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	<title>Das Unwort &#187; Ungläubig</title>
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	<description>Unseriöse, unerhört unpolitische Ungereimtheiten</description>
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		<title>Sollen euch doch die Katholen holen!</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Apr 2010 21:10:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt ja viele Momente, in denen man sich fragt: &#8220;Haben die eigentlich noch alle Latten am Zaun?&#8221; Meistens sind mit &#8220;die&#8221; Politiker gemeint. Oder Taliban(1). Oder Manager(2). Neuerdings jedoch drängt sich die Frage auf: Gibt es noch Priester in der katholischen Kirche, die keine pädophilen Gewalttäter sind? Natürlich ist das leicht übertrieben. Und natürlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt ja viele Momente, in denen man sich fragt: &#8220;Haben die eigentlich noch alle Latten am Zaun?&#8221; Meistens sind mit &#8220;<em>die</em>&#8221; Politiker gemeint. Oder Taliban<sup>(1)</sup>. Oder Manager<sup>(2)</sup>. Neuerdings jedoch drängt sich die Frage auf: Gibt es noch Priester in der katholischen Kirche, die <em>keine </em>pädophilen Gewalttäter sind?</p>
<p>Natürlich ist das leicht übertrieben. Und natürlich ist unser Blick durch die ach so bösen Medien getrübt. Das wird sich aber in Windeseile wieder ändern &#8211; spätestens, sobald eine neue Form der Vogelgrippe auftritt oder noch irgendein Staatsoberhaupt es fertigbringt, mit einem beliebigen Verkehrsmittel tödlich zu verunglücken.</p>
<p>Lasset mich aber eines sagen: Es ist schon sehr auffällig. Es ist schon <em>sehr </em>auffällig, wie und wie oft die schwarzen Schäfchen aus der katholischen Priesterschaft ihre Latten einsetzen.</p>
<p>Auffällig ist auch, dass sich der Vatikan heute genötigt sah, etwas klarzustellen, was jedem auch nur halbwegs vernünftig denkenden Menschen klar sein sollte: Kindesmissbrauch muss angezeigt werden.</p>
<p>Das ist ganz offensichtlich in der Kirche so bisher nicht praktiziert worden. Man möge sich das auf der Zunge zergehen lassen: Vergriff sich ein Priester an einem Kind, musste er nicht zwangsläufig damit rechnen, hinter Gitter zu kommen, weil sein Bischof den Deckel auf der Angelegenheit ließ.</p>
<p>Kombiniert man dies mit den Geschichten, die wir aus dem Vatikan schon kennen<sup>(3)</sup> und mit der Tatsache, dass sich Papst und Anhang noch immer beharrlich weigern, über die Abschaffung des Zölibats auch nur zu reden, oder gar über irgendeine effektive Annäherung an die Protestanten jeglicher Art, dann kommt man zu der Erkenntnis: <em>Ja</em>, der Zaun im Vatikan hat verdächtig wenig Latten. Modernisierung ist aber nicht in Sicht. Da mag der Papst noch so mildtätig lächeln.</p>
<p>Vielleicht braucht es ja noch ein paar Hundert Jahre, bis die katholische Kirche begreift, was um sie herum in der Welt geschieht. Oder noch länger. Vielleicht können ja alle Katholiken mal eine Runde beten &#8211; auf dass ihre geistlichen Führer erleuchtet werden. Bis dahin haben Eltern immerhin eine funktionierende Abschreckung, wenn die Kinder mal wieder nicht so wollen, wie sie sollen: &#8220;Jetzt esst aber eure Suppe, sonst kommen euch die Katholen holen!&#8221;</p>
<p>Unwort des Tages: Barmherzigkeit.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small><br>
<hr style="width: 20%; color: #eee;"><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1084" class="footnote">Das sind auch Politiker, nur halt mit anderen Klamotten an</li><li id="footnote_1_1084" class="footnote">Das sind auch Taliban, nur halt mit anderen Klamotten an</li><li id="footnote_2_1084" class="footnote">Geschichten, in denen es um Holocaust-Leugner geht&#8230; oder um Kondomeinsatz bei HIV-Positiven&#8230;</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Ebol ned Nerreh! Der Tag des Ungottes</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Jun 2009 22:34:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Freut euch des Lebens und gedenkt derer, die es nicht können, weil sie nämlich tot sind. Denn gestern, liebe christliche Leser, war Fronleichnam. An Fronleichnam wird laut Wikipedia der &#8220;in der Eucharistie wahrhaft gegenwärtige Christus als Kommunion und Opferspeise&#8221; verehrt. Zu diesem Anlass schnallen die Katholiken Dinge, die sie schick/wertvoll/Respekt einflößend/geil finden, auf Bahren und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_863" class="wp-caption alignleft" style="width: 294px"><img class="size-medium wp-image-863" title="Ja, wo laufen sie denn?  / Foto: pixelio, Adolf Riess" src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2009/06/fronl-300x225.jpg" alt="Ja, wo laufen sie denn?  / Foto: pixelio, Adolf Riess" width="284" height="213" /><p class="wp-caption-text">Ja, wo laufen sie denn?  / Foto: pixelio, Adolf Riess</p></div>
<p>Freut euch des Lebens und gedenkt derer, die es nicht können, weil sie nämlich tot sind. Denn gestern, liebe christliche Leser, war Fronleichnam. An Fronleichnam wird laut Wikipedia der &#8220;in der Eucharistie wahrhaft gegenwärtige Christus als Kommunion und Opferspeise&#8221; verehrt. Zu diesem Anlass schnallen die Katholiken Dinge, die sie schick/wertvoll/Respekt einflößend/geil finden, auf Bahren und tragen sie singend durch die Gegend. Davor und danach feiern sie Messen. Oder so.</p>
<p>An dieser Stelle würden sich die vielzitierten Besucher eines fremden Planeten wieder aus ihren fünf Augen gegenseitig erstaunt angucken und sich fragen, was zum Henker die ollen Anthropomorphen da unten schon wieder geraucht haben.</p>
<p>Davon mal ganz abgesehen und angesichts einer horrenden Summe von katholischen Feiertagen frage ich mich: Warum gibt es keinen Tag, an dem ganz bewusst <em>kein </em>Gott verehrt wird? Kein abgehalfterter christlicher Heiliger, kein muselmanischer Prophet, keiner der Millionen hinduistischer Götter&#8230; <span id="more-862"></span></p>
<p>Einen solchen Tag sollte man mal weltweit einführen. Man könnte ihn &#8220;Tag des <strong>Un</strong>gottes&#8221; nennen. Die Menschen würden dann natürlich nicht arbeiten, denn es ist ein Feiertag. Sie würden irgendwelche Orte aufsuchen, die nichts mit Religion zu tun haben, zum Beispiel ein Bordell&#8230; oder ein Raumschiff&#8230; ein Theater&#8230; eine Bank&#8230; und würden dort irgendwelche Handlungen vollziehen, die ebenfalls total unreligiös sind. Sie könnten sich auf mitgebrachte Teppiche fläzen und die Zunge gen Westen herausstrecken. Oder sie könnten &#8220;Lobe den Herren&#8221; rückwärts singen, was dann ungefähr so klingt:</p>
<p><a href="http://www.das-unwort.de/ebol%20ned%20nerreh.mp3">http://www.das-unwort.de/ebol%20ned%20nerreh.mp3</a></p>
<p>(Entdecken auch Sie die versteckten Botschaften! Die Illuminati haben uns in diesem Lied wer weiß wie viele Hinweise hinterlassen über ihre Anführer, ihre Essgewohnheiten, die Farbe ihrer Popel&#8230; Sie müssen nur Klingonisch können, um das alles zu entschlüsseln!)</p>
<p>Ich finde, wir sollten mal <em>dafür </em>eine Petition beim Bundestag einreichen. Und nicht immer für so Dinge wie &#8220;Befolgung der Vorgaben des Grundgesetzes bei der Bekämpfung von Kinderpronographie&#8221; oder so.</p>
<p>Unwort des Tages: Amen.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Ja, wo hängt er denn? Alle Jahre wieder dasselbe Spiel&#8230;</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2009/04/13/ja-wo-hangt-er-denn-alle-jahre-wieder-dasselbe-spiel/</link>
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		<pubDate>Mon, 13 Apr 2009 17:38:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Christus hat einen guten PR-Berater. Denn jedes Jahr zu Ostern ist er in den Medien. Deutschlandweit! Und dafür musste er lediglich gefoltert werden, sterben und wiederauferstehen! Es gibt Leute, die würden deutlich mehr tun als das, um eine vergleichbare Medienwirkung zu erzielen. Zu Ostern müssen wir kritischen Medienkonsumenten also sehr gut aufpassen &#8211; es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.das-unwort.de/2007/06/29/folge-dem-christus-nach-jehovas-zeugen-feiern-rauschendes-glaubensfest-in-der-aol-arena/" target="_blank">Der Christus</a> hat einen guten PR-Berater. Denn jedes Jahr zu Ostern ist er in den Medien. <em>Deutschlandweit</em>!</p>
<p>Und dafür musste er lediglich gefoltert werden, sterben und wiederauferstehen! Es gibt Leute, die würden deutlich mehr tun als das, um eine vergleichbare Medienwirkung zu erzielen.</p>
<p>Zu Ostern müssen wir kritischen Medienkonsumenten also sehr gut aufpassen &#8211; es findet sich überall und unvermutet christliche Infiltration. Beweise?</p>
<p>Jedes Jahr setzt sich der Papst an das Kopfende des mit <span style="text-decoration: line-through;">Schaulustigen</span> Gläubigen vollgestopften Platzes und verkündet in 63 Sprachen, dass jetzt Ostern sei oder so ähnlich. Dabei ist davon auszugehen, dass englischsprachige Anwesende allenfalls erahnen können, was Benedikt meint, wenn er sagt: &#8220;Mäh se greß änd dschoi off se reisn Kreist bih wiss juh oll!&#8221;</p>
<p>Teile dieser Zeremonie finden sich in Nachrichtensendungen auf der ganzen Welt wieder,<em> inklusive unserer Tagesschau</em>! <strong>Skandal!!!</strong><span id="more-802"></span></p>
<p>Und es geht noch weiter:</p>
<p>Einer plötzlichen Krankheit wegen war ich am Ostersonntag an Bett und Fernseher gefesselt. Ich fand Erschreckendes heraus: Die dreistündige Zeremonie auf dem Petersplatz wurde auf sage und schreibe <em>drei </em>Sendern live übertragen &#8211; ARD, Phoenix und BR! Das ist mehr Sendezeit als Angela Merkel jemals auch nur ansatzweise bekäme, wenn sie mit irrem Blick und nur mit rosa Plüschohren bekleidet vor die Kameras träte, um nach einer Bauchtanzeinlage die Trennung von ihrem Mann und nebenbei auch den totalen Krieg mit Liechtenstein bekanntzugeben. Oder etwas ähnlich Beklopptes.</p>
<p>Der Christus weilte in diesen Tagen sogar dort, wo man ihn am wenigsten vermutet: Bei Google, dem gottlosen Internetmonster. Und zwar ganz unaffällig und versteckt zwischen allerlei Alltagsmeldungen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-803" title="ostern" src="http://www.das-unwort.de/wp-content/uploads/2009/04/ostern.jpg" alt="ostern" width="353" height="255" />Diese den Regeln christlicher Metaphorik folgende Überschrift mutet zwischen den ganzen Sauf- und Sportmeldungen doch recht eigentümlich an. Man möchte sich fast fragen, was sie da eigentlich zu suchen hat.</p>
<p>Aber nun gut, es ist halt Ostern. Da kann sowas schon mal da hineinrutschen.</p>
<p>Wie gut, dass Ostern nun vorbei ist. Ich lese lieber Meldungen über heldenhafte amerikanische Frachtschiffkapitäne als über abstruse Lichter&#8230;</p>
<p>Unwort des Tages: Kyrie eleison.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Göttliche Fügung zum Download!</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2009/02/03/gottliche-fugung-zum-download/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Feb 2009 22:23:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kennen Sie das: Man will, dass etwas geschieht, aber es geschieht einfach nicht? Man wünscht sich etwas so sehr, dass man an fast nichts Anderes mehr denken kann, aber es will und will einfach nicht passieren? Brauchen Sie zum Beispiel Geld? Suchen Sie die einzig wahre Liebe? Brauchen Sie einen neuen Job? Wollten Sie schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kennen Sie das: Man will, dass etwas geschieht, aber es geschieht einfach nicht? Man wünscht sich etwas so sehr, dass man an fast nichts Anderes mehr denken kann, aber es will und will einfach nicht passieren?</p>
<p>Brauchen Sie zum Beispiel Geld?</p>
<p>Suchen Sie die einzig wahre Liebe?</p>
<p>Brauchen Sie einen neuen Job?</p>
<p>Wollten Sie schon immer mal auf die Bahamas, sind aber zu faul, dafür zu arbeiten?</p>
<p>Sehnen Sie sich nach persönlicher Bestätigung? Nach einem Kontakt zu einem höheren Wesen?</p>
<p>Dann habe ich die Lösung für Sie: <em>Die göttliche Fügung zum Download!</em> Sie müssen nur einige wenige Felder ausfüllen, und schon werden all Ihre Wünsche wahr! Schicken Sie das ausgefüllte Formular einfach an die richtige Stelle: Den Vorgesetzten, den vergebens Geliebten, den Angestellten der Arbeitsagentur, den Reisebüromitarbeiter&#8230; Sie werden sehen, es funktioniert!</p>
<p>Die göttliche Fügung gibt es in zwei Versionen: Die Version für Christen aller Formen und Farben gibt es <a href="http://www.das-unwort.de/Goettliche_Fuegung_Christentum.pdf" target="_blank">hier</a>; die Anbeter anderer Götter und Göttinnen verwenden bitte <a href="http://www.das-unwort.de/Goettliche_Fuegung_Cetera.pdf" target="_blank">dieses Formular</a>.</p>
<p>Gehen Sie mit Gott.</p>
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		<title>Selbststudium zu Neujahr &#8211; Warum eigentlich nicht?</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2009/01/01/selbststudium-zu-neujahr-warum-eigentlich-nicht/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 2009 17:47:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Versuchen Sie mal, sich gedanklich ein wenig von Ihrem Selbst zu entfernen. Bitte nicht so weit, dass Sie dann irgendwelche Straftaten begehen, weil Ihr Verstand Ihren Körper womöglich nicht mehr unter Kontrolle hat. Aber denken Sie mal gelegentlich anders als gewöhnlich! Sie werden sehen: Sie kommen auf erstaunliche Gedanken. Das ist übrigens einer von diesen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Versuchen Sie mal, sich gedanklich ein wenig von Ihrem Selbst zu entfernen. Bitte nicht so weit, dass Sie dann irgendwelche Straftaten begehen, weil Ihr Verstand Ihren Körper womöglich nicht mehr unter Kontrolle hat. Aber denken Sie mal gelegentlich anders als gewöhnlich!</p>
<p>Sie werden sehen: Sie kommen auf erstaunliche Gedanken.</p>
<p>Das ist übrigens einer von diesen monokausalen Zusammenhängen, die so tun, als ob sie intelligent und neu wären, es aber nicht sind. Doch das nur am Rande.</p>
<p>Sie kommen also auf erstaunliche Gedanken, liebe Leser, wenn Sie stark (oder schwach, oder bekloppt) genug sind, es zuzulassen. Trauen Sie sich ruhig einmal, das von Gott gegebene grenzenlos geile Gefüge der Welt infrage zu stellen! Forschen Sie nach! Seien Sie neugierig! Fragen Sie sich in ungewöhnlichen Situationen einfach mal: &#8220;Warum?&#8221;</p>
<p><span id="more-664"></span></p>
<p>Sie könnten sich zum Beispiel gestern Abend gegen 23.55 Uhr gefragt haben: &#8220;Warum stehe ich hier mit einem Sektglas in der Hand und rede Humbug, nur damit die Zeit bis 0 Uhr überbrückt ist?&#8221;</p>
<p>Und dann: &#8220;Warum stoße ich an, umarme wildfremde Leute (wie sind die eigentlich hier hergekommen? Was wollen die hier?!) und brülle &#8216;Frohes Neues!&#8217;, obwohl doch der Tag morgen rein physikalisch und vom Weltenplan her gesehen genau so ist wie heute?&#8221;</p>
<p>Und dann: &#8220;Warum stehe ich in der Kälte, lasse mich von sündhaft teuren Feuerwerkskörpern einstinken, die ich selbst gekauft habe und verbrenne mir beim Anzünden ständig die Finger?&#8221;</p>
<p>Die frustrierende, aber erleuchtende Antwort muss lauten: Weil irgendein behämmerter mittelalterlicher Mönch zu der Erkenntnis kam, eine Datumsreform durchführen zu müssen und den abgehalfterten Papst von seiner Idee überzeugen konnte. Weil es üblich ist, am Jahresende wildfremde Leute einzuladen, sie durchzufüttern und so zu tun, als möge man sie. Weil es üblich ist, um 0 Uhr stinkende Feuerwerkskörper in den Himmel zu schießen.</p>
<p>Nebenbei bemerkt lassen sich so gut wie alle Probleme dieser Welt auf mittelalterliche Mönche zurückführen, denken Sie mal drüber nach. Aber überreagieren Sie nicht &#8211; schlagen Sie also nicht den nächsten Gregorian Choir zusammen, der bei Ihnen in der Nähe auftritt. Der kann nämlich in der Regel nichts dafür. Und strafbar ist es auch noch. Es sei denn, es ist ein Ausländer-Chor.</p>
<p>Kleiner Scherz am Rande. Haben Sie gemerkt? Das war ein &#8220;Hahaha- oweiowei&#8230;&#8221;-Witz. Einer, wo man erst lacht, dann aber merkt, dass es nicht üblich ist, dort zu lachen. Und politisch unkorrekt noch dazu.</p>
<p>Die absolute Spitze der politischen Korrektheit haben Sie übrigens dann erreicht, wenn Sie es schaffen, bei der Lektüre des obigen ausländerfeindlichen Witzes <em>sofort </em>böse zu gucken, ohne vorher zu lachen. Wenn Sie das können, sind Sie komplett im Einklang mit dem <em>Üblichen</em>. Stehen quasi kurz vor dem gesellschaftlichen Nirvana.</p>
<p>Und hatten gestern eine richtig beschissene Silvesterfeier.</p>
<p>Unwort des Tages: Warum?</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Reinhards einsamer Kampf gegen den Islam</title>
		<link>http://www.das-unwort.de/2007/09/20/reinhards-einsamer-kampf-gegen-den-islam/</link>
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		<pubDate>Thu, 20 Sep 2007 18:25:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Partei]]></category>
		<category><![CDATA[Reinhard Kant]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Reinhard ist ganz schön wütend. Und zwar auf den Islam. Den findet er nämlich aus irgendeinem Grunde ganz schön doof. Und gefährlich noch dazu. Deswegen hat Reinhard etwa 21% des Internets mit antiislamischen Inhalten zugekleistert. Zunächst: koranalyse.de Hier &#8220;analysiert&#8221; Reinhard, der irgendwoher einen Doktortitel hat, den Koran. Will sagen: Er zerfitzelt den Koran in kleinste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Reinhard ist ganz schön wütend. Und zwar auf den Islam. Den findet er nämlich aus irgendeinem Grunde ganz schön doof. Und gefährlich noch dazu. Deswegen hat Reinhard  etwa 21% des Internets mit antiislamischen Inhalten zugekleistert.</p>
<p>Zunächst: koranalyse.de Hier &#8220;analysiert&#8221; Reinhard, der irgendwoher einen Doktortitel hat, den Koran. Will sagen: Er zerfitzelt den Koran in kleinste Stückchen, sucht sich für ihn angenehme Dinge heraus und beweist somit heroisch, aber leider in keinster Weise wissenschaftlich, dass der Koran gar fürchterlich gewalttätig sei und alle Muslime zum bewaffneten Kampf gegen Reinhard und seine Glaubensbrüder aufrufe.</p>
<p>Stilblüten: &#8220;<em>Allah hat den Muslimen Abscheu gegen jeden anderen Glauben in ihre Herzen geflößt.</em>&#8221;</p>
<p>&#8220;<em>Gott billigt den Sex mit Kindern &#8211; das geht aus dem Koran eindeutig hervor.</em>&#8221; usw.<span id="more-78"></span></p>
<p>Die Koranalayse scheint Reinhard sehr am Herzen zu liegen, er hat dafür nämlich extra noch eine andere Domain registriert, nämlich ave-zentrum.org.</p>
<p>Nun kommen wir zu Reinhard Kants politischen Aktivitäten (ich finde übrigens, dass Reinhard diesen Nachnamen nicht verdient hat). Reinhard hat zum Kampf gegen den bösen Islam, der uns ja alle umbringen will, sogar eine Partei gegründet: Die CVE-Europapartei (CVE= christlich vereintes Europa). Die ist zu erreichen unter: cve-europapartei.de, .com., .org. Natürlich alle registriert auf den Namen Reinhard Kant, logo. Wo hat er nur das ganze Geld her? Von kreuz.net vielleicht? Wahrscheinlich nicht, denn die Radikalos von kreuz.net verbinden sich in ihrer Propaganda gegen Homosexuelle gern mit radikalen Muslimen. Kein Scherz, übrigens.</p>
<p>Reinhard hat mit seiner Partei große Pläne: Natürlich geht es zuerst gegen den Islam. Und das liest sich dann so:</p>
<p><em>&#8220;Die CVE untersucht seit über 15 Jahren die Ursachen des Terrorismus (Islamismus).&#8221; </em></p>
<p>Was so eine kleine Klammer alles aussagt, nicht wahr? Terrorismus ist also gleich Islamismus, soso.</p>
<p><em>&#8220;Das Ergebnis ist unzweifelhaft und eindeutig: Das heilige Buch des Islam, der Koran, ist ein äußerst destruktives Konstrukt, das die grundlegende Ursache für den Terrorismus darstellt. Der aus ihm vielgepriesene “Allah” ist jedoch nicht Gott, sondern sein Kontrahent, der alle Menschen in den Abgrund reißen will. Nicht die Liebe, sondern der Hass ist seine Substanz; nicht das Leben soll geliebt werden, sondern der Tod.&#8221;</em></p>
<p>Reinhard hat, wie wir jetzt erkennen, die Weisheit mit Löffeln nicht nur gefressen, sondern durch all seine Körperöffnungen in sich hineingesogen.</p>
<p>Und natürlich gibt es &#8220;<em>keine andere, richtigere Auslegung des Korans als die der CVE</em> (&#8230;) <em>Der Koran verpflichtet jeden Moslem dazu, mit Gewalt die gesamte Erde zu erobern, wenn er ein wahrer Gläubiger sein will.&#8221;</em></p>
<p>Reinhards Plan, die Welt zu retten: Den Koran verbieten.</p>
<p><em>&#8220;Wir können kein Buch zulassen, aus dem die gläubige Verpflichtung zum atomaren Holocaust herausgelesen wird. Deshalb werden wir alles daransetzen, dieses Buch zu verbieten, um der Öffentlichkeit seine Gefährlichkeit und absolute Falschheit deutlich zu machen.&#8221;</em></p>
<p>Immerhin: &#8220;<em>Unsere Intention ist dennoch gewaltablehnend, insofern wir juristisch und politisch erfolgreich sein können.</em>&#8221; Und wenn nicht, was dann?</p>
<p><em>&#8220;Und nicht zuletzt geht es darum, unsere Werte und Kultur, die wir über Jahrhunderte mühsam errichtet haben, gegen Fremdeinwirkungen zu schützen und zu erhalten. Solche Werte sind vor allem Nächstenliebe, Freiheit entsprechend der Eigenverantwortung und eine positive Einstellung zum Leben, zur Umwelt und ihrem Erhalt für künftige Generationen.&#8221; </em></p>
<p>Schade auch, dass Reinhard sich schon vor zwei Seiten selbst ins Aus befördert hat. Das beschwören christlicher Werte macht keinen Menschen zum Engel, und wenn er noch so christlich dreinschaut.</p>
<p><em>&#8220;Es gibt keinen einzigen Grund, Europa mit dem Rest der Welt aufzufüllen, sondern vor Ort aktiv zu werden, um Drittländern zu helfen. Eine Hilfe für islamische Länder lehnen wir jedoch aufgrund groben Undanks ab. Denn nur wer uns dankbar ist, sollte auch Hilfe erhalten. Der Islam kennt eine solche Dankbarkeit nicht, sondern nutzt unsere Hilfeleistungen nur, um sich selbst über uns zu erhöhen. Das erkennen wir und werden dementsprechend handeln.&#8221;</em></p>
<p>Quod erat demonstrandum.</p>
<p>Aber die CVE-Partei weiß natürlich auch auf jedem anderen Gebiet bescheid: Im Programm findet sich ebenfalls die Forderung nach der &#8220;<em>Entwicklung von ersten Raumschiff-Modellen im Luftfahrtverkehr (diese Technologie ist nach unserer Überzeugung heute machbar; sie ist aufgrund ihrer erweiterten Aerodynamik wesentlich sicherer und aufgrund ihrer runden Form viel eleganter und komfortabler).&#8221;</em> Die erweiterte Aerodynamik. Soso. Also in Physik hat Reinhard seinen Doktor wohl nicht gemacht. In Religionswissenschaften augenscheinlich auch nicht.</p>
<p>Reinhards konkreter Plan zur Islambekämpfung ist erschreckend:</p>
<p>&#8220;<em>Ziel ist es, allen Religionen den Religionsstatus abzuerkennen, aus deren zentralen Inhalten sich Aufforderungen zu Terroranschlägen ableiten lassen können und in der Praxis auch nachweisbar direkt ableiten</em>.&#8221; Wen er wohl damit meint?</p>
<p>In seiner unglaublichen Weisheit antwortet Reinhard quasi nebenbei auf die zentrale Frage: Was ist eine Religion?</p>
<p>&#8220;<em>Eine Religion ist als Religion zu betrachten, wenn sie eine wahrhaftige Rückbesinnung auf Gott in derart anstrebt, dass sie einen erkennbaren Vorteil für alle Menschen, ihrer Verständigung untereinander und der Umwelt insgesamt bewirkt (Reinhard Kant).</em>&#8221; Die Klammer stand da übrigens so.  Nett von Herrn Kant, dass er uns mit diesem Schwachsinn belästigt. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass es mehr als zwei Menschen gibt, die sich für Reinhards Definition von Religion auch nur im Geringsten interessieren: Das sind zunächst Reinhard und im günstigsten Falle für etwa fünf Sekunden Sie, der Leser dieses Artikels.</p>
<p>Wir bewegen uns ganz unaufhaltsam in Richtung Nazi-Jargon, und ich sage das, nachdem ich zwei Minuten lang nachgedacht habe, ob ich das wirklich so schreiben will. Ich will.<br />
<em>&#8220;Die CVE erwirkt juristisch und politisch die Schließung und den Abriss aller Gebets- und “Kultur”-Räume, in denen eine vom Staat verbotene Religion ausgeübt wird und die aufgrund ihrer Bauweise als eine Einrichtung einer verbotenen Religion erkennbar ist.&#8221; </em></p>
<p>Moscheen sollen also geschlossen werden.</p>
<p>Und das dicke Ende kommt jetzt:<br />
<em>&#8220;Anhängern verbotener Religionen wird die Ausübung ihrer entarteten Religionen unter Strafe verboten.&#8221; </em></p>
<p>&#8220;Entartet&#8221;, sagt er. Mir unbegreiflich, wie man so einen Schwachsinn von sich geben kann. Entschuldigen Sie, ich werde wertend. Kommt nicht wieder vor.</p>
<p>Aus irgendeinem Grunde scheint sich nicht so recht jemand zu finden, der dem wirren Reinhard in seinen Theorien folgen mag.  Das liegt vielleicht an niedergeschriebenen geistigen Orgasmen wie: &#8220;<em> Nein! Die Liebe wird das Böse nicht aufhalten, sondern der Geist allein ist es, der dies vermag. Vernunft ist die Synergie aus Herz und Verstand. Und im Geiste vereinen sie sich. Die Kraft des Körpers, die Liebe der Seele und die Weisheit des Geistes – das ist die Triologie, die in diesen Tagen ihre Erfüllung finden wird. Möge Gott uns beistehen, dieses großartige Werk zu vollenden – mit dieser Partei!&#8221; </em>Vielleicht hat Reinhard ja den Doktor in Pharmakologie und probiert gerade neue Kräutermixturen aus.</p>
<p>Und so wird es natürlich auch schwierig, &#8220;<em>diese Partei hierzulande bis zum Jahre 2010 zu den drei größten Parteien zu machen</em>&#8220;, so wie Reinhard es gern möchte. Ich ahne vage, was er damit meint.</p>
<p>Einen Doktor in Germanistik hat er also auch nicht.</p>
<p>Auf der Homepage findet sich der flehentliche Hinweis an den Besucher, er möge doch einen Landesverband gründen. Und einen Kreiverband (&#8220;<em>299 Kreiverbände stehen Ihnen für Ihre Kreisverbandsgründng offen!</em>&#8220;). Sowieso könne man ja stante pede &#8220;<em>führendes Mitglied im Bundesvorstand</em>&#8221; werden.</p>
<p>Als Anreiz für die Gründung eines Landesverbandes fungieren eigentümliche &#8220;Lizenzen&#8221;, die einem Gründer zwar jährlich &#8220;<em>durchaus sehr wahrscheinlich 260.000 Euro</em>&#8221; einbringen würden, die aber nirgends auf der Seite genauer definiert sind. Die Unterseite &#8220;Lizenzen&#8221; enthält dann auch: Nichts.</p>
<p>Zum Glück hat Reinhard noch nicht sonderlich viele Mitstreiter gefunden. Hoffen wir, dass das auch so bleibt &#8211; ein solch militanter Antiislamismus ist als Wiege möglicher &#8220;anti-islamischer Aktionen&#8221; nicht nur gefährlich, sondern auch ziemlich beschämend.</p>
<p>Unwort des  Tages: Kant.</p>
<p>&#8211;</p>
<p>Ich habe mich zwar im Impressum schon von allen auf dieser Seite angebrachten Links distanziert, habe mich aber dazu entschieden, Reinhards Schmarrn nicht zu verlinken. Wer die Links trotzdem möchte, der sage mir bitte bescheid.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Kardinals krasse Kakophonie &#8211; Meisners Kulturverständnis</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Sep 2007 21:45:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ungläubig]]></category>
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		<description><![CDATA[Alle Menschen, die während ihrer Zeit, die sie hier auf unserer Erde verbringen dürfen, etwas Gutes für die heilige katholische Kirche tun, kommen in den Himmel. Dort sitzen sie dann zur Rechten Gottes, unseres allmächtigen Vaters (den ich hiermit herzlich grüße). Nun hat der allmächtige Vater, wie wir wissen, unter uns unwürdigen Erdlingen so seine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alle Menschen, die während ihrer Zeit, die sie hier auf unserer Erde verbringen dürfen, etwas Gutes für die heilige katholische Kirche tun, kommen in den Himmel. Dort sitzen sie dann zur Rechten Gottes, unseres allmächtigen Vaters (den ich hiermit herzlich grüße).</p>
<p>Nun hat der allmächtige Vater, wie wir wissen, unter uns unwürdigen Erdlingen so seine Lieblinge. Jesus zum Beispiel war so einer &#8211; nagut, das war ja nun auch sein Sohn, da kann man also in gewisser Weise von Familienbande sprechen. Des weiteren auf Gottes Bevorzugungsliste: Alle Menschen jüdischen Glaubens, denn sie sind ja &#8211; eigenen Angaben zufolge &#8211; das auserwählte Volk. Was ich hiermit ausdrücklich nicht infrage stelle, um politische Verwicklungen und Beifallsbekundungen aus der islamischen Ecke zu vermeiden.</p>
<p>Weiter: Der Papst, natürlich. Alle CDU-Politiker, logo. Stoiber auch. Alle <a href="http://www.das-unwort.de/2007/09/06/volksverhetzung-unter-christlichem-tarnmantel/" target="_blank">Schreiberlinge von kreuz.net</a>. Und, ach ja, das hohe Kirchenpersonal: Bischöfe, Erzbischöfe, Weihbischöfe, kleine Bischöfe, große Bischöfe, schwule Bischöfe, heterosexuelle Bischöfe, sowieso alle Bischöfe; außerdem Kardinäle, Kurienkardinäle, kleine Kardinäle, große Kardinäle&#8230; naja, und so weiter.<span id="more-72"></span></p>
<p>Diese ganzen bevorzugten Menschen holt der allmächtige Gott nach ihrem friedlichen Ableben ganz besonders schnell zu sich, auf dass sie im Himmel weiterwursteln mögen. Der Gott, der Allmächtige, der Schöpfer des Himmels und der Erde, der ist ja besonders fleißig, wie wir wissen (außer sonntags). Nun hat er leider, wenn ich mir diese leise Kritik erlauben darf, einen kleinen Fehler begangen: Er hat versucht, seinen Lieblingskardinal Meisner zu sich emporzuholen &#8211; mir unverständlich, aber bittesehr. Augenscheinlich hat der allmächtige Vater aber nur einen kleinen Teil von Hochwürden Meisner hinaufgebeamt, nämlich das Hirn. Anders kann ich mir Meisners eigenartige Worte anlässlich der Einweihung eines Museums, gesprochen im Kölner Dom, nicht erklären.</p>
<p>Eva Herman ist ja nun gerade über einen Nazi-Vergleich gestolpert; Kardinal Meisner scheint der blonden Eva anscheinend folgen zu wollen. Für bibelfeste Christen durchaus verständlich.</p>
<p>Aber muss das denn auf diese Weise geschehen?</p>
<p>&#8220;<a href="http://www.wz-newsline.de/?redid=175025" target="_blank">Dort, wo die Kultur von der Gottesverehrung abgekoppelt wird, erstarrt der Kultus im Ritualismus und die Kultur entartet</a>&#8220;, sprach Meisner in gewohnt weiser, weil weltfremder Weise. Entartete Kultur, soso. Wo haben wir denn das schon mal gehört, hmm?</p>
<p>Demnach ist also Kunst nur sinnvoll, wenn sie der Gottesverehrung dient. Na vielen Dank. Stellen Sie sich mal so eine Welt vor: Wo auch immer Kunst ist, dann dient sie dem Allmächtigen.  Also: &#8220;Lobet den Herren&#8221; im Radio,  Heiligenfiguren auf dem Marktplatz, Bibelaufführungen im Theater, Mel Gibson im Kino, Bibeln im Bücherladen und &#8220;Das Wort zum Sonntag&#8221; täglich 24 Stunden lang im Fernsehen. Für Meisner ist das vielleicht wünschenswert, aber für einen normalen Menschen wahrscheinlich eher weniger.</p>
<p>Ich glaube, das würde sogar Jesus zu viel werden. Ich bin mir sogar ziemlich sicher.</p>
<p>Unwort des Tages: Kulturkardinal.</p>
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		<title>Volksverhetzung unter christlichem Tarnmantel</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Sep 2007 22:59:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ungläubig]]></category>
		<category><![CDATA[Unparteiisch]]></category>
		<category><![CDATA[Unseriös]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein gutes Beispiel dafür, dass Lenin mit seinem publikumswirksamen Spruch &#8220;Religion ist Opium für das Volk&#8221; nicht ganz unrecht hat, bietet die Seite kreuz.net .Unter dem Vorwand, eine &#8220;katholische Nachrichten&#8221;-Seite zu betreiben, wird dort dem Straftatbestand der Volksverhetzung gefrönt. Mit Nachrichten hat kreuz.net überhaupt nichts zu tun. Auch christliche Werte sucht man dort vergebens. Zumeist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein gutes Beispiel dafür, dass Lenin mit seinem publikumswirksamen Spruch &#8220;Religion ist Opium für das Volk&#8221; nicht ganz unrecht hat, bietet die Seite <a href="http://www.kreuz.net" target="_blank">kreuz.net</a> .Unter dem Vorwand, eine &#8220;katholische Nachrichten&#8221;-Seite zu betreiben, wird dort dem Straftatbestand der Volksverhetzung gefrönt.  </strong></p>
<p>Mit Nachrichten hat kreuz.net überhaupt nichts zu tun. Auch christliche Werte sucht man dort vergebens. Zumeist beschäftigen sich die Artikel auf zutiefst unchristliche Weise mit dem Phänomen der Homosexualität, das die Autoren von kreuz.net augenscheinlich sehr aufregt. Und das so sehr, dass ein einfacher kleiner Test Folgendes ergibt:</p>
<p>&#8220;Liebe&#8221; ist ein sehr wesentlicher Begriff, besonders im Christentum. Der weitaus größte Teil der Seite könnte sich also mit diesem Thema beschäftigen. Ich gebe also &#8220;Liebe&#8221; als Suchwort auf der kreuz.net-internen Suchmaschine ein und erhalte 1061 Artikel.</p>
<p>Wenn ich nun das in seinem Wesen schon leicht diffamierende Wort &#8220;Homo&#8221; eingebe, erhalte ich sage und schreibe 879 Treffer.<span id="more-67"></span></p>
<p>Beim christlichen Wert &#8220;Demut&#8221; sind es ganze 55. &#8220;Nächstenliebe&#8221;: 65. &#8220;Hass&#8221;: 261. &#8220;Erbarmen&#8221;: 24. &#8220;Hoffnung&#8221;: 391.</p>
<p>Über allem steht sogar bei kreuz.net der &#8220;Glaube&#8221;: 1973 Treffer. Mir scheint, man glaubt bei kreuz.net vor allem an sich selbst und vor allem daran, dass &#8220;gläubige Katholiken&#8221; (im Sinne von kreuz.net, in unserem Sprachgebrauch also etwa: radikale Christen) die eindeutig besseren Menschen sind. Schöner. Schlauer. Intelligenter. Liebenswerter. Und: lebenswerter.</p>
<p>Schauen wir uns die Seite mal etwas genauer an. Die Struktur der Seite basiert, ähnlich wie dieser Blog, auf einem System aus Artikel und Kommentaren. Um Kommentare abzugeben, muss man sich natürlich registrieren.</p>
<p>Dabei sind natürlich auch die Kommentare einiger eifriger &#8220;Christen&#8221; von besonderem Interesse. Doch eins nach dem anderen. Nehmen wir uns einen durchschnittlichen kreuz.net-Artikel vor, in dem es um die Homosexualität geht. Die Auswahl ist riesig.</p>
<p>So schreibt also diese &#8220;katholische Nachrichtenseite&#8221; <a href="http://www.kreuz.net/article.5412.html" target="_blank">hier</a> allen Ernstes folgendes: &#8220;In der Antoniterkirche in Köln ist ein Homo- Propagandist  aufgetreten. (&#8230;) Bei dem Homo-Aktivisten handelt es sich um den bekannten  südafrikanischen Richter Edwin Cameron (54). (&#8230;) Er war zunächst normal verheiratet. Dann  ließ er sich scheiden und verfiel dem Sodomismus.&#8221;</p>
<p>Ich übersetze das mal: Nachdem seine erste Ehe gescheitert war, ging er eine homosexuelle Beziehung ein.</p>
<p>Nun hat der Herr Cameron leider Aids. Das nimmt der intelligente kreuz.net-Autor, dessen Name natürlich, wie die Namen aller anderen Autoren auch, ungenannt bleibt, zum Anlass, sein &#8220;Wissen&#8221; bzw. seinen &#8220;Glauben&#8221; über die Hintergründe des HI-Virus auszuspeien: Die &#8220;Aids-Seuche, die praktisch nur durch sexuelle Unzucht, in erster Linie homosexueller Natur,  verbreitet wird&#8230;&#8221;. Ideologisch verbrämter Unsinn.</p>
<p>Herr Cameron hat über sein Leben mit und gegen Aids ein Buch geschrieben und eine Lesung veranstaltet. Kreuz.net: &#8220;Die Lesung in der Antoniterkirche wurde von dem  radikalen und extrem kirchenfeindlichen „Lesben- und Schwulenverbandes Deutschland“  organisiert.&#8221; Der Verband ist natürlich weder radikal noch kirchenfeindlicher als nötig. Kreuz.net ist das beste Beispiel dafür, dass eine kleine Portion Kirchenfeindlichkeit sehr wichtig ist.</p>
<p>Die Arbeit des Verbandes beschreibt kreuz.net in <a href="http://www.kreuz.net/photo.97.html" target="_blank">dieser Bildergalerie</a>, die auf der <a href="http://www.kreuz.net/article.5412.html" target="_blank">Artikelseite</a> mit &#8220;Teuflischer Haß der Homosexuellen&#8221; betitelt wird.  Man beachte das Bild 3: Gezeigt wird ein Plakat des Verbandes, auf dem zwei augenscheinlich lesbische Frauen zu sehen sind. Darunter steht: &#8220;Kann denn Liebe Sünde sein?&#8221; Symptomatisch für die Vorgehensweise der Radikal-Christen ist die Bilduterschrift von kreuz.net: &#8220;Kann denn Sünde Liebe sein?&#8221; Kreuz.net &#8211; eine Verdrehung der Realität, eine Verdrehung des christlichen Glaubens. Nichts weiter.</p>
<p>Noch ein Beispiel? <a href="http://www.kreuz.net/article.5280.html" target="_blank">Hier</a>. Der verzweifelte Versuch eines Pseudo-intellektuellen, der tatsächlich ausnahmsweise namentlich genannt ist, einen Zusammenhang zwischen Homosexualität und Schizophrenie herzustellen. Und das ganz im Ernst und mit dem Brustton der Überzeugung. Das führt dann zu haarsträubenden Stilblüten, die von der Wahrheit so weit entfernt sind wie der Autor vom Papststuhl: &#8220;Das kakophone und kakovisuelle Auftreten von Homosexuellen in der  Öffentlichkeit hat in den letzten Jahren die Hypothese verdichtet, daß dichothome  Dissonanzen des homosexuellen Charakters für schizophrene Symptome ursächlich sein  könnten.&#8221; Mich deucht, der Depp spricht im Fieber.</p>
<p>Und es geht noch weiter: &#8220;Die Schamlosigkeit in  der öffentlichen Zurschaustellung sodomistischer Obszönitäten (&#8230;) muß mit dem Psychologen Sigmund Freud  († 1939) als Beginn einer Geisteskrankheit angesehen werden.&#8221; Bebildert wird die Explosion von verschriftlichten, intelligenten Gedankengängen mit Aufnahmen von  CSD-Paraden. Das sind dann auch die einzigen Bilder, die zum Thema Homosexualität auf kreuz.net zu finden sind. Der Sinn dahinter ist klar: So sehen alle Schwulen und Lesben aus &#8211; los, ekelt euch davor!</p>
<p>Leseempfehlungen zum Thema kreuz.net und Homosexualität: <a href="http://www.kreuz.net/article.5484.html" target="_blank">hier</a> (&#8220;Ein bekannter US-amerikanischer Homo-Ideologe ist nach 16 Jahren wieder normal geworden&#8221;) und <a href="http://www.kreuz.net/article.5367.html" target="_blank">hier</a> (&#8220;Leugnung der Homo-Diktatur zwecklos&#8221;).</p>
<p>Die zu starke Beschäftigung mit dem Katholizismus, gepaart mit einem Schuss Arroganz, Ignoranz und einem Sinn für das Sinnentleerte führt zu einem fortschreitenden Wahrnehmungsdefizit. In <a href="http://www.kreuz.net/article.5460.html" target="_blank">diesem Artikel</a> findet sich folgende Stilblüte: &#8220;Die kirchenfeindliche Gruppe „Wir sind Kirche“ fordert ein Ende der Zöllbats- verpflichtung für Priester.&#8221; Das ist in etwa so wie: &#8220;Die regierungsfeindliche Organisation &#8220;Deutscher Bundestag&#8221; ist heute wieder zu einer illegalen Sitzung zusammengetreten.&#8221;</p>
<p>Einen kleinen Hang zur Übertreibung habe ich auf kreuz.net nach etwa 30-sekündiger Suche ebenfalls gefunden: <a href="http://www.kreuz.net/article.5488.html" target="_blank">&#8220;Die linksradikale Berliner ‘Tageszeitung’&#8230;&#8221;</a> Dass die taz nicht unbedingt der CDU nahesteht, ist ja nicht neu, aber linksradikal&#8230;? Naja.</p>
<p>Wenn die taz linksradikal ist, was ist dann kreuz.net? Sie steht auf Adolfs linkem Fuß, würde ich sagen, um im Bild zu bleiben.</p>
<p>Die &#8220;gläubigen Christen&#8221;, die sich auf kreuz.net tummeln, scheinen zu einem großen Teil ihren Sinn für Menschlichkeit irgendwo an der Kirchentür abgegeben zu haben.</p>
<p>Zitate:</p>
<p><a href="http://www.kreuz.net/article.5484-page.html" target="_blank">&#8220;Aus Liebe und Respekt GOTT gegenüber schreibe ich IHN gross.&#8221; </a></p>
<p><a href="http://www.kreuz.net/article.5783.html" target="_blank">&#8220;Mir scheint der Vergleich zu Ratten recht probat. Die  quieken auch unter Lebensgefahr, um ihre Artgenossen zu warnen und vielleicht auch zu vertreiben.  Als Homosexueller sollten Sie also einen täglichen Blog führen, mit dem Sie uns über  Ihre Erlebnisse unterrichten können.&#8221;</a></p>
<p><a href="http://www.kreuz.net/article.5756-page.html" target="_blank">&#8220;Die Scheiteraufen neben den Autobahnen halte ich  mittlerweile auch für keine gute Idee mehr. Vor allem wegen der Unfallgefahr. Stellen Sie sich  vor, was das für eine Ablenkung für den Fahrer ist, wenn die ganze Familie im Auto ruft:  „Schau mal, da brennt der Müntefering“. Wie leicht kann das was passieren…&#8221; </a></p>
<p>Nun ist ja Volksverhetzung in Deutschland strafbar. Man müsste die Individuen, die kreuz.net betreiben, also belangen können.</p>
<p>Leider ist dies nicht oder nur sehr schwer der Fall. Denn natürlich findet sich zwar ein Impressum; wer aber auf eine Adresse hofft, um homo-ideologische Briefe hinschicken zu können, der wird enttäuscht. Es findet sich auf der Impressumsseite folgende Adresse:</p>
<p>&#8220;Sodalicium for ‘Religion and Information’<br />
1018  E. Mariposa Ave<br />
El Segundo, CA  90245-3114<br />
U.S.A.&#8221;</p>
<p><a href="http://www.gemeindearbeit-mandywhite.de/nachrichten/aktuell66.html" target="_blank">Dieser Seite</a> zufolge lässt sich die Adresse &#8220;nicht über den US Postal Service verifizieren&#8221;. Bei kreuz.net weiß man also augenscheinlich, sich zu verbergen. Dazu wird man sogar noch ermutigt: &#8220;kreuz.net’ akzeptiert ohne Namen eingereichte Informationen und betrachtet es als  Ehrensache, die strikte Anonymität seiner Informanten zu  wahren.&#8221; (<a href="http://www.kreuz.net/imprint.html" target="_blank">hier</a>)</p>
<p>Immerhin wirbt man bei kreuz.net mit einem <a href="http://www.kreuz.net/leaflet.html" target="_blank">wunderschönen Spruch</a>:  &#8220;Sie wollen wissen, was Sie nicht wissen, dann sollen Sie wissen, dass es KREUZ.NET gibt.&#8221; Wir wollen aber gar nicht wissen, was KREUZ.NET weiß, weil das Wissen von KREUZ.NET unserem wissenschaftlichem Wissen wissentlich widerspricht, wie KREUZ.NET zwar weiß, uns aber nicht wissen lassen wiss. Ähh, will.</p>
<p>Sorgen machen mir vier Dinge:</p>
<p>1. <a href="http://www.kreuz.net/imprint.html" target="_blank">&#8220;‘Kreuz.net’ ist die Initiative einer internationalen privaten Gruppe von  Katholiken in Europa und Übersee, die hauptberuflich im kirchlichen Dienst tätig sind.&#8221;</a> Irgendwo, wo man christliche Menschen vermutet, sitzen also Radikale, die solcherlei Gedankengut mit sich herumtragen.</p>
<p>2. Zum Zeitpunkt, wo ich dies schreibe, es ist Donnerstag 0.40 Uhr, befinden sich kreuz.net zufolge 129 Leser auf der Seite. Und es ist eine deutschsprachige Seite. Kreuz.net hat also eine riesige Lesergemeinde.</p>
<p>3. Kommentare wie diese hier: &#8220;Kreuz.net hingegen beweist jeden Tag aufs Neue seine Geradlinigkeit und  Unabhängigkeit. In diesem Sinn: Weiter so, kreuz.net, und DANKE!&#8221; (<a href="http://www.kreuz.net/article.1943.html" target="_blank">hier</a>)</p>
<p>4. Die Tatsache, dass kreuz.net als <strong>offizielle Quelle bei GoogleNews gelistet </strong>ist. (<a href="http://news.google.de/news?hl=de&amp;ned=de&amp;q=site%3Akreuz.net&amp;btnG=News-Suche" target="_blank">hier</a>)</p>
<p>Die Kombination aus fundamentalistisch-christlicher Erziehung, der Ersetzung des Denkens durch den Glauben und die Infiltration durch kreuz.net und ähnliche Einrichtungen führen dazu, dass erstaunlich viele Menschen derart in die Irre geleitet werden. Ich mag nicht daran denken, dass es noch viel mehr dieser Menschen da draußen gibt. Und was passiert, wenn die Radikalen der beiden großen Weltreligionen aufeinandertreffen.</p>
<p>Kreuz.net ist eine Gefahr, und zwar keine, die kleiner wird; keine, die man auf die leichte Schulter nehmen kann. Das Internet bietet solcherlei Leuten aber leider ein offenes Forum, ohne dass sie wohl Konsequenzen fürchten müssen. Schade eigentlich.</p>
<p>Fragen wir uns, die &#8220;Christen&#8221; auf kreuz.net und nebenbei auch noch die <a href="http://www.das-unwort.de/2007/06/29/folge-dem-christus-nach-jehovas-zeugen-feiern-rauschendes-glaubensfest-in-der-aol-arena/" target="_blank">Zeugen Jehovas</a>: Was würde Christus wohl auf kreuz.net schreiben?</p>
<p>Unwort des Tages: katholische Nachrichten.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Folge dem Christus nach! Jehovas Zeugen feiern rauschendes Glaubensfest in der AOL Arena</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Jun 2007 22:25:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ungläubig]]></category>
		<category><![CDATA[Unseriös]]></category>
		<category><![CDATA[AOL Arena]]></category>
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		<category><![CDATA[Zeugen Jehovas]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin mir sicher, dass Sie alle schonmal das drängende Gefühl hatten, jetzt auf der Stelle Christus nachfolgen zu wollen. Das kennen wir doch alle, oder? Wenn die letzte Silbe von &#8220;Schatz, es ist aus&#8230;&#8221; im Raum verklungen oder die Kündigung gerade eingetroffen ist (&#8220;Wir wünschen Ihnen für Ihre Zukunft alles Gute&#8221;), wenn der Gerichtsvollzieher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin mir sicher, dass Sie alle schonmal das drängende Gefühl hatten, jetzt auf der Stelle Christus nachfolgen zu wollen. Das kennen wir doch alle, oder? Wenn die letzte Silbe von &#8220;Schatz, es ist aus&#8230;&#8221; im Raum verklungen oder die Kündigung gerade eingetroffen ist (&#8220;Wir wünschen Ihnen für Ihre Zukunft alles Gute&#8221;), wenn der Gerichtsvollzieher einmal oder der Postmann zweimal klingelt, wenn die Waschmaschine ausgelaufen, die Liebe unerwidert, das Leben allgemein einfach scheiße oder man mit der Gesamtsituation unzufrieden ist, ja, dann möchte man gelegentlich wirklich Christus nachfolgen. Wobei es dabei dann eher weniger darum geht, dahin zu kommen, wo Christus nun ist (wo auch immer das sein mag), sondern darum,  sich so schnell wie möglich vom derzeitigen Aufenthaltsort zu entfernen&#8230;</p>
<p>Die Zeugen Jehovas haben wie immer ihre eigene Theorie. Mit der Aufforderung &#8220;<a title="Folge dem Christus nach!" href="http://www.das-unwort.de/je1.jpg">Folge dem Christus nach!</a>&#8221; verbindet sich eine Einladung zum &#8220;Bezirkskongress der Zeugen Jehovas&#8221; in die von göttlicher Hand gemietete (quasi die umgekehrte Form von Ablass) AOL-Arena in Hamburg. Ob sich Jesus wohl unter den Zuschauern befindet? Oder unter den Rednern? Unter den Schauspielern gar, die in Kostümen ein biblisches Drama aufführen?<span id="more-31"></span></p>
<p>Ohh, da kennen Sie unseren Jesus aber schlecht. Glauben Sie mir, wenn er da wäre, dann wäre er sicherlich ein kleiner Bühnentechniker (mit braunem Vollbart und eigenartiger Kutte &#8211; man würde ihn also kurz nach Arbeitsantritt einweisen, wahrscheinlich in dieselbe Klinik wie Caesar, Cicero, Karl den Großen, Ludwig XIV., Napoleon, Bismarck und Hitler. Und Bush. Welchen? &#8211; Alle beide!).</p>
<p>Die Zeugen Jehovas waren also heute bei mir und haben mir dieses Flugblatt überreicht. Und ich habe es natürlich auch noch genommen, ich Kamel. Natürlich mit dem Hintergedanken, mich an dieser Stelle darüber auszulassen. Aber ob es das wert ist? Denn die beiden Weibsbilder, die mich heute mit ihrer Anwesenheit beehrten, stehen dann garantiert demnächst wieder vor meiner Tür. Wie neulich.</p>
<p>Da klingelte es um halb elf an meiner Tür. Zu solch nächtlicher Zeit liege ich natürlich noch im Bett. Dass ich den beiden älteren Damen also halbnackt die Tür öffnete, irritierte sie nur einen kurzen Moment lang. Beeindruckender war wohl eher der Zustand meiner Haarpracht und der dazugehörige Schlafzimmerblick (in diesem Fall in komplett unerotischem Sinne &#8211; einfach der Blick, den man hat, wenn man gezwungen wird, den im Schlafzimmer normalerweise vonstatten gehenden Vorgang zu unterbrechen. Ich spreche dabei von Schlafen. Wie gesagt, nichts Erotisches. Oder gar Sexuelles. Und ja, da gibt es einen Unterschied.)</p>
<p>Nach kurzer Irritation jedenfalls begrüßte man mich freundlich. Und als ob ich mit dem Klammerbeutel gepudert wäre, grüßte ich freundlich zurück. Das ist bei mir so. Manche sind leicht muffelig, wenn man sie weckt, ich grinse chronisch. Das verstanden die beiden  Zeuginnen allerdings komplett falsch und begannen, mich über Ich-weiß-nicht-mehr-genau-was zu informieren. Wegen meiner doch leicht ablehnenden Haltung folgte die Frage: &#8220;Was, Sie glauben also nicht an einen Schöpfer?&#8221; Ich war so blöd, nach einer intelligenten, wahrheitsgetreuen Antwort zu suchen, anstatt das Richtige zu tun und zu sagen: &#8220;Ich schöpfe selbst. Und zwar den Verdacht, dass Sie mich bekehren wollen. Auf Wiedersehen.&#8221;</p>
<p>Was ich nun letztendlich gesagt habe, weiß ich nicht mehr. Die Zeuginnen verschwanden wieder (vielleicht folgten sie ja Christus&#8230;?), drohten jedoch damit, wiederzukommen.</p>
<p>Was sie ja auch taten und mir besagtes, bunt bemaltes <a title="Folge dem Christus nach!" href="http://www.das-unwort.de/je1.jpg">Flugblatt</a> in die Hand drückten.</p>
<p>Das erste, was uns auf diesem Blatt auffällt, ist ein freundlich lächelnder <a href="http://cgi.cnet.de/teleschau/i/200635/200635_173099_2_024.jpg" target="_blank">Franco Nero</a>, der anscheinend in einem Historienfilm mitspielt.</p>
<p>Man bedient sich auf diesem Flugblatt des Stilmittels der Frage. Ich werde also gefragt &#8220;Wieso kann jemand, der Christus nachfolgt, ein besseres Familienleben führen?&#8221;, &#8220;&#8230; Gott näherkommen?&#8221;, &#8220;&#8230; dem Teufel widerstehen?&#8221;, &#8220;&#8230; ewiges Leben erhalten?&#8221;. Natürlich werden diese Fragen erst auf dem großen Glaubensfestival in der Kirche, pardon in der AOL-Arena beantwortet. Und das Beste: &#8220;Eintritt frei! Keine Kollekte!&#8221;</p>
<p>Das ist ja ein Ding. Mensch, wie einfach ist doch das Leben &#8211; dem Teufel widerstehen mit Hilfe der Zeugen Jehovas! Wie besiegen sie denn den Teufel? Klingeln sie sekündlich an der Tür zur Hölle und treiben ihn so in den Wahnsinn, oder was?</p>
<p>Auf der <a title="… und der Rest" href="http://www.das-unwort.de/je2.jpg">zweiten Seite</a> dann steht der genaue Termin des Spektakels: Ein Wochenende im Juli soll es sein. Die Veranstaltungen finden statt: Am Freitag und Samstag von 9.20 Uhr bis 17.05 Uhr und am Sonntag von 9.20 Uhr bis 16.10 Uhr.</p>
<p>Da fragt man sich doch: Warum denn ausgerechnet zu diesen krummen Zeiten? Ich fühle mich an Berichte über die Heirat der Scientologen Katie Holmes und Tom Cruise erinnert. Herr Cruise schenkte seiner Braut nämlich nach alter Scientologensitte einen Kochtopf, einen Kamm und eine Katze.</p>
<p>Die arme Katze.</p>
<p>Steckt auch hinter dieser krummen Uhrzeit eine geheimnisvolle Bedeutung? Man weiß es nicht. Stützt sich wahrscheinlich auf eine beliebige Stelle in der Bibel, in der dann in etwa steht: &#8220;Und er sprach: Bekehrungsfeierlichkeiten in Fußballstadien sollen nur von 9.20 Uhr bis 17.05 Uhr stattfinden. Zum Gedenken an Gott den Vater, den Schöpfer des Himmels und der Erde, sollen die Bekehrungsfeierlichkeiten am Sonntag allerdings nur bis zur heiligen Minute um 16.10 Uhr andauern&#8230;&#8221;</p>
<p>Was wird uns auf dieser Veranstaltung denn geboten? Menschenopfer? Gesangswettbewerbe (eine abgemilderte Form des Menschenopfers)? Aktionskunst? Sonst irgend etwas von Belang?</p>
<p>Natürlich nicht. Kleiner Auszug aus dem Inhalt:</p>
<p>&#8220;Ehemänner, Ehefrauen, Eltern, Kinder &#8211; folgt dem Vorbild!&#8221; Hier geht es darum, &#8220;welche Rolle jeder einzelne in der Familie spielt&#8221;. Bedeutsamerweise steht das neben einem Bild mit einer stereotypen Kleinfamilie, wo <strong>er </strong>das Kind auf dem Schoß hat. Auch auf die Bibel wird verwiesen: 1. Petrus 2,21. Da steht, ich zitiere mal eben aus der Bibel, die wir ja leider &#8211; Gott mit uns! &#8211;  und, viel wichtiger &#8211; nostra culpa! &#8211; nicht auswendig kennen: &#8220;Denn dazu seid ihr berufen, da auch Christus gelitten hat für euch und euch ein Vorbild gelassen, daß ihr sollt nachfolgen seinen Fußtapfen [sic]&#8220;. Was das mit der Familie zu tun hat, ist mir schleierhaft, aber ein kluger Zeuge wird es sicher erklären. Vielleicht liegt es auch an meiner beschränkten Zitierfähigkeit. Egal.</p>
<p>&#8220;Wer sind die <em>wahren</em> Nachfolger Christi?&#8221; Gute Frage. Die Antwort wird natürlich lauten &#8220;Die Zeugen Jehovas&#8221;. Laut Zettel werde ich in Matthäus 16,24 schlauer. Schauen wir mal: &#8220;Da sprach Jesus zu den Jüngern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir.&#8221;</p>
<p>Ich behaupte: Wenn Jesus gewusst hätte, was dieser Satz für Folgen hat, er hätte ihn nicht gesagt. Die Zeugen Jehovas werden also in der AOL-Arena dazu aufrufen, dass wir alle unser Kreuz nehmen und Jesus, Verzeihung, dem Christus nachfolgen, und zwar auf noch von den Zeugen Jehovas genau zu bestimmende Weise.</p>
<p>&#8220;Und ich sage: Und es wird Menschen geben, die diesen Blendern Glauben schenken. Und sie werden gehen in dem Irrglauben, Gutes zu tun, und eines Tages werden sie erkennen, von welch teuflischem Gesinde sie geblendet worden.  Und ich sage: Ein jeder schalte ein sein eigen Gehirn, auf dass es walte auf gottgegebene Weise, und ein jeder bedenke genau seine eigenen Schwächen und Stärken, denn ein jeder muss sich seiner geistigen Schwäche bewusst sein.&#8221; (Basti 2, 34f.)</p>
<p>Das Highlight bewahrt man sich augenscheinlich bis zum Ende auf: Das schon erwähnte &#8220;in Kostümen aufgeführte biblische Drama&#8221;. Da spielt dann wahrscheinlich Stargast Franco Nero mit und erzählt uns was vom Pferd, Verzeihung, vom Christus und seinem Kreuz. Es geht in diesem taufrischen <em>roleplay </em>übrigens um Kolosser 3,12. Na da bin ich ja mal gespannt: &#8220;So ziehet nun als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld&#8221;. Das ist so ein Bibelzitat, mit dem man wahlweise Kriege, sexuellen Missbrauch, gewaltsame Mission und jede Form von penetrantem Missioniergehabe rechtfertigen kann. Tödlich allgemein, so ein Zitat.</p>
<p>Das ist ja das Schöne an der Bibel, jetzt mal aus der Perspektive einer Sekte gesprochen. Man kann damit alles belegen, alles rechtfertigen. Man kann sich selbst als Auserwählter Gottes bezeichnen und ausziehen in die Welt, um Beliebiges in Gottes Namen zu tun.</p>
<p>Naja, die Bibel ist immerhin liberaler als wir alle denken! Schließlich hat Jesus <em>persönlich </em>zu uneingeschränktem, wahllosem Geschlechtsverkehr aufgerufen: &#8220;Gehet ein durch die enge Pforte&#8221; (Matthäus 7,13).</p>
<p>Quod erat demonstrandum.</p>
<p>Unwort des Tages: Der Christus.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Ehre sei Gott in der Höhöhöhöööäää &#8211; Und Friede auf Erden!</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jun 2007 21:01:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Basti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ungläubig]]></category>

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		<description><![CDATA[Zu diesem kurzen Dialog kann man sehr viel sagen. Man kann auf das komplizierte Verhältnis von Kirche und Frieden eingehen &#8211; schließlich schließt sich aus historischer Sicht beides eher aus, als dass es in einem kausalen Zusammenhang zueeinander stünde. Man kann über die Melodie dieses Anbetungsritus&#8217; nachdenken. Man kann über die Gottesgestalt an sich nachdenken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zu diesem kurzen Dialog kann man sehr viel sagen. Man kann auf das komplizierte Verhältnis von Kirche und Frieden eingehen &#8211; schließlich schließt sich aus historischer Sicht beides eher aus, als dass es in einem kausalen Zusammenhang zueeinander stünde. Man kann über die Melodie dieses Anbetungsritus&#8217; nachdenken. Man kann über die Gottesgestalt an sich nachdenken und über die Frage, warum er oder sie denn grade in der Höhöhöhöööäää geehrt werden soll&#8230;</p>
<p>An dieser Stelle soll uns aber das letzte Nomen des im Titel widergegebenen sakralen Dialogs (Fachwort ist mir entfallen) beschäftigen. Die <em>Erde</em>.</p>
<p>Ja, wo kommt sie denn her, die Erde? Wer hat sie gemacht? Wie lange gibt es sie schon? Wie lange wird es sie geben?</p>
<p>Es gibt Menschen, die antworten: &#8220;Von Gott. Gott. Steht in der Bibel. Steht in der Bibel.&#8221;</p>
<p>Und es gibt Menschen, die antworten: &#8220;Zufallsprodukt, schon ziemlich lange her. Der Zufall. Steht bei Wikipedia. Steht bei Wikipedia.&#8221;</p>
<p>Das Tolle ist: Die Wahrheit liegt nicht wie so oft irgendwo dazwischen, sondern sie liegt bei Letzteren. Da hat man es doch tatsächlich geschafft, wissenschaftlicherweise zu erforschen, wie die Erde enstanden ist. Und auch zu gaaaaaanz großen Teilen, wie das Leben enstanden ist. Aus der leckeren Ursuppe nämlich.</p>
<p>Trotzdem gibt es doch tatsächlich Menschen, vornehmlich fanatisch-christlicher Natur, die der Meinung sind, dass es sowas wie Evolution gar nicht gibt. Weil ja Gott dafür zuständig ist. Und nebenbei gesagt sei ja alles andere unchristlich. Und &#8211; kein Scherz jetzt- die Dinosaurierknochen hätten irgendwelche unchristlichen Menschen vergraben. Denn die Dinosaurier kann es ja nicht gegeben haben, denn davon steht ja nichts in der Bibel.</p>
<p>Letzteres stimmt tatsächlich &#8211; von Dinosauriern steht nur dann etwas in der Bibel, wenn man irgendwelche Bibelzitate magna cum violentia aus dem Kontext reißt und obendrein noch falsch interpretiert (gar keine so unübliche Praxis, siehe <em>Auge um Auge, Zahn um Zahn</em>).</p>
<p>Warum steht denn von den Riesenechsen nichts in der Bibel? Weil es den antiken Buchautoren nicht möglich war, sich hausgroße Fleischberge auszumalen, die durch die Gegend laufen und sich gegenseitig die Eier klauen. Und sowas passt ja auch gar nicht in eine nette kleine Sammlung von Mythen, Sagen, Gedichten und, ach ja, Briefen&#8230; neben einem Kapitel &#8220;Jesus geht übers Wasser&#8221; ein neuer Abschnitt &#8220;Der Tyrannosaurus zerfleischt gnadenlos alle lebenden Wesen&#8221;? Unmöglich. Und ja, ich weiß, dass der faule Tyrannosaurus ein Aasfresser war (faul meinetwegen auch apokoinu beziehen), mir fiel nur gerade kein besseres Beispiel ein.</p>
<p>Glücklicherweise darf man in unserem schönen Lande an alles glauben, was man will (solange es nicht, und da isser wieder,  <em>der Nationalsozialismus</em> ist), auch wenn es derart realitätsfern, weil kreationistisch ist. Aber bitte. Solange eine solche Weltanschauung, und das ist es ja!, nicht salonfähig wird, soll es mir egal sein &#8211; aber hören Sie sich mal um. Sie werden feststellen, dass es erschreckend viele Menschen gibt, die Ihnen auf Fragen erstaunlich oft antworten: &#8220;In der Bibel steht ja, dass [beliebige Weisheit einfügen]&#8220;.</p>
<p>Man muss sich doch stark wundern, wie beispielsweise die alten Ägypter ohne Bibel überleben konnten. Oder die Buddhisten. Oder Hindus. Oder gar Muslime!</p>
<p>Dabei ist es so einfach. Gefällt mir das Buch nicht, kaufe ich mir eben ein anderes&#8230;</p>
<p>Unwort des Tages: &#8220;In der Bibel steht&#8230;&#8221;</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2007-2009<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> CF2958A3-04DA-49E6-93EB-62DF09E42D85)</small>]]></content:encoded>
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