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	<title>Das Unwort</title>
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	<description>Unseriöse, unerhört unpolitische Ungereimtheiten</description>
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		<title>Da steht ein Zelt im Hörsaal.</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Jul 2010 19:56:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unistress]]></category>
		<category><![CDATA[Pakistan]]></category>
		<category><![CDATA[Professor]]></category>
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		<description><![CDATA[Ringvorlesungen sind stets ein Risiko. Gewissermaßen eine Art Überraschungsei für Studenten. Nur halt ohne Schokolade. Und ohne Spielzeug. Bei einer Ringvorlesung lädt irgendein angesehener Professor  Koryphäen seines Fachs &#8211; oder die, die er dafür halt &#8211; aus dem In- und Ausland(1) dazu ein, einen Vortrag zu irgendeinem Thema zu halten. Und so präsentiert sich den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_568" class="wp-caption alignleft" style="width: 258px"><a href="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2008/11/hoersaal.jpg"><img class="size-full wp-image-568" title="Schicke Bestuhlung in einem Hörsaal - lädt zum, ähm, Verweilen ein, nicht wahr? " src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2008/11/hoersaal.jpg" alt="Schickes, leeres Gestühl." width="248" height="185" /></a><p class="wp-caption-text">Schickes, leeres Gestühl.</p></div>
<p>Ringvorlesungen sind stets ein Risiko. Gewissermaßen eine Art Überraschungsei für Studenten. Nur halt ohne Schokolade. Und ohne Spielzeug.</p>
<p>Bei einer Ringvorlesung lädt irgendein angesehener Professor  Koryphäen seines Fachs &#8211; oder die, die er dafür halt &#8211; aus dem In- und Ausland<sup>(1)</sup> dazu ein, einen Vortrag zu irgendeinem Thema zu halten. Und so präsentiert sich den Studierenden jede Woche ein neuer Dozent mit einem neuen Thema. Für Nerds: Das ist ein bisschen so wie <a href="http://www.chatroulette.com/" target="_blank">Chatroulette</a>, nur langsamer und mit weniger Genitalien. Der Vorteil ist, dass man jede Woche einen neuen Typus Dozent vorgesetzt bekommt. Was gibt es da nicht alles zu sehen: Kirchennahe Leisesprecher, Powerpoint-Fetischisten in Anzügen, überforderte Frischlinge, nerdige Jungprofs und monotone Schnarchnasen. Zugegeben, diese Art der Abwechslung muss nicht unbedingt ein Vorteil sein. <span id="more-1221"></span></p>
<p>Dieses Mal ist ein besonderes Wesen zu Gast &#8211; nennen wir es Prof. Dr. Wieselbert Wabbel. Professor Wabbel spricht zum Thema &#8220;Pakistan&#8221; &#8211; ein sehr raumgreifendes Thema, aber das stört nicht weiter, denn dem ist er ganz offensichtlich in jeder Hinsicht gewachsen. Seine Erscheinung ist geprägt von einer Nase, die beachtlich schmal und lang zugleich ist; außerdem hat er grau melierte dunkle Haare mit einer angedeuteten Elvistolle. Und einen immensen Bauch. Ein Bauch, in dem Achtlinge bequem Platz fänden<sup>(2)</sup> Doch damit nicht genug: Irgendwie hat Herr Wabbel es zustande gebracht, ein sogar für ihn zu großes zelthaftes, blau-weiß gestreiftes Hemd anzuziehen. Als Herr Wabbel überraschend wendig zum Rednerpult schleicht, sieht es aus, als würde ein Heißluftballon zum Start vorbereitet.</p>
<p>Das Wesen in dem blauen Zelt bedankt sich nur kurz für die freundliche Begrüßung durch die Gastgeberin und legt ohne ein weiteres Wort sofort los<sup>(3)</sup>. Herr Wabbel hat zwar Notizen dabei, schaut aber während seines einstündigen Vortrages nicht ein einziges Mal hin. Vielmehr fokussiert er sofort und beständig die erste Sitzreihe, in der an Universitäten traditionell niemand sitzt.<sup>(4)</sup></p>
<p>Mit monotoner Stimme beginnt Herr Wabbel seinen Vortrag. Schon nach dem ersten Wort steigen zwei kurze Ärmchen wie kleine Ersatzballons in die Luft auf und fuchteln in zwei kleinen Kreisen links und rechts vom gigantischen Bauch umher. In den nächsten 60 Minuten haben sie dann genügend Gelegenheit, jede Art von Kreisen auszuprobieren: Links ein großer, langsamer Kreis, rechts ein kleiner, schneller und umgekehrt; zwei kleine, schnelle, hektische Kreise wahlweise links- oder rechts herum; eine Fallende-Axt-Geste mit links und ein Miniaturkreis mit rechts und so weiter. Der Kreativität von Wabbels Händen sind keine Grenzen gesetzt. Beeindruckenderweise bewegen sich seine Gliedmaßen total unabhängig vom Inhalt seines Vortrages. Als es dann aber um das pakistanische Militär geht, verfallen die Hände in gemeinsame ruckartige Bewegungen vor und zurück, mal nach links und mal nach rechts. Es sieht aus, als ob Herr Wabbel Basketball spielt und gelegentlich antäuscht.</p>
<p>Ich bin auf der einen Seite beeindruckt von der inhaltlichen Qualität des Vortrages, andererseits aber etwas irritiert durch diese äußere Erscheinung des Gastes: Ein raumgreifender Herr in einem gigantischen hellblauen Hemd mit Elvistolle und kurzen Ärmchen, die in der Luft herumkreisen, der &#8211; beständig und ohne Pause redend &#8211; die leeren Stühle der ersten Reihe anschaut. Es wirkt fast surreal.</p>
<p>Immerhin habe ich viel über Pakistan erfahren.</p>
<p>Unwort des Tages: Heißluftballon.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small><br>
<hr style="width: 20%; color: #eee;"><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1221" class="footnote">In Wissenschafts- und Bildungsfragen zählen übrigens andere Bundesländer schon als Ausland</li><li id="footnote_1_1221" class="footnote">Vermutlich dächten die sogar noch über Nachwuchs nach, so viel Platz hätten sie.</li><li id="footnote_2_1221" class="footnote">Andere Gastdozenten haben die Angewohnheit, anfangs wortreich zu begründen, warum sie von dem ihnen eigentlich zugedachten Thema so stark abweichen und warum das &#8211; wie schade! &#8211; so viel länger dauern wird als eigentlich geplant, &#8220;und daher bitte ich um Nachsicht&#8221;</li><li id="footnote_3_1221" class="footnote">Egal, wie voll es ist.</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>In eigener Sache: Facebook und Flattr</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2010/07/08/in-eigener-sache-facebook-und-flattr/</link>
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		<pubDate>Thu, 08 Jul 2010 20:51:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Unübersehbar]]></category>
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		<description><![CDATA[Zwei Innovationen und ein Name bekloppter als der andere: Gesichtsbuch klingt nicht sonderlich schön, und Flattr erinnert mich eher an Durchfall als an die Revolution des Internets. Aber bitteschön, ich will mich dem nicht verschließen. Ich habe in einer Nacht-und-Nebel-Aktion den sogenannten Facebook-Like-Button auf dieses Blog verfrachtet. Auf das leicht bläuliche Ding am Ende eines [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei Innovationen und ein Name bekloppter als der andere: Gesichtsbuch klingt nicht sonderlich schön, und Flattr erinnert mich eher an Durchfall als an die Revolution des Internets. Aber bitteschön, ich will mich dem nicht verschließen.</p>
<p>Ich habe in einer Nacht-und-Nebel-Aktion den sogenannten Facebook-Like-Button auf dieses Blog verfrachtet. Auf das leicht bläuliche Ding am Ende eines jeden Beitrages klicken Sie, wenn Sie bei Facebook angemeldet sind und einen Artikel besonders gut finden. Dann sieht die Welt nämlich, dass Sie ihn toll finden. Das hilft Ihnen (&#8220;Oh, er mag das Unwort, er hat also Geschmack!&#8221;) und mir (&#8220;Oh, er mag das Unwort, das muss eine gute Seite sein!&#8221;).<span id="more-1217"></span></p>
<p>Das orange-grüne Etwas unten rechts unter jedem Beitrag ist ein Flattr-Button. Flattr ist neu und noch nicht hip, weil es noch gar nicht offiziell gestartet ist &#8211; aber zumindest eins von beiden wird sich noch ändern. Flattr ist angetreten, um den beunruhigenden Umstand zu beheben, dass man mit Online-Journalismus derzeit im Grunde kein Geld verdienen kann. Im Grunde genommen wird sich das durch Flattr auch nicht ändern, aber das ist ja auch egal, denn die Idee ist gut. Und die geht so:</p>
<p>Wer sich bei <a href="http://flattr.com" target="_blank">Flattr</a> registriert, entscheidet, wie viel Geld er im Monat dafür ausgeben will, dass er im Internet Dinge liest/hört/sieht. Mindestbeitrag: zwei Euro. Wenn man im Internet auf einen total tollen Artikel, zum Beispiel diesen hier, stößt, kann man auf den Flattr-Button klicken und dadurch zum Ausdruck bringen, dass man den Artikel geil findet. Am Ende des Monats wird abgerechnet &#8211; das eingezahlte Geld wird an die angeklickten Seiten ausgeschüttet. Habe ich zwei Euro eingezahlt und 10 Artikel angeklickt, so entfallen auf jeden Artikel 20 Cent &#8211; abzüglich eines kleinen Betrages für Flattr, natürlich.</p>
<p>Sie sehen: Eine tolle Möglichkeit, um total freiwillig und ungezwungen Geld auszugeben.</p>
<p>Das klingt so weltfremd und bekloppt, dass es nur logisch ist, Flattr an genau dieser Stelle auszuprobieren.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Kabel Deutschlands Telefonbuch-Terror</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 13:28:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich hatte neulich einen suizidalen Moment, in dem ich beschloss, den Telefon- und Internetanbieter zu wechseln. Ich ging im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte zu Kabel Deutschland.(1) Dazu füllte ich ein mehrseitiges Formular aus und kreuzte viele Dinge an. Unter anderem setzte ich ein Kreuz bei: &#8220;Wünschen Sie einen kostenlosen Eintrag ins Telefonbuch? &#8211; Nein.&#8221; Dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte neulich einen suizidalen Moment, in dem ich beschloss, den Telefon- und Internetanbieter zu wechseln. Ich ging im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte zu Kabel Deutschland.<sup>(1)</sup> Dazu füllte ich ein mehrseitiges Formular aus und kreuzte viele Dinge an. Unter anderem setzte ich ein Kreuz bei: &#8220;Wünschen Sie einen kostenlosen Eintrag ins Telefonbuch? &#8211; <em>Nein</em>.&#8221;</p>
<p>Dass mich Kabel Deutschland in der Auftragsbestätigung dazu beglückwünschte, einerseits zu Kabel Deutschland gewechselt zu sein und andererseits ins Telefonbuch eingetragen zu werden, wunderte mich kaum. Ich hatte sowas schon erwartet.</p>
<p>Ich hatte eigentlich beschlossen, die Angelegenheit auf sich berufen zu lassen &#8211; ob ich nun drinstehe oder nicht, ist ja im Grunde wurstegal &#8211; da bekam ich einen Brief von Kabel Deutschland. &#8220;Sehr geehrter Herr Kruse&#8221;, heißt es da, &#8220;Wie gewünscht, haben wir von Ihnen folgende Informationen [ins Telefonbuch] aufnehmen lassen&#8230; Haben Sie Fragen? Rufen Sie uns an <em>blabla</em>, viele liebe Grüße, Kabel Deutschland.&#8221;</p>
<p>Ich entsorgte den Brief und hielt die Angelegenheit für erledigt.</p>
<p>In den letzten zwei Wochen habe ich denselben &#8220;Hey, Sie stehen jetzt drin!&#8221;-Brief noch zwei Mal bekommen. Ich als vorbildlicher Kunde mache mir nun ernsthafte Sorgen im die Integrität des Computersystems der Firma und habe beschlossen, einfach mal bei Kabel Deutschland anzurufen.</p>
<p><span id="more-1208"></span></p>
<p>Das Wesen eines Unternehmens lässt sich an der Telefon-Warteschleife ablesen.<a href="http://www.das-unwort.de/2009/09/05/schlagergestampfe-bei-der-air-berlin/" target="_blank"> Air Berlin zum Beispiel</a> leidet unter Geschmacksverirrung im Endstadium. Kabel Deutschland versucht, mit rockigen Gitarrenklängen zu beeindrucken. Es misslingt.</p>
<p>&#8220;Guten Tag mein Name ist Sabine Säuselt was kann ich für sie tun.&#8221; Sie hat einen leicht ostdeutschen Akzent.</p>
<p>&#8220;Ja, Kruse hier, ich habe folgendes Problem, <em>blah</em>&#8230;  Sie können also jetzt gern aufhören, mir Briefe zu schicken, ich weiß nämlich inzwischen, dass ich im Telefonbuch stehe.&#8221;</p>
<p>&#8220;Uhh, ich wüsste jetzt auch nicht, wie ich das stoppen soll. Die Briefe werden vom Telefonbuchverlag direkt mit unserem Briefkopf verschickt, ich kann da gar nix machen. Sie könnten aber eine Beschwerdemail an uns schicken, dann wird Ihnen bestimmt geholfen&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;So wichtig ist mir das nun auch nicht, außerdem kriege ich auch gern Post. Und das ist ja nicht schlimm, wenn ich im Telefonbuch stehe, oder? Gibt&#8217;s dadurch irgendwelche Nachteile für mich?&#8221;</p>
<p>&#8220;Naja, ich weiß ja nicht, ob sie Geheimdienstler sind&#8230;?&#8221;</p>
<p>&#8220;&#8230; soweit ich weiß nicht, nein&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;Ja dann. Mit den Daten wird ja ohnehin überall Handel getrieben&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;Da haben Sie wohl Recht. Dann danke ich Ihnen recht herzlich dafür, dass Sie mir nicht helfen können, und wünsche Ihnen einen schönen Tag.&#8221;</p>
<p>Immerhin werde ich mich in der nächsten Zeit nicht darüber beklagen können, dass mir niemand schreibt und niemand an mich denkt. Denn Kabel Deutschland ist immer für mich da &#8211; man schreibt mir Briefchen und sorgt auch noch gleich dafür, dass ich öfter angerufen werde. Kunde, was willst du mehr!</p>
<p>Unwort des Tages: Telefonbucheintrag.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small><br>
<hr style="width: 20%; color: #eee;"><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1208" class="footnote">Früher sind Menschen mit kleinen, stinkenden, kaum wasserdichten Schiffen in See gestochen, nicht wissend, was sie erwartet. Und sie haben doch neue Kontinente entdeckt. Ähnliches treibt mich um.</li></ol>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kampf dem θ</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2010/06/26/kampf-dem-%ce%b8/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Jun 2010 15:18:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unistress]]></category>
		<category><![CDATA[Unübersehbar]]></category>
		<category><![CDATA[Aussprache]]></category>
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		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[TH]]></category>

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		<description><![CDATA[Was, fragen Sie sich jetzt, ist denn bitte das da? Ein Fleck auf dem Monitor? Eine durchgestrichene Null? Eine Pille? Die Unendlichkeit in vertikal?(1) Schauen Sie noch mal genau hin: θ Na, Erleuchtung gehabt? Es ist Griechisch. Und bevor Sie jetzt schreiend weglaufen: Es handelt sich hierbei zwar um den griechischen Buchstaben Theta, jedoch meine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was, fragen Sie sich jetzt, ist denn bitte das da? Ein Fleck auf dem Monitor? Eine durchgestrichene Null? Eine Pille? Die Unendlichkeit in vertikal?<sup>(1)</sup></p>
<p>Schauen Sie noch mal genau hin:</p>
<div style="font-size: 50px; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px; text-align: center;">θ</div>
<p>Na, Erleuchtung gehabt? Es ist <a href="http://www.das-unwort.de/2008/05/14/vom-hahen-und-spahen/" target="_blank">Griechisch</a>. Und bevor Sie jetzt schreiend weglaufen: Es handelt sich hierbei zwar um den griechischen Buchstaben Theta, jedoch meine ich den Laut, den das Theta im internationalen phonetischen Alphabet symbolisiert, nämlich das englische Ti-Äitsch.</p>
<p>Erschreckend viele Mitbürgerinnen und Mitbürger haben eine geradezu panische Angst vor dem Ti-Äitsch. Seinetwegen vermeiden sie, wann immer möglich, Englisch zu sprechen, denn es könnte ja sein, dass man ein Wort mit diesem bösen Laut aussprechen muss. Wer sich seiner Unfähigkeit bewusst ist oder sämtliche linguistischen Bemühungen schon eingestellt hat, ignoriert das komplizierte Gezischel völlig und verwendet stattdessen überall ein weiches S. Die Folge ist ein ur-teutonischer Akzent &#8211; ein Klangerlebnis sondergleichen. <span id="more-1198"></span></p>
<p>Besonders kompliziert wird es, wenn der Teutone in seinem unterstützenswerten Bemühen, in die Tiefen der Anglistik einzudringen und Namen wie den des britischen Staatsoberhauptes in der <em>mother tongue</em> (sprich: massa tonk) auszusprechen, auf ein Wort trifft, das beide Laute, nämlich das schön geschwungene weiche S und das gemeingefährliche θ, miteinander verbindet. Zum Beispiel der urenglische Name Elizabeth. Damit ist nicht nur die adrett gekleidete alte Dame von der Insel mit den lustigen Hüten gemeint, sondern auch &#8211; ganz aktuell &#8211; eine Stadt in Südafrika, wo zur Zeit gelegentlich ein gut besuchtes Fußballspiel stattfindet. Am Namen Elizabeth haben sich schon Generationen von deutschen Hofreportern die Zunge zerbrochen &#8211; jetzt tun es ihnen die Sportreporter nach. Erstaunlich, zu welch einer Verwirrung dieser einfache Name in einem deutschen Mundraum führt<sup>(2)</sup>. Kollektiv, so habe ich das Gefühl, sagen Reporter und Kommentatoren:</p>
<p><a href="../elithebiss.mp3">http://www.das-unwort.de/elithebiss.mp3</a></p>
<p>Elithebiss.</p>
<p>Als ob sie sagen wollten: Ihr wisst schon, was gemeint ist, frickelt&#8217;s euch halt selbst zurecht.</p>
<p>Man muss aber auf der anderen Seite auch sagen, dass das θ ein ziemlich ungwöhnlicher Laut ist. Wie kommt man eigentlich auf sowas? War es in England möglicherweise einst Mode, die Zunge zwischen die Zähne zu stecken? Waren die Zungen der alten Briten möglicherweise länger, so dass sie geθwungen waren, S-Laute so auszusprechen? Oder hat sich einfach nur mal irgendein einflussreicher Engländer derart auf die Zunge gebissen, dass er nie wieder ordentlich reden konnte und seine <em>follower </em>((<a href="http://www.twitter.com/unwort" target="_blank">Huch, wie modern</a>!)) haben es ihm nachgemacht?</p>
<p>Mit θicherheit gibt es darauf eine etymologische Antwort<sup>(3)</sup>. Aber die ist langweilig.</p>
<p>Unwort des Tages: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=BHaW-KxA0sg" target="_blank">North Cothelstone Hall</a>.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small><br>
<hr style="width: 20%; color: #eee;"><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1198" class="footnote">Mathematikerwitz.</li><li id="footnote_1_1198" class="footnote">besser Mund- als Strafraum&#8230;</li><li id="footnote_2_1198" class="footnote">Ich bin ein serviceorientierter Blogger: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Etymologie" target="_blank">Bitteschön</a>.</li></ol>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wenn Sandra sinnlos sabbelt</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2010/06/07/wenn-sandra-sinnlos-sabbelt/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 19:52:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unistress]]></category>
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		<category><![CDATA[Daten]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
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		<category><![CDATA[Uni]]></category>
		<category><![CDATA[Werbund]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Literatur der Romantik spiegelt sich die Stimmung des Protagonisten in der Art wider, wie die Natur im Text beschrieben wird. &#8220;Von der Nordsee her aufziehende dichte Wolkenfelder mit gelegentlichem Starkregen bei bis auf 14 Grad fallenden Temperaturen&#8221; trifft meine Stimmung recht gut. Heute ist, sozusagen, ein romantischer Tag. Und gleich Linguistik. Voll geil. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Literatur der Romantik spiegelt sich die Stimmung des Protagonisten in der Art wider, wie die Natur im Text beschrieben wird. &#8220;Von der Nordsee her aufziehende dichte Wolkenfelder mit gelegentlichem Starkregen bei bis auf 14 Grad fallenden Temperaturen&#8221; trifft meine Stimmung recht gut. Heute ist, sozusagen, ein romantischer Tag.</p>
<p>Und gleich Linguistik. Voll geil.</p>
<p>Ich fahre gerade mit meinem Fahrrad und gefühlten 50 Stundenkilometern einen Berg hinunter, da klingelt mein Handy.</p>
<p><em>[069661021...]</em></p>
<p>Frankfurter Nummer. Mir schwant Übles.</p>
<p>&#8220;Guten Tag, Herr Kruse, mein Name ist Sandra Sabblt von der AxelSpringerHubertBurdaMediaAGVerwaltung aus Frankfurt.&#8221;</p>
<p>Sandra sabbelt unbewegt vor sich hin, während ich stumm weiterradle. Einem entgegenkommenden Dozenten winke ich entgeistert zu. Er ignoriert mich.</p>
<p>&#8220;Herr Kruse, ich rufe Sie an, weil Sie vor einiger Zeit mal bei uns bei einem <strong><em>kostenlosen </em></strong>Gewinnspiel mitgemacht haben und dazu habe ich gerade mal ein paar Fragen&#8230;&#8221;</p>
<p>Ich bremse, damit ich nicht von einem Anzugträger im bombastischen schwarzen Mercedes umgenietet werde und sage dann: &#8220;<a href="http://www.das-unwort.de/2008/03/13/bei-anruf-mord-der-bibliothekstragodie-dritter-teil/" target="_blank">Vor einiger Zeit hat mich mal eine Kollegin von Ihnen angerufen</a>. Die habe ich das gefragt, was ich Sie jetzt frage: Woher haben Sie denn eigentlich meine Handynummer?&#8221;<span id="more-1191"></span></p>
<p>&#8220;Ja, Herr Kruse, da ist ja dieses Gewinnspiel&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;Unsinn. Warum bin ich denn bei Ihnen registriert, also was kaufe ich denn bei Ihnen?&#8221;</p>
<p>&#8220;Das weiß ich nicht, ich bin ja in der Verwaltung und nicht in der Buchhaltung.&#8221;</p>
<p>Entweder hat Burda eine total perverse Unternehmensstruktur oder dies ist eine sorgfältig  zurechtgelegte Ausrede. Ich gehe von letzterem aus und frage genervt, während ich mit dem Handy am Ohr schwankend links abbiege<sup>(1)</sup>: &#8220;Und was soll ich bei Ihnen jetzt kaufen?&#8221;</p>
<p>Sandra Sabblt schweigt einen Moment, gibt den potenziellen Kunden aber doch noch nicht auf: &#8220;Zeitschriften!&#8221; Das Wort schwingt noch ein wenig zwischen der prä-regnerischen Kieler und der geschäftig-verschmutzten Frankfurter Luft hin und her.</p>
<p>Da entzündet sich bei Frau Sabblt plötzlich die hell leuchtende Fackel der Erkenntnis: &#8220;Aber Sie haben irgendwie kein Interesse, oder?&#8221;</p>
<p>&#8220;Naja&#8221;, schreie ich, um den gigantischen roten Bus der Nummer 81 zu übertönen, der mich gerade mit nur wenigen Millimetern Abstand überholt, &#8220;ich fahre gerade mit dem Fahrrad einhändig durch Kiel&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;Oh!&#8221; &#8211; Sandra Sabblt hat einen Ausstiegsgrund gefunden &#8211; &#8220;ich lege sofort auf&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;Ja, brillante Idee.&#8221;</p>
<p>&#8220;Schönen Tag noch.&#8221;</p>
<p>&#8220;Ebenso.&#8221;</p>
<p>Unwort des Tages: Herr Kruse.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small><br>
<hr style="width: 20%; color: #eee;"><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1191" class="footnote">Ein Blondchen im roten Opel schaut mir dabei hinterher, als käme ich von einem anderen Stern &#8211; wohl noch nie einen telefonierenden Fahrradfahrer gesehen&#8230;</li></ol>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ein Witzbrief von der AOK</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2010/05/31/ein-witzbrief-von-der-aok/</link>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 15:39:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
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		<category><![CDATA[AOK]]></category>
		<category><![CDATA[Bürohengst]]></category>
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		<description><![CDATA[Gesetzliche Krankenkassen sind im Allgemeinen nicht für ihren Humor bekannt. Ich bin also sozusagen ein Wunderkind, denn ich habe neulich einen witzigen Brief von der AOK bekommen. &#8220;Sehr geehrter Herr Kruse&#8220;, heißt es da. &#8220;Wie Sie wissen, bietet Ihnen Ihre AOK Schleswig-Holstein starke Leistungen.&#8221; Das ist mir zwar neu, aber wenn es da steht, muss [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gesetzliche Krankenkassen sind im Allgemeinen nicht für ihren Humor bekannt. Ich bin also sozusagen ein Wunderkind, denn ich habe neulich einen witzigen Brief von der AOK bekommen.</p>
<p><em>&#8220;Sehr geehrter Herr Kruse</em>&#8220;, heißt es da. &#8220;<em>Wie Sie wissen, bietet Ihnen Ihre AOK Schleswig-Holstein starke Leistungen.</em>&#8221;</p>
<p>Das ist mir zwar neu, aber wenn es da steht, muss es wohl so sein.</p>
<p>&#8220;<em>Für einige dieser Leistungen verlangt der Gesetzgeber vom Versicherten Eigenanteile.</em>&#8221;</p>
<p>Da hat sich aber ein AOK-Pädagoge viele Gedanken darüber  gemacht, wie man diesen Geldeintreiber-Brief so formulieren kann, dass der Kunde nicht austickt. Dieser Satz sagt mir, dass nicht etwa die AOK mein Geld will, weil sie schlecht kalkuliert hat oder ihren Bürohengsten zu viel Geld bezahlt &#8211; oh nein! Der <em>Gesetzgeber </em>ist Schuld, denn der hat ja bestimmt, dass der Versicherte einen Eigenanteil bezahlen soll. Ist ja ganz klar.</p>
<p>&#8220;<em>Sie haben von uns solche Leistungen erhalten:  Rettungsfahrt  vom 26.10.2009 bis 26.10.2009, Höhe der Leistung: 743,42 EUR, Eigenanteil: 10 EUR</em>&#8221;</p>
<p>Wie gnädig, dass man für so eine gigantische Rettungsfahrt im Wert von über 700 Euro nur 10 Euro selbst zahlen muss. Trotzdem habe ich noch eine Frage an die AOK. Deswegen rufe ich bei meiner persönlichen Ansprechpartnerin an &#8211; nennen wir sie Frau Schlumpf.<span id="more-1188"></span></p>
<p>&#8220;AOK Schleswig-Holstein mein Name ist Sabine Schlumpf was kann ich für Sie tun&#8221;, schnarrt Frau Schlumpf nach der obligatorischen <em>Blingblingbling, herzlich willkommen bei der AOK-Warteschleife</em> ins Telefon.</p>
<p>&#8220;Schönen guten Tag, Frau Schlumpf, Kruse, mein Name. Ich rufe an, weil ich von Ihnen einen witzigen Brief bekommen habe.&#8221;</p>
<p>Am anderen Ende der Leitung herrscht Stille. Frau Schlumpf hält mich wohl für übergeschnappt.</p>
<p>Dann: &#8220;Einen witzigen Brief?!&#8221;</p>
<p>&#8220;Ja, Sie haben mir eine Krankenwagenfahrt im Oktober 2009  in Rechnung gestellt. Ich bin aber leider gar nicht mit dem Krankenwagen gefahren. Ich bin sozusagen noch nie mit einem Krankenwagen gefahren. Nicht mal auf dem Beifahrersitz.&#8221;</p>
<p>&#8220;Oh äh. Geben Sie mir doch mal Ihre Versichertennummer, Ihren Nachnamen und Ihre Blutgruppe&#8230;&#8221;</p>
<p>Ich tue wie vorgeschrieben.</p>
<p>&#8220;Und Sie sind sich sicher, dass Sie letztes Jahr im Oktober nicht&#8230;?&#8221; Frau Schlumpf zweifelt.</p>
<p>&#8220;Ja. Ich denke, ich würde mich daran erinnern.&#8221; Mein Gedächtnis ist zwar total löchrig, aber ich bin mir trotzdem sicher, dass ich nicht mit der Ambulanz abtransportiert wurde.</p>
<p>&#8220;Dann gebe ich das jetzt mal so in den Computer ein&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;Hören Sie, Frau Schlumpf, ich könnte das auch einfach bezahlen und dann habe ich eine Fahrt im Krankenwagen gut bei Ihnen? Ich hätte Freitag noch Zeit, da könnte man doch &#8216;ne kleine Spritztour machen&#8230;&#8221;</p>
<p>Ein Wunder geschieht: Frau Schlumpf <em>lacht</em>. Da hat der Personaler aber einen gewaltigen Fehler gemacht. Ich werde einen Beschwerdebrief schreiben. Humor auf der Arbeit geht ja mal gar nicht.</p>
<p>&#8220;Nein, Herr Kruse, das geht leider nicht, haha!&#8221;</p>
<p>Ich nicke verständnisvoll durchs Telefon.</p>
<p>Frau Schlumpf versichert mir, dass die AOK mir keinen Gerichtsvollzieher auf den Hals hetzt, weil ich meine 10 Euro für die Rettungsfahrt nicht bezahlt habe. Ich glaube ihr. Man wird sehen, ob das ein Fehler war.</p>
<p>Unwort des Tages: Freifahrt im Krankenwagen</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Fahrkarte für den Autobot</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2010/05/24/fahrkarte-fur-den-autobot/</link>
		<comments>http://www.das-unwort.de/2010/05/24/fahrkarte-fur-den-autobot/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 24 May 2010 21:48:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unseriös]]></category>
		<category><![CDATA[Autobot]]></category>
		<category><![CDATA[Bahn]]></category>
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		<description><![CDATA[Auf der Suche nach einem Verkehrsmittel, das gerade nicht von Aschewolken oder Streiks betroffen ist, stößt der handelsübliche Zentraleuropäer schnell auf die Eisenbahn. Doch vor das ach so genüsslich-stressfreie Fahrvergnügen hat der liebe Gott den Erwerb eines Tickets gestellt. Das kostet erstens Geld und ist zweitens gar nicht so einfach, da sich die Deutsche Bahn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1183" class="wp-caption alignleft" style="width: 196px"><img class="size-full wp-image-1183" title="Autobot vor der Verwandlung / Foto Siegfried Fries, pixelio.de" src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2010/05/fahrkarten.jpg" alt="Autobot vor der Verwandlung / Foto Siegfried Fries, pixelio.de" width="186" height="347" /><p class="wp-caption-text">Autobot vor der Verwandlung / Foto Siegfried Fries, pixelio.de</p></div>
<p>Auf der Suche nach einem Verkehrsmittel, das gerade nicht von <a href="http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,695053,00.html" target="_blank">Aschewolken</a> oder <a href="http://www.focus.de/panorama/welt/luftverkehr-nach-aschewolke-sorgt-streik-von-british-airways-fuer-flugausfaelle_aid_511728.html" target="_blank">Streiks</a> betroffen ist, stößt der handelsübliche Zentraleuropäer schnell auf die Eisenbahn. Doch vor das ach so genüsslich-stressfreie Fahrvergnügen hat der liebe Gott den Erwerb eines Tickets gestellt. Das kostet erstens Geld und ist zweitens gar nicht so einfach, da sich die Deutsche Bahn äußerst effizient davor drückt, dem Kunden seine Fahrkarte in einem persönlichen Gespräch zu verkaufen. Vielmehr möge der Kunde bitte eines dieser roten Monstren aufsuchen, die die Bahnhofsgebäude bevölkern und ein ganz klein wenig an schlecht designte <a href="http://www.divisionbell.com/uploaded_images/3d-autobot-797312.jpg" target="_blank">Autobots</a> erinnern.</p>
<p>Ich stehe gerade von einem Autobot herum, da tippt es mich auf die Schulter. Ich drehe mich um.</p>
<p>Ein kleines, weißhaariges Männlein in preiswerter Kleidung steht mit leicht derangiertem Blick vor mir und schaut mich mit weit aufgerissenen Augen an. Neben das Männlein drapiert sich eine genau so kleine, blonde Frau mit einer schwarzen Brille. Sie steckt in einer irritierenden, übergroßen signalroten Jacke. Heute haben Autobots anscheinend Ausgang.<span id="more-1181"></span></p>
<p>&#8220;Könn&#8217;n Sie uns wohl helfn? Wir wolln ne Karte lösen&#8221;, sagt das Männlein in so breitem Norddeutsch, dass ich sogar hier im geschäftigen Kieler Hauptbahnhof die endlose Weite der Tieflandschaft zu spüren glaube.</p>
<p>Akrobat, der ich bin, wische ich in Sekundenschnelle den entgeisterten Ausdruck von meinem Gesicht. Ich bin überzeugt, pfadfinderlich freundlich dreinzuschaun, als ich sage:</p>
<p>&#8220;Ja, gern.&#8221;</p>
<p>&#8220;Also sie &#8221; &#8211; er zeigt auf die signalrote Jacke &#8211; &#8220;will nach Eggernförde. Aber nich von hiä aus, nä, sonnern von Suchsdorf! Also sie brauch nur von Suchsdorf zahln. Weil is billigä, nä.&#8221;</p>
<p>&#8220;Ich verstehe.&#8221; Das tue ich wirklich. &#8220;Schauen Sie, drücken Sie hier auf die gelbe Schaltfläche, dann wählen Sie hier aus, dass Sie einen alternativen Abreiseort eingeben wollen, und da geben Sie dann ein&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;Wäs? Moment&#8230;&#8221;</p>
<p>Ich komme mir vor wie der hyperintelligente Android Data, der einem ahnungslosen Klingonen den Schiffscomputer der Enterprise erklärt. Ich tue es noch einmal, und diesmal langsam. Das Männlein nickt zwar, aber ich glaube nicht, dass meine Erläuterungen bis in sein Innerstes vordringen, denn er sagt, just als ich als Abfahrtsort &#8220;Suchsdorf&#8221; eingebe:</p>
<p>&#8220;Ja aber sie zahlt ja nich von hiä, nä, sonnern von Suchsdorf&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;Das steht ja auch da, sehen Sie, da steht&#8217;s.&#8221;</p>
<p>&#8220;Ah.&#8221;</p>
<p>&#8220;So, das kostet jetzt sieben Euro zehn.&#8221;</p>
<p>&#8220;Wäs, das kann abä nich sein, nä, weil die Hinfahrt hat ja nuä viä gekosset.&#8221;</p>
<p>&#8220;Haben Sie vielleicht eine Bahncard?&#8221;</p>
<p>Das Männlein schaut die signalrote Jacke an. Die schüttelt mit dem Kopf.</p>
<p>&#8220;Nä&#8221;, übersetzt das Männlein und schaut mich misstrauisch an. Das Vertrauen in meine Fähigkeiten als Autobot-Flüsterer scheint aus ihm zu weichen.</p>
<p>&#8220;Dann müssen Sie wohl leider die sieben Euro bezahlen&#8221;, stelle ich fest.</p>
<p>&#8220;Abä sie zahlt ja nuä von Suchsdorf, nä!&#8221;, beharrt das Männlein.</p>
<p>&#8220;Ja, das habe ich auch so eingegeben&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;Abä dann kannas ja nich so teuä sein!&#8221;</p>
<p>&#8220;Ähh.&#8221; Auf mehr habe ich keine Lust.</p>
<p>&#8220;Nä&#8230;&#8221;, spricht es und schüttelt mit dem Kopf,  nimmt seine Signaljacke unter den Arm und entschwindet.</p>
<p>Entgeisterung kehrt für einen kurzen Moment auf mein Gesicht zurück. Doch dann erinnere ich mich an <a href="http://www.das-unwort.de/2008/04/17/tamara-und-das-fegefeuer-oder-der-opnv-in-schleswig-holstein/" target="_blank">eines</a> <a href="http://www.das-unwort.de/2007/11/13/vielen-dank-dass-sie-versucht-haben-mit-der-deutschen-bahn-zu-reisen/" target="_blank">meiner</a> <a href="http://www.das-unwort.de/2007/09/25/alle-jahre-wieder-kommt-das-mehdornkind-auf-die-kunden-nieder/" target="_blank">Erlebnisse</a> im Zusammenhang mit der Bahn und weiß: Es liegt nicht an mir. Die Bahn ist schuld.</p>
<p>Unwort des Tages: Eggernförde.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Eyjafjallajökull, ein Berg mit Komplexen &#8211; eine Psychoanalyse</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2010/05/17/eyjafjallajokull-ein-berg-mit-komplexen-eine-psychoanalyse/</link>
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		<pubDate>Mon, 17 May 2010 20:30:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Unübersehbar]]></category>
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		<category><![CDATA[Aschewolke]]></category>
		<category><![CDATA[Eyjafjallajökull]]></category>
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		<category><![CDATA[Vulkan]]></category>

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		<description><![CDATA[Irgendwie kann man ja auch verstehen, dass dem Eyjafjallajökull nach fast 200 stillen, friedfertigen Jahren der Kragen platzt. Stellen Sie sich nur mal die unglaublichen Kräfte vor, die dieses kleine Berglein im Schach halten musste, damit das friedliche Volk der Isländer ungestört der Entwicklung seiner eigentümlichen Sprache frönen konnte! Und jetzt auch noch die Finanzkrise! [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1169" class="wp-caption alignleft" style="width: 345px"><img class="size-full wp-image-1169" title="Welch wunderlicher Vulkan / Foto: Daniel Kempken, pixelio.de" src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2010/05/vulkanbild.jpg" alt="Welch wunderlicher Vulkan / Foto: Daniel Kempken, pixelio.de" width="335" height="251" /><p class="wp-caption-text">Welch wunderlicher Vulkan / Foto: Daniel Kempken, pixelio.de</p></div>
<p>Irgendwie kann man ja auch verstehen, dass dem Eyjafjallajökull nach fast 200 stillen, friedfertigen Jahren der Kragen platzt. Stellen Sie sich nur mal die unglaublichen Kräfte vor, die dieses kleine Berglein im Schach halten musste, damit das friedliche Volk der Isländer ungestört der Entwicklung seiner eigentümlichen Sprache frönen konnte! Und jetzt auch noch die Finanzkrise! Island, entblößt vor aller Welt!<sup>(1)</sup> Da kann man schon mal durchdrehen. Das müssen wir verstehen.</p>
<p>Eyjafjallajökull entschloss sich aus Frust dazu, eine Aschewolke 7000 Meter hoch in den schönen isländischen Himmel zu spucken. Quasi als Signal an die Welt: Seht her, ich bin unzufrieden. Das war gar nicht mal böse gemeint &#8211; zu subtileren Meinungsäußerungen ist ein 1666-Meter-Berg nun mal nicht in der Lage.<span id="more-1166"></span></p>
<p>So ein Berg, zumal mit einem hirnunterkühlenden Gletscher obendrauf, kann ja nicht vorhersehen, dass sein Frustprodukt Aschewolke dazu führt, dass Europa eine Woche durchdreht, keine Flugzeuge mehr fliegen dürfen, ein wirtschaftlicher Schaden in Milliardenhöhe entsteht, Ramsauer sich mit der Lufthansa zankt und ein jeder in Europa auf einmal den Namen Eyjafjallajökull kennt<sup>(2)</sup>. Und kann man es ihm verdenken, wenn es ihm gefällt? Ihm, dem handelsüblichen isländischen Vulkan, der nach 800 000 langweiligen Jahren auf einmal merkt, wie viel Macht er über diese komischen kleinen Wesen hat, die ständig in den Pfützen an seiner Flanke baden?</p>
<p>Endlich ist Island wieder wer! Die Welt schaut nicht mehr zornerfüllt nach Rejkjavik wie noch zu Zeiten der Finanzkrise, sondern vielmehr ängstlich in den Himmel. Der Eyjafjallajökull ist demzufolge ein patriotischer Vulkan. Ein Berg mit Nationalbewusstsein. Gestein mit Gedächtnis.</p>
<p>Eyjafjallajökull hat augenscheinlich Gefallen daran gefunden, uns arme Europäer mit seinen Ausscheidungen zu piesacken. Nun sind Geologen mit dem Fachergänzungskurs  Psychologie gefragt<sup>(3)</sup> &#8211; sie müssen dem Berg klarmachen, dass es so nicht weitergehen kann. All dies muss ein Ende haben. Sie müssen sich mit dem Vulkan auf einen Gesprächsort und eine Zeit einigen<sup>(4)</sup> und sich mit ihm an einen Tisch setzen. Die Geologen müssen auch auf die Sorgen des Berges eingehen. Sie müssen den Eyjafjallajökull fördern, aber auch fordern. Das funktioniert eigentlich immer.</p>
<p>Bis diese Gespräche zu einem Ergebnis gekommen sind (das kann dauern, denn Berge sprechen, ähnlich wie <a href="http://www.das-unwort.de/2009/02/15/wehret-den-wanderdunen-bundesregierung-greift-ein/" target="_blank">Wanderdünen</a>, sehr langsam), müssen wir, wenn wir fliegen wollen, noch mehr beten als ohnehin schon. Und in Anbetracht der Tatsache, dass die Aschewolke über Europa ja unglaublich dick und undurchdringlich zu sein scheint, müssen wir uns auch über Einschränkungen des Straßenverkehrs Gedanken machen. Ich empfehle dafür folgende neue Verkehrszeichen:</p>
<table style="margin-top:15px;" border="0" width="100%">
<tbody>
<tr>
<td width="50%">
<p><div id="attachment_1167" class="wp-caption alignnone" style="width: 273px"><img class="size-full wp-image-1167   " title="Sichtbehinderungen durch Vulkanausbruch mit Aschewolke" src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2010/05/vulkan.jpg" alt="Sichtbehinderungen durch Vulkanausbruch mit Aschewolke" width="263" height="235" /><p class="wp-caption-text">Sichtbehinderungen durch Vulkanausbruch mit Aschewolke</p></div></td>
<td>
<p><div id="attachment_1168" class="wp-caption alignnone" style="width: 273px"><img class="size-full wp-image-1168   " title="Sichtbehinderungen durch Vulkanausbruch mit Aschewolke täglich gegen 13 Uhr" src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2010/05/vulkan2.jpg" alt="Sichtbehinderungen durch Vulkanausbruch mit Aschewolke täglich gegen 13 Uhr" width="263" height="235" /><p class="wp-caption-text">Sichtbehinderungen durch Vulkanausbruch mit Aschewolke täglich gegen 13 Uhr</p></div></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Unwort des Tages: Vulkanasche.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small><br>
<hr style="width: 20%; color: #eee;"><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1166" class="footnote">Rein finanziell natürlich.</li><li id="footnote_1_1166" class="footnote">Oder zumindest dessen erste drei Buchstaben</li><li id="footnote_2_1166" class="footnote">Endlich eine Aufgabe für die Zwei-Fach-Bachelors und Bacheloretten!</li><li id="footnote_3_1166" class="footnote">Bei der Wahl des Ortes wird Eyjafjallajökull hart verhandeln</li></ol>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Kampf um die Gesundheit</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2010/04/30/der-kampf-um-die-gesundheit/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Apr 2010 21:08:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unistress]]></category>
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		<category><![CDATA[Apotheke]]></category>
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		<category><![CDATA[Doktor]]></category>
		<category><![CDATA[Fieber]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich gebe zu, es war eine schlechte Idee, mit Halsschmerzen am Sonntag um 4.30 Uhr zur Frühschicht zu gehen. Paracetamol sei Dank habe ich es zwar überstanden, wurde aber mit 40 Grad Fieber belohnt. 40 Grad ist im Grunde eine total tolle Temperatur: Alles ist so erfrischend egal. Dringende Dinge, die noch gemacht werden müssen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1155" class="wp-caption alignleft" style="width: 179px"><img class="size-full wp-image-1155" title="Foto: Matthias Balzer, pixelio.de" src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2010/04/krank.jpg" alt="Foto: Matthias Balzer, pixelio.de" width="169" height="254" /><p class="wp-caption-text">Foto: Matthias Balzer, pixelio.de</p></div>
<p>Ich gebe zu, es war eine schlechte Idee, mit Halsschmerzen am Sonntag um 4.30 Uhr zur Frühschicht zu gehen. Paracetamol sei Dank habe ich es zwar überstanden, wurde aber mit 40 Grad Fieber belohnt.</p>
<p>40 Grad ist im Grunde eine total tolle Temperatur: Alles ist so erfrischend egal. Dringende Dinge, die noch gemacht werden müssen &#8211; egal! Die Bachelor-Arbeit &#8211; egal! Hausputz, Telefonanrufe, Rechnungen &#8211; egal! 40 Grad fühlt sich an wie eine Herde Hummeln. Und zwar überall.</p>
<p>Jeder hat seine eigene Methode, um mit solcherlei Temperaturen umzugehen. Ich neige dazu, plötzlich unmotiviert loszulachen. Oder mit hochrotem Kopf durch die Wohnung zu hüpfen.</p>
<p>Nach dem Fieber kommen die Halsschmerzen zweiten Grades. Das sind die, die das Drehen das Halses unmöglich machen. Auf einmal kann ich nur noch geradeaus starren. Leider steht da der Fernseher. Und das Nachmittagsprogramm in der deutschen Fernsehlandschaft ist wirklich grauenvoll. Wenn ich nicht schon krank wäre, würde ich es spätestens jetzt.</p>
<p>Ich ringe mich dazu durch, der Apotheke einen Besuch abzustatten. Ich stolziere durch die Stadt wie Robocop &#8211; Blicke nach links und rechts kann ich mir gar nicht leisten. Das Volk schaut mich bewundernd an und jubelt mir mit Blicken zu.<sup>(1)</sup></p>
<p>Meine erste Frage an die gutaussehende Apothekerin &#8211; denn ich weiß, es wird teuer &#8211; lautet: &#8220;Kann man hier mit Karte bezahlen?&#8221; Man kann. Ich schildere Chantal, so nenne ich sie in Gedanken, meine Gebrechen. Sie schaut mich bewundernd an<sup>(2)</sup> und fragt: <span id="more-1151"></span></p>
<p>&#8220;Aber sie haben nicht mal daran gedacht, zum Arzt zu gehen, nein?!&#8221; Ich würde den Kopf schütteln, müsste dazu aber den ganzen Oberkörper mitdrehen. Ich entscheide mich deshalb für ein einfaches</p>
<p>&#8220;Nein.&#8221;</p>
<p>Ich gebe Chantal 40 Euro für Nasentropfen, Taschentücher und ein Wundermittel gegen Halsschmerzen und gehe. Jetzt habe ich auch noch Schmerzen im Geldbeutel.</p>
<p>Im Literaturseminar ist es heiß. Schwitzende Studenten sollen über ein Thema diskutieren, das die meisten von ihnen nicht interessiert und von dem sie keine Ahnung haben. Trotzdem kommt ein angeregtes Gespräch auf der Basis von Nicht- und Halbwissen zustande. Ich leide still, aber effektiv.</p>
<p>Ein Kommilitone kommt in einem philosophischen Monolog zu der Erkenntnis: &#8220;Ich bin viel zu sehr in mir, ich hab gar nicht die Objektivität, um mich selbst zu verstehen!&#8221; Alles nickt beifällig. Ich bin in der Hölle.</p>
<p>Ich putze strafend laut meine Nase &#8211; und beschließe, doch zum Arzt zu gehen. Er soll mich gesund machen. Ich halte das hier nur aus, wenn ich mich auf andere Dinge konzentrieren kann und nicht gezwungen bin, bewegungslos dazusitzen und zuzuhören.</p>
<p>&#8220;Herr Kruse, was kann ich für Sie tun&#8221;, sagt der Herr Doktor und würdigt mich dabei keines Blickes. Ich frage mich, ob er bemerkt hätte, wenn ich anstatt auf dem Patientenstuhl auf der Fensterbank sitzen und meine Beine hinter dem Kopf verknoten würde.</p>
<p>Als Herr Doktor durch sein Diagnosegespräch erfährt, dass ich als Nachrichtensprecher beim Radiosender BlankoFM arbeite, erwacht sein Interesse. Doktor ist leidenschaftlicher BlankoFM-Hörer, erfahre ich, und auch der Sohn. Und wie ist denn das da überhaupt mit Praktikumsmöglichkeiten?</p>
<p>Gegen meine Unpässlichkeit gibt&#8217;s übrigens ein prima Antibiotikum. Ganz was Feines. &#8220;Funktioniert in 80 bis 85% der Fälle.&#8221;</p>
<p>Und ob ich eigentlich schon mal eine Nasenspülung ausprobiert hätte?</p>
<p>Ich unterdrücke meinen Weinreflex.</p>
<p>&#8220;<a href="^http://www.das-unwort.de/2009/08/10/kampf-den-korperflussigkeiten/" target="_blank">Ja, habe ich</a>. Es war&#8230; durchwachsen.&#8221;</p>
<p>&#8220;Warten Sie mal kurz.&#8221; Sprach&#8217;s und stürmt aus dem Behandlungszimmer.</p>
<p>Er kehrt zurück. In seinen Händen: Eine 1A-Nasendusche.</p>
<p>Ich lächle schicksalsergeben.</p>
<p>&#8220;Schauen Sie mal&#8221;, sagt er, und erklärt mir die Nasendusche in wohlklingenden Worten. &#8220;Probieren Sie das mal aus. Mach&#8217; ich auch immer.&#8221;</p>
<p>&#8220;Ja, Herr Doktor&#8221;, sage ich, lächle und gehe.</p>
<p>Immerhin hilft das prima Antibiotikum.</p>
<p>Unwort des Tages: Nase.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small><br>
<hr style="width: 20%; color: #eee;"><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1151" class="footnote">Manche sagen, die Leute gaffen mich an und töten mich mit Blicken &#8211; aber die verstehen das nur nicht.</li><li id="footnote_1_1151" class="footnote">Manche sagen&#8230; naja&#8230;</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Wer hat hier Gold im Mund?!</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 20:16:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Morgenstund mag ja vieles in ihrem metaphorischen Mund haben; mit Sicherheit ist es aber nichts Wertvolles. Und erst recht kein Gold. Morgen ist eine Frage der Definition. Unter normalen Umständen würde ich behaupten, 3 Uhr sei Nacht. Wenn ich aber aus beruflichen Gründen gezwungen bin, um 3:30 Uhr aufzustehen, bezeichne ich es als frühen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Morgenstund mag ja vieles in ihrem metaphorischen Mund haben; mit Sicherheit ist es aber nichts Wertvolles. Und erst recht kein Gold.</p>
<p>Morgen ist eine Frage der Definition. Unter normalen Umständen würde ich behaupten, 3 Uhr sei Nacht. Wenn ich aber aus beruflichen Gründen gezwungen bin, um 3:30 Uhr aufzustehen, bezeichne ich es als frühen Morgen, um nicht depressiv zu werden.<br />
Ein Bestandteil der Definition von Morgen ist auch, wann man am Tag davor zu Bett ging. Normalerweise gehe ich zu einem Zeitpunkt schlafen, den ich eben schon als Morgen bezeichnet habe. Vor einem Tag aber, an dem ich die normale Schlafenszeit schon als Morgen bezeichnen muss, bin ich natürlich gezwungen, früher schlafen zu gehen, damit ich am Morgen überlebensfähig bin. Klar soweit?<br />
Deswegen kam es dazu, dass ich am Samstag um 22 Uhr schlafen ging. Just in jenem Moment, in dem Mehrzad Marashi auf RTL inmitten einer Horde wildgewordener Hintergrundtänzer &#8220;She&#8217;s Fresh&#8221; von Kool &amp; The Gang zum Besten gab. Das war mein Abschalt-Moment. Und das lag mehr an Marco Schreyls vergeblicher Suche nach immer mehr Superlativen, um die Geilheit der DSDS-Finalshow zu beschreiben, denn an Mehrzads Sangeskünsten. Hammermäßig.<span id="more-1141"></span></p>
<p>Sonntag, 3:30 Uhr. Der Wecker klingelt.<br />
<a href="http://www.das-unwort.de/2009/01/07/wenn-gurgula-mal-nicht-mehr-kann/" target="_blank">Das erste Wort des Tages</a> ist immer ein Schimpfwort. Je früher der Tag, desto wüster das Wort. 3:30 Uhr ist sehr früh. Um diese Zeit aufzustehen, ist wie Realitätsverlust ohne Einfluss starker Drogen. Es ist, als ob ich mir selber beim Schlafwandeln zusehe. Ich sehe mir also dabei zu, wie ich als erste Amtshandlung den RTL-Teletext aufmache, um zu sehen, wer gewonnen hat. Mein Gewissen ist zu abwesend, um mir Vorwürfe zu machen.</p>
<p>Mehrzad. Gut.</p>
<p>Und die Mega-Monster-Aschewolke über Europa ist immer noch da. Jo, läuft. Meine Fähigkeit zur Empathie ist eingeschränkt.</p>
<p>Nach dem Duschen erkläre ich mich selbst für wach, ohne dafür einen angemessenen Grund zu haben. Ich erkläre mich sogar für so wach, dass ich um 3:55 Uhr frühstücke. Dabei schaue ich eine N24-Dokumentation über das Oktoberfest. Denn es ist zu früh für Frühstücksfernsehen. Und es ist Sonntag.</p>
<p>Ich entschließe mich dazu, meine Vorhänge erst aufzumachen, wenn ich von der Arbeit wiederkomme. Das ist so gegen 13 Uhr. Ich bin deprimiert. Normalerweise ziehe ich die Vorhänge nämlich tatsächlich um jene Zeit auf &#8211; aber ohne vorher zu arbeiten.</p>
<p>Draußen ist es kalt und dunkel und langweilig. Außer mir ist in dieser Stadt mit über 200 000 Einwohnern noch keiner unterwegs. Die Ampeln sind aus. Dafür sind die Amseln an &#8211; anscheinend Frühaufsteher. Piepen wie mein Antivirus-Programm bei einem besonders ernstzunehmenden Virus. Vielleicht Vogelgrippe?</p>
<p>Auf dem Weg in die Redaktion stelle ich mir um 4:15 Uhr die Frage aller Fragen: &#8220;Warum denn eigentlich?&#8221; Da der Weg so angenehm kurz ist, komme ich nicht mehr zum Antworten. Es hat aber was mit Geld zu tun. Und Karriere. Und Spaß. Aber für sowas ist es vielleicht noch ein bisschen früh.</p>
<p>Unwort des Tages: Mein Name ist Bastian Kruse, guten Morgen.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Suchbegriffe. Der Tragödie siebzehnter Teil.</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Apr 2010 15:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Zeugen Jehovas]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Artikel ist mir anscheinend zum Verhängnis geworden, denn unter den Suchbegriffen, die Sie eingeben, um auf meinen Blog zu gelangen, häufen sich in letzter Zeit die Ausscheidungen aller Art &#8211; und in allen Schreibweisen. So finden sich: echte scheiße, scheiserei, scheiße in der toilette, kacke klo und scheiß hamburg. Letzteres trifft mich als Norddeutschen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.das-unwort.de/2008/11/19/scheise-ist-auch-politisch-gluckwunsch-zum-welttoilettentag/" target="_blank">Dieser</a> Artikel ist mir anscheinend zum Verhängnis geworden, denn unter den Suchbegriffen, die Sie eingeben, um auf meinen Blog zu gelangen, häufen sich in letzter Zeit die Ausscheidungen aller Art &#8211; und in allen Schreibweisen.</p>
<p>So finden sich: <strong>echte scheiße, scheiserei, scheiße in der toilette, kacke klo </strong>und<strong> scheiß hamburg. </strong>Letzteres trifft mich als Norddeutschen besonders.</p>
<p>Außerdem:</p>
<p><strong>kohl schläft </strong>Na hoffentlich. Sonst redet er, und das macht&#8217;s nur schlimmer.</p>
<p><strong>sauf regeln </strong>Wenn überhaupt, dann nur sowas wie: &#8220;Trinke nur, was noch keinen eigenen Willen entwickelt hat&#8221; oder so. Und im Zweifelsfall: <a href="http://www.das-unwort.de/2010/04/14/vorsicht-unebene-strase/" target="_blank">Sauf-Service</a> rufen.</p>
<p><strong>tauben selbstschussanlage </strong>Habe ich auch schon öfter drüber nachgedacht. Das würde sie killen, ohne allzu viel Mühe zu machen&#8230; Ist aber vielleicht doch ein bisschen zu rabiat. Erinnert so an DDR-Methoden&#8230;</p>
<p><strong>sie haben eine katze bestellt</strong> Nein, nicht, dass ich wüsste. Aber danke der Nachfrage.</p>
<p><strong>löwe im wasser </strong>Ich sagte doch, ich habe <em>keine </em>Katze bestellt. Und erst recht keinen feuchten Monsterkater.</p>
<p><strong>penisöffnung bei kamelen </strong>Interessante Suchanfrage.  Kann ich aber gerade nicht weiterhelfen, sorry. Fragen Sie den nächstbesten Zoologen.</p>
<p><strong>&#8220;vw bus&#8221; klapprigen </strong>Eins dieser drei Wörter ist unnötig, weil in den anderen zweien schon drin. Welches ist es wohl?</p>
<p><strong>wer singt den airberlin song </strong><a href="http://www.das-unwort.de/2009/09/05/schlagergestampfe-bei-der-air-berlin/" target="_blank">Argh</a>!! Eine abgehalfterte Studiosängerin auf der Flucht vor Hartz IV!</p>
<p><strong>kirchenglocken ruhestörung </strong>Finde ich ja tendenziell auch &#8211; aber ich wohne im heidnischen Norden, hier wird nicht so viel gebimmelt. Aber natürlich sind Kirchen total notwendig, denn</p>
<p><strong>wachtturm verkündigt jehovas königreich </strong>und den Menschen ein Wohlgefallen. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ateEWeAcnBg" target="_blank">Halleluja</a>!</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Vorsicht, unebene Straße!</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Apr 2010 16:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Verkehrsschild]]></category>

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		<description><![CDATA[Und im Falle von plötzlichem Durst&#8230; Copyright &#169; 2007-2009 This feed is for personal, non-commercial use only. The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint: CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1089" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1089" title="Rappel - Foto BK" src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2010/04/rappel.jpg" alt="Rappel - Foto BK" width="500" height="468" /><p class="wp-caption-text">Busse können durch, aber Radfahrer kriegen &#39;nen Rappel...</p></div>
<p style="text-align: center;">
<p>Und im Falle von plötzlichem Durst&#8230;</p>
<div id="attachment_1090" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1090" title="Foto sonicwalker/flickr" src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2010/04/saufservice.jpg" alt="... einfach am Sauf-Service anhalten! / Foto: sonicwalker/flickr" width="500" height="334" /><p class="wp-caption-text">... einfach am Sauf-Service anhalten! / Foto: sonicwalker/flickr</p></div>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Sollen euch doch die Katholen holen!</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Apr 2010 21:10:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Vatikan]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt ja viele Momente, in denen man sich fragt: &#8220;Haben die eigentlich noch alle Latten am Zaun?&#8221; Meistens sind mit &#8220;die&#8221; Politiker gemeint. Oder Taliban(1). Oder Manager(2). Neuerdings jedoch drängt sich die Frage auf: Gibt es noch Priester in der katholischen Kirche, die keine pädophilen Gewalttäter sind? Natürlich ist das leicht übertrieben. Und natürlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt ja viele Momente, in denen man sich fragt: &#8220;Haben die eigentlich noch alle Latten am Zaun?&#8221; Meistens sind mit &#8220;<em>die</em>&#8221; Politiker gemeint. Oder Taliban<sup>(1)</sup>. Oder Manager<sup>(2)</sup>. Neuerdings jedoch drängt sich die Frage auf: Gibt es noch Priester in der katholischen Kirche, die <em>keine </em>pädophilen Gewalttäter sind?</p>
<p>Natürlich ist das leicht übertrieben. Und natürlich ist unser Blick durch die ach so bösen Medien getrübt. Das wird sich aber in Windeseile wieder ändern &#8211; spätestens, sobald eine neue Form der Vogelgrippe auftritt oder noch irgendein Staatsoberhaupt es fertigbringt, mit einem beliebigen Verkehrsmittel tödlich zu verunglücken.</p>
<p>Lasset mich aber eines sagen: Es ist schon sehr auffällig. Es ist schon <em>sehr </em>auffällig, wie und wie oft die schwarzen Schäfchen aus der katholischen Priesterschaft ihre Latten einsetzen.</p>
<p>Auffällig ist auch, dass sich der Vatikan heute genötigt sah, etwas klarzustellen, was jedem auch nur halbwegs vernünftig denkenden Menschen klar sein sollte: Kindesmissbrauch muss angezeigt werden.</p>
<p>Das ist ganz offensichtlich in der Kirche so bisher nicht praktiziert worden. Man möge sich das auf der Zunge zergehen lassen: Vergriff sich ein Priester an einem Kind, musste er nicht zwangsläufig damit rechnen, hinter Gitter zu kommen, weil sein Bischof den Deckel auf der Angelegenheit ließ.</p>
<p>Kombiniert man dies mit den Geschichten, die wir aus dem Vatikan schon kennen<sup>(3)</sup> und mit der Tatsache, dass sich Papst und Anhang noch immer beharrlich weigern, über die Abschaffung des Zölibats auch nur zu reden, oder gar über irgendeine effektive Annäherung an die Protestanten jeglicher Art, dann kommt man zu der Erkenntnis: <em>Ja</em>, der Zaun im Vatikan hat verdächtig wenig Latten. Modernisierung ist aber nicht in Sicht. Da mag der Papst noch so mildtätig lächeln.</p>
<p>Vielleicht braucht es ja noch ein paar Hundert Jahre, bis die katholische Kirche begreift, was um sie herum in der Welt geschieht. Oder noch länger. Vielleicht können ja alle Katholiken mal eine Runde beten &#8211; auf dass ihre geistlichen Führer erleuchtet werden. Bis dahin haben Eltern immerhin eine funktionierende Abschreckung, wenn die Kinder mal wieder nicht so wollen, wie sie sollen: &#8220;Jetzt esst aber eure Suppe, sonst kommen euch die Katholen holen!&#8221;</p>
<p>Unwort des Tages: Barmherzigkeit.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small><br>
<hr style="width: 20%; color: #eee;"><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1084" class="footnote">Das sind auch Politiker, nur halt mit anderen Klamotten an</li><li id="footnote_1_1084" class="footnote">Das sind auch Taliban, nur halt mit anderen Klamotten an</li><li id="footnote_2_1084" class="footnote">Geschichten, in denen es um Holocaust-Leugner geht&#8230; oder um Kondomeinsatz bei HIV-Positiven&#8230;</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Huch!</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Mar 2010 16:07:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Blog]]></category>
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		<category><![CDATA[Zeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun wird&#8217;s ja auch mal Zeit, dass ich hier mal wieder senfe, ehe noch jemand behauptet, ich sei von einem Flugzeughangar erschlagen oder von Naomi Campbell totgefönt worden. Nein, ich lebe, liebe Leser, und ich stelle mit Erstaunen und Entsetzen fest, dass es hier sehr still war die letzte Zeit. Als Blogger verfällt man dann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun wird&#8217;s ja auch mal Zeit, dass ich hier mal wieder senfe, ehe noch jemand behauptet, ich sei von einem Flugzeughangar erschlagen oder von Naomi Campbell totgefönt worden. Nein, ich lebe, liebe Leser, und ich stelle mit Erstaunen und Entsetzen fest, dass es hier sehr still war die letzte Zeit.</p>
<p>Als Blogger verfällt man dann in den Automatismus, sofort zu sagen: &#8220;Das wird sich natürlich bald ändern, Leute, alles wird gut, keine Panik&#8221; &#8211; ganz so, als ob man beim Jüngsten Gericht einen besseren Platz im Himmel zugesprochen bekäme, wenn man ein fleißiger Blogger war.<sup>(1)</sup> Es ist aber so, dass es sich nicht ändern wird, zumindest nicht bis nächste Woche.</p>
<p>Denn wisset, liebe Leser, im Grunde meines Herzens bin ich ein unglaublich beschäftigtes, ja quasi prominentes Wesen. Ich verdiene Milliarden von Euro, und die Muße, mir genau zu überlegen, was ich mit dem Geld mache &#8211; in Airbus- oder Toyota-Aktien investieren oder, ach ja, die Telekom &#8211; diese Muße also habe ich nur, wenn ich mir sehr viel Zeit zum Überlegen nehme. Denn Geld lähmt das Hirn. Das ist<sup>(2)</sup>wissenschaftlich erwiesen!</p>
<p>Dementsprechend wünsche ich Ihnen allen einen wunderschönen Frühlingsanfang und freue mich, Sie Anfang April wiederzusehen, wenn es wieder heißt:</p>
<p>&#8230;</p>
<p>äh</p>
<p>&#8230;</p>
<p><strong>Unwort</strong>.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small><br>
<hr style="width: 20%; color: #eee;"><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1080" class="footnote">Wenn jemand zweifelsfrei beweisen kann, dass dem so ist, dann möge er mir bitte sofort bescheid sagen, damit ich noch mal schnell zehn Artikel heraushaue.</li><li id="footnote_1_1080" class="footnote">pseudo-</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Undercover-Journalismus bei der ARD</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 21:02:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unübersehbar]]></category>
		<category><![CDATA[ARD]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Kollege des Bayrischen Rundfunks hat sich für seinen Tagesschau-Aufsager zum Schreiber-Prozess ins Gerichtsgebäude geschlichen. Um zu verhindern, dass man ihn sieht, hat er sich geschickt getarnt&#8230; Schauen Sie genau hin, sonst können Sie ihn nicht erkennen! Ich möchte nicht wissen, wie der Kameramann aussah&#8230; Copyright &#169; 2007-2009 This feed is for personal, non-commercial use [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Kollege des Bayrischen Rundfunks hat sich für seinen Tagesschau-Aufsager zum Schreiber-Prozess ins Gerichtsgebäude geschlichen. Um zu verhindern, dass man ihn sieht, hat er sich geschickt getarnt&#8230;</p>
<p>Schauen Sie genau hin, sonst können Sie ihn nicht erkennen!</p>
<p style="text-align: center;">
<div id="attachment_1070" class="wp-caption aligncenter" style="width: 463px"><img class="size-full wp-image-1070 " title="BR-Journalist in geheimer Mission / Foto: ARD" src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2010/01/tarnfarbe.JPG" alt="BR-Journalist in geheimer Mission / Foto: ARD" width="453" height="275" /><p class="wp-caption-text">BR-Journalist in geheimer Mission / Foto: ARD</p></div>
<p>Ich möchte nicht wissen, wie der Kameramann aussah&#8230;</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Das Unbuch 2009</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2009/12/25/das-unbuch-2009/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Dec 2009 22:57:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unübersehbar]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Unbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Unwort-Jahrbuch]]></category>

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		<description><![CDATA[Haben Sie&#8217;s gemerkt? Es ist schon wieder Weihnachten. Und zu Weihnachten tische ich Ihnen traditionell noch einmal all das auf, was Sie schon kennen, nur anders: Das Unbuch 2009 ist da! Frohlocket! In diesem 650 Kilobyte schweren PDF finden Sie (fast) alle Artikel dieses Blogs aus diesem Jahr, umrahmt von sinnfreiem Titelbild und Vorwort. Ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Haben Sie&#8217;s gemerkt? Es ist schon wieder Weihnachten. Und zu Weihnachten tische ich Ihnen traditionell noch einmal all das auf, was Sie schon kennen, nur anders: Das <strong>Un</strong>buch 2009 ist da! Frohlocket!</p>
<p>In <a href="http://www.das-unwort.de/Das_Unbuch_2009.pdf" target="_blank">diesem</a> 650 Kilobyte schweren PDF finden Sie (fast) alle Artikel dieses Blogs aus diesem Jahr, umrahmt von sinnfreiem Titelbild und Vorwort. Ein Blog zum Offline-Lesen &#8211; das gab&#8217;s noch nie!<sup>(1)</sup></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.das-unwort.de/Das_Unbuch_2009.pdf" target="_blank"><em>Jetzt schnell zugreifen und genießen</em>! </a></p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small><br>
<hr style="width: 20%; color: #eee;"><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1060" class="footnote">Wieso auch?!</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Die Welt steht Kopf &#8211; ein Rundumschlag</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Dec 2009 17:49:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unparteiisch]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[AP]]></category>
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		<description><![CDATA[Man darf die Welt wirklich keine zwei Sekunden aus den Augen lassen: Kaum habe ich mal einige Wochen keine Zeit, um mich ausführlich und gewohnt kritisch mit den Ereignissen unserer schönen Bundesrepublik zu beschäftigen und dadurch gleichsam einen unglaublichen Einfluss auf die tägliche Politik auszuüben, da drehen alle total durch. Ein Rundumschlag: Die FDP setzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man darf die Welt wirklich keine zwei Sekunden aus den Augen lassen: Kaum habe ich mal einige Wochen keine Zeit, um mich ausführlich und gewohnt kritisch mit den Ereignissen unserer schönen Bundesrepublik zu beschäftigen und dadurch gleichsam einen unglaublichen Einfluss auf die tägliche Politik auszuüben, da drehen alle total durch. Ein Rundumschlag:<span id="more-1031"></span></p>
<p>Die FDP setzt sich mit ihrer wahnwitzigen Idee durch, Hotelübernachtungen in Zukunft weniger zu besteuern. Weil das ja die Wirtschaft ankurbelt. Gilt aber nicht für das Frühstück, ist ja klar. Die Führungsriege der FDP scheint sich in einer rituellen Handlung den Hotel-Lobbyisten unterworfen zu haben. Aber das ist ja nichts Neues, denn wir Harry Potter-Fans wissen schon lange, dass man bei der Aufnahme in die FDP dem <a href="http://harrypotter.fassbar.de/?t=spells&amp;s=imperio" target="_blank">Imperius-Fluch</a> der Wirtschaftslobby unterworfen wird.</p>
<p>Das ZDF setzt seinen Chefredakteur Nikolaus Brender tatsächlich vor die Tür<sup>(1)</sup> und beraubt sich damit ganz offiziell seiner Unabhängigkeit. Chinesische Verhältnisse mitten in Europa. Schon komisch, irgendwie.<br />
Nachfolger ist, seit heute ganz offiziell, aber eigentlich schon vorher offensichtlich: Peter Frey. Aber das interessiert ohnehin keinen – Hauptsache, der Brender ist weg. Warum, weiß schon niemand mehr und darum scheint es auch nicht zu gehen. Hauptsache mitbestimmen. Womit bewiesen wäre: Es reicht auch schon ein Koch, um den Brei zu verderben.</p>
<p>Verkehrte Welt in Afghanistan: Der Herr Klein von der Bundeswehr will zwei von den Taliban entführte Tanklaster zerbomben lassen. Die Amerikaner fragen drei Mal nach: „Willst du das wirklich? Sollen wir nicht vielleicht erstmal warnen…?“<br />
Der Deutsche sagt: „Scheiß auf die Warnung, ich will Bomben sehen!“<br />
Die Amis tun wie befohlen. Viele Tote Zivilisten und große Verwirrung in Deutschland sind die Folge. Und ich dachte immer, die Amis sind die, die erst schießen und dann fragen…<br />
Die Kollegen von der Nachrichtenagentur AP sind am Nikolaustag wohl mit der Rute verprügelt worden und waren deswegen ein wenig durcheinander &#8211; anders ist folgender Satz in einer Meldung vom 6.12. nicht erklärbar:</p>
<blockquote><p>Außenministerin Hillary Rodham Clinton betonte in einem Interview, es sei zwar wichtig, Obama und andere Al-Kaida-Führer entweder zu fangen oder zu töten. Aber obwohl dies noch nicht gelungen sei, gebe es «enorme Fortschritte» im Kampf gegen den Terrorismus, sagte Clinton am Sonntag im Sender NBC.</p></blockquote>
<p>Vielleicht hegt Hillary ja tatsächlich noch etwas Groll gegen ihren Chef, weil er sie in den Vorwahlen geschlagen hat – ich bezweifle aber, dass sie im amerikanischen Fernsehen fordern würde, Obama kaltzumachen.<br />
Die Erkenntnis schlug dann auch irgendwann bei AP ein und man kabelte einige Stunden später noch eine kurze Richtigstellung an die Redaktionen. So viel Ordnung muss sein.<br />
Aus lauter Verzweiflung über diesen Fehler hat die deutsche AP sich dann selbst an die Konkurrenzagentur ddp verkauft. Sicher ist sicher.</p>
<p>Deutschlands Studenten drehen vollends am Rad und besetzen ihre eigenen Hörsäle. Der Geist der 68er weht durch die Unis, antik anmutender linker Muff und Endlos-Diskutieren inklusive. Und Hochschulrektorenchefin Wintermantel meint: Die Studenten sollen sich warm anziehen, denn sie tun Illegales. Und überhaupt ist Bachelor doch gar nicht schlimm, wenn man sich erstmal dran gewöhnt hat.<br />
Die Politik findet es gut, was die Studenten tun:<br />
Richtig so, sagt Frau Schavan vom Bund. Aber: Die Länder seien Schuld und auch die Hochschulen.<br />
Richtig so, findet Herr Zöllner aus Berlin. Aber: Der Bund sei Schuld und auch die Hochschulen.<br />
Richtig so, meinen auch die Hochschulrektoren. Aber: Der Bund sei Schuld, die Länder, die Finanzkrise sowieso und auch die Vorsehung.<br />
Tja. Dann müssen wir die Zustände an den Unis also als gottgegeben hinnehmen. Oder was?</p>
<p>Die Welt steht Kopf! Man muss nur aus der richtigen Perspektive draufschauen.</p>
<p>Unwort des Tages: Potpourri.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small><br>
<hr style="width: 20%; color: #eee;"><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1031" class="footnote">Ich erinnere an meinen <a href="http://www.das-unwort.de/2009/02/26/klungel-koch-mobbt-brillen-brender/" target="_blank">Beitrag vom 26. Februar</a></li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Ich (w, 21, schlank) suche Verstand (Aussehen egal)</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2009/12/09/ich-w-21-schlank-suche-verstand-aussehen-egal/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Dec 2009 17:29:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unseriös]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Lesen Sie nun einen Gastbeitrag des Kleinods auf Odyssee, der aus Konnas kreativer Idee eines Blogjulklapps resultiert. Man kennt es ja. Jedes Jahr, selbe Zeit, schmeißt irgendeine Einkaufskette eingeschmolzene Osterhasen in Form des buckligen Santa in den Raum. Startschuss. Von heute auf morgen Unruhe in den Straßen; wegen eines einzigen braunen Batzens in roter Aluminiumfolie. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><img class="alignleft size-full wp-image-651" title="Blogjulklapp" src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2008/12/blog-julklapp.jpg" alt="Blogjulklapp" width="251" height="72" />Lesen Sie nun einen Gastbeitrag des <a href="http://kleinodyssee.blogspot.com/" target="_blank">Kleinods auf Odyssee</a></em><em>, der aus Konnas kreativer Idee eines <a href="http://www.gedankendeponie.net/2009/11/30/blogjulklapp-2009-die-artikel/" target="_blank">Blogjulklapps</a> resultiert.</em></p>
<p>Man kennt es ja. Jedes Jahr, selbe Zeit, schmeißt irgendeine Einkaufskette eingeschmolzene Osterhasen in Form des buckligen Santa in den Raum. Startschuss. Von heute auf morgen Unruhe in den Straßen; wegen eines einzigen braunen Batzens in roter Aluminiumfolie. Fest der Liebe, ja, es ist nah, es ist schön, es blinkt und funkelt &#8211; who cares? Als hätte das Kind aus den Ravensburger-Puzzle-Werbungen auf sein gigantisches Becken gehauen und mit seinem diabolischem Kinderschokolade-Grinsen jedem klar gemacht:</p>
<p><em>Hey, du Pisser – Auch du musst lieben!</em> <span id="more-1034"></span></p>
<p>Geschenkekram, verquollene Straßen, okay, kennen wir, wissen wir, haben wir uns im Leben bereits 3000 Stunden die Ohren von bejammern lassen. Aber was geht eigentlich mit den Liebesdudes? Denen, die – oh, diese Abartigen, diese Unwürdigen! – keinen Partner beim Weihnachtshuddelduddelzeremoniell besitzen? Lasst uns hypen, weinen, verlachen und fiese Salzprisen in die Wunden streuen! Herrgott, die stehen alleine da! Tiefsinnige Sprüche wie „Na Micha, jetzt wird’s aber langsam höchste Zeit, was?“ sind Standardausrüstung, „Weihnachten wieder solo, Alter?“ schon Fickdich-Niveau für Fortgeschrittene. Ein ganz reizender Spruch, so liebenswert, dass man demjenigen, der ihn abballert, gern den Kandisapfel direkt in sein verfluchtes Maul stopfen will. Weihnachten ist Druck. Aber verdammt harter Druck. Die Welt wird ein kuscheliges blaues Schmusekissen und du stehst daneben. Ein bisschen mitschmusen wär schon geil, klar, aber es sind eben alle so blöde Schweine &#8211; und du so zart und allein. Meine Fresse. Von mir aus gäb’s Kloppe für alle Seiten: Für die hypende Partnerschaftsgesellschaft mit ihrem schwulen Sheepworld-Kissen und für den zittrigen Jammersingle mit seinem Drall zum Verzweiflungsakt. Am besten gleichzeitig, mit Schmackes. Aber auf mich hört ja keiner. Sitze ich doch gestern im Café, nippe unschuldig am Latte und verschlucke mich auf einmal mirnichtsdirnichts an einigen ganz reizenden Exemplaren in der Spalte für Kontaktanzeigen meiner Lektüre:</p>
<p><strong>„Hallo Single Mädels. Ich suche für meinen schüchternen Kumpel ein nettes Mädchen. Er ist Chemiestudent, 25 Jahre ju…“</strong></p>
<p>Halt! Lassen wir uns das einmal auf der Zunge zergehen: Ein 25-jähriger Chemiestudent ist zu schüchtern, um eine anonyme Kontaktanzeige in einem Campusanzeiger selbst zu veröffentlichen. Applaus! Verdammt!</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>„Architektin der Liebe gesucht! Der Aufbau einer festen Beziehung benötigt ein starkes Fundament. Hast du Lust und Kraft, mit mir (m, 27) den Weg zu ebnen? ;-)“</strong></p>
<p>Pseudo-intellektuelle Metaphern sind ja sowas von uncool.</p>
<p><strong>„NachtWolf (m, 23, stubenrein) sucht sie (17 bis 26) für blind date (alles kann, nichts muss) zum gemeinsamen Vollmond-anheulen im Kerzenschein und evtl. Kuscheleinheiten austauschen.“</strong></p>
<p>Welch hochexplosive Bombe erotischer und romantischer Kunst. „NachtWolf“ (what) möchte den Vollmond anheulen (the). Im, wir halten uns fest, Kerzenschein (fuck). Ein Text, so frei von jeglichen Klischees, dass man ihn umarmen will. Schlüssig. Immerhin ist er stubenrein.</p>
<p>Den Latte wieder zur Hand genommen, sinnierte ich über Gott und die Welt. Lässt Weihnachten junge, partnerlose Menschen zu Weichmuttis verkommen? Suhlt sich jede Sau im Dreck niedrigsten Niveaus, weil standardisierte Weihnachtsbilder zum Partnercatch drängeln? Erleben wir ein Winterwonderland voller Schwachmaten („Ich, m, 25, suche Kuschelmaus für knuddelige Momente“), umhüllt von zarter Alpenmilchschokolade?</p>
<p>Glotzt nicht so romantisch, hat einmal der Godfather allen Theaters – Bertold Brecht – gepfiffen. <em>Macht</em> nicht so ein Theater, pfeife ich. Fest der Liebe, das ist ungleich Fest des Partners. Das ist Familie. Das ist Freundschaft. Feiern wir doch auch mal Michi und nicht nur Schatzi. Weil er so loyal ist, so liebenswert, so genau richtig für uns. In einer Zeit fieser Partnerfindungsmöglichkeiten können wir uns doch mal an den Händen nehmen. Ganz ohne Schmalz, ganz ohne Favoriten, ganz selbstverständlich. Platz im Herzen schaffen, neben Schatz. Einfach feiern, was kein oller Spruch, keine wirre Krampfigkeit, keine aufgesetzte Weichspülerphrase uns geben kann. Einfach Loyalität. Einfach wahre Liebe. Romantikfrei.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Angriff der Teigwaren</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2009/11/23/angriff-der-teigwaren/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 17:38:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unseriös]]></category>
		<category><![CDATA[Terror]]></category>

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		<description><![CDATA[Große Aufregung heute im geschäftigen ICE von Berlin nach Hamburg: Ein herrenloses Gepäckstück wurde gefunden! Eingepackt in gar buntes Geschenkpapier! Was kommt einem da sofort in den Sinn? Natürlich, hier sind Terroristen am Werk. Mitten im brandenburgischen Niemandsland. Ist doch eindeutig! Also: 150 Passagiere raus, Bundespolizei rein. Die Terrorismus-Experten finden nach gewissenhafter Entfernung des Geschenkpapiers [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Große Aufregung heute im geschäftigen ICE von Berlin nach Hamburg: Ein herrenloses Gepäckstück wurde gefunden! Eingepackt in gar buntes Geschenkpapier!</p>
<p>Was kommt einem da <em>sofort </em>in den Sinn?</p>
<p>Natürlich, hier sind <strong>Terroristen </strong>am Werk. Mitten im brandenburgischen Niemandsland. Ist doch eindeutig!</p>
<p>Also: 150 Passagiere raus, Bundespolizei rein. Die Terrorismus-Experten finden nach gewissenhafter Entfernung des Geschenkpapiers und eingehender Untersuchung des Inhalts schließlich heraus: Es ist ein Kuchen<sup>(1)</sup>.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>DER TERROR-KUCHEN AUF DEM WEG NACH HAMBURG!</strong></p>
<p>Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn man ihm nicht das Handwerk gelegt hätte. Aber gut, dass die Polizei auf uns aufpasst. Ich fühle mich sicher.</p>
<p>Unwort des Tages: Gefahrenpotenzial.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small><br>
<hr style="width: 20%; color: #eee;"><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1024" class="footnote">Leider melden die Nachrichtenagenturen nicht, was für ein Kuchen&#8230;</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Herzlichen Glückwunsch&#8230; der 9. November</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2009/11/09/herzlichen-gluckwunsch-der-9-november/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 19:46:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unseriös]]></category>
		<category><![CDATA[9. November]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Mauer]]></category>
		<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Hitler]]></category>
		<category><![CDATA[Mauer]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe die Artikelserie &#8220;Herzlichen Glückwunsch&#8221;, in der längst vergessene oder auch gänzlich unbekannte Jahrestage zelebriert werden, in letzter Zeit sträflich vernachlässigt. Welcher Tag wäre geeigneter, um dies zu ändern, als dieser 9. November. Selbst der Hinterwäldlerischste von Ihnen(1) weiß durch den medialen Terror dieser Tage, dass vor zwanzig Jahren die Mauer fiel. Aber damit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe die Artikelserie &#8220;Herzlichen Glückwunsch&#8221;, in der längst vergessene oder auch gänzlich unbekannte Jahrestage zelebriert werden, in letzter Zeit sträflich vernachlässigt. Welcher Tag wäre geeigneter, um dies zu ändern, als dieser 9. November. Selbst der Hinterwäldlerischste von Ihnen<sup>(1)</sup> weiß durch den medialen Terror dieser Tage, dass vor zwanzig Jahren die Mauer fiel. Aber damit nicht genug &#8211; Sie werden sehen, am 9. November ist im Grunde alles passiert, was für die deutsche Geschichte irgendwie von Bedeutung ist.<sup>(2)</sup></p>
<p>Die Idee eines deutschen Nationalstaates ist ja nicht so sonderlich neu; die gab es schon im Jahre 1848. Damals gab&#8217;s nicht nur ein Deutschland, sondern ganz viele kleine. Das fanden einige Leute total doof und haben ein Parlament wählen lassen, das in Frankfurt tagte. Einer der Parlamentarier war Robert Blum. Den haben die, die das Parlament ihrerseits doof fanden, am 9. November 1848 in Wien erschossen. Das ist wichtig, weil das Parlament 1849 aufgelöst wurde und es zunächst Essig war mit einem (mehr oder weniger) demokratischen deutschen Gesamtstaat. Wenn der Blum noch gelebt hätte, wäre das garantiert anders gewesen, ist klar. Muss ja so sein, sonst wäre der <strong>9. November 1848</strong> ja kein wichtiges Datum.<sup>(3)</sup> <span id="more-1013"></span></p>
<p>Im November 1918 geht es dem inzwischen vereinten Deutschland ziemlich schlecht, weil sein Kaiser Willi so blöd war, den Österreichern zu erlauben, einen Krieg gegen die Serben anzufangen. Willi hat leider nicht ganz begriffen, dass er damit einen Weltkrieg auslöst &#8211; das darf er nun ausbaden. Passenderweise verkündet dann auch Prinz Max von Baden, seines Zeichens Reichskanzler, am<strong> 9. November 1918</strong>, dass der Kaiser abdankt. Und im Übrigen solle doch jetzt der Ebert von der SPD lieber Reichskanzler sein, auf Wiedersehen.</p>
<div id="attachment_1017" class="wp-caption alignleft" style="width: 288px"><img class="size-full wp-image-1017" title="Scheidemann rufend im Fenster / Foto: Bundesarchiv" src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2009/11/scheidemann.jpg" alt="Scheidemann rufend im Fenster / Foto: Bundesarchiv" width="278" height="332" /><p class="wp-caption-text">Scheidemann rufend im Fenster / Foto: Bundesarchiv</p></div>
<p>Ebert ist erstmal schockiert, da ergreift sein Parteifreund Philipp Scheidemann &#8211; ja, er heißt so-  die Gelegenheit, steigt ins Fenster des Reichstagsgebäudes und ruft die Republik aus. Was auch immer es bedeutet, jedenfalls ist das Deutsche Reich, denn so heißt es ja noch, von dem Zeitpunkt an ganz offiziell Republik. Schade, dass Scheidemann mit der Idee nicht so allein ist, denn auch ein Kommunist namens Karl Liebknecht will eine Republik, aber bitte eine Räterepublik. Er hat allerdings gerade kein bequemes Fenster zur Verfügung, deswegen stellt er sich in den Tiergarten. Zwei Leute wollen die Republik, aber welche Art von Republik, darauf können sie sich partout nicht einigen. Also schießen sie erstmal ein wenig herum und killen ein paar Zivilisten. Das bringt sie der Lösung zwar nicht näher, aber macht einen guten und geschichtlichen Eindruck &#8211; der 9. November 1918. Geschichte zum Anfassen. Und Deutschland ist eine Republik, Hurra.</p>
<p>Am <strong>9. November 1923</strong> will ein kleiner schnauzbärtiger Mann mit großen Plänen und einem mächtigen Knacks im Hirn die Republik, inzwischen gab man ihr den wohlklingenden Namen &#8220;Weimarer Republik&#8221;, wieder abschaffen. Denn er mag sie nicht. Und er hat ein paar Leute um sich geschart, die die Weimarer Republik auch nicht mögen. Adolf Hitler möchte gern von München nach Berlin marschieren &#8211; möglichst schnell und möglichst im Triumph. Und natürlich werden sich ihm ganz viele Leute ganz schnell anschließen, ist ja klar.</p>
<p>Adolf kommt doch nicht ganz so weit wie geplant und wird mit seinen Kumpanen mitten in München von der Polizei zusammengeschossen. Er will sich, vor Heldenmut strotzend, schnell aus dem Staub machen, wird aber trotzdem verhaftet. Und zu einer witzigen, weil lachhaft kurzen &#8220;Haftstrafe&#8221; verurteilt.</p>
<p>Nicht nur, aber auch deswegen können Adolfs Helfer am <strong>9. November 1938 </strong>die Reichspogromnacht anzetteln. Denn irgendwer, man weiß bis heute nicht, wer, hat den kleinen Österreicher mit den großen Plänen 1933 zum Reichskanzler gemacht.</p>
<p>Nun hat Deutschland ein Problem, ist irgendwie aber trotzdem der Meinung, die Lösung für alle Probleme gefunden zu haben, und die Schuldigen übrigens auch: die Juden. Und zwar alle. Logo. Deswegen werden am 9. November 1938 Synagogen, Wohnungen und Geschäfte zerstört; dem Ganzen fallen mehrere Hundert Menschen zum Opfer.</p>
<p>Nach diesem dunklen Kapitel gibt es mal wieder mehrere Staaten auf deutschem Boden. Diesmal nicht 287, sondern nur zwei. Aber die meisten finden, dass auch das schon ein bisschen viel ist. Und es sind so verdächtig viele Russen da &#8211; nein, das kann nicht gut sein. Und dann kommen die SEDler auch noch irgendwie auf die Idee, eine Mauer zu bauen, obwohl doch niemand die Absicht hatte, eine Mauer zu errichten. Mitten durch Berlin. Die Idee ist so beschissen und absurd, der Plan so beknackt, dass er auf Dauer nicht funktionieren kann &#8211; trotzdem macht man&#8217;s. Und der Hinweis sei erlaubt: Die Idee, Mauern zu bauen und dadurch Frieden und Sicherheit herzustellen, ist auch heute noch nicht so ganz überwunden. Natürlich ist es schwierig, aus der Geschichte zu lernen, wenn man nicht hinhört, wenn die Geschichte schreit. Und die Geschichte schreit am <strong>9. November 1989</strong> ziemlich laut, und zwar in Gestalt eines stammelnden Günter Schabowski, der auf der berüchtigten Pressekonferenz vom 9. November auf die Frage, wann es denn nun zu den Reiseerleichterungen komme, blubbert: &#8220;Nach meiner Kenntnis&#8230; ist das sofort, unverzüglich.&#8221; Und sich wundert, das alles aufspringt, um die Meldung über den Ticker zu geben.</p>
<p>Es war also &#8216;ne Menge los am 9. November. Und so wie&#8217;s aussieht, war es heute etwas ruhiger. Ist ja auch mal ganz nett.</p>
<p>Unwort des Tages: Schutzwall.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small><br>
<hr style="width: 20%; color: #eee;"><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1013" class="footnote">Ich möchte demjenigen nicht zu nahe treten, denn zweifelsohne hat es auch was Gutes, in Hinterwald zu wohnen. Fragen Sie mich nicht, was, aber irgendwas gibt es immer.</li><li id="footnote_1_1013" class="footnote">Ich übertreibe an dieser Stelle ein wenig, aber ich finde, das macht den Text lebendiger.</li><li id="footnote_2_1013" class="footnote">Schon Nostradamus hatte ja gesagt, dass der 9. November 1848 ein wichtiges Datum sein wird, weil ein Robertus Bluoml hingerichtet werden wird. Wissenschaftler erklären sich den Schreibfehler im Nachnamen durch Überlieferungsfehler oder dadurch, dass sich Nostradamus mit dem Hammer auf den Finger gehauen hat. Jedenfalls <em>muss</em> ja der 9. November 1848 ein wichtiges Datum gewesen sein, weil das ja Nostradamus schon gesagt hatte.</li></ol>]]></content:encoded>
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