Die Sache mit der Motivation

BlogjulklappIm Folgenden finden Sie einen Gastbeitrag der Kollegin Hikari, der aus Konnas kreativer Idee eines Blogjulklapps resultiert.

Die Motivation. Sie wird folgendermaßen erläutert bei Wikipedia: “Motivation (von lat. motus, „Bewegung“) bezeichnet … einen Zustand des Organismus, der die Richtung und die Energetisierung des aktuellen Verhaltens beeinflusst. Mit der Richtung des Verhaltens ist insbesondere die Ausrichtung auf Ziele gemeint. Energetisierung bezeichnet psychische Kräfte, die das Verhalten antreiben. Ein Synonym von Motivation ist „Verhaltensbereitschaft“.”

Motivation. Eine komische Sache. In vielen Bereichen der Forschung ist sie ein fester Bestandteil – einige haben ihr sogar einen speziellen Bereich gewidmet. Es gibt tausende Modelle zur Erklärung. 1000 Wege und Anleitungen, wie man sie steuern kann. Es gibt Trainer, Coaches, Techniken, Literatur. Es gibt Motivationssemester und Motivationsverlust. Ein unausschöpflicher Bereich des Menschen.

Woran das liegt? Nun, vielleicht zum Beispiel daran: “Meine Motivation rennt nackig mit ‘nem Cocktail über die Wiese”. Eine Gruppe im StudiVZ.

Die Motivation, die wir im Alltag meist meinen, ist nicht die allgemeine Verhaltensbereitschaft oder die Tatsache, dass auch das Aufschieben unserer Arbeiten eine Motivation hat. Nein. Wenn wir von Motivation sprechen, dann meinen wir diese immer in Verbindung mit unseren Aufgaben – als Schüler, als Studenten, als Auszubildende oder als Berufstätige. Und meist, wenn wir nach ihr suchen, dann handelt es sich um eher negative Aufgaben. Und man ist plötzlich ganz motiviert, andere Dinge zu tun. Fenster putzen zum Beispiel. Oder unterm Bett staubsaugen. Einkaufen. Bücher abstauben. Handtücher falten. Servietten-Ringe basteln. Fotos einkleben. Egal – Hauptsache nur nicht das tun, was man tun sollte. Denn das ist ja Pflicht und wer will sich schon Pflichten hingeben?

Das wäre also der nächste Punkt – sobald es um Pflichten geht, rennt die Motivation schneller weg, als wir gucken können. Und dann stehn wir doof da und glotzen ihr sabbernd und lethargisch hinterher. Toll. Und das ist der Höhepunkt der Evolution, die Schöpfung Gottes. Was soll man dazu noch sagen?

Und so begeben sich tausende Menschen täglich auf die Suche nach der Motivation. Auf die Suche nach der Muse. Auf die Suche nach der Lösung ihrer blöden Pflichten – oder nach der Lösung, wie sie da am besten drum herum kommen.

Und während ich grübelte, was für eine Art Beitrag ich schreiben sollte, während ich die letzten Wochen grübelte, wie ich meine Motivation wieder finden könnte – hat es sich alles von allein gegeben. Es gibt Begebenheiten, die einen daran erinnern, warum man etwas angefangen hat. Und die zusätzlich daran erinnern, dass Pflichten auch Spaß machen können. Es kommt eben nur auf die Einstellung dazu an.

Hikaris Unwort des Tages: Motivationssuche.

Geschrieben am 17. Dezember 2008 in Unistress, Unseriös

8 Kommentare zu „ Die Sache mit der Motivation

  1. Basti :

    Danke, Hikari, für den erhellenden Beitrag! Ich bin auch auf gerade der Suche nach der Motivation… Das hat vornehmlich mit Weihnachtsgeschenken und so Kram zu tun. Und Plätzchen. Und dem Weberlurst.

  2. Hikari :

    Haha.. gern geschehen. ;) Oh stimmt – die Motivation der Geschenke. Die hab ich gar nicht mit aufgegriffen! weil – zugegebenermaßen verdränge ich die Sache mit den Geschenken und Weihnachten und so noch so gut wie es geht.

  3. Yitu :

    Ich habe auch ne Motivation. Weihnachtenvermeidenmotivation. ;)

  4. Hikari :

    Die haben viele ;)

  5. Beam :

    Hach… ich hab es da einfacher. Ich musste vor Weihnachten noch die Themenauswahl für meine mündliche Abschlußprüfung fertig haben. Deshalb hat sich die Suche/ die Herstellung von Weihnachtsgeschenken als erstaundlich kleines, weil viel besser motiviertes Problem herausgestellt. Da bastelte und machte ich emsig, nur um das Beschäftigen mit den Themen zu vermeiden. Naja. Gestern ( oder eher heute früh um 3!) hab ich es dann doch geschafft. So halb. Statt 3 Themen sind’s 4 geworden und nun lasse ich meinem Prof die Entscheidung. Rumkommandieren und anderen Problem aufhalsen sind auch Varianten mit Motivation umzugehen… oder dem Mangel einer solchen….;)

  6. Basti :

    Urgs. Musste ich das auch machen, die Themen aussuchen? Kann mich daran gar nicht erinnern…

    Aber mein Abi ist ja auch schon sowas von lange her *hust*.

  7. Beam :

    Uhm…. nix da Abi. Das hab ich schon seit 8 Jahren in der Tasche. Ich beende demnächst einen Teil meines Studiums. Zum Abi durfte ich mir auch nix aussuchen. Wäre auch nur zu schön gewesen! ;)

  8. Basti :

    Ähm, sorry. :P Nimm es als Kompliment, hihi…

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