibalismus in Europa, zusammen mit Rotenburg.</p>
<p>Biologisch fragwürdig erscheint mir das &#8220;Kalbsschnitzel von scwein zu gefallen&#8221;, aber das lässt sich vielleicht auf den typisch deutschen Mangel an Fantasie zurückführen. Nichts ist unmöglich, ganz besonders nicht in Italien, wie mir scheint.</p>
<p>Die Pastagerichte stellten den &#8220;Übersetzer&#8221; wohl vor größere Schwierigkeiten. Ich kann jedenfalls nur erraten, was mit &#8220;Kugelschreiber gorgonzola und du faserst von pferd aus&#8221; gemeint ist. Käseschreiber an Pferdeschwanz? Klingt nicht appetitlich.</p>
<p>Ich frage mich, in welchem Wörterbuch noch das deutsche Verb &#8220;ausfasern&#8221; aufgeführt wird, das uns in freier Natur nie wirklich begegnet. Und schon gar nicht auf einer Speisekarte. Das arme Pferd&#8230;</p>
<p>Eine besondere Spezialität, von der ich noch nie gehört habe, ist das appetitliche &#8220;Bandnudeln bratwurst und kaffeezichorie&#8221;. Zunächst einmal mutet die Kombination von Bandnudeln und Bratwurst etwas eigenartig an, ist aber vielleicht der Kombination von italienischen Idealisten mit teutonischen Touristen geschuldet. Letztere essen auch im Urlaub gerne Brwatwurst und Erstere wollen einfach nicht auf ihre Pasta verzichten&#8230;</p>
<p>Die Kaffeezichorie gibt es wirklich, ist also keine Verlegenheits-Worterfindung des italienischen Sprachbegabten wie etwa das ausfasernde Pferd oder die Venezianerleber. Ich bezweifele allerdings, dass das auch wirklich gemeint ist, denn: Die Kaffeezichorie ist eine hübsche, kleine Pflanze, die während der napoleonischen Kontinentalsperre als Kaffeeersatz verwendet wurde. Man nennt sie auch Wegwarte.</p>
<p>Ob sie gut zu Bratwurst mit Bandnudeln schmeckt? Ich weiß nicht&#8230;</p>
<p>Und dann ist das noch die italienische Vorliebe für eine zünftige &#8220;gemischte grillyparty&#8221;. An sich ja ganz sympatisch, nur unter der Rubrik &#8220;zweites teller&#8221; wirkt es doch etwas deplatziert. Klingt eher so nach Abendprogramm.</p>
<p>&#8220;Schneidet filet in sobe zu den Grasern&#8221; klingt wie eine schlechte Spam-Mail, scheint aber ein leckeres italienisches Gericht zu sein. Ich habe keine Ahnung, was man bekommt, wenn man es bestellt, aber es muss etwas mit Fleisch und grünem Gemüse zu tun haben. Und eigentlich reicht diese Information ja auch.</p>
<p>Vielleicht wäre die normale italienische Speisekarte doch informativer gewesen&#8230;?!</p>
<p>Oder man geht einfach französisch essen.</p>
<p>Unwort des Tages: du faserst von pferd aus.</p>
<p><span style="font-size: xx-small;">(Foto von Mathias Hirth)</span></p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Der Mai ist gekommen, die Bäume fallen um &#8211; Stöckchenlese</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2008/05/11/der-mai-ist-gekommen-die-baume-fallen-um-stockchenlese/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 May 2008 15:56:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unkritisch]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Job]]></category>
		<category><![CDATA[Stöckchen]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[vier]]></category>

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		<description><![CDATA[Dies ist ja ein Blog, wie Sie vielleicht wissen. Blogautoren untereinander haben die ungewöhnliche Angewohnheit, sich gegenseitig massive Hölzer an den Kopf zu werfen &#8211; sogenannte &#8220;Stöckchen&#8221;. &#8220;Stöckchen&#8221; ist natürlich nur eine sinnentleerte Metapher für einen Fragebogen, den der Autor &#8230; <a href="http://www.das-unwort.de/2008/05/11/der-mai-ist-gekommen-die-baume-fallen-um-stockchenlese/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dies ist ja ein Blog, wie Sie vielleicht wissen. Blogautoren untereinander haben die ungewöhnliche Angewohnheit, sich gegenseitig massive Hölzer an den Kopf zu werfen &#8211; sogenannte &#8220;Stöckchen&#8221;. &#8220;Stöckchen&#8221; ist natürlich nur eine sinnentleerte Metapher für einen Fragebogen, den der Autor dann auf seinem Blog veröffentlichen kann. Ich drücke mich um solche Dinge immer sehr gerne herum&#8230;</p>
<p>Heute hat es mich aber erwischt und ich bekam von <a href="http://pas.bplaced.net/2008/05/11/vier-gewinnt" target="_blank">Pas</a> dieses Stöckchen. Ich hoffe, es bringt Ihnen allen einen erheblichen Erkenntnisgewinn.</p>
<p><strong>4 Jobs, die du in deinem Leben hattest</strong></p>
<p>Zunächst einmal war ich im Kindergarten auf einem Fest für die Dauer von etwa zehn Minuten für den Lolliautomaten zuständig. Man musste da in eine überdimensionale Kiste klettern und so tun, als ob man der Automat wäre, der nur dann Lollis herausgibt, wenn das draußen stehende, nach Lollis geifernde Kind den richtigen Hebel betätigt. Die Ära meiner Herrschaft in diesem Automaten zeichnete sich dadurch aus, dass der Automat über das Prozedere weniger Bescheid wusste als die Kunden. Ich wurde also nach bemerkenswert kurzer Zeit gechasst.</p>
<p>Ich finde auch durchaus, dass man mich während der 13 Jahre, die ich in der Schule verbracht habe, als Berufstätigen bezeichnen konnte. Meine Aufgaben waren zum Einen die Absorption von möglichst viel Wissen (quasi als großes Endziel), zum Anderen aber auch das Ausbilden einer zufriedenstellenden Persönlichkeit und ebenso das Ausbilden eines gewissen Fetischismus&#8217; zur Verwendung von Nomina in Sätzen wie diesen; außerdem war ich jahrelang in der Betreuung älterer, verwirrter Lehrkräfte tätig. Ich wurde als Belohnung mit den verantwortungsvollen Aufgaben des Klassensprechers, Klassenbuchführers und auch des stellvertretenden Kurssprechers betraut.<span id="more-158"></span></p>
<p>Meinen größten Karrieresprung, auf den ich auch nach wie vor sehr stolz bin, machte ich vor einigen Jahren, als ich während einer sechswöchigen Pause vom Schuldienst zum Interims-Hotdogbrater im Hansa-Park befördert wurde. Die Vergütung dieser Tätigkeit war zwar verhältnismäßig bescheiden, dafür aber trug ich die Verantwortung für die Hotdog-Kunden am Stand &#8220;Schaukel&#8221;. Und das für ganze zwei Wochen. Danach wurde ich erneut befördert (denn die Kunden fanden meine kalten Hotdogs äußerst erquicklich und mein unglaubliches Engagement hatte sich im Park herumgesprochen). So wurde ich also zum offiziellen Tischdiensthelfer-Helfer im Selbstbedienungsrestaurant. Die Vergütung änderte sich glücklicherweise nicht. Die Uniform auch nicht.</p>
<p>Als vierten Job wähle ich mal meine Tätigkeit bei einem nicht zu nennenden Fernsehsender im letzten Jahr, der mir für sechs Wochen seine Türen öffnete. Ich entdeckte dort die ganze Welt des Praktikantenseins und kenne mich nun aus mit dem Stehen im Bild, dem Tragen von Stativen und der begrenzten Fähigkeit des Chefredakteurs, sich Namen zu merken. Wobei ich gerne zugebe, dass ich auch tatsächlich etwas gelernt habe (falls jetzt zufällig jemand mitliest&#8230;).</p>
<p><strong>4 Filme, die du immer wieder anschauen kannst</strong></p>
<p>Ich schaue mir sowieso alle Filme immer wieder an, weil ich nach etwa zwei Monaten wieder vergessen habe, worum es geht und vor allem, wie es ausgeht. Wegen meiner fundierten pädagogischen Grundausbildung kann ich nun aber hinter die Kulissen dieser Frage schauen (Vorsicht, verunglückte Metapher) und nenne einfach mal vier Filme, die ich gut finde. Ich hoffe, ich weiß die Namen noch:</p>
<p>- Das fünfte Element: Aus irgendwelchen Gründen gefällt mir dieser Film wirklich gut&#8230;</p>
<p>- Findet Nemo: Ich mag die Pixars, und aus diesem Grunde geht&#8217;s auch gleich weiter mit</p>
<p>- Madagaskar, was wahrscheinlich gar nicht von Pixar ist. Das ist mir aber wurscht, ich mag&#8217;s trotzdem. Und auch</p>
<p>- Krieg der Welten, zugleich trotz und wegen Tom Cruise, dem man seine Rolle dort nicht abkauft. Trotzdem hat mich dieser Film beeindruckt, obwohl ich ihn nur im Fernsehen gesehen habe&#8230; wäre mal interessant, was <a href="http://www.cinekie.de/" target="_blank">Cinekie</a> darüber denkt?!</p>
<p>Sowieso steht Krieg der Welten stellvertretend für eine ganze Menge anderer ernsthafter Filme, die mir nun leider gerade nicht einfallen. Schade auch&#8230;</p>
<p><strong>4 Orte, an denen du (gern) gewohnt hast</strong></p>
<p>Ich bin in meinem Leben schon ziemlich oft umgezogen, allerdings immer innerhalb unseres schönen Landes Schleswig-Holstein.</p>
<p>Mein Leben begann in einem abgeschiedenen Ort mit dem gar heimeligen Namen Wulfsmoor, in dem der Bürgermeister natürlich Wulf hieß. Norddeutsche Logik, liebe Leser.</p>
<p>Aus Gründen, die Sie <a href="http://www.das-unwort.de/2008/04/17/tamara-und-das-fegefeuer-oder-der-opnv-in-schleswig-holstein/" target="_blank">hier</a> nachlesen können, hat mir auch eine mehrjährige Stippvisite in Lübeck ganz gut gefallen.</p>
<p>Fast noch abgeschiedener als Wulfsmoor liegt das schöne Örtchen Itzehoe, das in Süddeutschland (also südlich der Elbe) niemand zu kennen scheint. Und im Ausland auch nicht. Glücklicherweise&#8230; Native speakers of English bekommen schon immer einen Lachanfall und wollen sich partout nicht wieder einkriegen, wenn sie den Namen dieses schönen Ortes hören: It&#8217;s a hoe&#8230;</p>
<p>Itzehoe ist ohnehin einen eigenen Beitrag wert. Bitte erinnern Sie mich beizeiten daran!</p>
<p>Inzwischen wohne ich in Kiel, was zwar etwas größer ist als Wulfsmoor, sich jedoch ansonsten nicht maßgeblich davon unterscheidet. Nur die Bürgermeisterin heißt anders, nämlich Volquartz. Warum sie so heißt, weiß sie wahrscheinlich selbst nicht. Vielleicht ist sie Raucherin?</p>
<p><strong>4 Plätze, in denen du im Urlaub warst</strong></p>
<p>Da wäre zunächst mal Amrum. Das ist allerdings schon ziemlich lange her und ich erinnere mich dort eigentlich nur noch an die nasseste Fahrradtour meines Lebens.</p>
<p>Womit wir beim nächsten Ort wären: Die zweitnasseste Tour war in England. Südengland. Zwei Wochen Regen, eine Woche Sonne, aber so richtig. England &#8211; ein Land der extremen Wetterverhältnisse.</p>
<p>Südfrankreich war auch wirklich sehr angenehm. Sowieso muss man das Mittelmeer ja zu seiner Existenz beglückwünschen&#8230; hach, das Fernweh.</p>
<p>Die Liebe meines Lebens heißt Kreta und ist groß und felsig. Aber sie hat zwei entscheidende Vorteile: Sie ist ganz schön heiß und kann nicht weglaufen. Sowieso kommt das weltbeste Olivenöl aus Kreta, kein Scherz. Allein das ist schon ein Grund, dort hinzufahren.</p>
<p><strong>4 Webseiten, die du täglich besuchst</strong></p>
<p>Von meiner Eigenen mal abgesehen wären da noch die <a href="http://news.google.de/nwshp?hl=de&amp;tab=wn" target="_self">Google News</a>, über die ich mich zu informieren pflege. Das ist natürlich eine Schande für einen angehenden Journalisten, aber ich stehe dazu&#8230;</p>
<p><a href="http://konna.pytalhost.de/" target="_blank">Konnas Blog</a> bildet neben meinem Schreibtisch, dem Fernseher und dem Bett das Zentrum meines Lebens. Und, ach ja, die Universität&#8230;</p>
<p>Im <a href="http://www.musiker-board.de/" target="_blank">Musiker-Board</a> treibe ich mich ebenso häufig herum.</p>
<p><strong>4 deiner Lieblingsessen</strong></p>
<p>Das wirft die Frage auf, was denn die Mehrzahl von &#8220;Essen&#8221; ist? <a href="http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/" target="_blank">Sick</a>, übernehmen Sie!</p>
<p>Ich bin ein großer Nudelfan, und zwar mit Vorliebe mit einer Soße aus Weißwein, Sahne und Schinken. Sehr lecker.</p>
<p>Oder auch, und ich stehe dazu, mit Spinat. Spinat, liebe Kinder, ist gar nicht schlimm! Nur der Stuhl wird ein bisschen grün danach. Aber das macht ja nichts&#8230;</p>
<p>Und nein, ich meine nicht den Stuhl, auf dem du jetzt sitzt.</p>
<p>Chinesisches Kurzgebratenes aus dem Wok. Eine neumodische Erscheinung, zumindest bei uns, aber dafür sehr schmackhaft. Und schnell noch dazu. Und, ach ja, gesund. Sagt man.</p>
<p>Sowieso: Ein guter Entenbraten&#8230; mit Ananas?! Tut mir leid für die Ente, aber sie schmeckt nun mal wirklich gut&#8230;</p>
<p><strong>4 Plätze, wo du gerne im Augenblick sein möchtest</strong></p>
<p>Es gibt viele Gründe, warum ich nicht Philosophie studiere&#8230;</p>
<p>Wo möchte ich jetzt sein? Es wirkt reichlich deplaziert, sich jetzt in den sonnigen Süden zu wünschen, oder? Aber ich war wirklich sehr lange nicht mehr im Urlaub&#8230; Also:</p>
<p>- Urlaubsort 1: Auf Kreta. Vorzugsweise Südküste, ist schöner.</p>
<p>- Urlaubsort 2: Irgendwo außerhalb von Europa. China zum Beispiel.</p>
<p>- Urlaubsort 3: Pariiiiiiiiiiiiiiiiiis&#8230;</p>
<p>- Viertens: Existent, wird aber nicht verraten.</p>
<p><strong>4 Blogger, denen du das Stöckchen weitergibst</strong></p>
<p>Es mögen sich bitte vier Freiwillige finden, die dieses Stöckchen in die Welt hinaustragen&#8230; Viel Spaß dabei.</p>
<p>Unwort des Tages: Geheimniskrämerei.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
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