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	<title>Das Unwort &#187; Ungläubig</title>
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	<description>Unseriöse, unerhört unpolitische Ungereimtheiten</description>
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		<title>Die Zeugen schlagen zurück</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 13:31:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach einer Nachtschicht fühlt sich auch 12:23 Uhr an wie der frühste Morgen: bleierne Müdigkeit in den Gliedern und keine &#8211; oder krude &#8211; Gedanken im Hirn. Ich unterscheide mühsam Kloschüssel und Badewanne voneinander, befeuchte Ersteres, besteige Letzteres und verharre &#8230; <a href="http://www.das-unwort.de/2011/08/01/die-zeugen-schlagen-zuruck/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einer Nachtschicht fühlt sich auch 12:23 Uhr an wie der frühste Morgen: bleierne Müdigkeit in den Gliedern und keine &#8211; oder krude &#8211; Gedanken im Hirn. Ich unterscheide mühsam Kloschüssel und Badewanne voneinander, befeuchte Ersteres, besteige Letzteres und verharre erstmal zehn Minuten regungslos unter der heißen Dusche.</p>
<p>Es klingelt.</p>
<p>Mein Badezimmer liegt direkt neben der Haustür &#8211; das äußerst unflätige Schimpfwort muss, wer auch immer da steht, definitiv gehört haben. Recht so.</p>
<p>Ich schiebe den Duschvorhang zur Seite, greife mir etwas Rotes, das so aussieht wie ein Handtuch, halte es mir notdürftig vor mein Genital und stapfe tropfend durch den Flur.</p>
<p>Vor der Tür stehen zwei ältere Damen. Die Linke ist etwas rundlich und trägt ein graumeliertes Ex-Haarkunstwerk und eine dicke Brille mit schwarzen Rändern. Die Rechte hat eine erblondete Turmfrisur. <span id="more-1372"></span></p>
<p>&#8220;Hallo&#8221;, flötet die Grauhaarige, &#8220;ich wollte nur mal gucken, ob Ihre Klingel funktioniert.&#8221; Sie grinst militant.</p>
<p>Ich stehe nackt mit Handtuch vor den beiden Frauen und gucke die Linke ziemlich blöd an. Mit den kurzen Armen hat sie ein kleines blaues Büchlein vor ihren Bauch geklemmt. Ich erkenne nur ein Wort des Titels, aber das reicht schon: &#8220;<a href="http://www.das-unwort.de/2007/06/29/folge-dem-christus-nach-jehovas-zeugen-feiern-rauschendes-glaubensfest-in-der-aol-arena/" target="_blank">Botschaft</a>&#8220;.</p>
<p>Tropf, tropf&#8230;</p>
<p>Die Blicke der Turmfrisur tasten mich in Zeilupe ab, ich kann es förmlich spüren. Von oben nach unten und dann wieder zurück. Ganz genüsslich. Ich werde aggressiv.</p>
<p>&#8220;Wie Sie sehen, dusche ich gerade. Vielen Dank, tschüs.&#8221;</p>
<p>&#8220;Ja&#8230; !&#8221;, bringt die Turmfrisur noch heraus, da ist die Tür schon wieder zu.</p>
<p>Auf dem Rückweg in die Dusche frage ich mich, warum ich mich eigentlich bedankt habe. Und beschließe, später den Flur zu feudeln, wo er doch schon mal nass ist.</p>
<p>Unwort des Tages: Blöde Ausrede.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small> <p><a href="http://www.das-unwort.de/?flattrss_redirect&amp;id=1372&amp;md5=caaf78aebb83bbcd79688540c7714a60" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.das-unwort.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Zwei Euro siebzehn für Gott</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Aug 2010 17:52:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ungläubig]]></category>
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		<description><![CDATA[Ungläubigkeit ist wie ein Virus. Oder noch schlimmer: Es ist ein Gedanke, der, einmal ins Hirn eingepflanzt, wächst und wächst und den man nicht wieder los wird. Der sagt: Gott, Der Auf Alles Aufpasst Und Es Übrigens Auch Vorher Geschaffen &#8230; <a href="http://www.das-unwort.de/2010/08/19/zwei-euro-siebzehn-fur-gott/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1249" class="wp-caption alignleft" style="width: 281px"><img class="size-full wp-image-1249" title="Gott" src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2010/08/gott.jpg" alt="Die Scheinwerfer waren bestimmt teuer / Foto: Jan Christian Schneider, aboutpixel.de" width="271" height="180" /><p class="wp-caption-text">Die Scheinwerfer waren bestimmt teuer / Foto: Jan Christian Schneider, aboutpixel.de</p></div>
<p>Ungläubigkeit ist wie ein Virus. Oder noch schlimmer: Es ist ein Gedanke, der, einmal ins Hirn eingepflanzt, wächst und wächst und den man nicht wieder los wird. Der sagt: Gott, Der Auf Alles Aufpasst Und Es Übrigens Auch Vorher Geschaffen Hat, ist gar nicht wirklich existent. Oder zumindest nicht mehr an seiner Schöpfung interessiert. Vielleicht erschafft er auch gerade eine Parallel-Welt im Beta-Quadranten &#8211; mit Grottenolmen als vorherrschender Spezies<sup>(<a href="http://www.das-unwort.de/2010/08/19/zwei-euro-siebzehn-fur-gott/#footnote_0_1247" id="identifier_0_1247" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Grottenolme zweifeln nicht. Grottenolme klagen nicht. Sie beten nicht und denken kaum. Sie sind sehr gen&uuml;gsam und demzufolge f&uuml;r eine Gottheit quasi perfekte Kunden, weil sie so pflegeleicht sind. Und sie brauchen auch kein Licht, weswegen sich die Gottheit jenen d&auml;mlichen Spruch sparen kann, der nach einigen Tausend Jahren ohnehin nur noch f&uuml;r Flachwitze missbraucht wird, von wegen &amp;#8220;Haha, er fand den Schalter nicht&amp;#8230; ">1</a>)</sup>. Oder er ist in <a href="http://www.theonion.com/articles/god-hinting-at-retirement,17747/" target="_blank">Rente</a>.</p>
<p>Diese geradezu blasphemische Haltung hat mein verirrter Geist schon vor einer ganzen Weile eingenommen. Bisher hatte das keinerlei Folgen, denn in unserer westlichen Zivilisation von Popstars und Radiomoderatoren kann man ganz gut leben, ohne ständig auf eine Gottheit zu stoßen.<sup>(<a href="http://www.das-unwort.de/2010/08/19/zwei-euro-siebzehn-fur-gott/#footnote_1_1247" id="identifier_1_1247" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Es sei denn, man h&auml;lt Dieter Bohlen f&uuml;r eine Gottheit, und ja, es soll Menschen geben, die das tun">2</a>)</sup> Da ich nun aber in die Reihen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer<sup>(<a href="http://www.das-unwort.de/2010/08/19/zwei-euro-siebzehn-fur-gott/#footnote_2_1247" id="identifier_2_1247" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="sowie derjenigen Arbeitnehmerinnen, die zwar biologisch Arbeitnehmerinnen sind, sich jedoch wie Arbeitnehmer f&uuml;hlen und andersrum">3</a>)</sup> aufgenommen werde und demzufolge Gehaltsabrechnungen bekomme, drängt sich Gott, Der Alles Zusammenhält Und Es Übrigens Auch Vorher Geschaffen Hat, in den Vordergrund: Auf meiner Gehaltsabrechnung steht nämlich, dass ich Gott, Dessen Güte Und Finanzbedarf Unermesslich Ist,  Geld gegeben habe. Und zwar bisher 2,17 Euro Kirchensteuer. <span id="more-1247"></span></p>
<p>Ich möchte nicht geizig erscheinen &#8211; ich gebe gerne, und zwei Euro ist ja nicht viel. Und ich meine, man sollte Gott auch ruhig dankbar dafür sein, dass er das alles gemacht hat damals mit der Installation des Universums und dem Licht und dem magischen Hauch<sup>(<a href="http://www.das-unwort.de/2010/08/19/zwei-euro-siebzehn-fur-gott/#footnote_3_1247" id="identifier_3_1247" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Oder war das bei Final Fantasy?!">4</a>)</sup> und so. Das ist mir auch gut und gern zwei Euro wert. Aber erstens hat mich niemand um Erlaubnis gefragt, sich das Geld unter den göttlichen Nagel zu reißen und zweitens ist dann bei zwei Euro siebzehn auch bald mal Schluss.</p>
<p>Zudem muss man sich ja fragen, was Gott mit dem Geld anstellt, wo er doch nicht mal einen festen Wohnsitz hat, demzufolge auch keine Tapeten oder Möbelstücke kaufen muss, keine Miete zahlt und vermutlich, wenn er denn mal einkaufen geht, überall satte Rabatte bekommt. Ich wage also zu behaupten: Eigentlich braucht Gott gar kein Geld. Und sein selbsternanntes Bodenpersonal, also diese lustig gekleideten Menschen, die nur dann in den Schlagzeilen sind, wenn entweder Weihnachten oder Ostern ist oder sie schlimme Dinge mit Kindern anstellen, die will ich eigentlich nicht finanzieren. Zumindest nicht pauschal. Und nicht mit zwei Euro siebzehn.</p>
<p>Deswegen möchte ich aus der Kirche austreten. Weil es Gott, Der Alles, Also Auch Die Kirche, Geschaffen Hat, ja ohnehin nicht gibt. Und wenn doch, dann versteht er bestimmt, dass ich in dem Verein da nicht mehr mitmachen will. Wenn es Gott gibt, ist er vermutlich ohnehin schon lange selbst aus der Kirche ausgetreten.</p>
<p>Mein Problem ist meine Faulheit. Denn um die lustig gekleideten Menschen loszuwerden und mein Geld vor göttlichen Nägeln zu schützen, muss ich meine Lohnsteuerkarte aus den Fängen meines Arbeitgebers befreien, mit 10 Euro bewaffnet ins Standesamt gehen und dort eine Schwarze Messe zelebrieren oder sonstwie meine Gottlosigkeit unter Beweis stellen. Wobei mich nicht die Schwarze Messe stört, sondern eher die Öffnungszeiten des Standesamtes.</p>
<p>In den letzten Monaten wollte ich diesen wichtigen Schritt wirklich jede Woche unternehmen, aber ich bin bisher nicht dazu gekommen. Ob das wohl ein göttliches Zeichen ist?</p>
<p>Vermutlich nicht.</p>
<p>Unwort des Tages: Halleluja.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small><br>
<hr style="width: 20%; color: #eee;"><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1247" class="footnote">Grottenolme zweifeln nicht. Grottenolme klagen nicht. Sie beten nicht und denken kaum. Sie sind sehr genügsam und demzufolge für eine Gottheit quasi perfekte Kunden, weil sie so pflegeleicht sind. Und sie brauchen auch kein Licht, weswegen sich die Gottheit jenen dämlichen Spruch sparen kann, der nach einigen Tausend Jahren ohnehin nur noch für Flachwitze missbraucht wird, von wegen &#8220;Haha, er fand den Schalter nicht&#8230; </li><li id="footnote_1_1247" class="footnote">Es sei denn, man hält Dieter Bohlen für eine Gottheit, und ja, es soll Menschen geben, die das tun</li><li id="footnote_2_1247" class="footnote">sowie derjenigen Arbeitnehmerinnen, die zwar biologisch Arbeitnehmerinnen sind, sich jedoch wie Arbeitnehmer fühlen und andersrum</li><li id="footnote_3_1247" class="footnote">Oder war das bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Final_Fantasy" target="_blank">Final Fantasy</a>?!</li></ol> <p><a href="http://www.das-unwort.de/?flattrss_redirect&amp;id=1247&amp;md5=dc3d2b38e7cc574f80024f53ca97c700" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.das-unwort.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ebol ned Nerreh! Der Tag des Ungottes</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2009/06/12/ebol-ned-nerreh-der-tag-des-ungottes/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Jun 2009 22:34:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Freut euch des Lebens und gedenkt derer, die es nicht können, weil sie nämlich tot sind. Denn gestern, liebe christliche Leser, war Fronleichnam. An Fronleichnam wird laut Wikipedia der &#8220;in der Eucharistie wahrhaft gegenwärtige Christus als Kommunion und Opferspeise&#8221; verehrt. &#8230; <a href="http://www.das-unwort.de/2009/06/12/ebol-ned-nerreh-der-tag-des-ungottes/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_863" class="wp-caption alignleft" style="width: 294px"><img class="size-medium wp-image-863" title="Ja, wo laufen sie denn?  / Foto: pixelio, Adolf Riess" src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2009/06/fronl-300x225.jpg" alt="Ja, wo laufen sie denn?  / Foto: pixelio, Adolf Riess" width="284" height="213" /><p class="wp-caption-text">Ja, wo laufen sie denn?  / Foto: pixelio, Adolf Riess</p></div>
<p>Freut euch des Lebens und gedenkt derer, die es nicht können, weil sie nämlich tot sind. Denn gestern, liebe christliche Leser, war Fronleichnam. An Fronleichnam wird laut Wikipedia der &#8220;in der Eucharistie wahrhaft gegenwärtige Christus als Kommunion und Opferspeise&#8221; verehrt. Zu diesem Anlass schnallen die Katholiken Dinge, die sie schick/wertvoll/Respekt einflößend/geil finden, auf Bahren und tragen sie singend durch die Gegend. Davor und danach feiern sie Messen. Oder so.</p>
<p>An dieser Stelle würden sich die vielzitierten Besucher eines fremden Planeten wieder aus ihren fünf Augen gegenseitig erstaunt angucken und sich fragen, was zum Henker die ollen Anthropomorphen da unten schon wieder geraucht haben.</p>
<p>Davon mal ganz abgesehen und angesichts einer horrenden Summe von katholischen Feiertagen frage ich mich: Warum gibt es keinen Tag, an dem ganz bewusst <em>kein </em>Gott verehrt wird? Kein abgehalfterter christlicher Heiliger, kein muselmanischer Prophet, keiner der Millionen hinduistischer Götter&#8230; <span id="more-862"></span></p>
<p>Einen solchen Tag sollte man mal weltweit einführen. Man könnte ihn &#8220;Tag des <strong>Un</strong>gottes&#8221; nennen. Die Menschen würden dann natürlich nicht arbeiten, denn es ist ein Feiertag. Sie würden irgendwelche Orte aufsuchen, die nichts mit Religion zu tun haben, zum Beispiel ein Bordell&#8230; oder ein Raumschiff&#8230; ein Theater&#8230; eine Bank&#8230; und würden dort irgendwelche Handlungen vollziehen, die ebenfalls total unreligiös sind. Sie könnten sich auf mitgebrachte Teppiche fläzen und die Zunge gen Westen herausstrecken. Oder sie könnten &#8220;Lobe den Herren&#8221; rückwärts singen, was dann ungefähr so klingt:</p>
<p><a href="http://www.das-unwort.de/ebol%20ned%20nerreh.mp3">http://www.das-unwort.de/ebol%20ned%20nerreh.mp3</a></p>
<p>(Entdecken auch Sie die versteckten Botschaften! Die Illuminati haben uns in diesem Lied wer weiß wie viele Hinweise hinterlassen über ihre Anführer, ihre Essgewohnheiten, die Farbe ihrer Popel&#8230; Sie müssen nur Klingonisch können, um das alles zu entschlüsseln!)</p>
<p>Ich finde, wir sollten mal <em>dafür </em>eine Petition beim Bundestag einreichen. Und nicht immer für so Dinge wie &#8220;Befolgung der Vorgaben des Grundgesetzes bei der Bekämpfung von Kinderpronographie&#8221; oder so.</p>
<p>Unwort des Tages: Amen.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Ja, wo hängt er denn? Alle Jahre wieder dasselbe Spiel&#8230;</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2009/04/13/ja-wo-hangt-er-denn-alle-jahre-wieder-dasselbe-spiel/</link>
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		<pubDate>Mon, 13 Apr 2009 17:38:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Christus hat einen guten PR-Berater. Denn jedes Jahr zu Ostern ist er in den Medien. Deutschlandweit! Und dafür musste er lediglich gefoltert werden, sterben und wiederauferstehen! Es gibt Leute, die würden deutlich mehr tun als das, um eine vergleichbare &#8230; <a href="http://www.das-unwort.de/2009/04/13/ja-wo-hangt-er-denn-alle-jahre-wieder-dasselbe-spiel/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.das-unwort.de/2007/06/29/folge-dem-christus-nach-jehovas-zeugen-feiern-rauschendes-glaubensfest-in-der-aol-arena/" target="_blank">Der Christus</a> hat einen guten PR-Berater. Denn jedes Jahr zu Ostern ist er in den Medien. <em>Deutschlandweit</em>!</p>
<p>Und dafür musste er lediglich gefoltert werden, sterben und wiederauferstehen! Es gibt Leute, die würden deutlich mehr tun als das, um eine vergleichbare Medienwirkung zu erzielen.</p>
<p>Zu Ostern müssen wir kritischen Medienkonsumenten also sehr gut aufpassen &#8211; es findet sich überall und unvermutet christliche Infiltration. Beweise?</p>
<p>Jedes Jahr setzt sich der Papst an das Kopfende des mit <span style="text-decoration: line-through;">Schaulustigen</span> Gläubigen vollgestopften Platzes und verkündet in 63 Sprachen, dass jetzt Ostern sei oder so ähnlich. Dabei ist davon auszugehen, dass englischsprachige Anwesende allenfalls erahnen können, was Benedikt meint, wenn er sagt: &#8220;Mäh se greß änd dschoi off se reisn Kreist bih wiss juh oll!&#8221;</p>
<p>Teile dieser Zeremonie finden sich in Nachrichtensendungen auf der ganzen Welt wieder,<em> inklusive unserer Tagesschau</em>! <strong>Skandal!!!</strong><span id="more-802"></span></p>
<p>Und es geht noch weiter:</p>
<p>Einer plötzlichen Krankheit wegen war ich am Ostersonntag an Bett und Fernseher gefesselt. Ich fand Erschreckendes heraus: Die dreistündige Zeremonie auf dem Petersplatz wurde auf sage und schreibe <em>drei </em>Sendern live übertragen &#8211; ARD, Phoenix und BR! Das ist mehr Sendezeit als Angela Merkel jemals auch nur ansatzweise bekäme, wenn sie mit irrem Blick und nur mit rosa Plüschohren bekleidet vor die Kameras träte, um nach einer Bauchtanzeinlage die Trennung von ihrem Mann und nebenbei auch den totalen Krieg mit Liechtenstein bekanntzugeben. Oder etwas ähnlich Beklopptes.</p>
<p>Der Christus weilte in diesen Tagen sogar dort, wo man ihn am wenigsten vermutet: Bei Google, dem gottlosen Internetmonster. Und zwar ganz unaffällig und versteckt zwischen allerlei Alltagsmeldungen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-803" title="ostern" src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2009/04/ostern.jpg" alt="ostern" width="353" height="255" />Diese den Regeln christlicher Metaphorik folgende Überschrift mutet zwischen den ganzen Sauf- und Sportmeldungen doch recht eigentümlich an. Man möchte sich fast fragen, was sie da eigentlich zu suchen hat.</p>
<p>Aber nun gut, es ist halt Ostern. Da kann sowas schon mal da hineinrutschen.</p>
<p>Wie gut, dass Ostern nun vorbei ist. Ich lese lieber Meldungen über heldenhafte amerikanische Frachtschiffkapitäne als über abstruse Lichter&#8230;</p>
<p>Unwort des Tages: Kyrie eleison.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Göttliche Fügung zum Download!</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2009/02/03/gottliche-fugung-zum-download/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Feb 2009 22:23:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kennen Sie das: Man will, dass etwas geschieht, aber es geschieht einfach nicht? Man wünscht sich etwas so sehr, dass man an fast nichts Anderes mehr denken kann, aber es will und will einfach nicht passieren? Brauchen Sie zum Beispiel &#8230; <a href="http://www.das-unwort.de/2009/02/03/gottliche-fugung-zum-download/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kennen Sie das: Man will, dass etwas geschieht, aber es geschieht einfach nicht? Man wünscht sich etwas so sehr, dass man an fast nichts Anderes mehr denken kann, aber es will und will einfach nicht passieren?</p>
<p>Brauchen Sie zum Beispiel Geld?</p>
<p>Suchen Sie die einzig wahre Liebe?</p>
<p>Brauchen Sie einen neuen Job?</p>
<p>Wollten Sie schon immer mal auf die Bahamas, sind aber zu faul, dafür zu arbeiten?</p>
<p>Sehnen Sie sich nach persönlicher Bestätigung? Nach einem Kontakt zu einem höheren Wesen?</p>
<p>Dann habe ich die Lösung für Sie: <em>Die göttliche Fügung zum Download!</em> Sie müssen nur einige wenige Felder ausfüllen, und schon werden all Ihre Wünsche wahr! Schicken Sie das ausgefüllte Formular einfach an die richtige Stelle: Den Vorgesetzten, den vergebens Geliebten, den Angestellten der Arbeitsagentur, den Reisebüromitarbeiter&#8230; Sie werden sehen, es funktioniert!</p>
<p>Die göttliche Fügung gibt es in zwei Versionen: Die Version für Christen aller Formen und Farben gibt es <a href="http://www.das-unwort.de/Goettliche_Fuegung_Christentum.pdf" target="_blank">hier</a>; die Anbeter anderer Götter und Göttinnen verwenden bitte <a href="http://www.das-unwort.de/Goettliche_Fuegung_Cetera.pdf" target="_blank">dieses Formular</a>.</p>
<p>Gehen Sie mit Gott.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Selbststudium zu Neujahr &#8211; Warum eigentlich nicht?</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 2009 17:47:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Versuchen Sie mal, sich gedanklich ein wenig von Ihrem Selbst zu entfernen. Bitte nicht so weit, dass Sie dann irgendwelche Straftaten begehen, weil Ihr Verstand Ihren Körper womöglich nicht mehr unter Kontrolle hat. Aber denken Sie mal gelegentlich anders als &#8230; <a href="http://www.das-unwort.de/2009/01/01/selbststudium-zu-neujahr-warum-eigentlich-nicht/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Versuchen Sie mal, sich gedanklich ein wenig von Ihrem Selbst zu entfernen. Bitte nicht so weit, dass Sie dann irgendwelche Straftaten begehen, weil Ihr Verstand Ihren Körper womöglich nicht mehr unter Kontrolle hat. Aber denken Sie mal gelegentlich anders als gewöhnlich!</p>
<p>Sie werden sehen: Sie kommen auf erstaunliche Gedanken.</p>
<p>Das ist übrigens einer von diesen monokausalen Zusammenhängen, die so tun, als ob sie intelligent und neu wären, es aber nicht sind. Doch das nur am Rande.</p>
<p>Sie kommen also auf erstaunliche Gedanken, liebe Leser, wenn Sie stark (oder schwach, oder bekloppt) genug sind, es zuzulassen. Trauen Sie sich ruhig einmal, das von Gott gegebene grenzenlos geile Gefüge der Welt infrage zu stellen! Forschen Sie nach! Seien Sie neugierig! Fragen Sie sich in ungewöhnlichen Situationen einfach mal: &#8220;Warum?&#8221;</p>
<p><span id="more-664"></span></p>
<p>Sie könnten sich zum Beispiel gestern Abend gegen 23.55 Uhr gefragt haben: &#8220;Warum stehe ich hier mit einem Sektglas in der Hand und rede Humbug, nur damit die Zeit bis 0 Uhr überbrückt ist?&#8221;</p>
<p>Und dann: &#8220;Warum stoße ich an, umarme wildfremde Leute (wie sind die eigentlich hier hergekommen? Was wollen die hier?!) und brülle &#8216;Frohes Neues!&#8217;, obwohl doch der Tag morgen rein physikalisch und vom Weltenplan her gesehen genau so ist wie heute?&#8221;</p>
<p>Und dann: &#8220;Warum stehe ich in der Kälte, lasse mich von sündhaft teuren Feuerwerkskörpern einstinken, die ich selbst gekauft habe und verbrenne mir beim Anzünden ständig die Finger?&#8221;</p>
<p>Die frustrierende, aber erleuchtende Antwort muss lauten: Weil irgendein behämmerter mittelalterlicher Mönch zu der Erkenntnis kam, eine Datumsreform durchführen zu müssen und den abgehalfterten Papst von seiner Idee überzeugen konnte. Weil es üblich ist, am Jahresende wildfremde Leute einzuladen, sie durchzufüttern und so zu tun, als möge man sie. Weil es üblich ist, um 0 Uhr stinkende Feuerwerkskörper in den Himmel zu schießen.</p>
<p>Nebenbei bemerkt lassen sich so gut wie alle Probleme dieser Welt auf mittelalterliche Mönche zurückführen, denken Sie mal drüber nach. Aber überreagieren Sie nicht &#8211; schlagen Sie also nicht den nächsten Gregorian Choir zusammen, der bei Ihnen in der Nähe auftritt. Der kann nämlich in der Regel nichts dafür. Und strafbar ist es auch noch. Es sei denn, es ist ein Ausländer-Chor.</p>
<p>Kleiner Scherz am Rande. Haben Sie gemerkt? Das war ein &#8220;Hahaha- oweiowei&#8230;&#8221;-Witz. Einer, wo man erst lacht, dann aber merkt, dass es nicht üblich ist, dort zu lachen. Und politisch unkorrekt noch dazu.</p>
<p>Die absolute Spitze der politischen Korrektheit haben Sie übrigens dann erreicht, wenn Sie es schaffen, bei der Lektüre des obigen ausländerfeindlichen Witzes <em>sofort </em>böse zu gucken, ohne vorher zu lachen. Wenn Sie das können, sind Sie komplett im Einklang mit dem <em>Üblichen</em>. Stehen quasi kurz vor dem gesellschaftlichen Nirvana.</p>
<p>Und hatten gestern eine richtig beschissene Silvesterfeier.</p>
<p>Unwort des Tages: Warum?</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Folge dem Christus nach! Jehovas Zeugen feiern rauschendes Glaubensfest in der AOL Arena</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Jun 2007 22:25:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ungläubig]]></category>
		<category><![CDATA[Unseriös]]></category>
		<category><![CDATA[AOL Arena]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich bin mir sicher, dass Sie alle schonmal das drängende Gefühl hatten, jetzt auf der Stelle Christus nachfolgen zu wollen. Das kennen wir doch alle, oder? Wenn die letzte Silbe von &#8220;Schatz, es ist aus&#8230;&#8221; im Raum verklungen oder die &#8230; <a href="http://www.das-unwort.de/2007/06/29/folge-dem-christus-nach-jehovas-zeugen-feiern-rauschendes-glaubensfest-in-der-aol-arena/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin mir sicher, dass Sie alle schonmal das drängende Gefühl hatten, jetzt auf der Stelle Christus nachfolgen zu wollen. Das kennen wir doch alle, oder? Wenn die letzte Silbe von &#8220;Schatz, es ist aus&#8230;&#8221; im Raum verklungen oder die Kündigung gerade eingetroffen ist (&#8220;Wir wünschen Ihnen für Ihre Zukunft alles Gute&#8221;), wenn der Gerichtsvollzieher einmal oder der Postmann zweimal klingelt, wenn die Waschmaschine ausgelaufen, die Liebe unerwidert, das Leben allgemein einfach scheiße oder man mit der Gesamtsituation unzufrieden ist, ja, dann möchte man gelegentlich wirklich Christus nachfolgen. Wobei es dabei dann eher weniger darum geht, dahin zu kommen, wo Christus nun ist (wo auch immer das sein mag), sondern darum,  sich so schnell wie möglich vom derzeitigen Aufenthaltsort zu entfernen.</p>
<p>Die Zeugen Jehovas haben wie immer ihre eigene Theorie. Mit der Aufforderung &#8220;<a title="Folge dem Christus nach!" href="http://www.das-unwort.de/je1.jpg">Folge dem Christus nach!</a>&#8221; verbindet sich eine Einladung zum &#8220;Bezirkskongress der Zeugen Jehovas&#8221; in die von göttlicher Hand gemietete (quasi die umgekehrte Form von Ablass) AOL-Arena in Hamburg. Ob sich Jesus wohl unter den Zuschauern befindet? Oder unter den Rednern? Unter den Schauspielern gar, die in Kostümen ein biblisches Drama aufführen?<span id="more-31"></span></p>
<p>Ohh, da kennen Sie unseren Jesus aber schlecht. Glauben Sie mir, wenn er da wäre, dann wäre er sicherlich ein kleiner Bühnentechniker (mit braunem Vollbart und eigenartiger Kutte &#8211; man würde ihn also kurz nach Arbeitsantritt einweisen, wahrscheinlich in dieselbe Klinik wie Caesar, Cicero, Karl den Großen, Ludwig XIV., Napoleon, Bismarck und Hitler. Und Bush. Welchen? &#8211; Alle beide!).</p>
<p>Die Zeugen Jehovas waren also heute bei mir und haben mir dieses Flugblatt überreicht. Und ich habe es auch noch genommen, ich Kamel. Natürlich mit dem Hintergedanken, mich an dieser Stelle darüber auszulassen. Aber ob es das wert ist? Denn die beiden Weibsbilder, die mich heute mit ihrer Anwesenheit beehrten, stehen dann garantiert demnächst wieder vor meiner Tür. Wie neulich.</p>
<p>Da klingelte es um halb elf an meiner Tür. Zu solch nächtlicher Zeit liege ich natürlich noch im Bett. Dass ich den beiden älteren Damen also halbnackt die Tür öffnete, irritierte sie nur einen kurzen Moment lang. Beeindruckender war wohl eher der Zustand meiner Haarpracht und der dazugehörige Schlafzimmerblick (in diesem Fall in komplett unerotischem Sinne &#8211; einfach der Blick, den man hat, wenn man gezwungen wird, den im Schlafzimmer normalerweise vonstatten gehenden Vorgang zu unterbrechen. Ich spreche dabei von Schlafen. Wie gesagt, nichts Erotisches. Oder gar Sexuelles. Und ja, da gibt es einen Unterschied.)</p>
<p>Nach kurzer Irritation jedenfalls begrüßte man mich freundlich. Und als ob ich mit dem Klammerbeutel gepudert wäre, grüßte ich freundlich zurück. Das ist bei mir so. Manche sind leicht muffelig, wenn man sie weckt, ich grinse chronisch. Das verstanden die beiden  Zeuginnen allerdings komplett falsch und begannen, mich über Ich-weiß-nicht-mehr-genau-was zu informieren. Wegen meiner doch leicht ablehnenden Haltung folgte die Frage: &#8220;Was, Sie glauben also nicht an einen Schöpfer?&#8221; Und ich sprach: &#8220;Ich schöpfe selbst. Und zwar den Verdacht, dass Sie mich bekehren wollen. Auf Wiedersehen.&#8221; Die Zeuginnen verschwanden wieder (vielleicht folgten sie ja Christus&#8230;?), drohten jedoch damit, wiederzukommen.</p>
<p>Was sie ja auch taten und mir besagtes, bunt bemaltes <a title="Folge dem Christus nach!" href="http://www.das-unwort.de/je1.jpg">Flugblatt</a> in die Hand drückten.</p>
<p>Das erste, was uns auf diesem Blatt auffällt, ist ein freundlich lächelnder <a href="http://cgi.cnet.de/teleschau/i/200635/200635_173099_2_024.jpg" target="_blank">Franco Nero</a>, der anscheinend in einem Historienfilm mitspielt.</p>
<p>Man bedient sich auf diesem Flugblatt des Stilmittels der Frage. Ich werde also gefragt &#8220;Wieso kann jemand, der Christus nachfolgt, ein besseres Familienleben führen?&#8221;, &#8220;&#8230; Gott näherkommen?&#8221;, &#8220;&#8230; dem Teufel widerstehen?&#8221;, &#8220;&#8230; ewiges Leben erhalten?&#8221;. Natürlich werden diese Fragen erst auf dem großen Glaubensfestival in der Kirche, pardon, in der AOL-Arena beantwortet. Und das Beste: &#8220;Eintritt frei! Keine Kollekte!&#8221;</p>
<p>Das ist ja ein Ding. Mensch, wie einfach ist doch das Leben &#8211; dem Teufel widerstehen mit Hilfe der Zeugen Jehovas! Wie besiegen sie denn den Teufel? Klingeln sie sekündlich an der Tür zur Hölle und treiben ihn so in den Wahnsinn, oder was?</p>
<p>Auf der <a title="… und der Rest" href="http://www.das-unwort.de/je2.jpg">zweiten Seite</a> dann steht der genaue Termin des Spektakels: Ein Wochenende im Juli soll es sein. Die Veranstaltungen finden statt: Am Freitag und Samstag von 9.20 Uhr bis 17.05 Uhr und am Sonntag von 9.20 Uhr bis 16.10 Uhr.</p>
<p>Da fragt man sich doch: Warum denn ausgerechnet zu diesen krummen Zeiten? Ich fühle mich an Berichte über die Heirat der Scientologen Katie Holmes und Tom Cruise erinnert. Herr Cruise schenkte seiner Braut nämlich nach alter Scientologensitte einen Kochtopf, einen Kamm und eine Katze.</p>
<p>Die arme Katze.</p>
<p>Steckt auch hinter dieser krummen Uhrzeit eine geheimnisvolle Bedeutung? Man weiß es nicht. Stützt sich wahrscheinlich auf eine beliebige Stelle in der Bibel, in der dann in etwa steht: &#8220;Und er sprach: Bekehrungsfeierlichkeiten in Fußballstadien sollen nur von 9.20 Uhr bis 17.05 Uhr stattfinden. Zum Gedenken an Gott den Vater, den Schöpfer des Himmels und der Erde, sollen die Bekehrungsfeierlichkeiten am Sonntag allerdings nur bis zur heiligen Minute um 16.10 Uhr andauern&#8230;&#8221;</p>
<p>Was wird uns auf dieser Veranstaltung denn geboten? Menschenopfer? Gesangswettbewerbe (eine abgemilderte Form des Menschenopfers)? Aktionskunst? Sonst irgend etwas von Belang?</p>
<p>Natürlich nicht. Kleiner Auszug aus dem Inhalt:</p>
<p>&#8220;Ehemänner, Ehefrauen, Eltern, Kinder &#8211; folgt dem Vorbild!&#8221; Hier geht es darum, &#8220;welche Rolle jeder einzelne in der Familie spielt&#8221;. Bedeutsamerweise steht das neben einem Bild mit einer stereotypen Kleinfamilie, wo <strong>er </strong>das Kind auf dem Schoß hat. Auch auf die Bibel wird verwiesen: 1. Petrus 2,21. Da steht, ich zitiere mal eben aus der Bibel, die wir ja leider &#8211; Gott mit uns! &#8211;  und, viel wichtiger &#8211; nostra culpa! &#8211; nicht auswendig kennen: &#8220;Denn dazu seid ihr berufen, da auch Christus gelitten hat für euch und euch ein Vorbild gelassen, daß ihr sollt nachfolgen seinen Fußtapfen [sic]&#8220;. Was das mit der Familie zu tun hat, ist mir schleierhaft, aber ein kluger Zeuge wird es sicher erklären. Vielleicht liegt es auch an meiner beschränkten Zitierfähigkeit. Egal.</p>
<p>&#8220;Wer sind die <em>wahren</em> Nachfolger Christi?&#8221; Gute Frage. Die Antwort wird natürlich lauten &#8220;Die Zeugen Jehovas&#8221;. Laut Zettel werde ich in Matthäus 16,24 schlauer. Schauen wir mal: &#8220;Da sprach Jesus zu den Jüngern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir.&#8221;</p>
<p>Ich behaupte: Wenn Jesus gewusst hätte, was dieser Satz für Folgen hat, er hätte ihn nicht gesagt. Die Zeugen Jehovas werden also in der AOL-Arena dazu aufrufen, dass wir alle unser Kreuz nehmen und Jesus, Verzeihung, dem Christus nachfolgen, und zwar auf noch von den Zeugen Jehovas genau zu bestimmende Weise.</p>
<p>Das Highlight bewahrt man sich augenscheinlich bis zum Ende auf: Das schon erwähnte &#8220;in Kostümen aufgeführte biblische Drama&#8221;. Da spielt dann wahrscheinlich Stargast Franco Nero mit und erzählt uns was vom Pferd, Verzeihung, vom Christus und seinem Kreuz. Es geht in diesem taufrischen <em>roleplay </em>übrigens um Kolosser 3,12. Na da bin ich ja mal gespannt: &#8220;So ziehet nun als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld&#8221;. Das ist so ein Bibelzitat, mit dem man wahlweise Kriege, sexuellen Missbrauch, gewaltsame Mission und jede Form von penetrantem Missioniergehabe rechtfertigen kann. Tödlich allgemein, so ein Zitat.</p>
<p>Das ist ja das Schöne an der Bibel, jetzt mal aus der Perspektive einer Sekte gesprochen. Man kann damit alles belegen, alles rechtfertigen. Man kann sich selbst als Auserwählter Gottes bezeichnen und ausziehen in die Welt, um Beliebiges in Gottes Namen zu tun.</p>
<p>Naja, die Bibel ist immerhin liberaler als wir alle denken! Schließlich hat Jesus <em>persönlich </em>zu uneingeschränktem, wahllosem Geschlechtsverkehr aufgerufen: &#8220;Gehet ein durch die enge Pforte&#8221; (Matthäus 7,13).</p>
<p>Quod erat demonstrandum.</p>
<p>Unwort des Tages: Der Christus.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small> <p><a href="http://www.das-unwort.de/?flattrss_redirect&amp;id=31&amp;md5=637bbb904f5c9314baee5cc96ca28d0e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.das-unwort.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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