Wenn Sie das nächste Mal auf Toilette gehen, dann bringen Sie Ihrer Toilette einen kleinen Reibekuchen mit. Spülen Sie ihn herunter und singen Sie dabei ein fröhliches Lied. Streicheln Sie zärtlich über die Klobrille. Und, ganz wichtig: Ersparen Sie Ihrer Toilette heute die besonders großen Geschäfte.
Denn: Heute ist Welttoilettentag! Und das ist kein Scherz.
Am besten sind Sie heute also mal besonders freundlich zu dem Keramikteil, das sonst tagtäglich äußerst leidensfähig Ihre Exkremente beherbergt und fachgerecht entsorgt.
Der Welttoilettentag wurde im Jahre 2001 von der Welttoilettenorganisation ausgerufen. (Ich schwöre, dass ich mir das jetzt nicht ausdenke, auch wenn es sich so anhört.) Die UN fand den Vorschlag toll und begeht seitdem jährlich am 19.11. eben diesen feierlichen Welttoilettentag, wissen die Klosett-Experten von Wikipedia.
Natürlich geht es darum, gründlich gesäuberte Scheißhäuser auf der ganzen Welt zu verbreiten und so weiter und so fort. Wegen der Hygiene [sprich: Hügjehnä] und den ganzen Krankheiten und so. Alles sehr politisch. Sie sehen, liebe Leser, sogar Scheiße ist politisch.
Schon komisch, eigentlich. Wenn es um die Verbreitung der Demokratie geht, werden Kriege angefangen. Aber es kommt keiner auf die Idee, die Mongolei anzugreifen, um dort wohlriechende Toilettenhäuschen aufzustellen. Für die Nomaden, wenn die mal müssen. Die müssen ja auch irgendwo hinmachen.
In Analogie zum bei Lesern beliebten Katzencontent und zur Feier des Toilettentages veröffentliche ich hier ein bisschen KackKeramikcontent: Das Klo eines Irish Pub in Hamburg-Harburg.

Unwort des Tages: Scheiße.

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Und das im internationalen “Jahr der sanitären Grundversorgung” (siehe http://esa.un.org/iys/) – Wow!
Auch das noch!
Bin schon gespannt auf nächstes Jahr… was ist denn da los? Das internationale Jahr der schimmeligen Duschvorhänge? (Da könnte ich glatt mitmachen…)
Au Mann – dazu fällt mir was richtig Schönes ein: Schon mal von Slavoj Zizek gehört? Ist ein slowenischer Philosoph. Und letztens, als es in einer Vorlesung auf der Uni um das Thema “Dialektik der Gesellschaft” ging, kam unser Prof mit der “Dialektik der Toiletten” von Zizek. Um uns die Thematik auf einer “einfacheren” Ebene zu erläutern ;-)
Ehrlich Basti, gönn’ dir die 5 Minuten (ab ungefähr der 7. Minute, aber der Rest ist es auch wert, glaub mir!!)
Und – ich hab den Prof danach auch gefragt, ob der gute Herr denn unerlaubte Schnupfutensilien konsumiert hätte, aber er meinte, der sei immer so. Vor allem, wenn er nervös ist.
Also, hier der Link zum Video:
http://de.youtube.com/watch?v=_x0eyNkNpL0
Und das von dem Herrn mit der dicksten Staubschicht I’ve ever seen in a bathroom….