In eigener Sache: Facebook und Flattr

Zwei Innovationen und ein Name bekloppter als der andere: Gesichtsbuch klingt nicht sonderlich schön, und Flattr erinnert mich eher an Durchfall als an die Revolution des Internets. Aber bitteschön, ich will mich dem nicht verschließen.

Ich habe in einer Nacht-und-Nebel-Aktion den sogenannten Facebook-Like-Button auf dieses Blog verfrachtet. Auf das leicht bläuliche Ding am Ende eines jeden Beitrages klicken Sie, wenn Sie bei Facebook angemeldet sind und einen Artikel besonders gut finden. Dann sieht die Welt nämlich, dass Sie ihn toll finden. Das hilft Ihnen (“Oh, er mag das Unwort, er hat also Geschmack!”) und mir (“Oh, er mag das Unwort, das muss eine gute Seite sein!”).

Das orange-grüne Etwas unten rechts unter jedem Beitrag ist ein Flattr-Button. Flattr ist neu und noch nicht hip, weil es noch gar nicht offiziell gestartet ist – aber zumindest eins von beiden wird sich noch ändern. Flattr ist angetreten, um den beunruhigenden Umstand zu beheben, dass man mit Online-Journalismus derzeit im Grunde kein Geld verdienen kann. Im Grunde genommen wird sich das durch Flattr auch nicht ändern, aber das ist ja auch egal, denn die Idee ist gut. Und die geht so:

Wer sich bei Flattr registriert, entscheidet, wie viel Geld er im Monat dafür ausgeben will, dass er im Internet Dinge liest/hört/sieht. Mindestbeitrag: zwei Euro. Wenn man im Internet auf einen total tollen Artikel, zum Beispiel diesen hier, stößt, kann man auf den Flattr-Button klicken und dadurch zum Ausdruck bringen, dass man den Artikel geil findet. Am Ende des Monats wird abgerechnet – das eingezahlte Geld wird an die angeklickten Seiten ausgeschüttet. Habe ich zwei Euro eingezahlt und 10 Artikel angeklickt, so entfallen auf jeden Artikel 20 Cent – abzüglich eines kleinen Betrages für Flattr, natürlich.

Sie sehen: Eine tolle Möglichkeit, um total freiwillig und ungezwungen Geld auszugeben.

Das klingt so weltfremd und bekloppt, dass es nur logisch ist, Flattr an genau dieser Stelle auszuprobieren.

Geschrieben am 8. Juli 2010 in Unseriös, Unübersehbar

5 Kommentare zu „ In eigener Sache: Facebook und Flattr

  1. Ephoras :

    also den facebook link find ich gut;)

    das Flattr konzept find ich ja an sich nich schlecht, aber na ja bevor sich das nicht etabliert hat werd ich denen kein geld geben;)

    ach ja und ist das absicht das es kein Unwort: gibt?;)
    oder solln die beiden Links als Unwort gelten?

    grüße soweit
    Ephoras

  2. Basti :

    Ich probiere Flattr auch erstmal aus gerade… ich mag die Idee. Und man stelle sich vor, es würde tatsächlich funktionieren…!!
    Es ist Absicht, dass es kein Unwort gibt – schließlich ist das ja ein Artikel in eigener Sache. Ich wollte den dadurch vom Rest absetzen.. ;-)

  3. Moritz :

    Cool, jetzt wirst du auch reich :)

  4. Basti :

    Ja, mit Flattr verdient man ja pro Tag mehrere Tausend Euro. Das ist wirklich gigantisch… ich werde auch demnächst meinen Job kündigen.

  5. Stefan :

    Wurde Zeit! ;-) Viel Erfolg.

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