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	<title>Das Unwort &#187; Österreich</title>
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	<description>Unseriöse, unerhört unpolitische Ungereimtheiten</description>
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		<title>Willkommen in der EU! Eine Wien-Expedition. Teil 2</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Sep 2009 21:43:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unseriös]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>

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		<description><![CDATA[Den ersten Teil der Wien-Expedition finden Sie hier. Der Wiener Konditor hat selbstverständlich eine Menge unverständlicher und unaussprechlicher Namen für die vielen leckeren Dinge, die er da fabriziert. Konnte mir leider nix davon merken. Habe es aber trotz unüberhörbarem norddeutschem &#8230; <a href="http://www.das-unwort.de/2009/09/21/willkommen-in-der-eu-eine-wien-expedition-teil-2/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Den ersten Teil der Wien-Expedition finden Sie <a href="http://www.das-unwort.de/2009/09/14/willkommen-in-der-eu-eine-wien-expedition-teil-1/" target="_blank">hier</a>.</em></p>
<p>Der Wiener Konditor hat selbstverständlich eine Menge unverständlicher und unaussprechlicher Namen für die vielen leckeren Dinge, die er da fabriziert. Konnte mir leider nix davon merken. Habe es aber trotz unüberhörbarem norddeutschem Akzent geschafft, mir ein Schoko-Vanille-Croissant zu bestellen, freilich, ohne diesen Namen zu verwenden. Weil auf dem Schild irgendwas Eigentümliches, Unaussprechliches stand,  sprach ich zum Bäckereifachverkäufer: &#8220;Ich hätte gern so ein Schoko-Vanille-Dingens da.&#8221; Er schaute mich an, als ob ich vom Planeten Melmak käme, packte aber brav das Dingens ein. Später klärte man mich auf: Der Österreicher kennt das hilfreiche Wort &#8220;Dingens&#8221; nicht. Daher der Blick.</p>
<p>Hoffe ich zumindest.<span id="more-987"></span></p>
<p>Beruhigend ist: Auch in Wien gibt es die traditionellen Verkäufer von Obdachlosenzeitungen. Doch auch daran kann man das Wesen einer Stadt ablesen: In Itzehoe, meiner alten Heimat, steht der Verkäufer immer an derselben Stelle der Winz-Fußgängerzone und trällert mit immer derselben Betonung folgendes Liedchen, und das seit 20 Jahren:</p>
<p><a href="http://www.das-unwort.de/hinz.mp3" target="_blank">http://www.das-unwort.de/hinz.mp3</a></p>
<p>Itzehoe ist eben eine aufstrebende Stadt. Das Leben pulsiert, man will nach oben. Da geht noch was. Da will man noch was.</p>
<p>In Kiel sind die Verkäufer schweigsam und unaufdringlich. Kiel muss sich nichts mehr beweisen, es ist sich seiner Nichtigkeit bewusst.</p>
<p>In Wien trabt in einem schönen Kaffeehaus ein riesiger Mann mit einem lila Hemd und grauem Vollbart auf uns zu, die Zeitung &#8220;Uhudler&#8221; in der Hand. Seelenruhig stellt er sich zu uns an den Tisch. Hinter seinem Vollbart quillt nun ein Monolog über die Vorzüge seiner Zeitung hervor; außerdem beschreibt er deren Inhalt bis ins Detail. Wie gut doch die Seite 21 sei. Da solle man mal reinschauen. Die folgenden Seiten lauthals preisend, schaut er grinsend in die Runde. Wir regen uns nicht &#8211; der erhoffte Effekt tritt nicht ein, denn der Waldschrat ist immer noch da. Erst das dritte &#8220;Nein, danke&#8221; bringt ihn zu der finalen Erkenntnis, dass wir den Uhudler trotz der famos gelayouteten Seite 21 nicht wollen.</p>
<p>Obwohl die Österreicher gemeinhin ein äußerst gutes Benehmen an den Tag legen, stieß ich in Wien auf ein etwas befremdliches Schild:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-990" title="Würstelsalon / Foto: Christine Bauer" src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2009/09/wuerstelsalon.jpg" alt="Würstelsalon" width="448" height="336" /></p>
<p>Offensichtlich hatte hier ein findiger Stadtmanager die Idee, den öffentlichen Toiletten bemerkenswerte Eigennamen zu verpassen. Damit sie einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Tja &#8211; hat geklappt.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Willkommen in der EU! Eine Wien-Expedition. Teil 1</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 21:15:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unseriös]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>

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		<description><![CDATA[Wien! Berühmt und schön, zwar, doch manchmal schwierig zu erreichen, wie ich an anderer Stelle beschrieb. Einmal gelandet, suche ich im Flughafen die S-Bahn. Ich folge dem internationalen Symbol für Züge, das man auch in Österreich zu verwenden scheint. Es &#8230; <a href="http://www.das-unwort.de/2009/09/14/willkommen-in-der-eu-eine-wien-expedition-teil-1/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em> </em></p>
<div id="attachment_983" class="wp-caption alignleft" style="width: 337px"><em><img class="size-full wp-image-983" title="Wirres Wiehern in Wien" src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2009/09/Wien.jpg" alt="Wirres Wiehern in Wien / Foto: Günter Hommes, pixelio.de" width="327" height="241" /></em><p class="wp-caption-text">Wirres Wiehern in Wien / Foto: Günter Hommes, pixelio.de</p></div>
<p><em>Wien!</em> Berühmt und schön, zwar, doch manchmal schwierig zu erreichen, wie ich an <a href="http://www.das-unwort.de/2009/09/05/schlagergestampfe-bei-der-air-berlin/" target="_blank">anderer Stelle</a> beschrieb.</p>
<p>Einmal gelandet, suche ich im Flughafen die S-Bahn. Ich folge dem internationalen Symbol für Züge, das man auch in Österreich zu verwenden scheint. Es lotst mich aus dem Flughafengebäude heraus  in menschenleere Hallen und Gänge. Beklemmend sauber, das alles &#8211; geradezu geleckt! &#8211; aber trotzdem unheimlich. Außer mir ist nämlich niemand da. Nur zwei Kampfroboter, die sich als Fahrkartenautomaten verkleidet haben. Leise summend fristen sie ihr Dasein in einer gut ausgeleuchteten Ecke. Sie sehen aus, als ob sie jedem, der keine Karte kauft, sofort an die Gurgel gehen.</p>
<p>Überhaupt lässt sich das Selbstbewusstsein einer Stadt an der Komplexität ihrer Ticketsysteme erkennen. Je verwinkelter die Benutzerführung, desto größer der (imaginäre) Phallus der Metropole. Wien birst geradezu vor Potenz: Ah, eine Fahrkarte also, gell? Wien und Außenbezirke? Und wenn ja, welche? Oder nur in die Stadtmitte? Tageskarte? Oder einfach? Oder nur von der Bezirksgrenze in die Stadt? Oder andersherum? Oder beides? Hin und zurück? Oder wie? <span id="more-981"></span></p>
<p>Ich bin im Fahrkartenlösen inzwischen ein echter Profi und entlocke der Maschine ein Ticket für 3,60 Euro, das mir erlaubt, die schnarchige S-Bahn in die Innenstadt zu nehmen. Die wenigen Passagiere sprechen entweder eigentümliches Deutsch oder Türkisch. Oder ein Gemisch aus beidem.</p>
<p>Von jetzt an wird mich das österreichische Handynetz ONE jeden Tag mit einer SMS begrüßen, deren erster Satz lautet: &#8220;Willkommen in der EU!&#8221; Ist das nun das Zeichen eines gewachsenen österreichischen Selbstbewusstseins gegenüber den unziviliserten Deutschen oder simples technisches Unvermögen des Netzbetreibers? Die Kollegen vor Ort mögen dies recherchieren.</p>
<p>In Wien pflegen die Leute eine gar eigentümliche Sprache. Es handelt sich zweifelsohne um Deutsch, meistens jedenfalls, aber man pflegt hier und da bewusste, nun ja, kreative Ausbrüche einzustreuen, damit es nur nicht gar zu deutsch klingt. Der Wiener nennt das lustige, matschige, runde rote Ding aus Amerika Paradeiser, nicht Tomate. Die Aprikosen heißen Marillen. Und manche Hinterwäldler nennen Erdbeeren tatsächlich Ananas, und das ist kein Scherz. Die Ananas-Ananas heißt bei denen dann Hawaii-Ananas.</p>
<p>Hauptsache, die blicken da noch durch&#8230; Aber es scheint ja zu funktionieren. Schließlich gibt es lebende Österreicher. Und sie kommunizieren miteinander. Irgendwie.</p>
<p>Unwort des Tages: Ananas.</p>
<p><em>Und im nächsten Teil der Wien-Expedition: Das Dingens,  der Waldschrat und das Klo.</em></p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Argh! Ich kriege ein Reisfeld!</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2008/06/30/argh-ich-kriege-ein-reisfeld/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Jun 2008 19:21:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Unübersehbar]]></category>
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		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Paddy]]></category>
		<category><![CDATA[Reisfeld]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Deutschen gehen ja zum Lachen in den Keller. Und da die meisten Deutschen keinen Keller haben, lachen sie halt auch einfach nicht. Das ist der Grund dafür, dass in Deutschland immer alle so griesgrämig sind &#8211; sie haben keine &#8230; <a href="http://www.das-unwort.de/2008/06/30/argh-ich-kriege-ein-reisfeld/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Deutschen gehen ja zum Lachen in den Keller. Und da die meisten Deutschen keinen Keller haben, lachen sie halt auch einfach nicht. Das ist der Grund dafür, dass in Deutschland immer alle so griesgrämig sind &#8211; sie haben keine Keller.</p>
<p>Die Österreicher können zum Lachen nicht in den Keller gehen, weil der in der Regel von eingekerkerten Familienmitgliedern bewohnt wird. Daher lachen sie im Freien und auch dementsprechend öfter, genauso wie alle anderen Südländer. Letztere verstecken ihre Kinder aber nicht im Keller, sondern schicken sie zum Arbeiten nach Deutschland.</p>
<p>Je weiter man aber in den Norden geht, desto wütender werden die Menschen. In Skandinavien ist es besonders schlimm, da gibt es ja auch am wenigsten Keller.</p>
<p>Doch auch die Briten geben sich gelegentlich ausführlich dem Griesgrämigsein hin. Sie haben dabei allerdings eine etwas eigenartige Angewohnheit: Sie gehen zum Wüten ins Reisfeld.<span id="more-183"></span></p>
<p>Das mag zunächst etwas ungewöhnlich klingen, ist aber doch auch nicht unlogischer, als zum Lachen in den Keller zu gehen. Andere Länder, andere Sitten.</p>
<p>Nun ist dieser eigenartige Brauch aber nicht auf die Klimaerwärmung und das damit verbundene plötzliche Auftreten von Reisfeldern auf den britischen Inseln zurückzuführen, sondern vielmehr auf die Eigenheiten der englischen Sprache.</p>
<p>Der Brite, wenn er wütend ist, sagt von sich selbst in seiner Muttersprache, er sei &#8220;in a paddy&#8221;. Nun ist das englische Wort &#8220;paddy&#8221; allerdings eines der bauchigsten Teekesselchen, die ich jemals gesehen habe, denn es hat unglaublich viele Bedeutungen. Reisfeld, zum Beispiel. Aber eben auch Wutanfall.</p>
<p>Ebenso naheliegend die dritte Bedeutung: Patschehändchen. Man stelle sich die deutschen Übersetzung vor: &#8220;AAAAHHHHHRRRRGHHH!! Ich kriege hier nochmal ein <strong>Patschehändchen</strong>!!!!!!!!!!!!!&#8221;</p>
<p>Paddy ist allerdings auch noch die umgangssprachliche Bezeichnung für die Iren. Historisch und soziologisch also sehr interessant, dass der Brite, wenn er wütend ist, &#8220;einen Iren bekommt&#8221;.</p>
<p>Iren und Irre liegen ja auch im Deutschen recht nahe beieinander, und so ist es auch im Englischen. Ein &#8220;paddy wagon&#8221; bezeichnet nicht etwa einen Wagen voller Iren, sondern einen Wagen voller Irrer, nämlich wahlweise einen Anstaltswagen oder auch einfach eine grüne Minna.</p>
<p>Sie sehen: Britische Gewohnheiten sind deswegen so ausgefallen, weil die Sprache es so will. Da kann man nichts machen, kann man?!</p>
<p>Unwort des Tages: Paddy.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
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