Die Vögel haben es gut. Wird es ihnen zu kalt, breiten sie ihr Gefieder aus und heben ab in Richtung Süden. Manch beklopptes Federvieh macht es aber auch andersherum und fliegt ins eisige Sibirien, sobald es in Mitteleuropa warm wird… Russen, halt.
Diese jährliche Wanderung von Millionen schnatternder potentieller H5N1-Patienten stört uns im Allgemeinen nicht, beziehungsweise nur dann, wenn die Turbine unserer just startenden Linienmaschine 25 Wildgänse effektvoll schreddert (und danach ebenso effektvoll den Geist aufgibt).
Unserem schönen Lande steht dieses Jahr aber eine viel garstigere Wanderung ins Haus: Die Wanderdünen sind los!
Laut dem Deutschen Dünendienst (DDD) werden dieses Jahr vor allem dänische Nordseedünen auf dem Weg zu Nahrungsgründen in Oberitalien die deutschen Straßen unsicher machen. Doch auch Deutschlands einzige Wanderdüne wird sich wohl von ihrer derzeitigen Residenz auf Sylt nach Süddeutschland zurückziehen.
Im politischen Berlin teilt man die Sorgen des ADAC, dass ein solch erhöhtes Aufkommen von Wanderdünen die deutschen Straßen unzumutbar unsicher macht. Um dem entgegenzuwirken, haben Bundestag und Bundesrat in einer seltenen sonntäglichen Sitzung beschlossen, folgende neue Verkehrszeichen einzuführen, die den Umgang mit Wanderdünen erleichtern:
![]() Verbot für Wanderdünen |
![]() Vorsicht, Wanderdünenwechsel |
![]() Wanderdünenweg |
![]() Verbot für Wanderdünen über zehn Metern Länge |
![]() Vorsicht Wanderdünenstau (erfahrungsgemäß hält der besonders lang an) |
![]() Maut für Wanderdünen (i.d.R. 0,002 € /kg) |
![]() Parken auf Gehwegen |
![]() Tunnel mit fluoreszierender Wanderdüne |
Rudolf Riesel, der Wanderdünenbeauftragte der Bundesregierung, ließ indes durchsickern, dass in den nächsten Tagen bis zu 50 000 der neuen Verkehrszeichen aufgestellt werden.
Seien wir also froh, dass die Bundesregierung mit solch zugleich effektvollen wie zweifelsohne effektiven Mitteln der Wanderdünenplage entgegenwirkt.
Unwort des Tages: Treibsand.









Beitrags-Feed
Man sollte unbedingt etwas Kulturelles daraus machen. “Das Jahr der Wanderdüne” vielleicht kann man die Wanderdünen ja ein wenig steuern und als eine Art “Wanderaustellung” dem deutschen volke präsentieren.
Ich bin mir sicher, dass es sowas wie das “Jahr der Wanderdüne” schon längst gibt. Ansonsten bietet sich auch an, das in Form einer Petition an den Bundestag offiziell zu fordern. Erklärt sich jemand bereit?
:-)
Ich wollte dir schreiben! Erinnere mich dran. ;-P
ich bin begeistert (: