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	<title>Das Unwort &#187; Unseriös</title>
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	<description>Unseriöse, unerhört unpolitische Ungereimtheiten</description>
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		<title>In eigener Sache: Facebook und Flattr</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2010/07/08/in-eigener-sache-facebook-und-flattr/</link>
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		<pubDate>Thu, 08 Jul 2010 20:51:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Unübersehbar]]></category>
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		<description><![CDATA[Zwei Innovationen und ein Name bekloppter als der andere: Gesichtsbuch klingt nicht sonderlich schön, und Flattr erinnert mich eher an Durchfall als an die Revolution des Internets. Aber bitteschön, ich will mich dem nicht verschließen. Ich habe in einer Nacht-und-Nebel-Aktion den sogenannten Facebook-Like-Button auf dieses Blog verfrachtet. Auf das leicht bläuliche Ding am Ende eines [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei Innovationen und ein Name bekloppter als der andere: Gesichtsbuch klingt nicht sonderlich schön, und Flattr erinnert mich eher an Durchfall als an die Revolution des Internets. Aber bitteschön, ich will mich dem nicht verschließen.</p>
<p>Ich habe in einer Nacht-und-Nebel-Aktion den sogenannten Facebook-Like-Button auf dieses Blog verfrachtet. Auf das leicht bläuliche Ding am Ende eines jeden Beitrages klicken Sie, wenn Sie bei Facebook angemeldet sind und einen Artikel besonders gut finden. Dann sieht die Welt nämlich, dass Sie ihn toll finden. Das hilft Ihnen (&#8220;Oh, er mag das Unwort, er hat also Geschmack!&#8221;) und mir (&#8220;Oh, er mag das Unwort, das muss eine gute Seite sein!&#8221;).<span id="more-1217"></span></p>
<p>Das orange-grüne Etwas unten rechts unter jedem Beitrag ist ein Flattr-Button. Flattr ist neu und noch nicht hip, weil es noch gar nicht offiziell gestartet ist &#8211; aber zumindest eins von beiden wird sich noch ändern. Flattr ist angetreten, um den beunruhigenden Umstand zu beheben, dass man mit Online-Journalismus derzeit im Grunde kein Geld verdienen kann. Im Grunde genommen wird sich das durch Flattr auch nicht ändern, aber das ist ja auch egal, denn die Idee ist gut. Und die geht so:</p>
<p>Wer sich bei <a href="http://flattr.com" target="_blank">Flattr</a> registriert, entscheidet, wie viel Geld er im Monat dafür ausgeben will, dass er im Internet Dinge liest/hört/sieht. Mindestbeitrag: zwei Euro. Wenn man im Internet auf einen total tollen Artikel, zum Beispiel diesen hier, stößt, kann man auf den Flattr-Button klicken und dadurch zum Ausdruck bringen, dass man den Artikel geil findet. Am Ende des Monats wird abgerechnet &#8211; das eingezahlte Geld wird an die angeklickten Seiten ausgeschüttet. Habe ich zwei Euro eingezahlt und 10 Artikel angeklickt, so entfallen auf jeden Artikel 20 Cent &#8211; abzüglich eines kleinen Betrages für Flattr, natürlich.</p>
<p>Sie sehen: Eine tolle Möglichkeit, um total freiwillig und ungezwungen Geld auszugeben.</p>
<p>Das klingt so weltfremd und bekloppt, dass es nur logisch ist, Flattr an genau dieser Stelle auszuprobieren.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Kabel Deutschlands Telefonbuch-Terror</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 13:28:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich hatte neulich einen suizidalen Moment, in dem ich beschloss, den Telefon- und Internetanbieter zu wechseln. Ich ging im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte zu Kabel Deutschland.(1) Dazu füllte ich ein mehrseitiges Formular aus und kreuzte viele Dinge an. Unter anderem setzte ich ein Kreuz bei: &#8220;Wünschen Sie einen kostenlosen Eintrag ins Telefonbuch? &#8211; Nein.&#8221; Dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte neulich einen suizidalen Moment, in dem ich beschloss, den Telefon- und Internetanbieter zu wechseln. Ich ging im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte zu Kabel Deutschland.<sup>(1)</sup> Dazu füllte ich ein mehrseitiges Formular aus und kreuzte viele Dinge an. Unter anderem setzte ich ein Kreuz bei: &#8220;Wünschen Sie einen kostenlosen Eintrag ins Telefonbuch? &#8211; <em>Nein</em>.&#8221;</p>
<p>Dass mich Kabel Deutschland in der Auftragsbestätigung dazu beglückwünschte, einerseits zu Kabel Deutschland gewechselt zu sein und andererseits ins Telefonbuch eingetragen zu werden, wunderte mich kaum. Ich hatte sowas schon erwartet.</p>
<p>Ich hatte eigentlich beschlossen, die Angelegenheit auf sich berufen zu lassen &#8211; ob ich nun drinstehe oder nicht, ist ja im Grunde wurstegal &#8211; da bekam ich einen Brief von Kabel Deutschland. &#8220;Sehr geehrter Herr Kruse&#8221;, heißt es da, &#8220;Wie gewünscht, haben wir von Ihnen folgende Informationen [ins Telefonbuch] aufnehmen lassen&#8230; Haben Sie Fragen? Rufen Sie uns an <em>blabla</em>, viele liebe Grüße, Kabel Deutschland.&#8221;</p>
<p>Ich entsorgte den Brief und hielt die Angelegenheit für erledigt.</p>
<p>In den letzten zwei Wochen habe ich denselben &#8220;Hey, Sie stehen jetzt drin!&#8221;-Brief noch zwei Mal bekommen. Ich als vorbildlicher Kunde mache mir nun ernsthafte Sorgen im die Integrität des Computersystems der Firma und habe beschlossen, einfach mal bei Kabel Deutschland anzurufen.</p>
<p><span id="more-1208"></span></p>
<p>Das Wesen eines Unternehmens lässt sich an der Telefon-Warteschleife ablesen.<a href="http://www.das-unwort.de/2009/09/05/schlagergestampfe-bei-der-air-berlin/" target="_blank"> Air Berlin zum Beispiel</a> leidet unter Geschmacksverirrung im Endstadium. Kabel Deutschland versucht, mit rockigen Gitarrenklängen zu beeindrucken. Es misslingt.</p>
<p>&#8220;Guten Tag mein Name ist Sabine Säuselt was kann ich für sie tun.&#8221; Sie hat einen leicht ostdeutschen Akzent.</p>
<p>&#8220;Ja, Kruse hier, ich habe folgendes Problem, <em>blah</em>&#8230;  Sie können also jetzt gern aufhören, mir Briefe zu schicken, ich weiß nämlich inzwischen, dass ich im Telefonbuch stehe.&#8221;</p>
<p>&#8220;Uhh, ich wüsste jetzt auch nicht, wie ich das stoppen soll. Die Briefe werden vom Telefonbuchverlag direkt mit unserem Briefkopf verschickt, ich kann da gar nix machen. Sie könnten aber eine Beschwerdemail an uns schicken, dann wird Ihnen bestimmt geholfen&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;So wichtig ist mir das nun auch nicht, außerdem kriege ich auch gern Post. Und das ist ja nicht schlimm, wenn ich im Telefonbuch stehe, oder? Gibt&#8217;s dadurch irgendwelche Nachteile für mich?&#8221;</p>
<p>&#8220;Naja, ich weiß ja nicht, ob sie Geheimdienstler sind&#8230;?&#8221;</p>
<p>&#8220;&#8230; soweit ich weiß nicht, nein&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;Ja dann. Mit den Daten wird ja ohnehin überall Handel getrieben&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;Da haben Sie wohl Recht. Dann danke ich Ihnen recht herzlich dafür, dass Sie mir nicht helfen können, und wünsche Ihnen einen schönen Tag.&#8221;</p>
<p>Immerhin werde ich mich in der nächsten Zeit nicht darüber beklagen können, dass mir niemand schreibt und niemand an mich denkt. Denn Kabel Deutschland ist immer für mich da &#8211; man schreibt mir Briefchen und sorgt auch noch gleich dafür, dass ich öfter angerufen werde. Kunde, was willst du mehr!</p>
<p>Unwort des Tages: Telefonbucheintrag.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small><br>
<hr style="width: 20%; color: #eee;"><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1208" class="footnote">Früher sind Menschen mit kleinen, stinkenden, kaum wasserdichten Schiffen in See gestochen, nicht wissend, was sie erwartet. Und sie haben doch neue Kontinente entdeckt. Ähnliches treibt mich um.</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Wenn Sandra sinnlos sabbelt</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2010/06/07/wenn-sandra-sinnlos-sabbelt/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 19:52:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unistress]]></category>
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		<description><![CDATA[In der Literatur der Romantik spiegelt sich die Stimmung des Protagonisten in der Art wider, wie die Natur im Text beschrieben wird. &#8220;Von der Nordsee her aufziehende dichte Wolkenfelder mit gelegentlichem Starkregen bei bis auf 14 Grad fallenden Temperaturen&#8221; trifft meine Stimmung recht gut. Heute ist, sozusagen, ein romantischer Tag. Und gleich Linguistik. Voll geil. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Literatur der Romantik spiegelt sich die Stimmung des Protagonisten in der Art wider, wie die Natur im Text beschrieben wird. &#8220;Von der Nordsee her aufziehende dichte Wolkenfelder mit gelegentlichem Starkregen bei bis auf 14 Grad fallenden Temperaturen&#8221; trifft meine Stimmung recht gut. Heute ist, sozusagen, ein romantischer Tag.</p>
<p>Und gleich Linguistik. Voll geil.</p>
<p>Ich fahre gerade mit meinem Fahrrad und gefühlten 50 Stundenkilometern einen Berg hinunter, da klingelt mein Handy.</p>
<p><em>[069661021...]</em></p>
<p>Frankfurter Nummer. Mir schwant Übles.</p>
<p>&#8220;Guten Tag, Herr Kruse, mein Name ist Sandra Sabblt von der AxelSpringerHubertBurdaMediaAGVerwaltung aus Frankfurt.&#8221;</p>
<p>Sandra sabbelt unbewegt vor sich hin, während ich stumm weiterradle. Einem entgegenkommenden Dozenten winke ich entgeistert zu. Er ignoriert mich.</p>
<p>&#8220;Herr Kruse, ich rufe Sie an, weil Sie vor einiger Zeit mal bei uns bei einem <strong><em>kostenlosen </em></strong>Gewinnspiel mitgemacht haben und dazu habe ich gerade mal ein paar Fragen&#8230;&#8221;</p>
<p>Ich bremse, damit ich nicht von einem Anzugträger im bombastischen schwarzen Mercedes umgenietet werde und sage dann: &#8220;<a href="http://www.das-unwort.de/2008/03/13/bei-anruf-mord-der-bibliothekstragodie-dritter-teil/" target="_blank">Vor einiger Zeit hat mich mal eine Kollegin von Ihnen angerufen</a>. Die habe ich das gefragt, was ich Sie jetzt frage: Woher haben Sie denn eigentlich meine Handynummer?&#8221;<span id="more-1191"></span></p>
<p>&#8220;Ja, Herr Kruse, da ist ja dieses Gewinnspiel&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;Unsinn. Warum bin ich denn bei Ihnen registriert, also was kaufe ich denn bei Ihnen?&#8221;</p>
<p>&#8220;Das weiß ich nicht, ich bin ja in der Verwaltung und nicht in der Buchhaltung.&#8221;</p>
<p>Entweder hat Burda eine total perverse Unternehmensstruktur oder dies ist eine sorgfältig  zurechtgelegte Ausrede. Ich gehe von letzterem aus und frage genervt, während ich mit dem Handy am Ohr schwankend links abbiege<sup>(1)</sup>: &#8220;Und was soll ich bei Ihnen jetzt kaufen?&#8221;</p>
<p>Sandra Sabblt schweigt einen Moment, gibt den potenziellen Kunden aber doch noch nicht auf: &#8220;Zeitschriften!&#8221; Das Wort schwingt noch ein wenig zwischen der prä-regnerischen Kieler und der geschäftig-verschmutzten Frankfurter Luft hin und her.</p>
<p>Da entzündet sich bei Frau Sabblt plötzlich die hell leuchtende Fackel der Erkenntnis: &#8220;Aber Sie haben irgendwie kein Interesse, oder?&#8221;</p>
<p>&#8220;Naja&#8221;, schreie ich, um den gigantischen roten Bus der Nummer 81 zu übertönen, der mich gerade mit nur wenigen Millimetern Abstand überholt, &#8220;ich fahre gerade mit dem Fahrrad einhändig durch Kiel&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;Oh!&#8221; &#8211; Sandra Sabblt hat einen Ausstiegsgrund gefunden &#8211; &#8220;ich lege sofort auf&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;Ja, brillante Idee.&#8221;</p>
<p>&#8220;Schönen Tag noch.&#8221;</p>
<p>&#8220;Ebenso.&#8221;</p>
<p>Unwort des Tages: Herr Kruse.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small><br>
<hr style="width: 20%; color: #eee;"><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1191" class="footnote">Ein Blondchen im roten Opel schaut mir dabei hinterher, als käme ich von einem anderen Stern &#8211; wohl noch nie einen telefonierenden Fahrradfahrer gesehen&#8230;</li></ol>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ein Witzbrief von der AOK</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2010/05/31/ein-witzbrief-von-der-aok/</link>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 15:39:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unseriös]]></category>
		<category><![CDATA[AOK]]></category>
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		<description><![CDATA[Gesetzliche Krankenkassen sind im Allgemeinen nicht für ihren Humor bekannt. Ich bin also sozusagen ein Wunderkind, denn ich habe neulich einen witzigen Brief von der AOK bekommen. &#8220;Sehr geehrter Herr Kruse&#8220;, heißt es da. &#8220;Wie Sie wissen, bietet Ihnen Ihre AOK Schleswig-Holstein starke Leistungen.&#8221; Das ist mir zwar neu, aber wenn es da steht, muss [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gesetzliche Krankenkassen sind im Allgemeinen nicht für ihren Humor bekannt. Ich bin also sozusagen ein Wunderkind, denn ich habe neulich einen witzigen Brief von der AOK bekommen.</p>
<p><em>&#8220;Sehr geehrter Herr Kruse</em>&#8220;, heißt es da. &#8220;<em>Wie Sie wissen, bietet Ihnen Ihre AOK Schleswig-Holstein starke Leistungen.</em>&#8221;</p>
<p>Das ist mir zwar neu, aber wenn es da steht, muss es wohl so sein.</p>
<p>&#8220;<em>Für einige dieser Leistungen verlangt der Gesetzgeber vom Versicherten Eigenanteile.</em>&#8221;</p>
<p>Da hat sich aber ein AOK-Pädagoge viele Gedanken darüber  gemacht, wie man diesen Geldeintreiber-Brief so formulieren kann, dass der Kunde nicht austickt. Dieser Satz sagt mir, dass nicht etwa die AOK mein Geld will, weil sie schlecht kalkuliert hat oder ihren Bürohengsten zu viel Geld bezahlt &#8211; oh nein! Der <em>Gesetzgeber </em>ist Schuld, denn der hat ja bestimmt, dass der Versicherte einen Eigenanteil bezahlen soll. Ist ja ganz klar.</p>
<p>&#8220;<em>Sie haben von uns solche Leistungen erhalten:  Rettungsfahrt  vom 26.10.2009 bis 26.10.2009, Höhe der Leistung: 743,42 EUR, Eigenanteil: 10 EUR</em>&#8221;</p>
<p>Wie gnädig, dass man für so eine gigantische Rettungsfahrt im Wert von über 700 Euro nur 10 Euro selbst zahlen muss. Trotzdem habe ich noch eine Frage an die AOK. Deswegen rufe ich bei meiner persönlichen Ansprechpartnerin an &#8211; nennen wir sie Frau Schlumpf.<span id="more-1188"></span></p>
<p>&#8220;AOK Schleswig-Holstein mein Name ist Sabine Schlumpf was kann ich für Sie tun&#8221;, schnarrt Frau Schlumpf nach der obligatorischen <em>Blingblingbling, herzlich willkommen bei der AOK-Warteschleife</em> ins Telefon.</p>
<p>&#8220;Schönen guten Tag, Frau Schlumpf, Kruse, mein Name. Ich rufe an, weil ich von Ihnen einen witzigen Brief bekommen habe.&#8221;</p>
<p>Am anderen Ende der Leitung herrscht Stille. Frau Schlumpf hält mich wohl für übergeschnappt.</p>
<p>Dann: &#8220;Einen witzigen Brief?!&#8221;</p>
<p>&#8220;Ja, Sie haben mir eine Krankenwagenfahrt im Oktober 2009  in Rechnung gestellt. Ich bin aber leider gar nicht mit dem Krankenwagen gefahren. Ich bin sozusagen noch nie mit einem Krankenwagen gefahren. Nicht mal auf dem Beifahrersitz.&#8221;</p>
<p>&#8220;Oh äh. Geben Sie mir doch mal Ihre Versichertennummer, Ihren Nachnamen und Ihre Blutgruppe&#8230;&#8221;</p>
<p>Ich tue wie vorgeschrieben.</p>
<p>&#8220;Und Sie sind sich sicher, dass Sie letztes Jahr im Oktober nicht&#8230;?&#8221; Frau Schlumpf zweifelt.</p>
<p>&#8220;Ja. Ich denke, ich würde mich daran erinnern.&#8221; Mein Gedächtnis ist zwar total löchrig, aber ich bin mir trotzdem sicher, dass ich nicht mit der Ambulanz abtransportiert wurde.</p>
<p>&#8220;Dann gebe ich das jetzt mal so in den Computer ein&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;Hören Sie, Frau Schlumpf, ich könnte das auch einfach bezahlen und dann habe ich eine Fahrt im Krankenwagen gut bei Ihnen? Ich hätte Freitag noch Zeit, da könnte man doch &#8216;ne kleine Spritztour machen&#8230;&#8221;</p>
<p>Ein Wunder geschieht: Frau Schlumpf <em>lacht</em>. Da hat der Personaler aber einen gewaltigen Fehler gemacht. Ich werde einen Beschwerdebrief schreiben. Humor auf der Arbeit geht ja mal gar nicht.</p>
<p>&#8220;Nein, Herr Kruse, das geht leider nicht, haha!&#8221;</p>
<p>Ich nicke verständnisvoll durchs Telefon.</p>
<p>Frau Schlumpf versichert mir, dass die AOK mir keinen Gerichtsvollzieher auf den Hals hetzt, weil ich meine 10 Euro für die Rettungsfahrt nicht bezahlt habe. Ich glaube ihr. Man wird sehen, ob das ein Fehler war.</p>
<p>Unwort des Tages: Freifahrt im Krankenwagen</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Fahrkarte für den Autobot</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2010/05/24/fahrkarte-fur-den-autobot/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 May 2010 21:48:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf der Suche nach einem Verkehrsmittel, das gerade nicht von Aschewolken oder Streiks betroffen ist, stößt der handelsübliche Zentraleuropäer schnell auf die Eisenbahn. Doch vor das ach so genüsslich-stressfreie Fahrvergnügen hat der liebe Gott den Erwerb eines Tickets gestellt. Das kostet erstens Geld und ist zweitens gar nicht so einfach, da sich die Deutsche Bahn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1183" class="wp-caption alignleft" style="width: 196px"><img class="size-full wp-image-1183" title="Autobot vor der Verwandlung / Foto Siegfried Fries, pixelio.de" src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2010/05/fahrkarten.jpg" alt="Autobot vor der Verwandlung / Foto Siegfried Fries, pixelio.de" width="186" height="347" /><p class="wp-caption-text">Autobot vor der Verwandlung / Foto Siegfried Fries, pixelio.de</p></div>
<p>Auf der Suche nach einem Verkehrsmittel, das gerade nicht von <a href="http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,695053,00.html" target="_blank">Aschewolken</a> oder <a href="http://www.focus.de/panorama/welt/luftverkehr-nach-aschewolke-sorgt-streik-von-british-airways-fuer-flugausfaelle_aid_511728.html" target="_blank">Streiks</a> betroffen ist, stößt der handelsübliche Zentraleuropäer schnell auf die Eisenbahn. Doch vor das ach so genüsslich-stressfreie Fahrvergnügen hat der liebe Gott den Erwerb eines Tickets gestellt. Das kostet erstens Geld und ist zweitens gar nicht so einfach, da sich die Deutsche Bahn äußerst effizient davor drückt, dem Kunden seine Fahrkarte in einem persönlichen Gespräch zu verkaufen. Vielmehr möge der Kunde bitte eines dieser roten Monstren aufsuchen, die die Bahnhofsgebäude bevölkern und ein ganz klein wenig an schlecht designte <a href="http://www.divisionbell.com/uploaded_images/3d-autobot-797312.jpg" target="_blank">Autobots</a> erinnern.</p>
<p>Ich stehe gerade von einem Autobot herum, da tippt es mich auf die Schulter. Ich drehe mich um.</p>
<p>Ein kleines, weißhaariges Männlein in preiswerter Kleidung steht mit leicht derangiertem Blick vor mir und schaut mich mit weit aufgerissenen Augen an. Neben das Männlein drapiert sich eine genau so kleine, blonde Frau mit einer schwarzen Brille. Sie steckt in einer irritierenden, übergroßen signalroten Jacke. Heute haben Autobots anscheinend Ausgang.<span id="more-1181"></span></p>
<p>&#8220;Könn&#8217;n Sie uns wohl helfn? Wir wolln ne Karte lösen&#8221;, sagt das Männlein in so breitem Norddeutsch, dass ich sogar hier im geschäftigen Kieler Hauptbahnhof die endlose Weite der Tieflandschaft zu spüren glaube.</p>
<p>Akrobat, der ich bin, wische ich in Sekundenschnelle den entgeisterten Ausdruck von meinem Gesicht. Ich bin überzeugt, pfadfinderlich freundlich dreinzuschaun, als ich sage:</p>
<p>&#8220;Ja, gern.&#8221;</p>
<p>&#8220;Also sie &#8221; &#8211; er zeigt auf die signalrote Jacke &#8211; &#8220;will nach Eggernförde. Aber nich von hiä aus, nä, sonnern von Suchsdorf! Also sie brauch nur von Suchsdorf zahln. Weil is billigä, nä.&#8221;</p>
<p>&#8220;Ich verstehe.&#8221; Das tue ich wirklich. &#8220;Schauen Sie, drücken Sie hier auf die gelbe Schaltfläche, dann wählen Sie hier aus, dass Sie einen alternativen Abreiseort eingeben wollen, und da geben Sie dann ein&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;Wäs? Moment&#8230;&#8221;</p>
<p>Ich komme mir vor wie der hyperintelligente Android Data, der einem ahnungslosen Klingonen den Schiffscomputer der Enterprise erklärt. Ich tue es noch einmal, und diesmal langsam. Das Männlein nickt zwar, aber ich glaube nicht, dass meine Erläuterungen bis in sein Innerstes vordringen, denn er sagt, just als ich als Abfahrtsort &#8220;Suchsdorf&#8221; eingebe:</p>
<p>&#8220;Ja aber sie zahlt ja nich von hiä, nä, sonnern von Suchsdorf&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;Das steht ja auch da, sehen Sie, da steht&#8217;s.&#8221;</p>
<p>&#8220;Ah.&#8221;</p>
<p>&#8220;So, das kostet jetzt sieben Euro zehn.&#8221;</p>
<p>&#8220;Wäs, das kann abä nich sein, nä, weil die Hinfahrt hat ja nuä viä gekosset.&#8221;</p>
<p>&#8220;Haben Sie vielleicht eine Bahncard?&#8221;</p>
<p>Das Männlein schaut die signalrote Jacke an. Die schüttelt mit dem Kopf.</p>
<p>&#8220;Nä&#8221;, übersetzt das Männlein und schaut mich misstrauisch an. Das Vertrauen in meine Fähigkeiten als Autobot-Flüsterer scheint aus ihm zu weichen.</p>
<p>&#8220;Dann müssen Sie wohl leider die sieben Euro bezahlen&#8221;, stelle ich fest.</p>
<p>&#8220;Abä sie zahlt ja nuä von Suchsdorf, nä!&#8221;, beharrt das Männlein.</p>
<p>&#8220;Ja, das habe ich auch so eingegeben&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;Abä dann kannas ja nich so teuä sein!&#8221;</p>
<p>&#8220;Ähh.&#8221; Auf mehr habe ich keine Lust.</p>
<p>&#8220;Nä&#8230;&#8221;, spricht es und schüttelt mit dem Kopf,  nimmt seine Signaljacke unter den Arm und entschwindet.</p>
<p>Entgeisterung kehrt für einen kurzen Moment auf mein Gesicht zurück. Doch dann erinnere ich mich an <a href="http://www.das-unwort.de/2008/04/17/tamara-und-das-fegefeuer-oder-der-opnv-in-schleswig-holstein/" target="_blank">eines</a> <a href="http://www.das-unwort.de/2007/11/13/vielen-dank-dass-sie-versucht-haben-mit-der-deutschen-bahn-zu-reisen/" target="_blank">meiner</a> <a href="http://www.das-unwort.de/2007/09/25/alle-jahre-wieder-kommt-das-mehdornkind-auf-die-kunden-nieder/" target="_blank">Erlebnisse</a> im Zusammenhang mit der Bahn und weiß: Es liegt nicht an mir. Die Bahn ist schuld.</p>
<p>Unwort des Tages: Eggernförde.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Eyjafjallajökull, ein Berg mit Komplexen &#8211; eine Psychoanalyse</title>
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		<pubDate>Mon, 17 May 2010 20:30:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unseriös]]></category>
		<category><![CDATA[Unübersehbar]]></category>
		<category><![CDATA[Asche]]></category>
		<category><![CDATA[Aschewolke]]></category>
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		<category><![CDATA[Island]]></category>
		<category><![CDATA[Vulkan]]></category>

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		<description><![CDATA[Irgendwie kann man ja auch verstehen, dass dem Eyjafjallajökull nach fast 200 stillen, friedfertigen Jahren der Kragen platzt. Stellen Sie sich nur mal die unglaublichen Kräfte vor, die dieses kleine Berglein im Schach halten musste, damit das friedliche Volk der Isländer ungestört der Entwicklung seiner eigentümlichen Sprache frönen konnte! Und jetzt auch noch die Finanzkrise! [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1169" class="wp-caption alignleft" style="width: 345px"><img class="size-full wp-image-1169" title="Welch wunderlicher Vulkan / Foto: Daniel Kempken, pixelio.de" src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2010/05/vulkanbild.jpg" alt="Welch wunderlicher Vulkan / Foto: Daniel Kempken, pixelio.de" width="335" height="251" /><p class="wp-caption-text">Welch wunderlicher Vulkan / Foto: Daniel Kempken, pixelio.de</p></div>
<p>Irgendwie kann man ja auch verstehen, dass dem Eyjafjallajökull nach fast 200 stillen, friedfertigen Jahren der Kragen platzt. Stellen Sie sich nur mal die unglaublichen Kräfte vor, die dieses kleine Berglein im Schach halten musste, damit das friedliche Volk der Isländer ungestört der Entwicklung seiner eigentümlichen Sprache frönen konnte! Und jetzt auch noch die Finanzkrise! Island, entblößt vor aller Welt!<sup>(1)</sup> Da kann man schon mal durchdrehen. Das müssen wir verstehen.</p>
<p>Eyjafjallajökull entschloss sich aus Frust dazu, eine Aschewolke 7000 Meter hoch in den schönen isländischen Himmel zu spucken. Quasi als Signal an die Welt: Seht her, ich bin unzufrieden. Das war gar nicht mal böse gemeint &#8211; zu subtileren Meinungsäußerungen ist ein 1666-Meter-Berg nun mal nicht in der Lage.<span id="more-1166"></span></p>
<p>So ein Berg, zumal mit einem hirnunterkühlenden Gletscher obendrauf, kann ja nicht vorhersehen, dass sein Frustprodukt Aschewolke dazu führt, dass Europa eine Woche durchdreht, keine Flugzeuge mehr fliegen dürfen, ein wirtschaftlicher Schaden in Milliardenhöhe entsteht, Ramsauer sich mit der Lufthansa zankt und ein jeder in Europa auf einmal den Namen Eyjafjallajökull kennt<sup>(2)</sup>. Und kann man es ihm verdenken, wenn es ihm gefällt? Ihm, dem handelsüblichen isländischen Vulkan, der nach 800 000 langweiligen Jahren auf einmal merkt, wie viel Macht er über diese komischen kleinen Wesen hat, die ständig in den Pfützen an seiner Flanke baden?</p>
<p>Endlich ist Island wieder wer! Die Welt schaut nicht mehr zornerfüllt nach Rejkjavik wie noch zu Zeiten der Finanzkrise, sondern vielmehr ängstlich in den Himmel. Der Eyjafjallajökull ist demzufolge ein patriotischer Vulkan. Ein Berg mit Nationalbewusstsein. Gestein mit Gedächtnis.</p>
<p>Eyjafjallajökull hat augenscheinlich Gefallen daran gefunden, uns arme Europäer mit seinen Ausscheidungen zu piesacken. Nun sind Geologen mit dem Fachergänzungskurs  Psychologie gefragt<sup>(3)</sup> &#8211; sie müssen dem Berg klarmachen, dass es so nicht weitergehen kann. All dies muss ein Ende haben. Sie müssen sich mit dem Vulkan auf einen Gesprächsort und eine Zeit einigen<sup>(4)</sup> und sich mit ihm an einen Tisch setzen. Die Geologen müssen auch auf die Sorgen des Berges eingehen. Sie müssen den Eyjafjallajökull fördern, aber auch fordern. Das funktioniert eigentlich immer.</p>
<p>Bis diese Gespräche zu einem Ergebnis gekommen sind (das kann dauern, denn Berge sprechen, ähnlich wie <a href="http://www.das-unwort.de/2009/02/15/wehret-den-wanderdunen-bundesregierung-greift-ein/" target="_blank">Wanderdünen</a>, sehr langsam), müssen wir, wenn wir fliegen wollen, noch mehr beten als ohnehin schon. Und in Anbetracht der Tatsache, dass die Aschewolke über Europa ja unglaublich dick und undurchdringlich zu sein scheint, müssen wir uns auch über Einschränkungen des Straßenverkehrs Gedanken machen. Ich empfehle dafür folgende neue Verkehrszeichen:</p>
<table style="margin-top:15px;" border="0" width="100%">
<tbody>
<tr>
<td width="50%">
<p><div id="attachment_1167" class="wp-caption alignnone" style="width: 273px"><img class="size-full wp-image-1167   " title="Sichtbehinderungen durch Vulkanausbruch mit Aschewolke" src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2010/05/vulkan.jpg" alt="Sichtbehinderungen durch Vulkanausbruch mit Aschewolke" width="263" height="235" /><p class="wp-caption-text">Sichtbehinderungen durch Vulkanausbruch mit Aschewolke</p></div></td>
<td>
<p><div id="attachment_1168" class="wp-caption alignnone" style="width: 273px"><img class="size-full wp-image-1168   " title="Sichtbehinderungen durch Vulkanausbruch mit Aschewolke täglich gegen 13 Uhr" src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2010/05/vulkan2.jpg" alt="Sichtbehinderungen durch Vulkanausbruch mit Aschewolke täglich gegen 13 Uhr" width="263" height="235" /><p class="wp-caption-text">Sichtbehinderungen durch Vulkanausbruch mit Aschewolke täglich gegen 13 Uhr</p></div></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Unwort des Tages: Vulkanasche.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small><br>
<hr style="width: 20%; color: #eee;"><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1166" class="footnote">Rein finanziell natürlich.</li><li id="footnote_1_1166" class="footnote">Oder zumindest dessen erste drei Buchstaben</li><li id="footnote_2_1166" class="footnote">Endlich eine Aufgabe für die Zwei-Fach-Bachelors und Bacheloretten!</li><li id="footnote_3_1166" class="footnote">Bei der Wahl des Ortes wird Eyjafjallajökull hart verhandeln</li></ol>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Kampf um die Gesundheit</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2010/04/30/der-kampf-um-die-gesundheit/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Apr 2010 21:08:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unistress]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich gebe zu, es war eine schlechte Idee, mit Halsschmerzen am Sonntag um 4.30 Uhr zur Frühschicht zu gehen. Paracetamol sei Dank habe ich es zwar überstanden, wurde aber mit 40 Grad Fieber belohnt. 40 Grad ist im Grunde eine total tolle Temperatur: Alles ist so erfrischend egal. Dringende Dinge, die noch gemacht werden müssen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1155" class="wp-caption alignleft" style="width: 179px"><img class="size-full wp-image-1155" title="Foto: Matthias Balzer, pixelio.de" src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2010/04/krank.jpg" alt="Foto: Matthias Balzer, pixelio.de" width="169" height="254" /><p class="wp-caption-text">Foto: Matthias Balzer, pixelio.de</p></div>
<p>Ich gebe zu, es war eine schlechte Idee, mit Halsschmerzen am Sonntag um 4.30 Uhr zur Frühschicht zu gehen. Paracetamol sei Dank habe ich es zwar überstanden, wurde aber mit 40 Grad Fieber belohnt.</p>
<p>40 Grad ist im Grunde eine total tolle Temperatur: Alles ist so erfrischend egal. Dringende Dinge, die noch gemacht werden müssen &#8211; egal! Die Bachelor-Arbeit &#8211; egal! Hausputz, Telefonanrufe, Rechnungen &#8211; egal! 40 Grad fühlt sich an wie eine Herde Hummeln. Und zwar überall.</p>
<p>Jeder hat seine eigene Methode, um mit solcherlei Temperaturen umzugehen. Ich neige dazu, plötzlich unmotiviert loszulachen. Oder mit hochrotem Kopf durch die Wohnung zu hüpfen.</p>
<p>Nach dem Fieber kommen die Halsschmerzen zweiten Grades. Das sind die, die das Drehen das Halses unmöglich machen. Auf einmal kann ich nur noch geradeaus starren. Leider steht da der Fernseher. Und das Nachmittagsprogramm in der deutschen Fernsehlandschaft ist wirklich grauenvoll. Wenn ich nicht schon krank wäre, würde ich es spätestens jetzt.</p>
<p>Ich ringe mich dazu durch, der Apotheke einen Besuch abzustatten. Ich stolziere durch die Stadt wie Robocop &#8211; Blicke nach links und rechts kann ich mir gar nicht leisten. Das Volk schaut mich bewundernd an und jubelt mir mit Blicken zu.<sup>(1)</sup></p>
<p>Meine erste Frage an die gutaussehende Apothekerin &#8211; denn ich weiß, es wird teuer &#8211; lautet: &#8220;Kann man hier mit Karte bezahlen?&#8221; Man kann. Ich schildere Chantal, so nenne ich sie in Gedanken, meine Gebrechen. Sie schaut mich bewundernd an<sup>(2)</sup> und fragt: <span id="more-1151"></span></p>
<p>&#8220;Aber sie haben nicht mal daran gedacht, zum Arzt zu gehen, nein?!&#8221; Ich würde den Kopf schütteln, müsste dazu aber den ganzen Oberkörper mitdrehen. Ich entscheide mich deshalb für ein einfaches</p>
<p>&#8220;Nein.&#8221;</p>
<p>Ich gebe Chantal 40 Euro für Nasentropfen, Taschentücher und ein Wundermittel gegen Halsschmerzen und gehe. Jetzt habe ich auch noch Schmerzen im Geldbeutel.</p>
<p>Im Literaturseminar ist es heiß. Schwitzende Studenten sollen über ein Thema diskutieren, das die meisten von ihnen nicht interessiert und von dem sie keine Ahnung haben. Trotzdem kommt ein angeregtes Gespräch auf der Basis von Nicht- und Halbwissen zustande. Ich leide still, aber effektiv.</p>
<p>Ein Kommilitone kommt in einem philosophischen Monolog zu der Erkenntnis: &#8220;Ich bin viel zu sehr in mir, ich hab gar nicht die Objektivität, um mich selbst zu verstehen!&#8221; Alles nickt beifällig. Ich bin in der Hölle.</p>
<p>Ich putze strafend laut meine Nase &#8211; und beschließe, doch zum Arzt zu gehen. Er soll mich gesund machen. Ich halte das hier nur aus, wenn ich mich auf andere Dinge konzentrieren kann und nicht gezwungen bin, bewegungslos dazusitzen und zuzuhören.</p>
<p>&#8220;Herr Kruse, was kann ich für Sie tun&#8221;, sagt der Herr Doktor und würdigt mich dabei keines Blickes. Ich frage mich, ob er bemerkt hätte, wenn ich anstatt auf dem Patientenstuhl auf der Fensterbank sitzen und meine Beine hinter dem Kopf verknoten würde.</p>
<p>Als Herr Doktor durch sein Diagnosegespräch erfährt, dass ich als Nachrichtensprecher beim Radiosender BlankoFM arbeite, erwacht sein Interesse. Doktor ist leidenschaftlicher BlankoFM-Hörer, erfahre ich, und auch der Sohn. Und wie ist denn das da überhaupt mit Praktikumsmöglichkeiten?</p>
<p>Gegen meine Unpässlichkeit gibt&#8217;s übrigens ein prima Antibiotikum. Ganz was Feines. &#8220;Funktioniert in 80 bis 85% der Fälle.&#8221;</p>
<p>Und ob ich eigentlich schon mal eine Nasenspülung ausprobiert hätte?</p>
<p>Ich unterdrücke meinen Weinreflex.</p>
<p>&#8220;<a href="^http://www.das-unwort.de/2009/08/10/kampf-den-korperflussigkeiten/" target="_blank">Ja, habe ich</a>. Es war&#8230; durchwachsen.&#8221;</p>
<p>&#8220;Warten Sie mal kurz.&#8221; Sprach&#8217;s und stürmt aus dem Behandlungszimmer.</p>
<p>Er kehrt zurück. In seinen Händen: Eine 1A-Nasendusche.</p>
<p>Ich lächle schicksalsergeben.</p>
<p>&#8220;Schauen Sie mal&#8221;, sagt er, und erklärt mir die Nasendusche in wohlklingenden Worten. &#8220;Probieren Sie das mal aus. Mach&#8217; ich auch immer.&#8221;</p>
<p>&#8220;Ja, Herr Doktor&#8221;, sage ich, lächle und gehe.</p>
<p>Immerhin hilft das prima Antibiotikum.</p>
<p>Unwort des Tages: Nase.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small><br>
<hr style="width: 20%; color: #eee;"><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1151" class="footnote">Manche sagen, die Leute gaffen mich an und töten mich mit Blicken &#8211; aber die verstehen das nur nicht.</li><li id="footnote_1_1151" class="footnote">Manche sagen&#8230; naja&#8230;</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Wer hat hier Gold im Mund?!</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 20:16:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Morgenstund mag ja vieles in ihrem metaphorischen Mund haben; mit Sicherheit ist es aber nichts Wertvolles. Und erst recht kein Gold. Morgen ist eine Frage der Definition. Unter normalen Umständen würde ich behaupten, 3 Uhr sei Nacht. Wenn ich aber aus beruflichen Gründen gezwungen bin, um 3:30 Uhr aufzustehen, bezeichne ich es als frühen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Morgenstund mag ja vieles in ihrem metaphorischen Mund haben; mit Sicherheit ist es aber nichts Wertvolles. Und erst recht kein Gold.</p>
<p>Morgen ist eine Frage der Definition. Unter normalen Umständen würde ich behaupten, 3 Uhr sei Nacht. Wenn ich aber aus beruflichen Gründen gezwungen bin, um 3:30 Uhr aufzustehen, bezeichne ich es als frühen Morgen, um nicht depressiv zu werden.<br />
Ein Bestandteil der Definition von Morgen ist auch, wann man am Tag davor zu Bett ging. Normalerweise gehe ich zu einem Zeitpunkt schlafen, den ich eben schon als Morgen bezeichnet habe. Vor einem Tag aber, an dem ich die normale Schlafenszeit schon als Morgen bezeichnen muss, bin ich natürlich gezwungen, früher schlafen zu gehen, damit ich am Morgen überlebensfähig bin. Klar soweit?<br />
Deswegen kam es dazu, dass ich am Samstag um 22 Uhr schlafen ging. Just in jenem Moment, in dem Mehrzad Marashi auf RTL inmitten einer Horde wildgewordener Hintergrundtänzer &#8220;She&#8217;s Fresh&#8221; von Kool &amp; The Gang zum Besten gab. Das war mein Abschalt-Moment. Und das lag mehr an Marco Schreyls vergeblicher Suche nach immer mehr Superlativen, um die Geilheit der DSDS-Finalshow zu beschreiben, denn an Mehrzads Sangeskünsten. Hammermäßig.<span id="more-1141"></span></p>
<p>Sonntag, 3:30 Uhr. Der Wecker klingelt.<br />
<a href="http://www.das-unwort.de/2009/01/07/wenn-gurgula-mal-nicht-mehr-kann/" target="_blank">Das erste Wort des Tages</a> ist immer ein Schimpfwort. Je früher der Tag, desto wüster das Wort. 3:30 Uhr ist sehr früh. Um diese Zeit aufzustehen, ist wie Realitätsverlust ohne Einfluss starker Drogen. Es ist, als ob ich mir selber beim Schlafwandeln zusehe. Ich sehe mir also dabei zu, wie ich als erste Amtshandlung den RTL-Teletext aufmache, um zu sehen, wer gewonnen hat. Mein Gewissen ist zu abwesend, um mir Vorwürfe zu machen.</p>
<p>Mehrzad. Gut.</p>
<p>Und die Mega-Monster-Aschewolke über Europa ist immer noch da. Jo, läuft. Meine Fähigkeit zur Empathie ist eingeschränkt.</p>
<p>Nach dem Duschen erkläre ich mich selbst für wach, ohne dafür einen angemessenen Grund zu haben. Ich erkläre mich sogar für so wach, dass ich um 3:55 Uhr frühstücke. Dabei schaue ich eine N24-Dokumentation über das Oktoberfest. Denn es ist zu früh für Frühstücksfernsehen. Und es ist Sonntag.</p>
<p>Ich entschließe mich dazu, meine Vorhänge erst aufzumachen, wenn ich von der Arbeit wiederkomme. Das ist so gegen 13 Uhr. Ich bin deprimiert. Normalerweise ziehe ich die Vorhänge nämlich tatsächlich um jene Zeit auf &#8211; aber ohne vorher zu arbeiten.</p>
<p>Draußen ist es kalt und dunkel und langweilig. Außer mir ist in dieser Stadt mit über 200 000 Einwohnern noch keiner unterwegs. Die Ampeln sind aus. Dafür sind die Amseln an &#8211; anscheinend Frühaufsteher. Piepen wie mein Antivirus-Programm bei einem besonders ernstzunehmenden Virus. Vielleicht Vogelgrippe?</p>
<p>Auf dem Weg in die Redaktion stelle ich mir um 4:15 Uhr die Frage aller Fragen: &#8220;Warum denn eigentlich?&#8221; Da der Weg so angenehm kurz ist, komme ich nicht mehr zum Antworten. Es hat aber was mit Geld zu tun. Und Karriere. Und Spaß. Aber für sowas ist es vielleicht noch ein bisschen früh.</p>
<p>Unwort des Tages: Mein Name ist Bastian Kruse, guten Morgen.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Huch!</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Mar 2010 16:07:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Blog]]></category>
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		<category><![CDATA[Zeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun wird&#8217;s ja auch mal Zeit, dass ich hier mal wieder senfe, ehe noch jemand behauptet, ich sei von einem Flugzeughangar erschlagen oder von Naomi Campbell totgefönt worden. Nein, ich lebe, liebe Leser, und ich stelle mit Erstaunen und Entsetzen fest, dass es hier sehr still war die letzte Zeit. Als Blogger verfällt man dann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun wird&#8217;s ja auch mal Zeit, dass ich hier mal wieder senfe, ehe noch jemand behauptet, ich sei von einem Flugzeughangar erschlagen oder von Naomi Campbell totgefönt worden. Nein, ich lebe, liebe Leser, und ich stelle mit Erstaunen und Entsetzen fest, dass es hier sehr still war die letzte Zeit.</p>
<p>Als Blogger verfällt man dann in den Automatismus, sofort zu sagen: &#8220;Das wird sich natürlich bald ändern, Leute, alles wird gut, keine Panik&#8221; &#8211; ganz so, als ob man beim Jüngsten Gericht einen besseren Platz im Himmel zugesprochen bekäme, wenn man ein fleißiger Blogger war.<sup>(1)</sup> Es ist aber so, dass es sich nicht ändern wird, zumindest nicht bis nächste Woche.</p>
<p>Denn wisset, liebe Leser, im Grunde meines Herzens bin ich ein unglaublich beschäftigtes, ja quasi prominentes Wesen. Ich verdiene Milliarden von Euro, und die Muße, mir genau zu überlegen, was ich mit dem Geld mache &#8211; in Airbus- oder Toyota-Aktien investieren oder, ach ja, die Telekom &#8211; diese Muße also habe ich nur, wenn ich mir sehr viel Zeit zum Überlegen nehme. Denn Geld lähmt das Hirn. Das ist<sup>(2)</sup>wissenschaftlich erwiesen!</p>
<p>Dementsprechend wünsche ich Ihnen allen einen wunderschönen Frühlingsanfang und freue mich, Sie Anfang April wiederzusehen, wenn es wieder heißt:</p>
<p>&#8230;</p>
<p>äh</p>
<p>&#8230;</p>
<p><strong>Unwort</strong>.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small><br>
<hr style="width: 20%; color: #eee;"><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1080" class="footnote">Wenn jemand zweifelsfrei beweisen kann, dass dem so ist, dann möge er mir bitte sofort bescheid sagen, damit ich noch mal schnell zehn Artikel heraushaue.</li><li id="footnote_1_1080" class="footnote">pseudo-</li></ol>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ich (w, 21, schlank) suche Verstand (Aussehen egal)</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2009/12/09/ich-w-21-schlank-suche-verstand-aussehen-egal/</link>
		<comments>http://www.das-unwort.de/2009/12/09/ich-w-21-schlank-suche-verstand-aussehen-egal/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 09 Dec 2009 17:29:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unseriös]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Lesen Sie nun einen Gastbeitrag des Kleinods auf Odyssee, der aus Konnas kreativer Idee eines Blogjulklapps resultiert. Man kennt es ja. Jedes Jahr, selbe Zeit, schmeißt irgendeine Einkaufskette eingeschmolzene Osterhasen in Form des buckligen Santa in den Raum. Startschuss. Von heute auf morgen Unruhe in den Straßen; wegen eines einzigen braunen Batzens in roter Aluminiumfolie. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><img class="alignleft size-full wp-image-651" title="Blogjulklapp" src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2008/12/blog-julklapp.jpg" alt="Blogjulklapp" width="251" height="72" />Lesen Sie nun einen Gastbeitrag des <a href="http://kleinodyssee.blogspot.com/" target="_blank">Kleinods auf Odyssee</a></em><em>, der aus Konnas kreativer Idee eines <a href="http://www.gedankendeponie.net/2009/11/30/blogjulklapp-2009-die-artikel/" target="_blank">Blogjulklapps</a> resultiert.</em></p>
<p>Man kennt es ja. Jedes Jahr, selbe Zeit, schmeißt irgendeine Einkaufskette eingeschmolzene Osterhasen in Form des buckligen Santa in den Raum. Startschuss. Von heute auf morgen Unruhe in den Straßen; wegen eines einzigen braunen Batzens in roter Aluminiumfolie. Fest der Liebe, ja, es ist nah, es ist schön, es blinkt und funkelt &#8211; who cares? Als hätte das Kind aus den Ravensburger-Puzzle-Werbungen auf sein gigantisches Becken gehauen und mit seinem diabolischem Kinderschokolade-Grinsen jedem klar gemacht:</p>
<p><em>Hey, du Pisser – Auch du musst lieben!</em> <span id="more-1034"></span></p>
<p>Geschenkekram, verquollene Straßen, okay, kennen wir, wissen wir, haben wir uns im Leben bereits 3000 Stunden die Ohren von bejammern lassen. Aber was geht eigentlich mit den Liebesdudes? Denen, die – oh, diese Abartigen, diese Unwürdigen! – keinen Partner beim Weihnachtshuddelduddelzeremoniell besitzen? Lasst uns hypen, weinen, verlachen und fiese Salzprisen in die Wunden streuen! Herrgott, die stehen alleine da! Tiefsinnige Sprüche wie „Na Micha, jetzt wird’s aber langsam höchste Zeit, was?“ sind Standardausrüstung, „Weihnachten wieder solo, Alter?“ schon Fickdich-Niveau für Fortgeschrittene. Ein ganz reizender Spruch, so liebenswert, dass man demjenigen, der ihn abballert, gern den Kandisapfel direkt in sein verfluchtes Maul stopfen will. Weihnachten ist Druck. Aber verdammt harter Druck. Die Welt wird ein kuscheliges blaues Schmusekissen und du stehst daneben. Ein bisschen mitschmusen wär schon geil, klar, aber es sind eben alle so blöde Schweine &#8211; und du so zart und allein. Meine Fresse. Von mir aus gäb’s Kloppe für alle Seiten: Für die hypende Partnerschaftsgesellschaft mit ihrem schwulen Sheepworld-Kissen und für den zittrigen Jammersingle mit seinem Drall zum Verzweiflungsakt. Am besten gleichzeitig, mit Schmackes. Aber auf mich hört ja keiner. Sitze ich doch gestern im Café, nippe unschuldig am Latte und verschlucke mich auf einmal mirnichtsdirnichts an einigen ganz reizenden Exemplaren in der Spalte für Kontaktanzeigen meiner Lektüre:</p>
<p><strong>„Hallo Single Mädels. Ich suche für meinen schüchternen Kumpel ein nettes Mädchen. Er ist Chemiestudent, 25 Jahre ju…“</strong></p>
<p>Halt! Lassen wir uns das einmal auf der Zunge zergehen: Ein 25-jähriger Chemiestudent ist zu schüchtern, um eine anonyme Kontaktanzeige in einem Campusanzeiger selbst zu veröffentlichen. Applaus! Verdammt!</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>„Architektin der Liebe gesucht! Der Aufbau einer festen Beziehung benötigt ein starkes Fundament. Hast du Lust und Kraft, mit mir (m, 27) den Weg zu ebnen? ;-)“</strong></p>
<p>Pseudo-intellektuelle Metaphern sind ja sowas von uncool.</p>
<p><strong>„NachtWolf (m, 23, stubenrein) sucht sie (17 bis 26) für blind date (alles kann, nichts muss) zum gemeinsamen Vollmond-anheulen im Kerzenschein und evtl. Kuscheleinheiten austauschen.“</strong></p>
<p>Welch hochexplosive Bombe erotischer und romantischer Kunst. „NachtWolf“ (what) möchte den Vollmond anheulen (the). Im, wir halten uns fest, Kerzenschein (fuck). Ein Text, so frei von jeglichen Klischees, dass man ihn umarmen will. Schlüssig. Immerhin ist er stubenrein.</p>
<p>Den Latte wieder zur Hand genommen, sinnierte ich über Gott und die Welt. Lässt Weihnachten junge, partnerlose Menschen zu Weichmuttis verkommen? Suhlt sich jede Sau im Dreck niedrigsten Niveaus, weil standardisierte Weihnachtsbilder zum Partnercatch drängeln? Erleben wir ein Winterwonderland voller Schwachmaten („Ich, m, 25, suche Kuschelmaus für knuddelige Momente“), umhüllt von zarter Alpenmilchschokolade?</p>
<p>Glotzt nicht so romantisch, hat einmal der Godfather allen Theaters – Bertold Brecht – gepfiffen. <em>Macht</em> nicht so ein Theater, pfeife ich. Fest der Liebe, das ist ungleich Fest des Partners. Das ist Familie. Das ist Freundschaft. Feiern wir doch auch mal Michi und nicht nur Schatzi. Weil er so loyal ist, so liebenswert, so genau richtig für uns. In einer Zeit fieser Partnerfindungsmöglichkeiten können wir uns doch mal an den Händen nehmen. Ganz ohne Schmalz, ganz ohne Favoriten, ganz selbstverständlich. Platz im Herzen schaffen, neben Schatz. Einfach feiern, was kein oller Spruch, keine wirre Krampfigkeit, keine aufgesetzte Weichspülerphrase uns geben kann. Einfach Loyalität. Einfach wahre Liebe. Romantikfrei.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Angriff der Teigwaren</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2009/11/23/angriff-der-teigwaren/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 17:38:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unseriös]]></category>
		<category><![CDATA[Terror]]></category>

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		<description><![CDATA[Große Aufregung heute im geschäftigen ICE von Berlin nach Hamburg: Ein herrenloses Gepäckstück wurde gefunden! Eingepackt in gar buntes Geschenkpapier! Was kommt einem da sofort in den Sinn? Natürlich, hier sind Terroristen am Werk. Mitten im brandenburgischen Niemandsland. Ist doch eindeutig! Also: 150 Passagiere raus, Bundespolizei rein. Die Terrorismus-Experten finden nach gewissenhafter Entfernung des Geschenkpapiers [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Große Aufregung heute im geschäftigen ICE von Berlin nach Hamburg: Ein herrenloses Gepäckstück wurde gefunden! Eingepackt in gar buntes Geschenkpapier!</p>
<p>Was kommt einem da <em>sofort </em>in den Sinn?</p>
<p>Natürlich, hier sind <strong>Terroristen </strong>am Werk. Mitten im brandenburgischen Niemandsland. Ist doch eindeutig!</p>
<p>Also: 150 Passagiere raus, Bundespolizei rein. Die Terrorismus-Experten finden nach gewissenhafter Entfernung des Geschenkpapiers und eingehender Untersuchung des Inhalts schließlich heraus: Es ist ein Kuchen<sup>(1)</sup>.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>DER TERROR-KUCHEN AUF DEM WEG NACH HAMBURG!</strong></p>
<p>Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn man ihm nicht das Handwerk gelegt hätte. Aber gut, dass die Polizei auf uns aufpasst. Ich fühle mich sicher.</p>
<p>Unwort des Tages: Gefahrenpotenzial.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small><br>
<hr style="width: 20%; color: #eee;"><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1024" class="footnote">Leider melden die Nachrichtenagenturen nicht, was für ein Kuchen&#8230;</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Herzlichen Glückwunsch&#8230; der 9. November</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2009/11/09/herzlichen-gluckwunsch-der-9-november/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 19:46:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unseriös]]></category>
		<category><![CDATA[9. November]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Mauer]]></category>
		<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Hitler]]></category>
		<category><![CDATA[Mauer]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe die Artikelserie &#8220;Herzlichen Glückwunsch&#8221;, in der längst vergessene oder auch gänzlich unbekannte Jahrestage zelebriert werden, in letzter Zeit sträflich vernachlässigt. Welcher Tag wäre geeigneter, um dies zu ändern, als dieser 9. November. Selbst der Hinterwäldlerischste von Ihnen(1) weiß durch den medialen Terror dieser Tage, dass vor zwanzig Jahren die Mauer fiel. Aber damit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe die Artikelserie &#8220;Herzlichen Glückwunsch&#8221;, in der längst vergessene oder auch gänzlich unbekannte Jahrestage zelebriert werden, in letzter Zeit sträflich vernachlässigt. Welcher Tag wäre geeigneter, um dies zu ändern, als dieser 9. November. Selbst der Hinterwäldlerischste von Ihnen<sup>(1)</sup> weiß durch den medialen Terror dieser Tage, dass vor zwanzig Jahren die Mauer fiel. Aber damit nicht genug &#8211; Sie werden sehen, am 9. November ist im Grunde alles passiert, was für die deutsche Geschichte irgendwie von Bedeutung ist.<sup>(2)</sup></p>
<p>Die Idee eines deutschen Nationalstaates ist ja nicht so sonderlich neu; die gab es schon im Jahre 1848. Damals gab&#8217;s nicht nur ein Deutschland, sondern ganz viele kleine. Das fanden einige Leute total doof und haben ein Parlament wählen lassen, das in Frankfurt tagte. Einer der Parlamentarier war Robert Blum. Den haben die, die das Parlament ihrerseits doof fanden, am 9. November 1848 in Wien erschossen. Das ist wichtig, weil das Parlament 1849 aufgelöst wurde und es zunächst Essig war mit einem (mehr oder weniger) demokratischen deutschen Gesamtstaat. Wenn der Blum noch gelebt hätte, wäre das garantiert anders gewesen, ist klar. Muss ja so sein, sonst wäre der <strong>9. November 1848</strong> ja kein wichtiges Datum.<sup>(3)</sup> <span id="more-1013"></span></p>
<p>Im November 1918 geht es dem inzwischen vereinten Deutschland ziemlich schlecht, weil sein Kaiser Willi so blöd war, den Österreichern zu erlauben, einen Krieg gegen die Serben anzufangen. Willi hat leider nicht ganz begriffen, dass er damit einen Weltkrieg auslöst &#8211; das darf er nun ausbaden. Passenderweise verkündet dann auch Prinz Max von Baden, seines Zeichens Reichskanzler, am<strong> 9. November 1918</strong>, dass der Kaiser abdankt. Und im Übrigen solle doch jetzt der Ebert von der SPD lieber Reichskanzler sein, auf Wiedersehen.</p>
<div id="attachment_1017" class="wp-caption alignleft" style="width: 288px"><img class="size-full wp-image-1017" title="Scheidemann rufend im Fenster / Foto: Bundesarchiv" src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2009/11/scheidemann.jpg" alt="Scheidemann rufend im Fenster / Foto: Bundesarchiv" width="278" height="332" /><p class="wp-caption-text">Scheidemann rufend im Fenster / Foto: Bundesarchiv</p></div>
<p>Ebert ist erstmal schockiert, da ergreift sein Parteifreund Philipp Scheidemann &#8211; ja, er heißt so-  die Gelegenheit, steigt ins Fenster des Reichstagsgebäudes und ruft die Republik aus. Was auch immer es bedeutet, jedenfalls ist das Deutsche Reich, denn so heißt es ja noch, von dem Zeitpunkt an ganz offiziell Republik. Schade, dass Scheidemann mit der Idee nicht so allein ist, denn auch ein Kommunist namens Karl Liebknecht will eine Republik, aber bitte eine Räterepublik. Er hat allerdings gerade kein bequemes Fenster zur Verfügung, deswegen stellt er sich in den Tiergarten. Zwei Leute wollen die Republik, aber welche Art von Republik, darauf können sie sich partout nicht einigen. Also schießen sie erstmal ein wenig herum und killen ein paar Zivilisten. Das bringt sie der Lösung zwar nicht näher, aber macht einen guten und geschichtlichen Eindruck &#8211; der 9. November 1918. Geschichte zum Anfassen. Und Deutschland ist eine Republik, Hurra.</p>
<p>Am <strong>9. November 1923</strong> will ein kleiner schnauzbärtiger Mann mit großen Plänen und einem mächtigen Knacks im Hirn die Republik, inzwischen gab man ihr den wohlklingenden Namen &#8220;Weimarer Republik&#8221;, wieder abschaffen. Denn er mag sie nicht. Und er hat ein paar Leute um sich geschart, die die Weimarer Republik auch nicht mögen. Adolf Hitler möchte gern von München nach Berlin marschieren &#8211; möglichst schnell und möglichst im Triumph. Und natürlich werden sich ihm ganz viele Leute ganz schnell anschließen, ist ja klar.</p>
<p>Adolf kommt doch nicht ganz so weit wie geplant und wird mit seinen Kumpanen mitten in München von der Polizei zusammengeschossen. Er will sich, vor Heldenmut strotzend, schnell aus dem Staub machen, wird aber trotzdem verhaftet. Und zu einer witzigen, weil lachhaft kurzen &#8220;Haftstrafe&#8221; verurteilt.</p>
<p>Nicht nur, aber auch deswegen können Adolfs Helfer am <strong>9. November 1938 </strong>die Reichspogromnacht anzetteln. Denn irgendwer, man weiß bis heute nicht, wer, hat den kleinen Österreicher mit den großen Plänen 1933 zum Reichskanzler gemacht.</p>
<p>Nun hat Deutschland ein Problem, ist irgendwie aber trotzdem der Meinung, die Lösung für alle Probleme gefunden zu haben, und die Schuldigen übrigens auch: die Juden. Und zwar alle. Logo. Deswegen werden am 9. November 1938 Synagogen, Wohnungen und Geschäfte zerstört; dem Ganzen fallen mehrere Hundert Menschen zum Opfer.</p>
<p>Nach diesem dunklen Kapitel gibt es mal wieder mehrere Staaten auf deutschem Boden. Diesmal nicht 287, sondern nur zwei. Aber die meisten finden, dass auch das schon ein bisschen viel ist. Und es sind so verdächtig viele Russen da &#8211; nein, das kann nicht gut sein. Und dann kommen die SEDler auch noch irgendwie auf die Idee, eine Mauer zu bauen, obwohl doch niemand die Absicht hatte, eine Mauer zu errichten. Mitten durch Berlin. Die Idee ist so beschissen und absurd, der Plan so beknackt, dass er auf Dauer nicht funktionieren kann &#8211; trotzdem macht man&#8217;s. Und der Hinweis sei erlaubt: Die Idee, Mauern zu bauen und dadurch Frieden und Sicherheit herzustellen, ist auch heute noch nicht so ganz überwunden. Natürlich ist es schwierig, aus der Geschichte zu lernen, wenn man nicht hinhört, wenn die Geschichte schreit. Und die Geschichte schreit am <strong>9. November 1989</strong> ziemlich laut, und zwar in Gestalt eines stammelnden Günter Schabowski, der auf der berüchtigten Pressekonferenz vom 9. November auf die Frage, wann es denn nun zu den Reiseerleichterungen komme, blubbert: &#8220;Nach meiner Kenntnis&#8230; ist das sofort, unverzüglich.&#8221; Und sich wundert, das alles aufspringt, um die Meldung über den Ticker zu geben.</p>
<p>Es war also &#8216;ne Menge los am 9. November. Und so wie&#8217;s aussieht, war es heute etwas ruhiger. Ist ja auch mal ganz nett.</p>
<p>Unwort des Tages: Schutzwall.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small><br>
<hr style="width: 20%; color: #eee;"><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1013" class="footnote">Ich möchte demjenigen nicht zu nahe treten, denn zweifelsohne hat es auch was Gutes, in Hinterwald zu wohnen. Fragen Sie mich nicht, was, aber irgendwas gibt es immer.</li><li id="footnote_1_1013" class="footnote">Ich übertreibe an dieser Stelle ein wenig, aber ich finde, das macht den Text lebendiger.</li><li id="footnote_2_1013" class="footnote">Schon Nostradamus hatte ja gesagt, dass der 9. November 1848 ein wichtiges Datum sein wird, weil ein Robertus Bluoml hingerichtet werden wird. Wissenschaftler erklären sich den Schreibfehler im Nachnamen durch Überlieferungsfehler oder dadurch, dass sich Nostradamus mit dem Hammer auf den Finger gehauen hat. Jedenfalls <em>muss</em> ja der 9. November 1848 ein wichtiges Datum gewesen sein, weil das ja Nostradamus schon gesagt hatte.</li></ol>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Air Berlin, der letzte Versuch &#8211; eine Flughafen-Odyssee</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2009/10/29/air-berlin-der-letzte-versuch-eine-flughafen-odyssee/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 23:21:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unseriös]]></category>
		<category><![CDATA[Air Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Flug]]></category>
		<category><![CDATA[Flughafen]]></category>
		<category><![CDATA[Verspätung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hätte wissen müssen, dass diese meine Reise unter keinem guten Stern steht. Ich hätte schlauer sein müssen. Denn: Schon das Buchen des letzten Fluges mit der Air Berlin war ein kleines Abenteuer. Trotzdem habe ich mich dazu hinreißen lassen, noch mal mit der schicken roten Airline zu fliegen. Diesmal nach Stuttgart. Abflug: 9:35 Uhr. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-1006" src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2009/10/airberlin2-300x228.jpg" alt="" width="275" height="209" />Ich hätte wissen müssen, dass diese meine Reise unter keinem guten Stern steht. Ich hätte schlauer sein müssen. Denn: Schon das Buchen des letzten Fluges mit der Air Berlin war ein <a href="http://www.das-unwort.de/2009/09/05/schlagergestampfe-bei-der-air-berlin/" target="_blank">kleines Abenteuer</a>. Trotzdem habe ich mich dazu hinreißen lassen, noch mal mit der schicken roten Airline zu fliegen. Diesmal nach Stuttgart. Abflug: 9:35 Uhr.</p>
<p>Weil ich einen schön frühen Flug gebucht habe, damit ich den Tag in Stuttgart gewinnbringend nutzen kann, muss ich natürlich auch früh aufstehen. 5:30 Uhr. Doch die Laune ist blendend, denn Kruse geht auf Reisen. Der Taxifahrer ist kompetent, weil schweig- und genügsam. Das Wetter ist schön, es strahlen sowohl Sonne als auch Reisender in den Morgen hinein, erstere gut gelaunt wie immer, letzterer total fertig und zerknautscht. Aber was soll&#8217;s. Grins.</p>
<p>7:42 Uhr, ich treffe total pünktlich am Flughafen ein. Eine Air-Berlin-Checkin-Frau nimmt mir mein Gepäck ab und teilt mir einen schönen Fensterplatz zu. Rein kommunikationsmäßig ist das etwas schwierig, weil sie zwar Deutsch spricht, jedoch einen derartig ausgeprägten französischen Akzent hat, dass ich &#8211; im interkulturellen Dialog bewandert &#8211; mehr errate denn verstehe, was sie wohl meint. Spätestens hier hätte ich Verdacht schöpfen können. Habe ich aber nicht.<span id="more-1005"></span></p>
<p>Sicherheitskontrolle. Wie gewohnt finden die Hamburger meine illegale Kontaktlinsenflüssigkeit nicht. Wenn ich jetzt das Flugzeug in die Luft hätte sprengen wollen, dann hätte ich können, denn&#8230; !</p>
<p>Nach einem überteuerten Frühstück (den Preis ignoriere ich gekonnt) begebe ich mich zum Gate. Boarding time: 8:50 Uhr. Perfekte Pünktlichkeit. Da kommt die Französin angelaufen &#8211; nennen wir sie Brigitte, aber bitte französisch ausgesprochen, also eher <em>Brischiht</em><sup>(1)</sup> . Brischiht klemmt sich also hinter das Mikrofon und haucht etwas hinein, was ich nicht verstehe. Dass sich die Boarding time auf dem Monitor auf einmal auf 11:35 Uhr ändert, verstehe ich aber sehr wohl. Und das Brischiht mir jetzt einen Essensgutschein geben will, damit es mir bei der nun folgenden Wartezeit auch ja gut ergehe.</p>
<p>Ich ärgere mich ausführlich und gehe danach noch mal frühstücken. Zeit genug habe ich ja. Ich kippe Kaffee. Außerdem suche ich den Boardingbereich nach Internetterminals ab. Ich verbringe eine halbe Stunde im Internet, für 10 Cent die Minute. Ich laufe von Gate C 08 bis Gate A 38 und wieder zurück (Verdauungsspaziergang). Ich setze mich hin. Ich stehe wieder auf. Ich kaufe den Spiegel. Ich lese. Ich gehe auf Klo. Ich gehe zu Gate A 22. Ich beobachte Lufthansa-Passagiere in freudiger Erwartung ihres Fluges nach München. Ich gehe bei Gate A 22 auf Klo. Ich gehe wieder zurück.</p>
<p>Das Abfluggate hat sich geändert, erfahre ich. C 23, s&#8217;il vous plaît, sagt Brischiht. Aber bitte erst um 14:00 Uhr. Denn: Das Flugzeug, mit dem die freundlichen Franzosen von der Air Berlin mich eigentlich nach Stuttgart fliegen wollten, ist von Nagetieren befallen worden. Leider hat man gerade keine Ersatzmaschine zur Hand, weswegen man jetzt eine andere Fluggesellschaft mit dem Flug beauftragen wird. Und das dauert. Und um unser Verständnis wird gebeten.</p>
<p>Ich habe zwar Verständnis, aber keine Lust mehr. Ich bin jetzt satt und habe zu viel Zeit &#8211; zwei Dinge, die ich in meinem Alltag nicht kenne. Ich bin überfordert. Was also tun?</p>
<p>Zunächst esse ich etwas. Dann besuche ich noch einmal A 22. Auf dem Weg dorthin gehe ich irgendwo auf Klo, wo ich noch nicht war. Bei A 22 hat sich nichts geändert, außer dass die Lufthansa-Maschine nach München schon vor drei Stunden losgeflogen ist. Die sind früher in München als ich hier überhaupt wegkomme. Ich hätte zu Fuß nach Stuttgart gehen sollen.</p>
<p>Ich schaue auf die Uhr: Nur noch zwei Stunden.</p>
<p>Ich gehe nach unten zu den Gepäckbändern und durchbreche polternd die Tür zum Ankunftsbereich. 26 Augen schauen mich erstaunt an; ein verwahrloster Mittdreißiger hält mir hoffnungsvoll ein kleines Schild &#8220;Dräger&#8221; hin. Ich lehne dankend ab, denn ich gehöre diesem Verein nicht an. Ich will eigentlich bloß weg, aber man lässt mich nicht.</p>
<p>Ich fahre aus Jux und Dollerei Rolltreppe. Ich lasse mich von American-Express-Card-Anwerbern zudröhnen. Ich spreche die Lautsprecheransagen mit. Ich mache den Sicherheitscheck noch mal. Wieder durchbreche ich mit meiner Waffe aus Kontaktlinsenflüssigkeit die Mauer der hamburgischen Security.<sup>(2)</sup> Immer noch zu viel Zeit.</p>
<p>Schließlich ende ich da, wo keiner hin will, aber irgendwie doch alle landen: Wartend am Gate. C 23. Dabei bleibt&#8217;s. Meine stete Begleiterin: Brischiht. Sie sagt uns alle Viertelstunde, dass &#8220;Ihr Flugsseug noch nischt in Stuttgarrt losgeflogen ist&#8221; und dass es noch etwas dauert.</p>
<p>Um 15 Uhr heben wir dann endlich ab. Und kommen, o Wunder, heil in Stuttgart an. Mit einer Fluggesellschaft, die ich nicht kannte: Blue Wings. Die fliegen sonst bevorzugt Ziele in Russland, der Türkei, Libanon und Syrien an. Wisst ihr bescheid.</p>
<p>Schön, dass ich so früh aufgestanden bin und den Tag in Stuttgart so gut nutzen konnte. Es war mir eine Freude.</p>
<p>Nächstes Mal gehe ich zu Fuß.</p>
<p>In <a href="http://www.das-unwort.de/2009/09/05/schlagergestampfe-bei-der-air-berlin/" target="_blank">offiziellen Air Berlin-Song</a> behauptet die piepsige Sängerin schüttelreimend:</p>
<blockquote><p>Flugzeuge im Bauch, im Blut Kerosin, kein Sturm hält sie auf, uns’re Air Berlin.</p></blockquote>
<p>Das mag schon sein, aber wir wissen nun, wer die Air Berlin aufhalten kann. Sie sind klein und braun, und sie sind das</p>
<p>Unwort des Tages: Nagetiere.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small><br>
<hr style="width: 20%; color: #eee;"><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1005" class="footnote">mit weichem sch, ganz wichtig!</li><li id="footnote_1_1005" class="footnote">Habe die Geschichte dem Spiegel angeboten, aber der wollte nicht. </li></ol>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Willkommen in der EU! Eine Wien-Expedition. Teil 2</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2009/09/21/willkommen-in-der-eu-eine-wien-expedition-teil-2/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Sep 2009 21:43:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unseriös]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.das-unwort.de/?p=987</guid>
		<description><![CDATA[Den ersten Teil der Wien-Expedition finden Sie hier. Der Wiener Konditor hat selbstverständlich eine Menge unverständlicher und unaussprechlicher Namen für die vielen leckeren Dinge, die er da fabriziert. Konnte mir leider nix davon merken. Habe es aber trotz unüberhörbarem norddeutschem Akzent geschafft, mir ein Schoko-Vanille-Croissant zu bestellen, freilich, ohne diesen Namen zu verwenden. Weil auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Den ersten Teil der Wien-Expedition finden Sie <a href="http://www.das-unwort.de/2009/09/14/willkommen-in-der-eu-eine-wien-expedition-teil-1/" target="_blank">hier</a>.</em></p>
<p>Der Wiener Konditor hat selbstverständlich eine Menge unverständlicher und unaussprechlicher Namen für die vielen leckeren Dinge, die er da fabriziert. Konnte mir leider nix davon merken. Habe es aber trotz unüberhörbarem norddeutschem Akzent geschafft, mir ein Schoko-Vanille-Croissant zu bestellen, freilich, ohne diesen Namen zu verwenden. Weil auf dem Schild irgendwas Eigentümliches, Unaussprechliches stand,  sprach ich zum Bäckereifachverkäufer: &#8220;Ich hätte gern so ein Schoko-Vanille-Dingens da.&#8221; Er schaute mich an, als ob ich vom Planeten Melmak käme, packte aber brav das Dingens ein. Später klärte man mich auf: Der Österreicher kennt das hilfreiche Wort &#8220;Dingens&#8221; nicht. Daher der Blick.</p>
<p>Hoffe ich zumindest.<span id="more-987"></span></p>
<p>Beruhigend ist: Auch in Wien gibt es die traditionellen Verkäufer von Obdachlosenzeitungen. Doch auch daran kann man das Wesen einer Stadt ablesen: In Itzehoe, meiner alten Heimat, steht der Verkäufer immer an derselben Stelle der Winz-Fußgängerzone und trällert mit immer derselben Betonung folgendes Liedchen, und das seit 20 Jahren:</p>
<p><a href="http://www.das-unwort.de/hinz.mp3" target="_blank">http://www.das-unwort.de/hinz.mp3</a></p>
<p>Itzehoe ist eben eine aufstrebende Stadt. Das Leben pulsiert, man will nach oben. Da geht noch was. Da will man noch was.</p>
<p>In Kiel sind die Verkäufer schweigsam und unaufdringlich. Kiel muss sich nichts mehr beweisen, es ist sich seiner Nichtigkeit bewusst.</p>
<p>In Wien trabt in einem schönen Kaffeehaus ein riesiger Mann mit einem lila Hemd und grauem Vollbart auf uns zu, die Zeitung &#8220;Uhudler&#8221; in der Hand. Seelenruhig stellt er sich zu uns an den Tisch. Hinter seinem Vollbart quillt nun ein Monolog über die Vorzüge seiner Zeitung hervor; außerdem beschreibt er deren Inhalt bis ins Detail. Wie gut doch die Seite 21 sei. Da solle man mal reinschauen. Die folgenden Seiten lauthals preisend, schaut er grinsend in die Runde. Wir regen uns nicht &#8211; der erhoffte Effekt tritt nicht ein, denn der Waldschrat ist immer noch da. Erst das dritte &#8220;Nein, danke&#8221; bringt ihn zu der finalen Erkenntnis, dass wir den Uhudler trotz der famos gelayouteten Seite 21 nicht wollen.</p>
<p>Obwohl die Österreicher gemeinhin ein äußerst gutes Benehmen an den Tag legen, stieß ich in Wien auf ein etwas befremdliches Schild:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-990" title="Würstelsalon / Foto: Christine Bauer" src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2009/09/wuerstelsalon.jpg" alt="Würstelsalon" width="448" height="336" /></p>
<p>Offensichtlich hatte hier ein findiger Stadtmanager die Idee, den öffentlichen Toiletten bemerkenswerte Eigennamen zu verpassen. Damit sie einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Tja &#8211; hat geklappt.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Willkommen in der EU! Eine Wien-Expedition. Teil 1</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 21:15:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unseriös]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>

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		<description><![CDATA[Wien! Berühmt und schön, zwar, doch manchmal schwierig zu erreichen, wie ich an anderer Stelle beschrieb. Einmal gelandet, suche ich im Flughafen die S-Bahn. Ich folge dem internationalen Symbol für Züge, das man auch in Österreich zu verwenden scheint. Es lotst mich aus dem Flughafengebäude heraus  in menschenleere Hallen und Gänge. Beklemmend sauber, das alles [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em> </em></p>
<div id="attachment_983" class="wp-caption alignleft" style="width: 337px"><em><img class="size-full wp-image-983" title="Wirres Wiehern in Wien" src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2009/09/Wien.jpg" alt="Wirres Wiehern in Wien / Foto: Günter Hommes, pixelio.de" width="327" height="241" /></em><p class="wp-caption-text">Wirres Wiehern in Wien / Foto: Günter Hommes, pixelio.de</p></div>
<p><em>Wien!</em> Berühmt und schön, zwar, doch manchmal schwierig zu erreichen, wie ich an <a href="http://www.das-unwort.de/2009/09/05/schlagergestampfe-bei-der-air-berlin/" target="_blank">anderer Stelle</a> beschrieb.</p>
<p>Einmal gelandet, suche ich im Flughafen die S-Bahn. Ich folge dem internationalen Symbol für Züge, das man auch in Österreich zu verwenden scheint. Es lotst mich aus dem Flughafengebäude heraus  in menschenleere Hallen und Gänge. Beklemmend sauber, das alles &#8211; geradezu geleckt! &#8211; aber trotzdem unheimlich. Außer mir ist nämlich niemand da. Nur zwei Kampfroboter, die sich als Fahrkartenautomaten verkleidet haben. Leise summend fristen sie ihr Dasein in einer gut ausgeleuchteten Ecke. Sie sehen aus, als ob sie jedem, der keine Karte kauft, sofort an die Gurgel gehen.</p>
<p>Überhaupt lässt sich das Selbstbewusstsein einer Stadt an der Komplexität ihrer Ticketsysteme erkennen. Je verwinkelter die Benutzerführung, desto größer der (imaginäre) Phallus der Metropole. Wien birst geradezu vor Potenz: Ah, eine Fahrkarte also, gell? Wien und Außenbezirke? Und wenn ja, welche? Oder nur in die Stadtmitte? Tageskarte? Oder einfach? Oder nur von der Bezirksgrenze in die Stadt? Oder andersherum? Oder beides? Hin und zurück? Oder wie? <span id="more-981"></span></p>
<p>Ich bin im Fahrkartenlösen inzwischen ein echter Profi und entlocke der Maschine ein Ticket für 3,60 Euro, das mir erlaubt, die schnarchige S-Bahn in die Innenstadt zu nehmen. Die wenigen Passagiere sprechen entweder eigentümliches Deutsch oder Türkisch. Oder ein Gemisch aus beidem.</p>
<p>Von jetzt an wird mich das österreichische Handynetz ONE jeden Tag mit einer SMS begrüßen, deren erster Satz lautet: &#8220;Willkommen in der EU!&#8221; Ist das nun das Zeichen eines gewachsenen österreichischen Selbstbewusstseins gegenüber den unziviliserten Deutschen oder simples technisches Unvermögen des Netzbetreibers? Die Kollegen vor Ort mögen dies recherchieren.</p>
<p>In Wien pflegen die Leute eine gar eigentümliche Sprache. Es handelt sich zweifelsohne um Deutsch, meistens jedenfalls, aber man pflegt hier und da bewusste, nun ja, kreative Ausbrüche einzustreuen, damit es nur nicht gar zu deutsch klingt. Der Wiener nennt das lustige, matschige, runde rote Ding aus Amerika Paradeiser, nicht Tomate. Die Aprikosen heißen Marillen. Und manche Hinterwäldler nennen Erdbeeren tatsächlich Ananas, und das ist kein Scherz. Die Ananas-Ananas heißt bei denen dann Hawaii-Ananas.</p>
<p>Hauptsache, die blicken da noch durch&#8230; Aber es scheint ja zu funktionieren. Schließlich gibt es lebende Österreicher. Und sie kommunizieren miteinander. Irgendwie.</p>
<p>Unwort des Tages: Ananas.</p>
<p><em>Und im nächsten Teil der Wien-Expedition: Das Dingens,  der Waldschrat und das Klo.</em></p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Schlagergestampfe bei der Air Berlin</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Sep 2009 20:19:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unseriös]]></category>
		<category><![CDATA[Air Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[buchen]]></category>
		<category><![CDATA[Flugzeug]]></category>
		<category><![CDATA[Germanwings]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>

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		<description><![CDATA[Akutes Fernweh. Kennen Sie das? Sie sitzen irgendwo, auf einer Parkbank, im Theater, bei der Maniküre, auf Klo, in einem Sexkino &#8211; und Sie wollen auf einmal weg? Ja? Und jetzt stellen Sie sich vor, Sie hätten Geld zur Verfügung. Unendlich viel Geld. Was machen Sie dann also? Richtig, Sie gehen ins Internet und buchen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_972" class="wp-caption alignleft" style="width: 293px"><img class="size-full wp-image-972" title="Der Himmel ist grenzenlos und lädt uns ein / Foto und Text: Air Berlin" src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2009/09/airberlin.jpg" alt="Der Himmel ist grenzenlos und lädt uns ein / Foto und Text: Air Berlin" width="283" height="185" /><p class="wp-caption-text">Der Himmel ist grenzenlos und lädt uns ein / Foto und Text: Air Berlin</p></div>
<p>Akutes Fernweh.</p>
<p>Kennen Sie das? Sie sitzen irgendwo, auf einer Parkbank, im Theater, bei der Maniküre, auf Klo, in einem Sexkino &#8211; und Sie wollen auf einmal weg? Ja?</p>
<p>Und jetzt stellen Sie sich vor, Sie hätten Geld zur Verfügung. Unendlich viel Geld. Was machen Sie dann also?</p>
<p>Richtig, Sie gehen ins Internet und buchen einen Flug nach, sagen wir, Kuala Lumpur.</p>
<p>Genau das ist mir gestern widerfahren.</p>
<p><span id="more-969"></span></p>
<p>Naja, sagen wir, die Umstände waren ein klein wenig anders. Und ich wollte nach Wien und nicht nach Südostasien. Aber ich wollte buchen. Viel buchen.</p>
<p>Klarer Fall, sagt da der internetaffine Mensch: Gehst du auf <a href="http://www.airberlin.com" target="_blank">airberlin.com</a>.</p>
<p>Gesagt, getan &#8211; Kruse stöbert nach den richtigen Flügen. Übrigens fühle ich mich wie ein richtiger Globetrotter, seit ich den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/IATA-Code" target="_blank">IATA-Code</a> für den Hamburger Flughafen kenne, aber das nur nebenbei.</p>
<p>Gerade will ich der Air Berlin mein Geld in den Rachen stopfen, da bekomme ich plötzlich eine schmucklose weiße Seite zu Gesicht: Wartungsarbeiten. Zum Buchen rufen Sie bitte an: 01805 &#8211; &#8230;</p>
<p>Weil ich gerade guter Laune bin, mache ich das auch tatsächlich. Der erste Schock ereilt mich in der Warteschleife der Air Berlin-Hotline: Man spielt ein eigens für die Firma produziertes Lied &#8211; den Air Berlin-Song. Eine piepsige Sängerin singt zu Synthesizern und Schlagergestampfe Marketing-Plattitüden. Der Refrain geht so:</p>
<blockquote><p>Flugzeuge im Bauch, im Blut Kerosin, kein Sturm hält sie auf, uns&#8217;re Air Berlin. Die Nase im Wind, den Kunden im Sinn und ein Lächeln stets mit drin: Air Berlin.</p></blockquote>
<p>Von der Kreativität der Songproduzenten zeugen nicht nur die an dieser Stelle obligatorischen Metaphern vom grenzenlosem Himmel, sondern auch folgende Textpassage:</p>
<blockquote><p>Wir fliegen für Service für wenig Geld, haben ihre Wünsche im Blick. Auf Shopping und Business eingestellt, fliegen sie mit uns pünktlich hin. Beim Urlaub sind wir erste Wahl, da der schon an Bord beginnt! (&#8230;)</p>
<p>Immer pünktlich und schnell, dass ist unsere Philosophie,<br />
Wir heben immer gut ab, doch abgehoben sind wir nie!<sup>(1)</sup></p></blockquote>
<p>Aufkommende Mordgelüste ignorierend, kämpfe ich mich bis zur Call-Center-Mitarbeiterin vor. Im nun folgenden Gespräch finde ich (!) heraus, dass eine Buchung bei Sabine, der Call-Center-Frau, 10 Euro mehr kostet als eine Internet-Buchung. Wenn ich das nicht bezahlen wolle, solle ich doch Internet buchen.</p>
<p>&#8220;Das würde ich ja gern tun, aber Ihre Seite ist gerade offline. Da macht irgendwer Wartungsarbeiten.&#8221;</p>
<p>&#8220;Ja, dann müssen Sie wohl die 10 Euro bezahlen&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;Ach, wissen Sie, ich werde einfach bei den Kollegen von Germanwings buchen.&#8221;</p>
<p>Sabine schwieg ein wenig länger als notwendig. Schon bald war das Gespräch zuende. Und ich um ein Ticket reicher. Aber von Germanwings.</p>
<p>Unwort des Tages: Die Nase im Wind, den Kunden im Sinn.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small><br>
<hr style="width: 20%; color: #eee;"><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_969" class="footnote">Wer&#8217;s sich geben will: Der <a href="http://www.youtube.com/watch?v=RbMZFeDbr_A" target="_blank">Air Berlin-Song bei Youtube</a>. Keine Haftung bei Gesundheitsschäden. </li></ol>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kampf den Körperflüssigkeiten</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2009/08/10/kampf-den-korperflussigkeiten/</link>
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		<pubDate>Sun, 09 Aug 2009 22:21:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unseriös]]></category>
		<category><![CDATA[Nasendusche]]></category>
		<category><![CDATA[Nasenspülung]]></category>
		<category><![CDATA[Neti]]></category>
		<category><![CDATA[Schnupfen]]></category>
		<category><![CDATA[Yoga]]></category>

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		<description><![CDATA[Kennen Sie das Stadium der absoluten Verzweiflung? In einem solchen befinde ich mich derzeit. Ich fange sogar schon an, auf die Ratschläge meine Eltern zu hören. Das ist in meinem Alter total ungewöhnlich und kommt unter normalen Umständen auch eigentlich nicht vor. Aber ich habe Schnupfen. Ja, denken Sie jetzt, der soll sich mal nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kennen Sie das Stadium der absoluten Verzweiflung? In einem solchen befinde ich mich derzeit. Ich fange sogar schon an, auf die Ratschläge meine Eltern zu hören. Das ist in meinem Alter total ungewöhnlich und kommt unter normalen Umständen auch eigentlich nicht vor.</p>
<p>Aber ich habe Schnupfen.</p>
<p>Ja, denken Sie jetzt, der soll sich mal nicht so anstellen.</p>
<p>Nein, sage ich. Ich habe Schnupfen. Wirklichen Schnupfen. Es ist, als ob meine Nase in Rekordgeschwindigkeit irgendjemanden hinterherlaufem möchte<sup>(1)</sup>. Sie flieht förmlich. Es ist quasi ein permanenter Ausfluss. Und das schon seit fast zwei Wochen. <span id="more-949"></span></p>
<p>Ich habe heute zwei komplette Klopapierrollen verbraucht, nur, um meine Körperflüssigkeiten darin unterzubringen. Und nein, dies ist ein ausschließlich nasenbezogener Text, es handelt sich also nur um Nasensekret, liebe Pornosuchende.</p>
<p>Heute wurde es selbst mir zu bunt. Ich beschloss, einem Ratschlag zu folgen, den mir meine Mutter einst gab: &#8220;Kind&#8221;, so sprach sie fernmündlich und ich konnte förmlich ihren besorgten Blick <em>spüren</em>, &#8220;Kind, wenn du Schnupfen hast, mache eine Nasenspülung! Das hilft!&#8221;</p>
<p>&#8220;Ja, mach&#8217; ich dann mal&#8221;, pflegte ich stets zu antworten, wohl wissend, dass eine Nasenspülung in der Reihe meiner Anti-Krankheitsmaßnahmen nur knapp vor der Darmspiegelung rangierte.</p>
<p>Heute habe ich über Nasenspülung recherchiert und stieß auf <a href="http://www.yogaimzentrum.de/infowelt/die_binduartikel_online_lesen/bindu_1/nasenspuelung" target="_blank">eine Seite</a>, die die Nasenspülung als Teil traditioneller Yogaübungen (&#8220;Neti&#8221;) preist und eloquent beschreibt, wie toll sich das doch alles anfühlt und wie nachhaltig durch die Nasenspülung die Welt zu einem besseren Ort wird. Dabei finden sich lustige, aber auch leicht verstörende Bilder wie <a href="http://www.yogaimzentrum.de/var/corporate/storage/images/media/images/hannover/shop/nosebuddy_banner2_r/45437-1-nor-NO/nosebuddy_banner2_r_image_550_w.jpg" target="_blank">dieses hier</a>, auf dem sich eine junge Frau lustvoll ein blaues Kännchen in die Nase schiebt und kräftig durchspült. Dabei grinst sie nahezu unwiderstehlich.</p>
<p>Die Seite schlägt folgendes Vorgehen vor:</p>
<blockquote><p>Du hälst die Kanne in der einen Hand und setzt die Tülle in ein Nasenloch, so daß sie dicht schließt. Dann beugst Du Dich nach vorne, öffnest den Mund und drehst den Kopf leicht zur Seite. Jetzt läuft das Wasser von selbst herein durch das eine Nasenloch und heraus durch das andere. Atme entspannt durch den Mund. Wenn die Hälfte des Wassers durch das eine Nasenloch gelaufen ist, bläst Du vorsichtig eventuell verbleibendes Wasser und Schleim heraus.</p></blockquote>
<p>Das klingt alles sehr unbequem, fand ich. Ich habe es aber trotzdem gemacht.</p>
<p>Und ich muss sagen, es fühlte sich so an, als würde ein kundiger Ägypter auf traditionelle Weise mein Gehirn mit einem Haken durch die Nase nach draußen ziehen<sup>(2)</sup>.  Danach hatte ich eine halb-freie Nase, fühlte mich aber wie nach einem Verkehrsunfall mit Todesfolge und anschließender Obduktion. Nicht gerade angenehm.</p>
<p>Ziehen wir ein verschnupftes Fazit: Die Welt ist immer noch genau so ungerecht wie vorher, ich bin weder schnupfenfrei noch erleuchtet. Aber schlimmer isses nun auch nicht. Neti, die Nasenspülung, scheint wohl so zu wirken wie Homöopathie. Nämlich tendenziell irgendwie nicht, aber manchmal auch schon. Man muss nur dran glauben.</p>
<p>Unwort des Tages: Ägypter.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small><br>
<hr style="width: 20%; color: #eee;"><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_949" class="footnote">Jackson-Kalauer bieten sich an, ich lehne dankend ab</li><li id="footnote_1_949" class="footnote">So haben die das nämlich bei den Mumien immer gemacht, damals. Also, bevor die Mumien zu Mumien wurden. Sie wissen schon.</li></ol>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Magnus macht Mahmud Mut und die Grenzen des Internets</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2009/08/05/magnus-macht-mahmud-mut-und-die-grenzen-des-internets/</link>
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		<pubDate>Wed, 05 Aug 2009 19:50:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unparteiisch]]></category>
		<category><![CDATA[Unseriös]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich mag die EU Mahmud Ahmadinedschad nicht. Nicht nur, weil er mehrmals laut und recht detailliert über die Vorteile einer Auslöschung Israels nachgedacht hat, sondern auch, weil Mahmud wohl nur deshalb als iranischer Präsident wiedergewählt wurde, weil er sich mit den wirklichen Machthabern im Iran(1) so gut versteht. Und die Machthaber verstehen sich ganz ausgezeichnet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich mag die EU Mahmud Ahmadinedschad nicht. Nicht nur, weil er mehrmals laut und recht detailliert über die Vorteile einer Auslöschung Israels nachgedacht hat, sondern auch, weil Mahmud wohl nur deshalb als iranischer Präsident wiedergewählt wurde, weil er sich mit den wirklichen Machthabern im Iran<sup>(1)</sup> so gut versteht. Und die Machthaber verstehen sich ganz ausgezeichnet mit der lokalen Polizei. Nein, was ein Zufall.</p>
<p>Derlei Zweifel über Mahmuds demokratische Gesinnung sind also durchaus angebracht und nachvollziehbar. Betrachtet man nun noch die Tatsache, dass er wohl auch noch heimlich nachts unter seinem Bett an einer Atombombe bastelt<sup>(2)</sup>, kommt man unweigerlich zu dem Schluss: Mahmud, du bist ein ganz und gar ungerechter Mensch. Ein Bösling. Ein garstiger Geselle. Mit Bart. <span id="more-931"></span></p>
<p>Ahmadinedschad hat also international einen ziemlich beschissenen Ruf. Wirklich mögen tut ihn niemand. Auch und besonders die EU nicht: Wütender Protest regte sich in Brüssel und den europäischen Hauptstädten, als die Contra-Ahmadinedschad-Bewegung, oder das, was eine solche hätte werden können, in Teheran niedergeknüppelt wurde.<sup>(3)</sup></p>
<p>Heute wurde Mahmud mal wieder als iranischer Präsident vereidigt. Eine Veranstaltung, an der normalerweise die hochrangigsten im Lande vertretenen Repräsentanten derjenigen Staaten teilnehmen, mit denen man diplomatische Beziehungen unterhält. Im Iran, so möchte man denken, würden die Botschafter der EU natürlich nicht kommen, um ein Signal zu setzen. Solidarität. Politischer Druck. Und so.</p>
<p>Nun stellt sich die Frage, was dann der schwedische Botschafter Magnus Wernstedt bei Mahmuds pompöser Zeremonie zu suchen hatte. Schweden hat momentan die Ratspräsidentschaft der EU inne &#8211; Magnus&#8217; Anwesenheit kann Mahmud also, wenn er will &#8211; und er will! &#8211; gehörig missverstehen. Nämlich als positives Zeichen aus der EU: &#8220;Mach mal so weiter. Wir finden&#8217;s doof, aber mach mal.&#8221; Denn einige andere EU-Staaten schickten ebenfalls ihre Botschafter.</p>
<p>Warum dies?</p>
<p>Frustrierenderweise ist genau dies Realpolitik. In den letzten Wochen wurde über den &#8220;Widerstand&#8221; im Iran viel geschrieben, gelabert und gesendet. Doch wird es im Iran keine Wende geben: Ahmadinedschad sitzt zu fest im Sattel, als dass die EU einen Bruch mit ihm riskieren könnte oder wollte. Genau dies haben die EU-Staaten heute, ob gewollt oder nicht, anerkannt. Sie werden von ihrem Konfliktkurs der letzten Wochen und Monate abrücken. Und im Iran wird alles so bleiben wie gehabt.</p>
<p>An diesem kleinen Beispiel lassen sich sehr anschaulich die Grenzen des Internets aufzeigen, von denen einige behaupten, dass es sie gar nicht gibt. Solidarisierungsaktionen von Twitter bis sonstwo haben der Demokratiebewegung im Iran augenscheinlich wenig bis gar nichts gebracht. Inzwischen interessiert das aber auch niemanden mehr &#8211; das Thema ist längst tot und in der Netzgemeinde der Schweinegrippe, Ullas Dienstwagen, der Bundesliga oder Lady Gagas Penis gewichen. Das Internet ist eben schnelllebig &#8211; ob nun für einen guten Zweck oder nicht.</p>
<p>Oder erinnert sich noch jemand an die Aktion <a href="http://www.free-burma.org" target="_blank">&#8220;Blogger für ein freies Burma&#8221;</a> von 2007? Die Situation dort ist immer noch so schlecht wie vorher; Suu Kyi ist immer noch beziehungsweise schon wieder in Haft. Besserung nicht in Sicht. Aber im Internet findet das Thema keine überdurchschnittliche Beachtung mehr. Web 2.0 &#8211; Fanatiker und Netjunkies sind stets schnell, wenn es darum geht, die traditionellen Medien und ihren Umgang mit eben solchen Ereignissen zu kritisieren. Doch ist die Netzgemeinde zwar sehr selbstbewusst, wenn es um Aktionen wie diese geht &#8211; etwas ausrichten konnte sie aber bisher nicht. Und es steht zu vermuten, dass das auch gar nicht ernsthaft beabsichtigt ist.</p>
<p>Unwort des Tages: Blogger für den Iran.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small><br>
<hr style="width: 20%; color: #eee;"><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_931" class="footnote">einer Horde interessant gekleideter Geistlicher</li><li id="footnote_1_931" class="footnote">Zumindest sind die Amerikaner ganz ganz fest davon überzeugt. Oder habe ich jetzt ein Déja-vu?</li><li id="footnote_2_931" class="footnote">Wogegen übrigens auch noch so viele lustige grüne Twitter-Bildchen nichts haben ausrichten können. Erstaunlich.</li></ol>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kruse im Kaufrausch</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2009/07/27/kruse-im-kaufrausch/</link>
		<comments>http://www.das-unwort.de/2009/07/27/kruse-im-kaufrausch/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 27 Jul 2009 19:03:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unseriös]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Der Euro sitzt wieder locker&#8221;, flötet die Tagesschau-Sprecherin aus dem Off, während eine Statistin kamerageil 50 Euro aus ihrem Portemonnaie nimmt und den gierigen Händen einer breit grinsenden Kassiererin übergibt. Die Verbraucher, so die Message des Beitrages, kaufen wieder. Vorzugsweise Unterhaltungselektronik. Aber auch alles Andere. &#8220;Es geht wieder aufwärts&#8221;, sächselt ein  Senior in die ARD-Kamera. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_906" class="wp-caption alignleft" style="width: 274px"><img class="size-full wp-image-906" title="Foto: curly_exp( l)osure (Flickr)" src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2009/07/shopping.jpg" alt="Foto: curly_exp( l)osure (Flickr)" width="264" height="307" /><p class="wp-caption-text">Foto: curly_exp( l)osure (Flickr)</p></div>
<p>&#8220;Der Euro sitzt wieder locker&#8221;, flötet die Tagesschau-Sprecherin aus dem Off, während eine Statistin kamerageil 50 Euro aus ihrem Portemonnaie nimmt und den gierigen Händen einer breit grinsenden Kassiererin übergibt. Die Verbraucher, so die <em>Message </em>des Beitrages, kaufen wieder. Vorzugsweise Unterhaltungselektronik. Aber auch alles Andere. &#8220;Es geht wieder aufwärts&#8221;, sächselt ein  Senior in die ARD-Kamera.</p>
<p>Gut, habe ich mir gedacht. Wenn die Kollegen von <em>ARD aktuell</em> das meinen, dann wird es schon stimmen.</p>
<p>Also gehe ich in die Stadt. <span id="more-905"></span></p>
<p>Gut frisiert muss der Student von heute sein. Deshalb warte ich geschlagene eineinhalb Stunden lang beim Frisör. Das macht aber nichts, denn ich habe ja mein Buch dabei: &#8220;Politik und Regieren in Deutschland&#8221;. Fröhliche 350 Seiten Politiktheorie von einem eloquenten Kerl namens Manuel Fröhlich. Haha. Da wird das Warten noch langweiliger als ohnehin schon.</p>
<p>Als ich dann an der Reihe bin, werde ich von einer bekennenderweise unter Kopfschmerzen leidenden (&#8220;Aber meine Tabletten wirken schon!&#8221;), rothaarigen Friseuse mit Zahnspange bis zur Unkenntlichkeit frisiert. &#8220;Föhnen kostet aber extra!&#8221;</p>
<p>Ungeföhnt und mit Kiels schönster Begossener-Pudel-Frisur betrete ich zunächst die Straße, dann &#8211; den entsetzten Blicken der Passanten ausweichend &#8211; ein gar günstiges Bekleidungsgeschäft. ARD aktuell drängt sich zurück in meine Erinnerung: &#8220;&#8230; der Euro sitzt wieder locker&#8230; es wird wieder besser&#8230;&#8221; Das Money-Mantra. Mannomann.</p>
<p>Nagut, denke ich mir. Dann kaufen wir mal was. Was Schönes. Schmeichelhaftes.</p>
<p>Im Angesicht von tonnenweise rosa Shirt-Hemd-Schuh-Hosen und eigentümlich geschnittenem Blousongedöns fällt es mir gelegentlich schwer, zu unterscheiden, ob ich nun in der Männlein- oder Weiblein-Abteilung stehe. Bin ich einfach blöd oder wird der Unterschied tatsächlich kleiner? Dem rosa Blousongedöns und der kurzgeschnittenen Karo-Kakophonie kann ich jedenfalls nicht entkommen, wohin ich auch gehe. Und der Rest ist grau. Mausgrau.</p>
<p>Irgendwann stehe ich dann doch mit einem halben Kleiderschrank im Arm vor der Kasse. Man gönnt sich ja sonst nichts. Und der Euro sitzt nun auch wieder locker.</p>
<p>Obwohl die rothaarige Kassiererin (ich scheine diese Haarfarbe irgendwie anzuziehen) <em>nur </em>&#8220;neunundsiebzig Euro vierundfünzig, bitte&#8221; haben will und mir fordernd die offene Hand hinhält, bin ich versucht, mich in Dagobert-Manier von jedem Cent theatralisch verabschieden zu wollen. Neunundsiebzig Euro vierundfünfzig (bitte)! Dafür bekomme ich fast 43 Gläser Nutella (beim derzeit üblichen Preis von 1,85 pro Glas)!</p>
<p>Aber der Euro sitzt locker. Ich zahle. Innerlich schluchzend zwar, aber ich zahle.</p>
<p>Zuhause angekommen werde ich das Gefühl nicht los, dass ARD aktuell und die Bekleidungskette unter einer Decke stecken. Nun ja, immerhin bin ich jetzt ein gut angezogener, armer Student.  Und ich schaue nie wieder Tagesschau. Zu teuer.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
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		<title>&#8230; und jetzt beugen &#8230; sehr gut! &#8230; noch etwas tiefer&#8230; !</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Jul 2009 18:48:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unistress]]></category>
		<category><![CDATA[Unseriös]]></category>
		<category><![CDATA[Beugung]]></category>
		<category><![CDATA[Grammatik]]></category>
		<category><![CDATA[Konjugation]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Verben]]></category>

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		<description><![CDATA[Deutsch ist zwar eine schöne, aber auch eine ziemlich schwere Sprache. Das merkt man zum Beispiel daran, dass es bei zwei anscheinend ähnlichen Wörtern wie schwer und schwierig immer wieder Probleme in der Verwendung gibt, wie ich eben unglaublich anschaulich demonstriert habe. Und bei anscheinend und scheinbar übrigens auch. Wenden wir uns mit Grausen von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_891" class="wp-caption alignleft" style="width: 292px"><img class="size-medium wp-image-891" title="(Foto: Ugo Cei)" src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2009/07/gym-300x260.jpg" alt="(Foto Ugo Cei)" width="282" height="245" /><p class="wp-caption-text">(Foto: Ugo Cei)</p></div>
<p>Deutsch ist zwar eine schöne, aber auch eine ziemlich schwere Sprache. Das merkt man zum Beispiel daran, dass es bei zwei anscheinend ähnlichen Wörtern wie <em>schwer </em>und <em>schwierig </em>immer wieder Probleme in der Verwendung gibt, wie ich eben unglaublich anschaulich demonstriert habe. Und bei <em>anscheinend </em>und <em>scheinbar </em>übrigens auch.</p>
<p>Wenden wir uns mit Grausen von Adjektiven und Adverbien ab und den Verben zu. Wie Sie wahrscheinlich wissen, gibt&#8217;s im Deutschen zwei Grüppchen von Verben: <span style="text-decoration: line-through;">Ost und West</span> starke und schwache. Die werden verschieden gebeugt. Ich demonstriere Ihnen das jetzt mal:</p>
<p>Ein schüchternes, zurückhaltendes, unterdrücktes, leicht zu beeinflussendes schwaches Verb ist zum Beispiel <em>kacken</em>. Setzt man dies ins Präteritum, so heißt es: <em>Er kackte</em>.<span id="more-884"></span></p>
<p>Ein aggressives, unterdrückendes, mächtiges, gewaltbehaftetes starkes Verb ist zum Beispiel <em>vertragen</em>. Setzt man dies ins Präteritum, so heißt es: <em>Er vertrug</em>.</p>
<p>Nachdem wir uns dies noch ein mal genau betrachtet haben, stellen wir ernüchtert fest: Es gibt einen Unterschied. Sehen Sie selber, nä? Fragen Sie aber nicht nach dem Grund des Unterschieds. Fragen Sie bei Sprache sowieso nie nach dem Grund. Sprache ist grundlos grundlos. Und zwar gründlich.</p>
<p>Ebenso ernüchtert stellen wir fest: Das Vorhandensein dieser beiden Verbgrüppchen hat nicht nur keinen Grund, sondern es ist auch noch in sich erschreckend unlogisch: <em>Verklagen </em>klingt wie <em>vertragen</em>, denkt man<sup>(1)</sup> und müsste doch nach demselben Prinzip gebeugt werden. Dementsprechend müsste es doch <em>er verklug </em>heißen, richtig?</p>
<p>Für die Legastheniker unter Ihnen: <em>Er verklug </em>ist aber <em>nicht </em>korrekt.</p>
<p>Ich habe somit nachgewiesen, dass das alles überhaupt keinen Sinn hat. Warum, könnten wir uns nun fragen, warum beugen wir unsere Verben gerade so und nicht anders? Die Antwort darauf ist einfach: Beugten wir anders, klänge es beschissen.</p>
<p>Stellen Sie sich vor, es gäbe nur starke Verben.<sup>(2)</sup> Was das für Folgen hätte! Ich habe da mal eine kleine Tabelle der erschreckendsten Veränderungen vorbereitet:</p>
<p></p>
<table class="wptable rowstyle-alt" id="wptable-1" >
	<thead>
	<tr>
		<th class="sortable" style="width:250px" align="left">Präsens</th>
		<th class="sortable" style="width:250px" align="left">Präteritum</th>
	</tr>
	</thead>
	<tr>
		<td style="width:250px" align="left">schmecken</td>
		<td style="width:250px" align="left">er schmock</td>
	</tr>
	<tr class="alt">
		<td style="width:250px" align="left">weiterleiten</td>
		<td style="width:250px" align="left">er litt weiter</td>
	</tr>
	<tr>
		<td style="width:250px" align="left">reifen</td>
		<td style="width:250px" align="left">er riff</td>
	</tr>
	<tr class="alt">
		<td style="width:250px" align="left">streben</td>
		<td style="width:250px" align="left">er stribb</td>
	</tr>
	<tr>
		<td style="width:250px" align="left">speisen</td>
		<td style="width:250px" align="left">er sposs</td>
	</tr>
	<tr class="alt">
		<td style="width:250px" align="left">wischen</td>
		<td style="width:250px" align="left">er wosch</td>
	</tr>
	<tr>
		<td style="width:250px" align="left">vergilben</td>
		<td style="width:250px" align="left">er vergolb</td>
	</tr>
	<tr class="alt">
		<td style="width:250px" align="left">erleuchten</td>
		<td style="width:250px" align="left">er erlauch</td>
	</tr>
	<tr>
		<td style="width:250px" align="left">spucken</td>
		<td style="width:250px" align="left">er spock</td>
	</tr>
	<tr class="alt">
		<td style="width:250px" align="left">schniefen</td>
		<td style="width:250px" align="left">er schnoff</td>
	</tr>
</table><p>
</p>
<p>Bei <em>drehen </em>und <em>flehen </em>müssten wir uns entscheiden: Beugen wir es wie <em>gehen </em>oder wie <em>sehen</em>? Oder gar wie <em>verstehen</em>? Die Resultate sind gleich bescheiden: Er <em>dring</em>, er <em>flah</em>, er <em>drand</em>.</p>
<p>Fazit: Seien wir froh, dass wir so beugen, wie wir beugen. Das ist zwar nicht logisch und auch für Fremdsprachler kaum nachvollziehbar, aber immerhin <em>klingt </em>es gut.</p>
<p>Unwort des Tages: Weitergelitten.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small><br>
<hr style="width: 20%; color: #eee;"><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_884" class="footnote">Rein sprachlich natürlich. Nicht vom Inhalt her.</li><li id="footnote_1_884" class="footnote">Das klingt leicht rechtsradikal, ist aber im Grunde gar nicht so gemeint.</li></ol>]]></content:encoded>
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