<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Das Unwort &#187; Geschichte</title>
	<atom:link href="http://www.das-unwort.de/tag/geschichte/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.das-unwort.de</link>
	<description>Unseriöse, unerhört unpolitische Ungereimtheiten</description>
	<lastBuildDate>Fri, 03 Feb 2012 21:34:21 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0</generator>
<xhtml:meta xmlns:xhtml="http://www.w3.org/1999/xhtml" name="robots" content="noindex" />
		<item>
		<title>Shampoo für Schapur</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2010/10/12/shampoo-fur-schapur/</link>
		<comments>http://www.das-unwort.de/2010/10/12/shampoo-fur-schapur/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 12 Oct 2010 18:21:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unistress]]></category>
		<category><![CDATA[Unseriös]]></category>
		<category><![CDATA[Antike]]></category>
		<category><![CDATA[Bachelorarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sapor]]></category>
		<category><![CDATA[Schapur]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>
		<category><![CDATA[Valerian]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.das-unwort.de/?p=1262</guid>
		<description><![CDATA[Meine vorerst letzte Amtshandlung als Student ist das Anfertigen einer fesselnden Bachelorarbeit. Ich habe mich dafür entschieden, die Arbeit über jemanden zu schreiben, mit dem ich mich in den letzten Jahren schon öfter auseinandersetzen durfte und der mir deshalb intellektuell &#8230; <a href="http://www.das-unwort.de/2010/10/12/shampoo-fur-schapur/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1274" class="wp-caption alignleft" style="width: 194px"><a href="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2010/10/valerian.jpg"><img class="size-full wp-image-1274  " title="Hat die Haare schön: Kaiser Valerian" src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2010/10/valerian.jpg" alt="Hat die Haare schön: Kaiser Valerian" width="184" height="177" /></a><p class="wp-caption-text">Hat die Haare schön: Kaiser Valerian</p></div>
<p>Meine vorerst letzte Amtshandlung als Student ist das Anfertigen einer fesselnden Bachelorarbeit. Ich habe mich dafür entschieden, die Arbeit über jemanden zu schreiben, mit dem ich mich in den letzten Jahren schon öfter auseinandersetzen durfte und der mir deshalb intellektuell nahesteht<sup>(<a href="http://www.das-unwort.de/2010/10/12/shampoo-fur-schapur/#footnote_0_1262" id="identifier_0_1262" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Was f&uuml;r ein Ausdruck!">1</a>)</sup>: Der römische Kaiser Valerian, seines Zeichens hochnäsiger Vertreter der aussterbenden Klasse von römischen Aristokraten, der das Glück hatte (oder das Pech, je nach Perspektive), von 253 bis etwa 260 Imperator und Obermufti des Römischen Reiches sein zu dürfen. Sein Sohn Gallienus hat mich im Laufe meines Studiums mehrfach belästigt, wie man <a href="http://www.das-unwort.de/2008/03/13/bei-anruf-mord-der-bibliothekstragodie-dritter-teil/" target="_blank">hier</a> und <a href="http://www.das-unwort.de/2008/03/07/o-gallienus-where-are-thou-der-bibliothekstragodie-zweiter-teil/" target="_blank">hier</a> nachlesen kann. Vom Clan der Licinier, so heißen die nämlich mit Nachnamen, komme ich also gerade nicht los.</p>
<p>Ähnlich wie ich hatte auch jemand anders ein Faible für Licinier: Schapur, der Großkönig von Persien. Seiner Vorliebe für tattrige Römer ging der Perser nach, indem er den ältesten und dämlichsten Licinier, den Valerian nämlich, gefangennahm und nie wieder herausließ. Und das kam so:<span id="more-1262"></span></p>
<p>Im Jahr 253 rief der amtierende Kaiser Trebonianus Gallus den Valerian zur Hilfe. Kaiser Gallus musste sich nämlich gegen einen Aemilianus wehren, der selber Kaiser werden wollte. Bevor nun die Truppen von Gallus und Aemilianus gegeneinander kämpfen konnten, um herauszufinden, welcher von beiden der tollere Kaiser ist, haben sich Gallus&#8217; Truppen entschlossen, der Schlacht aus dem Weg zu gehen, indem sie ihren Chef umbringen. Valerian stand nun mit seinen Truppen belämmert in der Gegend umher, denn das mit dem Kaiser-Helfen hatte irgendwie nicht so recht hingehauen. Um sich selbst etwas aufzubauen und die Sache interessanter zu gestalten, riefen Valerians Truppen nun ihren eigenen Chef zum Kaiser aus. Jetzt hätten Valerians und Aemilianus&#8217; Truppen gegeneinander kämpfen müssen, aber diesmal hatten Aemilianus&#8217; Truppen keine Lust und machten ihren Chef kalt, so dass Valerian aus dem turbulenten Jahr 253 als Kaiser hervorging, ohne es wirklich gewollt zu haben. Er hatte halt einfach zu lange überlebt.</p>
<p>Kaiser war damals ein beschissener Job, weil an allen Ecken und Kanten irgendwelche anderen Leute Kaiser werden wollten<sup>(<a href="http://www.das-unwort.de/2010/10/12/shampoo-fur-schapur/#footnote_1_1262" id="identifier_1_1262" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die wussten n&auml;mlich noch nicht, was f&uuml;r ein beschissener Job das Kaisersein so ist">2</a>)</sup>, und außerdem kamen von überall Barbarenhorden angelaufen und wollten Nahrung, Geld, Land und Frauen.</p>
<p>Auf der anderen Seite des Mittelmeers gab es jemanden mit dem unhandlichen mittelpersischen Namen <em>Šhpwhry. </em>So ein Konsonantenhaufen klingt für neuzeitliche Ohren etwas befremdlich<em>, </em>weswegen  man das Männlein gemeinhin Schapur nennt. Der Herr war  Großkönig von Persien und hatte ein ziemlich großes Reich, das dem des  Valerian in rein gar nichts nachstand, fand er.</p>
<div id="attachment_1275" class="wp-caption alignright" style="width: 242px"><a href="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2010/10/schapur-kl.jpg"><img class="size-full wp-image-1275 " title="Hat die Haare schöner: Schapur I." src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2010/10/schapur-kl.jpg" alt="Hat die Haare schöner: Schapur I." width="232" height="301" /></a><p class="wp-caption-text">Hat die Haare schöner: Schapur I.</p></div>
<p>Schapur selbst war leider gar nicht so groß, wie sein Titel vermuten lässt. Deswegen hat er stets einen witzigen Hut aufgesetzt, der ihn größer wirken ließ. Der Hut hatte dafür aber den entscheidenden Nachteil, dass er ein bisschen bescheuert aussah, nämlich so, als hätte der Perser eine gigantische Shampoo-Flasche auf seinen Kopf geschnallt, die beständig und tröpfchenweise die Haarpracht des Herrschers mit herrlichen Haarpflegemittel benetzt. Das verlieh unter Persern augenscheinlich eine unvergleichliche Autorität.</p>
<p>Dass Valerian nun in seinem Römischen Reich Problemchen mit grausamen Goten, gemeinen Germanen und belämmerten boranischen Barbarenhorden hatte, hat Shampoo-Schapur auch gemerkt. Deswegen nahm er ein paar Tausend potente Perser und eine Menge Reserveshampoo mit und zog nach Westen.</p>
<p>Dieser antike Aktionismus stellt die moderne Geschichtsforschung vor einige wirklich schwerwiegende Probleme. Leider sind aus dieser Zeit unglaublich wenige Sachverhalte sicher überliefert &#8211; den Ablauf der Ereignisse zu rekonstruieren, ist manchmal nicht und meistens nur ungenau möglich.<sup>(<a href="http://www.das-unwort.de/2010/10/12/shampoo-fur-schapur/#footnote_2_1262" id="identifier_2_1262" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ein Problem, das Neuzeit-Historiker nicht haben &amp;#8211; im Zweifel findet sich immer irgendwo ein Brief von Napoleon an irgendeine Frau, in dem er dann zum Beispiel schreibt: &amp;#8220;Frau, ich gehe heut, am 17.9.1807, mit meiner Armee nach Preu&szlig;en und werde dort dies und jenes tun!&amp;#8221; Und schon braucht sich niemand mehr darum streiten, wann Napoleon denn nun nach Preu&szlig;en ging und was er dort wollte. Leider sind die Briefe von Schapur und Valerian nicht erhalten.">3</a>)</sup> Und da Historiker unglaublich aggressiv sind,  streiten sie sich schon seit Jahrzehnten darum, was denn Schapur nun wann gemacht hat und wieso.</p>
<p>Schapur hat sich sowas  wohl schon gedacht und war so nett, der Nachwelt im Iran ein gigantisches Relief und eine Inschrift in der Ich-Form zu hinterlassen, in der er haarklein<sup>(<a href="http://www.das-unwort.de/2010/10/12/shampoo-fur-schapur/#footnote_3_1262" id="identifier_3_1262" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und es sind viele Haare!">4</a>)</sup> auflistet, was er gemacht hat. Da steht dann: &#8220;Ich, Schapur, Großkönig von Persien und auch von diesem und jenem Gebiet, habe den Kaiser Valerian mit eigenen Händen gefangen genommen, als ich gerade die Städte Carrhae und Edessa belagerte&#8230;&#8221;</p>
<p>Diese total ausführliche Inschrift reicht den modernen Historikern nicht. Die zweifeln immer. Weil sie es <em>können</em>. Die fragen dann zum Beispiel:</p>
<ul>
<li>Mit eigenen Händen? Das kann ja wohl nicht stimmen. Das ist doch eine Metapher. Oder nicht?</li>
<li>Wann war denn das überhaupt?</li>
<li>Wieso hat er Carrhae und Edessa belagert?</li>
<li>Sind die Städte denn eingenommen worden? Davon steht da nämlich nichts.</li>
<li>Warum macht er denn eigentlich eine Inschrift? Und warum in dieser Sprache? Und ist die überhaupt echt?</li>
<li>Außerdem stimmt ja die mittelpersische Grammatik in dem Text gar nicht.</li>
<li>Und die Liste der eroberten Städte in dieser Inschrift kann so auch nicht stimmen, nein nein, das ist ganz ausgeschlossen&#8230;!</li>
</ul>
<p>Und über all diese Punkte wird dann ausführlichst gestritten. Da werden Bücher und Aufsätze geschrieben, als gäbe es kein Morgen<sup>(<a href="http://www.das-unwort.de/2010/10/12/shampoo-fur-schapur/#footnote_4_1262" id="identifier_4_1262" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Unter berufsm&auml;&szlig;ig r&uuml;ckw&auml;rtsgewandten Historikern ist diese Ansicht verzeihlich">5</a>)</sup>.</p>
<p>Schapur wusste noch nicht, dass sich 1800 Jahre später Menschen darüber den Kopf zerbrechen, ob er beispielsweise die Stadt Antiochia eingenommen hat oder nicht. Er machte sich darüber vermutlich wenig Gedanken,  nahm die Stadt einfach ein, tötete ein paar Tausend Menschen und ließ den Rest ins sonnige Persien deportieren.</p>
<p>Valerian (der depperte römische Kaiser) fand das nicht so toll und zog ihm mit einigen Leuten entgegen. Auf irgendeine Weise haben sich Schapur und Valerian dann einige Jahre lang bekämpft<sup>(<a href="http://www.das-unwort.de/2010/10/12/shampoo-fur-schapur/#footnote_5_1262" id="identifier_5_1262" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Nur die zwei wissen, wer wirklich wann wohin gezogen ist und welche Stadt wann wem geh&ouml;rte &amp;#8211; ich gehe davon aus, dass auch die Zeitgenossen niemals einen &Uuml;berblick hatten">6</a>)</sup>, bis Schapur dann den in Würde ergrauten Valerian gefangen nahm. Wie das nun genau vonstatten gegangen ist, weiß nur der Geier. Deswegen werden wir es wohl nie erfahren, denn der Geier ist vermutlich tot. Schließlich ist das alles ja schon über 1500 Jahre her.</p>
<p>Meine unterhaltsame Bachelorarbeit widmet sich nun außerdem der Frage, was denn mit Valerian geschehen ist, nachdem Shampoo-Schapur ihn gefangen genommen hat. Erfrischenderweise gibt es darüber eigentlich gar keine Quellen, so dass ich schreiben kann, was ich will, ohne dass mich jemals irgendjemand wird widerlegen können. Das ist ein bisschen wie hier beim Unwort. Nur langweiliger.</p>
<p>Unwort des Tages: <em>Šhpwhry.</em></p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small><br>
<hr style="width: 20%; color: #eee;"><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1262" class="footnote">Was für ein Ausdruck!</li><li id="footnote_1_1262" class="footnote">Die wussten nämlich noch nicht, was für ein beschissener Job das Kaisersein so ist</li><li id="footnote_2_1262" class="footnote">Ein Problem, das Neuzeit-Historiker nicht haben &#8211; im Zweifel findet sich immer irgendwo ein Brief von Napoleon an irgendeine Frau, in dem er dann zum Beispiel schreibt: &#8220;Frau, ich gehe heut, am 17.9.1807, mit meiner Armee nach Preußen und werde dort dies und jenes tun!&#8221; Und schon braucht sich niemand mehr darum streiten, wann Napoleon denn nun nach Preußen ging und was er dort wollte. Leider sind die Briefe von Schapur und Valerian nicht erhalten.</li><li id="footnote_3_1262" class="footnote">Und es sind viele Haare!</li><li id="footnote_4_1262" class="footnote">Unter berufsmäßig rückwärtsgewandten Historikern ist diese Ansicht verzeihlich</li><li id="footnote_5_1262" class="footnote">Nur die zwei wissen, wer wirklich wann wohin gezogen ist und welche Stadt wann wem gehörte &#8211; ich gehe davon aus, dass auch die Zeitgenossen niemals einen Überblick hatten</li></ol> <p><a href="http://www.das-unwort.de/?flattrss_redirect&amp;id=1262&amp;md5=fd575f40509b9da39c926478c6fff8fd" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.das-unwort.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.das-unwort.de/2010/10/12/shampoo-fur-schapur/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Herzlichen Glückwunsch&#8230; der 9. November</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2009/11/09/herzlichen-gluckwunsch-der-9-november/</link>
		<comments>http://www.das-unwort.de/2009/11/09/herzlichen-gluckwunsch-der-9-november/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 19:46:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unseriös]]></category>
		<category><![CDATA[9. November]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Mauer]]></category>
		<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Hitler]]></category>
		<category><![CDATA[Mauer]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.das-unwort.de/?p=1013</guid>
		<description><![CDATA[Ich habe die Artikelserie &#8220;Herzlichen Glückwunsch&#8221;, in der längst vergessene oder auch gänzlich unbekannte Jahrestage zelebriert werden, in letzter Zeit sträflich vernachlässigt. Welcher Tag wäre geeigneter, um dies zu ändern, als dieser 9. November. Selbst der Hinterwäldlerischste von Ihnen(1) weiß &#8230; <a href="http://www.das-unwort.de/2009/11/09/herzlichen-gluckwunsch-der-9-november/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe die Artikelserie &#8220;Herzlichen Glückwunsch&#8221;, in der längst vergessene oder auch gänzlich unbekannte Jahrestage zelebriert werden, in letzter Zeit sträflich vernachlässigt. Welcher Tag wäre geeigneter, um dies zu ändern, als dieser 9. November. Selbst der Hinterwäldlerischste von Ihnen<sup>(<a href="http://www.das-unwort.de/2009/11/09/herzlichen-gluckwunsch-der-9-november/#footnote_0_1013" id="identifier_0_1013" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ich m&ouml;chte demjenigen nicht zu nahe treten, denn zweifelsohne hat es auch was Gutes, in Hinterwald zu wohnen. Fragen Sie mich nicht, was, aber irgendwas gibt es immer.">1</a>)</sup> weiß durch den medialen Terror dieser Tage, dass vor zwanzig Jahren die Mauer fiel. Aber damit nicht genug &#8211; Sie werden sehen, am 9. November ist im Grunde alles passiert, was für die deutsche Geschichte irgendwie von Bedeutung ist.<sup>(<a href="http://www.das-unwort.de/2009/11/09/herzlichen-gluckwunsch-der-9-november/#footnote_1_1013" id="identifier_1_1013" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ich &uuml;bertreibe an dieser Stelle ein wenig, aber ich finde, das macht den Text lebendiger.">2</a>)</sup></p>
<p>Die Idee eines deutschen Nationalstaates ist ja nicht so sonderlich neu; die gab es schon im Jahre 1848. Damals gab&#8217;s nicht nur ein Deutschland, sondern ganz viele kleine. Das fanden einige Leute total doof und haben ein Parlament wählen lassen, das in Frankfurt tagte. Einer der Parlamentarier war Robert Blum. Den haben die, die das Parlament ihrerseits doof fanden, am 9. November 1848 in Wien erschossen. Das ist wichtig, weil das Parlament 1849 aufgelöst wurde und es zunächst Essig war mit einem (mehr oder weniger) demokratischen deutschen Gesamtstaat. Wenn der Blum noch gelebt hätte, wäre das garantiert anders gewesen, ist klar. Muss ja so sein, sonst wäre der <strong>9. November 1848</strong> ja kein wichtiges Datum.<sup>(<a href="http://www.das-unwort.de/2009/11/09/herzlichen-gluckwunsch-der-9-november/#footnote_2_1013" id="identifier_2_1013" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Schon Nostradamus hatte ja gesagt, dass der 9. November 1848 ein wichtiges Datum sein wird, weil ein Robertus Bluoml hingerichtet werden wird. Wissenschaftler erkl&auml;ren sich den Schreibfehler im Nachnamen durch &Uuml;berlieferungsfehler oder dadurch, dass sich Nostradamus mit dem Hammer auf den Finger gehauen hat. Jedenfalls muss ja der 9. November 1848 ein wichtiges Datum gewesen sein, weil das ja Nostradamus schon gesagt hatte.">3</a>)</sup> <span id="more-1013"></span></p>
<p>Im November 1918 geht es dem inzwischen vereinten Deutschland ziemlich schlecht, weil sein Kaiser Willi so blöd war, den Österreichern zu erlauben, einen Krieg gegen die Serben anzufangen. Willi hat leider nicht ganz begriffen, dass er damit einen Weltkrieg auslöst &#8211; das darf er nun ausbaden. Passenderweise verkündet dann auch Prinz Max von Baden, seines Zeichens Reichskanzler, am<strong> 9. November 1918</strong>, dass der Kaiser abdankt. Und im Übrigen solle doch jetzt der Ebert von der SPD lieber Reichskanzler sein, auf Wiedersehen.</p>
<div id="attachment_1017" class="wp-caption alignleft" style="width: 288px"><img class="size-full wp-image-1017" title="Scheidemann rufend im Fenster / Foto: Bundesarchiv" src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2009/11/scheidemann.jpg" alt="Scheidemann rufend im Fenster / Foto: Bundesarchiv" width="278" height="332" /><p class="wp-caption-text">Scheidemann rufend im Fenster / Foto: Bundesarchiv</p></div>
<p>Ebert ist erstmal schockiert, da ergreift sein Parteifreund Philipp Scheidemann &#8211; ja, er heißt so-  die Gelegenheit, steigt ins Fenster des Reichstagsgebäudes und ruft die Republik aus. Was auch immer es bedeutet, jedenfalls ist das Deutsche Reich, denn so heißt es ja noch, von dem Zeitpunkt an ganz offiziell Republik. Schade, dass Scheidemann mit der Idee nicht so allein ist, denn auch ein Kommunist namens Karl Liebknecht will eine Republik, aber bitte eine Räterepublik. Er hat allerdings gerade kein bequemes Fenster zur Verfügung, deswegen stellt er sich in den Tiergarten. Zwei Leute wollen die Republik, aber welche Art von Republik, darauf können sie sich partout nicht einigen. Also schießen sie erstmal ein wenig herum und killen ein paar Zivilisten. Das bringt sie der Lösung zwar nicht näher, aber macht einen guten und geschichtlichen Eindruck &#8211; der 9. November 1918. Geschichte zum Anfassen. Und Deutschland ist eine Republik, Hurra.</p>
<p>Am <strong>9. November 1923</strong> will ein kleiner schnauzbärtiger Mann mit großen Plänen und einem mächtigen Knacks im Hirn die Republik, inzwischen gab man ihr den wohlklingenden Namen &#8220;Weimarer Republik&#8221;, wieder abschaffen. Denn er mag sie nicht. Und er hat ein paar Leute um sich geschart, die die Weimarer Republik auch nicht mögen. Adolf Hitler möchte gern von München nach Berlin marschieren &#8211; möglichst schnell und möglichst im Triumph. Und natürlich werden sich ihm ganz viele Leute ganz schnell anschließen, ist ja klar.</p>
<p>Adolf kommt doch nicht ganz so weit wie geplant und wird mit seinen Kumpanen mitten in München von der Polizei zusammengeschossen. Er will sich, vor Heldenmut strotzend, schnell aus dem Staub machen, wird aber trotzdem verhaftet. Und zu einer witzigen, weil lachhaft kurzen &#8220;Haftstrafe&#8221; verurteilt.</p>
<p>Nicht nur, aber auch deswegen können Adolfs Helfer am <strong>9. November 1938 </strong>die Reichspogromnacht anzetteln. Denn irgendwer, man weiß bis heute nicht, wer, hat den kleinen Österreicher mit den großen Plänen 1933 zum Reichskanzler gemacht.</p>
<p>Nun hat Deutschland ein Problem, ist irgendwie aber trotzdem der Meinung, die Lösung für alle Probleme gefunden zu haben, und die Schuldigen übrigens auch: die Juden. Und zwar alle. Logo. Deswegen werden am 9. November 1938 Synagogen, Wohnungen und Geschäfte zerstört; dem Ganzen fallen mehrere Hundert Menschen zum Opfer.</p>
<p>Nach diesem dunklen Kapitel gibt es mal wieder mehrere Staaten auf deutschem Boden. Diesmal nicht 287, sondern nur zwei. Aber die meisten finden, dass auch das schon ein bisschen viel ist. Und es sind so verdächtig viele Russen da &#8211; nein, das kann nicht gut sein. Und dann kommen die SEDler auch noch irgendwie auf die Idee, eine Mauer zu bauen, obwohl doch niemand die Absicht hatte, eine Mauer zu errichten. Mitten durch Berlin. Die Idee ist so beschissen und absurd, der Plan so beknackt, dass er auf Dauer nicht funktionieren kann &#8211; trotzdem macht man&#8217;s. Und der Hinweis sei erlaubt: Die Idee, Mauern zu bauen und dadurch Frieden und Sicherheit herzustellen, ist auch heute noch nicht so ganz überwunden. Natürlich ist es schwierig, aus der Geschichte zu lernen, wenn man nicht hinhört, wenn die Geschichte schreit. Und die Geschichte schreit am <strong>9. November 1989</strong> ziemlich laut, und zwar in Gestalt eines stammelnden Günter Schabowski, der auf der berüchtigten Pressekonferenz vom 9. November auf die Frage, wann es denn nun zu den Reiseerleichterungen komme, blubbert: &#8220;Nach meiner Kenntnis&#8230; ist das sofort, unverzüglich.&#8221; Und sich wundert, das alles aufspringt, um die Meldung über den Ticker zu geben.</p>
<p>Es war also &#8216;ne Menge los am 9. November. Und so wie&#8217;s aussieht, war es heute etwas ruhiger. Ist ja auch mal ganz nett.</p>
<p>Unwort des Tages: Schutzwall.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small><br>
<hr style="width: 20%; color: #eee;"><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1013" class="footnote">Ich möchte demjenigen nicht zu nahe treten, denn zweifelsohne hat es auch was Gutes, in Hinterwald zu wohnen. Fragen Sie mich nicht, was, aber irgendwas gibt es immer.</li><li id="footnote_1_1013" class="footnote">Ich übertreibe an dieser Stelle ein wenig, aber ich finde, das macht den Text lebendiger.</li><li id="footnote_2_1013" class="footnote">Schon Nostradamus hatte ja gesagt, dass der 9. November 1848 ein wichtiges Datum sein wird, weil ein Robertus Bluoml hingerichtet werden wird. Wissenschaftler erklären sich den Schreibfehler im Nachnamen durch Überlieferungsfehler oder dadurch, dass sich Nostradamus mit dem Hammer auf den Finger gehauen hat. Jedenfalls <em>muss</em> ja der 9. November 1848 ein wichtiges Datum gewesen sein, weil das ja Nostradamus schon gesagt hatte.</li></ol>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.das-unwort.de/2009/11/09/herzlichen-gluckwunsch-der-9-november/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>12</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Geschichte von Karl, der sich zuerst mit Zwentibold und dann mit Giselbert anlegte und schließlich Herrscher von ganz Lothringen wurde</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2008/08/21/die-geschichte-von-karl-der-sich-zuerst-mit-zwentibold-und-dann-mit-giselbert-anlegte-und-schlieslich-herrscher-von-ganz-lothringen-wurde/</link>
		<comments>http://www.das-unwort.de/2008/08/21/die-geschichte-von-karl-der-sich-zuerst-mit-zwentibold-und-dann-mit-giselbert-anlegte-und-schlieslich-herrscher-von-ganz-lothringen-wurde/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 21 Aug 2008 20:44:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unistress]]></category>
		<category><![CDATA[Unkritisch]]></category>
		<category><![CDATA[Unübersehbar]]></category>
		<category><![CDATA[Franken]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[GZSZ]]></category>
		<category><![CDATA[Heinrich]]></category>
		<category><![CDATA[Karl]]></category>
		<category><![CDATA[Karolinger]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelalter]]></category>
		<category><![CDATA[Soap]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://web274.host89.sitepush.net/?p=339</guid>
		<description><![CDATA[Es sind Geschichten, wie sie nur das Mittelalter schreibt. Und, darauf basierend, heutige Daily Soaps wie GZSZ beziehungsweise Telenovelas wie &#8220;Frieda im Glück&#8221;/&#8221;Laura mit Rock im Wald sich freut&#8221;/&#8221;Julias Weg zum Ruhm&#8221;/&#8221;Anjas neuer Matratzenladen&#8221; etc. Die Geschichte geht so: Da &#8230; <a href="http://www.das-unwort.de/2008/08/21/die-geschichte-von-karl-der-sich-zuerst-mit-zwentibold-und-dann-mit-giselbert-anlegte-und-schlieslich-herrscher-von-ganz-lothringen-wurde/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es sind Geschichten, wie sie nur das Mittelalter schreibt. Und, darauf basierend, heutige Daily Soaps wie GZSZ beziehungsweise Telenovelas wie &#8220;Frieda im Glück&#8221;/&#8221;Laura mit Rock im Wald sich freut&#8221;/&#8221;Julias Weg zum Ruhm&#8221;/&#8221;Anjas neuer Matratzenladen&#8221; etc.</p>
<p>Die Geschichte geht so:</p>
<p>Da ist einer, der heißt Karl, der Sohn von Ludwig, der wiederum Sohn von Karl war. Ludwig starb, kurz bevor seine schöne Frau Adelheid (Tochter von Adalhard) seinen Sohn Karl gebären konnte. Weil sich aber Ludwig von seiner Frau Ansgard getrennt hat und noch zu ihren Lebzeiten seine zweite Frau Adelheid schwängerte, ist Karl ein Bastard.</p>
<p>Karl sollte eigentlich König werden, wie sein Vater (Ludwig) und dessen Vater (Karl). König wird aber erstmal ein Mann mit dem klangvollen Namen Odo, anerkannt durch Arnulf, der auch König ist. Fulko der Erzbischof und Heribert der Graf wollen aber Karl zum König machen, was auch Arnulf nach leichter Überredung einsieht. Arnulf aber wendet sich dann wieder gegen Karl und entscheidet sich für Odo, was Fulko und Heribert nicht toll finden. Nur Arnulfs Sohn Zwentibold bleibt bei Karl. Allerdings wenden sich nun auch Fulko und Herbiert gegen Karl, so dass er in die schönen lothringischen Lande fliehen muss. Aus Frust heiratet er die quirlige Frederun.<span id="more-339"></span></p>
<p>Weil Odo nun jedoch abnippelt, wird Karl doch König, was ihn sehr freut. Fulko wird sein Erzkanzler und Herivaeus, den auch Odo schon kannte und mochte, wird Notar.</p>
<p>Nun könnte alles gut sein, wäre da nicht der böse <em>Robert</em>, seines Zeichens Odos Sohn. Der wird gar plötzlich ganz mächtig und für Karl zu einer Gefarl, ähh, Gefahr. Zwischendrin segnet Frederun erst Ihren Mann und dann das Zeitliche.</p>
<p>Karl will aber auch Lothringen haben und wird dabei von Reginar unterstützt, muss sich dabei aber mit dem dort herrschenden Zwentibold anlegen. Das schafft Karl leider nicht so ganz, kann sich dafür aber mit Rollo, dem rolligen Wikingerkönig, einigen. Außerdem heiratet er die englische Schönheit Eadgifu Ogiva, deren Namen er nicht aussprechen kann, und schreiben auch nicht, aber das stört Eadgifu nicht, weil sie seine Sprache ohnehin nicht versteht.</p>
<p>Zwentibolds Herrschaft in Lothringen ist nun aber vorbei, und es fällt an Ludwig (einen anderen, nicht Karls Vater) beziehungsweise Ludwigs Herzog Gebhard, der mit Konrad verwandt ist. Der Herzog aber fällt im Kampf gegen die Ungarn, und Reginar, der ja auch in Lothringen ist, mag Ludwig und Konrad auf einmal nicht mehr. Als dann Ludwig den Löffel abgibt und Konrad zum König gewählt wird, lässt sich Reginar wieder von Karl helfen, der ja auch Lothringen will. Diesmal hat Karl Glück und darf in Lothringen weiterspielen.</p>
<p>Konrad ärgert sich gar sehr, während sich Karl und Reginar freuen. Ratbod allerdings, der Erzbischof von Beruf ist und der Reginar gar nicht abkann, wird auch von Karl eingestellt. Das Problem dieser Rivalität erledigt sich, als Reginar und auch Ratbod in seltener Eintracht kurz hintereinander über den Jordan gehen. Dem Ratbod folgt Ruotger nach und Reginars Sohn heißt Giselbert. Die sind gemeinschaftlich empört über den Aufstieg des Emporkömmlings Hagano, der vielleicht mit Frederun verwandt ist, vielleicht aber auch nicht.</p>
<p>Giselbert und seine Kumpanen finden Konrad doof, der ja König auf der anderen Seite ist. Der haucht allerdings nun sein Leben aus und ihm folgt nach ein Sachse namens Heinrich. Heinrich und Giselbert können sich besser leiden, was für Karl ungute Folgen hat. Denn Karl mag Hagano, aber alle anderen, also Giselbert und auch Heinrich, die mögen Hagano nicht. Doch die Wogen glätten sich noch einmal, weil Herivaeus, der immer noch lebt, gut reden kann.</p>
<p>Zwischendurch möchte auch Johann, der eine Papstmütze auf hat, noch etwas dazu sagen, und schreibt einen laaaaaaangen Brief, der eigentlich keinen interessiert, weil es da um so grundsätzliche Dinge geht wie &#8220;Wer darf denn eigentlich ein Bistum vergeben?&#8221;. Der Brief ist adressiert an Hermann, der Bischof ist und Heinrich mag. Heinrich hat also in Karls Gebiet eingegriffen, worüber sich Karl gar fürchterbar aufregt. Heinrich und Karl schließen mitten auf dem Rhein aber einen kleinen Vertrag und mögen sich wieder, was Karl aber nichts mehr nützt, weil er nämlich dann gestürzt wird, weil er Hagano, den er wirklich mag, ein Kloster schenken will, das aber seiner (also Karls) Tante Rothild gehört, der Tochter von Karl (also Karls Opa). Hugo, Roberts Sohn und Rothilds Schwiegersohn, zettelt einen Aufstand gegen Karl an, an dem sich auch Giselbert beteiligt. Robert wird jetzt König und keiner mag Karl mehr; Robert nippelt jetzt aber ab, als er gegen Karls Heer verliert, was Karl freut, ihm aber nichts bringt, weil er so blöd ist, sich von Heribert (einem anderen!) gefangennehmen zu lassen. Er wird ins Verlies geworfen und seine Frau Eadgifu Ogiva flieht mit einem Sohn, den sie noch schnell vorher geboren hat, nach England zu ihrem Vater Edward, der aber ein Jahr später vor Schreck stirbt (er hat eine hohe Latenzzeit). Jetzt wird Rudolf König, der Sohn von Richard und Schwiegersohn von Robert, der ja in der Schlacht gegen Karl abgenippelt war.</p>
<p>Wenn dies nicht der derzeitige Stand der Forschungen zum westfränkischen König Karl III. wäre, könnte man meinen, das sei dem wirren Hirn eines unterbezahlten Drehbuchautors entsprungen. Das Mittelalter war, wie Sie sehen, nicht unbedingt nur düster, sondern auch Schauplatz etlicher Familientragödien und Intrigen. Verurteilen Sie unsere mittelalterlichen Vorfahren aber nicht zu schnell! Denn wer weiß, was Sie aushecken würden, wenn Sie Giselbert hießen&#8230;</p>
<p>Unwort des Tages: Karl.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.das-unwort.de/2008/08/21/die-geschichte-von-karl-der-sich-zuerst-mit-zwentibold-und-dann-mit-giselbert-anlegte-und-schlieslich-herrscher-von-ganz-lothringen-wurde/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Herzlichen Glückwunsch&#8230; Die längste Friedensperiode der deutschen Geschichte!</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2008/05/08/herzlichen-gluckwunsch-die-langste-friedensperiode-der-deutschen-geschichte/</link>
		<comments>http://www.das-unwort.de/2008/05/08/herzlichen-gluckwunsch-die-langste-friedensperiode-der-deutschen-geschichte/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 07 May 2008 23:01:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unseriös]]></category>
		<category><![CDATA[Adolf Hitler]]></category>
		<category><![CDATA[Augsburger Religionsfriede]]></category>
		<category><![CDATA[Friedensperiode]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Liechtenstein]]></category>
		<category><![CDATA[Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[Weltkrieg]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://unwort.wordpress.com/?p=197</guid>
		<description><![CDATA[Ihnen ist bestimmt auch so friedlich zu Mute wie mir, nicht wahr? Das liegt daran, dass wir seit Adolfs Aktionismus der turbulenten Expansionspolitik den Rücken gekehrt haben. Sowas kostet ja Geld und auch Nerven. Diese geradezu typisch deutsche Friedfertigkeit äußert &#8230; <a href="http://www.das-unwort.de/2008/05/08/herzlichen-gluckwunsch-die-langste-friedensperiode-der-deutschen-geschichte/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ihnen ist bestimmt auch so friedlich zu Mute wie mir, nicht wahr? Das liegt daran, dass wir seit Adolfs Aktionismus der turbulenten Expansionspolitik den Rücken gekehrt haben. Sowas kostet ja Geld und auch Nerven.</p>
<p>Diese geradezu typisch deutsche Friedfertigkeit äußert sich auch in der immer wieder geäußerten Behauptung, wir würden ja nun in der friedlichsten Zeit seit Menschengedenken leben. Das ist natürlich wie überall sonst auch eine Frage der Betrachtungsweise: Nur weil heutzutage traditionelle Kriege nur noch fünf Prozent aller bewaffneten Konflikte ausmachen, heißt das ja nicht, dass allen Menschen auf einmal Engelsflügel gewachsen sind.</p>
<p>Im Internet und auch im wirklichen Leben trifft man auch häufig auf die damit zusammenhängende Behauptung, wir hätten ja das Glück, in der längsten Friedensperiode der deutschen Geschichte zu leben. Das ist, mit Verlaub, nicht ganz richtig. Beziehungsweise erst seit heute richtig. Denn: Die längste Friedensperiode der deutschen Geschichte war von 1555 (das war der Augsburger Religionsfrieden &#8211;  Kurzform: Katholiken und Protestanten hatten sich gegenseitig abgeschlachtet, damit war jetzt Schluss) bis 1618 (Beginn des Dreißigjährigen Krieges &#8211; Kurzform: Katholiken und Protestanten beschlossen, sich wieder gegenseitig abzuschlachten). Dazwischen lagen 63 Jahre.</p>
<p>Wie wir ja wissen, endete der Weltkrieg (Runde zwei) am 8.5.1945 des Nachts. Damit liegen zwischen dem heutigen Tag und dem Ende des Krieges genau 63 Jahre. Feiern Sie also nun, liebe Deutschinnen und Deutsche, dass wir es geschafft haben, unseren Friedensrekord zu übertreffen! Wir sind die friedlichste deutsche Generation seit 1555! Wir sollten uns dafür selbst einen Orden verleihen, zum Beispiel das friedfertige Eiserne Kreuz. Oder so.</p>
<p>Da wir den Rekord ja nun gebrochen haben, können wir wieder irgendwem den Krieg erklären. Wer bietet sich denn da an? Die Franzosen? Das wäre langweilig und wenig innovativ. Die Briten? Hatten wir auch schon. Und da verlieren wir auch immer. Die Polen? Das wäre doch mal eine Möglichkeit, die scheinen das ja ohnehin schon seit Jahren zu erwarten&#8230;</p>
<p>Wobei man ja sagen muss, dass es politisch sinnvoller wäre, in Liechtenstein einzumarschieren, um &#8220;mit diesem Steuerrrrparrradies endgültig abzurrrrechnen!!!!&#8221;, wie Adolf es ausdrücken würde, wenn er denn noch könnte. Er kann ja aber nicht mehr.</p>
<p>Wen nehmen wir denn dann als Führer? Die Merkel&#8230;?!</p>
<p>Vielleicht erobern wir Liechtenstein doch lieber auf anderem Wege&#8230;</p>
<p>Unwort des Tages: Friedensperiode.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.das-unwort.de/2008/05/08/herzlichen-gluckwunsch-die-langste-friedensperiode-der-deutschen-geschichte/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bizarre Grüße aus der Heraldik</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2008/04/30/bizarre-gruse-aus-der-heraldik/</link>
		<comments>http://www.das-unwort.de/2008/04/30/bizarre-gruse-aus-der-heraldik/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Apr 2008 13:36:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unistress]]></category>
		<category><![CDATA[Unseriös]]></category>
		<category><![CDATA[Unübersehbar]]></category>
		<category><![CDATA[gelöwter Leopard]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Heraldik]]></category>
		<category><![CDATA[Leopard]]></category>
		<category><![CDATA[leopardierter Löwe]]></category>
		<category><![CDATA[Löwe]]></category>
		<category><![CDATA[Wappen]]></category>
		<category><![CDATA[Wappenkunde]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://unwort.wordpress.com/?p=192</guid>
		<description><![CDATA[Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Überhaupt entwickelt jede Berufsgruppe, die etwas auf sich hält, seien es Maurer oder Buchhalter, mit der Zeit eine eigene Sprache, die mit möglichst vielen unverständlichen Fachbegriffen durchtränkt wird, damit auch ja niemand Fremdes etwas versteht. Heute &#8230; <a href="http://www.das-unwort.de/2008/04/30/bizarre-gruse-aus-der-heraldik/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Überhaupt entwickelt jede Berufsgruppe, die etwas auf sich hält, seien es Maurer oder Buchhalter, mit der Zeit eine eigene Sprache, die mit möglichst vielen unverständlichen Fachbegriffen durchtränkt wird, damit auch ja niemand Fremdes etwas versteht.</p>
<p>Heute am sehr frühen Morgen wurde ich in der Universität mit dem Phänomen der Heraldik konfrontiert. Heraldik, für die 99%, die es nicht wissen: Das ist die Wissenschaft, die sich mit Wappen beschäftigt. Wohlgemerkt mit Wappen und nicht mit Fahnen oder gar Flaggen.</p>
<p>Die Heraldik ist genauso pervers und verkehrt herum wie die Mathematik. Ich erinnere mich noch an den Matheunterricht, in dem eigentlich immer gegen den Uhrzeigersinn gezählt und nummeriert wurde, weil das ja mathematisch so üblich sei (man möge mir widersprechen, falls nötig &#8211; die Mathematik ist nicht mein bevorzugter Lebensraum).<span id="more-154"></span></p>
<p>Genauso tun&#8217;s die Heraldiker: Wenn man einen Wappenschild betrachtet, so ist nicht etwa links links und rechts rechts, oh nein! Hier ist links rechts und rechts links. Dies hat nichts mit dem Geschlecht oder der Intelligenz der Heraldiker zu tun, sondern vielmehr mit der Tatsache, dass man den Schild aus der Perspektive des Trägers betrachte. Sagen die Heraldiker.</p>
<p>Es gibt ja Milliarden von verschiedenen Dingen, die man sich im wahrsten Sinne des Wortes auf den Schild schreiben kann. Jungfrauen, Hirschgeweihe, <a href="http://www.das-unwort.de/2007/06/29/folge-dem-christus-nach-jehovas-zeugen-feiern-rauschendes-glaubensfest-in-der-aol-arena/" target="_blank">den Christus</a>, Türmchen, Herzchen, Hasen, Eichhörnchen &#8211; es gibt nichts, was es nicht gibt. Auf dem offiziellen Wappen der Demokratischen Volksrepublik Korea prangt denn auch nebst anderen hochtrabenden technischen Errungenschaften stolz ein Strommast.</p>
<p>Das ist ja aber auch alles nicht so einfach. Die Wissenschaft oder auch die Kunst, ein Wappen richtig zu beschreiben, nennt man &#8211; aus welchem Grund auch immer, und es hat zumindest im heraldischen Sinne nichts Anzügliches  &#8211; die <em>Blasonierung</em>. Die bringt so lustige Formulierungen hervor wie &#8220;<em>vorn in rot ein linksgewendeter goldener Löwe</em>&#8221; oder &#8220;<em>vorne geschacht in Grün und Weiß, hinten in Silber ein aufgerichteter roter Panther.</em>&#8221; Heraldiker klingen also eigentlich immer ein bisschen so, als ob sie gerade auf LSD wären.</p>
<p>Wenn man nichts Anderes zu tun hat, möge man sich damit beschäftigen, habe ich mir heute Morgen gedacht. Es gibt ja Leute, die haben Freude daran. Bittesehr.</p>
<p>Was ich dann erfuhr, gab mir allerdings den Rest:</p>
<p>Heraldisch gesehen ist ein Löwe, der ja ziemlich oft auf Wappen auftaucht, ein Katzenvieh mit Mähne, das auf zwei Tatzen steht und zur Seite schaut. Also sowas wie der Löwe im Landeswappen von Thüringen:</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://unwort.files.wordpress.com/2008/04/wap1.png"><img class="size-medium wp-image-193" src="http://unwort.files.wordpress.com/2008/04/wap1.png?w=259" alt="Wappen Thüringen" width="192" height="223" /></a></p>
<p>Das ist heraldisch gesehen ein normaler Löwe.</p>
<p>Dann gibt es noch den Leoparden. Der unterscheidet sich vom Löwen nur dadurch, Biologen müssen jetzt ganz stark sein, dass er nicht steht, sondern geht und außerdem noch nach vorne schaut. Eine Mähne hat er trotzdem, der Leopard. Zum Beispiel diese Viecher hier:</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://unwort.files.wordpress.com/2008/04/wap2.png"><img class="size-medium wp-image-194" src="http://unwort.files.wordpress.com/2008/04/wap2.png?w=272" alt="Wappen England" width="215" height="237" /></a></p>
<p>Das ist das englische Wappen. Keine Ahnung, was die Engländer mit Leoparden zu tun haben, aber das ist ja ihre Sache.</p>
<p>Nun gibt es in der Heraldik noch zwei Dinge, die ich mir &#8211; versprochen! &#8211; nicht ausgedacht habe, nämlich den <em>gelöwten Leoparden</em> und den <em>leopardierenden Löwen</em>.</p>
<p>Der gelöwte Leopard ist ein Leopard, der zwar nach vorne schaut wie ein Leopard, jedoch steht wie in Löwe. Das gibt es zum Beispiel in der schönen thüringischen Stadt Remda. Genauer: Das gab es dort. Man hat das nicht etwa deshalb geändert, weil man herausfand, dass es weder in der Realität noch in gottverlassenen Käffern wie Remda gelöwte Leoparden gibt. Schuld am Tode dieses Wappens ist ein Anfall von Sparsamkeit. 1997 wurde Remda nämlich mit der Nachbargemeinde Teichel zusammengeschlossen. Und da gab&#8217;s dann natürlich auch ein neues Wappen, ist klar.</p>
<p>Hier also, in memoriam, nochmal der remdaische gelöwte Leopard:</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://unwort.files.wordpress.com/2008/04/wapremda.png"><img class="size-full wp-image-196" src="http://unwort.files.wordpress.com/2008/04/wapremda.png" alt="Wappen Remda" width="198" height="237" /></a></p>
<p>Leopardierte Löwen dagegen sind Löwen, die zwar löwentypisch zur Seite schauen, jedoch leopardentypisch laufen. Die gibt es zum Beispiel in Dänemark:</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://unwort.files.wordpress.com/2008/04/wap3.png"><img class="size-medium wp-image-195" src="http://unwort.files.wordpress.com/2008/04/wap3.png?w=171" alt="Wappen Dänemark" width="171" height="300" /></a></p>
<p>Sie sehen, liebe Leser: Es gibt mehr Raubkatzen auf der Welt als sie denken. Einige schauen, andere stehen, und wieder andere haben ab- und eigenartige Farbkombinationen. Aber den Heraldiker stört das alles nicht. Hauptsache, man findet einen interessanten Namen dafür.</p>
<p>Unwort des Tages: Gelöwter Leopard.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.das-unwort.de/2008/04/30/bizarre-gruse-aus-der-heraldik/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>25</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>ICH WILL ABER!!!!! &#8211; Kinderschicksal in der Antike</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2007/11/16/ich-will-aber-kinderschicksal-in-der-antike/</link>
		<comments>http://www.das-unwort.de/2007/11/16/ich-will-aber-kinderschicksal-in-der-antike/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Nov 2007 22:21:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unkritisch]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Antike]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Oxyrhynchos]]></category>
		<category><![CDATA[Papyrus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://unwort.wordpress.com/2007/11/16/ich-will-aber-kinderschicksal-in-der-antike/</guid>
		<description><![CDATA[Noch ein Artikel über die Jugend. Diesmal allerdings kein Artikel über die Jugend von heute, sondern einer, der Ihnen mal ganz pragmatisch die Probleme der Kindeserziehung in der Antike aufzeigt. Das Zitat unten ist der glücklicherweise erhaltene Brief des kleinen &#8230; <a href="http://www.das-unwort.de/2007/11/16/ich-will-aber-kinderschicksal-in-der-antike/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch ein Artikel über die Jugend. Diesmal allerdings kein Artikel über die <a href="http://www.das-unwort.de/2007/06/11/generation-gangbang-deutschlands-jugend-auf-dem-weg-in-den-abgrund/" target="_blank">Jugend von heute</a>, sondern einer, der Ihnen mal ganz pragmatisch die Probleme der Kindeserziehung in der Antike aufzeigt.</p>
<p>Das Zitat unten ist der glücklicherweise erhaltene Brief des kleinen Theon an seinen gleichnamigen Vater, geschrieben wohl im zweiten oder dritten Jahrhundert nach Christus, irgendwo in den Wüstenlandschaften Ägyptens. Gefunden hat man den Papyrus in Oxyrhynchos (das ist keine ansteckende Krankheit, sondern eine antike Stadt in Ägypten).</p>
<p><em>&#8220;An Theon von seinem Sohn Theonchen. Theon grüßt seinen Vater Theon. Das hast Du toll gemacht. Nicht mitgenommen hast Du mich mit die in die Stadt. Wenn Du mich nicht mit Dir nach Alexandria nehmen willst, dann schreibe ich die keinen Brief und spreche nicht mit Dich und wünsch Dich nicht Gesundheit. Wenn du mich nicht mitnehmen willst, wird es so. Und Mama hat zu Archelaos gesagt: „Er macht mich nervös, nimm ihn weg.“ Aber das hast Du schön gemacht, Geschenke hast Du mir geschickt, und was für große! Sie haben mich an jenem Tag ausgetrickst, am 12., als Du Dich eingeschifft hast. Also schicke jetzt nach mir, ich bitte Dich! Wenn Du nicht schickst, dann esse und trinke ich nichts. So! Ich wünsche Dir Wohlergehen. Am 18. Tybi.&#8221;</em></p>
<p>Sie sehen, an den Konflikten zwischen Kindern und ihren Eltern hat sich in den letzten 1800 Jahren nicht sonderlich viel geändert. Neu ist nur die &#8220;Stille Treppe&#8221; (und der Beruf der Fernseh-Diplom-Pädagogin).</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.das-unwort.de/2007/11/16/ich-will-aber-kinderschicksal-in-der-antike/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

