Nun wird’s ja auch mal Zeit, dass ich hier mal wieder senfe, ehe noch jemand behauptet, ich sei von einem Flugzeughangar erschlagen oder von Naomi Campbell totgefönt worden. Nein, ich lebe, liebe Leser, und ich stelle mit Erstaunen und Entsetzen fest, dass es hier sehr still war die letzte Zeit.
Als Blogger verfällt man dann in den Automatismus, sofort zu sagen: “Das wird sich natürlich bald ändern, Leute, alles wird gut, keine Panik” – ganz so, als ob man beim Jüngsten Gericht einen besseren Platz im Himmel zugesprochen bekäme, wenn man ein fleißiger Blogger war.() Es ist aber so, dass es sich nicht ändern wird, zumindest nicht bis nächste Woche.
Denn wisset, liebe Leser, im Grunde meines Herzens bin ich ein unglaublich beschäftigtes, ja quasi prominentes Wesen. Ich verdiene Milliarden von Euro, und die Muße, mir genau zu überlegen, was ich mit dem Geld mache – in Airbus- oder Toyota-Aktien investieren oder, ach ja, die Telekom – diese Muße also habe ich nur, wenn ich mir sehr viel Zeit zum Überlegen nehme. Denn Geld lähmt das Hirn. Das ist()wissenschaftlich erwiesen!
Dementsprechend wünsche ich Ihnen allen einen wunderschönen Frühlingsanfang und freue mich, Sie Anfang April wiederzusehen, wenn es wieder heißt:
…
äh
…
Unwort.
Der Kollege des Bayrischen Rundfunks hat sich für seinen Tagesschau-Aufsager zum Schreiber-Prozess ins Gerichtsgebäude geschlichen. Um zu verhindern, dass man ihn sieht, hat er sich geschickt getarnt…
Schauen Sie genau hin, sonst können Sie ihn nicht erkennen!

BR-Journalist in geheimer Mission / Foto: ARD
Ich möchte nicht wissen, wie der Kameramann aussah…
Haben Sie’s gemerkt? Es ist schon wieder Weihnachten. Und zu Weihnachten tische ich Ihnen traditionell noch einmal all das auf, was Sie schon kennen, nur anders: Das Unbuch 2009 ist da! Frohlocket!
In diesem 650 Kilobyte schweren PDF finden Sie (fast) alle Artikel dieses Blogs aus diesem Jahr, umrahmt von sinnfreiem Titelbild und Vorwort. Ein Blog zum Offline-Lesen – das gab’s noch nie!()
Jetzt schnell zugreifen und genießen!
Man darf die Welt wirklich keine zwei Sekunden aus den Augen lassen: Kaum habe ich mal einige Wochen keine Zeit, um mich ausführlich und gewohnt kritisch mit den Ereignissen unserer schönen Bundesrepublik zu beschäftigen und dadurch gleichsam einen unglaublichen Einfluss auf die tägliche Politik auszuüben, da drehen alle total durch. Ein Rundumschlag: Weiterlesen →
Lesen Sie nun einen Gastbeitrag des Kleinods auf Odyssee, der aus Konnas kreativer Idee eines Blogjulklapps resultiert.
Man kennt es ja. Jedes Jahr, selbe Zeit, schmeißt irgendeine Einkaufskette eingeschmolzene Osterhasen in Form des buckligen Santa in den Raum. Startschuss. Von heute auf morgen Unruhe in den Straßen; wegen eines einzigen braunen Batzens in roter Aluminiumfolie. Fest der Liebe, ja, es ist nah, es ist schön, es blinkt und funkelt – who cares? Als hätte das Kind aus den Ravensburger-Puzzle-Werbungen auf sein gigantisches Becken gehauen und mit seinem diabolischem Kinderschokolade-Grinsen jedem klar gemacht:
Hey, du Pisser – Auch du musst lieben! Weiterlesen →
Große Aufregung heute im geschäftigen ICE von Berlin nach Hamburg: Ein herrenloses Gepäckstück wurde gefunden! Eingepackt in gar buntes Geschenkpapier!
Was kommt einem da sofort in den Sinn?
Natürlich, hier sind Terroristen am Werk. Mitten im brandenburgischen Niemandsland. Ist doch eindeutig!
Also: 150 Passagiere raus, Bundespolizei rein. Die Terrorismus-Experten finden nach gewissenhafter Entfernung des Geschenkpapiers und eingehender Untersuchung des Inhalts schließlich heraus: Es ist ein Kuchen().
DER TERROR-KUCHEN AUF DEM WEG NACH HAMBURG!
Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn man ihm nicht das Handwerk gelegt hätte. Aber gut, dass die Polizei auf uns aufpasst. Ich fühle mich sicher.
Unwort des Tages: Gefahrenpotenzial.
Ich habe die Artikelserie “Herzlichen Glückwunsch”, in der längst vergessene oder auch gänzlich unbekannte Jahrestage zelebriert werden, in letzter Zeit sträflich vernachlässigt. Welcher Tag wäre geeigneter, um dies zu ändern, als dieser 9. November. Selbst der Hinterwäldlerischste von Ihnen() weiß durch den medialen Terror dieser Tage, dass vor zwanzig Jahren die Mauer fiel. Aber damit nicht genug – Sie werden sehen, am 9. November ist im Grunde alles passiert, was für die deutsche Geschichte irgendwie von Bedeutung ist.()
Die Idee eines deutschen Nationalstaates ist ja nicht so sonderlich neu; die gab es schon im Jahre 1848. Damals gab’s nicht nur ein Deutschland, sondern ganz viele kleine. Das fanden einige Leute total doof und haben ein Parlament wählen lassen, das in Frankfurt tagte. Einer der Parlamentarier war Robert Blum. Den haben die, die das Parlament ihrerseits doof fanden, am 9. November 1848 in Wien erschossen. Das ist wichtig, weil das Parlament 1849 aufgelöst wurde und es zunächst Essig war mit einem (mehr oder weniger) demokratischen deutschen Gesamtstaat. Wenn der Blum noch gelebt hätte, wäre das garantiert anders gewesen, ist klar. Muss ja so sein, sonst wäre der 9. November 1848 ja kein wichtiges Datum.() Weiterlesen →
Ich hätte wissen müssen, dass diese meine Reise unter keinem guten Stern steht. Ich hätte schlauer sein müssen. Denn: Schon das Buchen des letzten Fluges mit der Air Berlin war ein kleines Abenteuer. Trotzdem habe ich mich dazu hinreißen lassen, noch mal mit der schicken roten Airline zu fliegen. Diesmal nach Stuttgart. Abflug: 9:35 Uhr.
Weil ich einen schön frühen Flug gebucht habe, damit ich den Tag in Stuttgart gewinnbringend nutzen kann, muss ich natürlich auch früh aufstehen. 5:30 Uhr. Doch die Laune ist blendend, denn Kruse geht auf Reisen. Der Taxifahrer ist kompetent, weil schweig- und genügsam. Das Wetter ist schön, es strahlen sowohl Sonne als auch Reisender in den Morgen hinein, erstere gut gelaunt wie immer, letzterer total fertig und zerknautscht. Aber was soll’s. Grins.
7:42 Uhr, ich treffe total pünktlich am Flughafen ein. Eine Air-Berlin-Checkin-Frau nimmt mir mein Gepäck ab und teilt mir einen schönen Fensterplatz zu. Rein kommunikationsmäßig ist das etwas schwierig, weil sie zwar Deutsch spricht, jedoch einen derartig ausgeprägten französischen Akzent hat, dass ich – im interkulturellen Dialog bewandert – mehr errate denn verstehe, was sie wohl meint. Spätestens hier hätte ich Verdacht schöpfen können. Habe ich aber nicht. Weiterlesen →
Langsam wird es schwierig, für die Suchbegriffe noch kreative Einleitungstexte zu schreiben: Die Suchmaschinen-Tragödie ist jetzt nämlich schon im sechzehnten Akt angekommen. Ein Ende ist noch lange nicht in Sicht, denn Sie, liebe Leser, geben – mit Verlaub – immer noch unglaublich unerklärliche Dinge in die Suchmaschinenmasken dieser Welt ein, um auf meinem Blog zu landen. Schauen Sie mal:
worin irren die zeugen jehovas sich? Im Zweifelsfall zumindest in der Stellung des Reflexivpronomens.
den kunden im sinn, im blut kerosin Wer gibt so einen Scheiß bei Google ein?? Das Erschreckende aber ist ja eigentlich: Unter dem Stichwort findet man auch noch was, und zwar das hier.
verweiblichung beim mann machen lassen Hoffen wir, dass der Mann das selbst eingegeben hat und nicht seine Frau, die ihre lesbische Seite entdeckt. Und nein, ich gucke kein GZSZ.
die heutige jugend ist der deutschen spr Stimmt. Keiner weiß mehr, was ein Reflexivpronomen ist! Wissen Sie’s?
schiss des tages Aber mit Wucht. Gegen die Wand. Weiterlesen →
Den ersten Teil der Wien-Expedition finden Sie hier.
Der Wiener Konditor hat selbstverständlich eine Menge unverständlicher und unaussprechlicher Namen für die vielen leckeren Dinge, die er da fabriziert. Konnte mir leider nix davon merken. Habe es aber trotz unüberhörbarem norddeutschem Akzent geschafft, mir ein Schoko-Vanille-Croissant zu bestellen, freilich, ohne diesen Namen zu verwenden. Weil auf dem Schild irgendwas Eigentümliches, Unaussprechliches stand, sprach ich zum Bäckereifachverkäufer: “Ich hätte gern so ein Schoko-Vanille-Dingens da.” Er schaute mich an, als ob ich vom Planeten Melmak käme, packte aber brav das Dingens ein. Später klärte man mich auf: Der Österreicher kennt das hilfreiche Wort “Dingens” nicht. Daher der Blick.
Hoffe ich zumindest. Weiterlesen →