Unblogbar

Sie finden im Folgenden einen Gastbeitrag des Kollegen Sebastian, der aus Konnas kreativer Idee eines Blog-Julklapps resultiert.

Gastbeitrag meinerseits. Ich darf mich kurz vorstellen, ich bin Sebastian und blogge
beim Abfallkalender. Das ist sozusagen die Antithese zu diesem Blog hier, denn während Basti sich vorgenommen hat, nichts Privates über sich zu schreiben, habe ich bei mir drüben nichts besseres zu tun, als mich selbst darzustellen. Da gehört schon ein wenig Egozentrik dazu, das gebe ich zu, aber ich kann es mir auch leisten, das gebe ich auch zu… Neee, das war jetzt nur ein kleiner Spaß.
Ehrlich jetzt. Ein wenig das Eis brechen, kuscheln mit fremden Lesern, einfach mal ein kleiner Schnack zur Auflockerung.

Aber es ist schon komisch, zwei so verschiedene Ansätze des Bloggens zu haben und dann durch DAS SCHICKSAL in Form von Konna zueinander geführt zu werden, oder? Andere Frage: Sind Beiträge über das Bloggen nicht furchtbar langweilig? Darum jetzt mal was völlig Anderes.

Schwierig ist natürlich ein wenig die Themenfindung für diesen Beitrag. Man sucht nach Gemeinsamkeiten und findet sie auch. Zum Beispiel der Name. Aber der gibt ja nicht wirklich her. Bestenfalls einen Satz: Der Typ heisst Basti, oh guck mal, ich auch! Das wäre jetzt mein kompletter Beitrag gewesen, wenn ich Eier hätte. Andere Gemeinsamkeit: Wir sind beides Quasi-Fischköppe. Also Basti wirklich, ich ja jetzt seit fast 3 Jahren nicht
mehr. Aber viel kann man auch hier nicht schreiben, denn zu Kiel habe ich als Exil-Lübecker keinen wirklichen Bezug. Unsere Tageszeitung, die Lübecker Nachrichten, versucht zwar immer künstlich, so eine kultige Düsseldorf-Köln-Konkurrenz aufzubauen, das haut aber so garnicht hin, weil wir Norddeutschen einfach viel zu lieb sind. Das passt einfach nicht.
Außerdem ist Kiel Handball, während Lübeck Fußball ist. Was mir wiederum völlig ladde ist, weil ich kein Sportmensch bin.

So frage ich mich also seit 3 Absätzen, worüber ich hier eigentlich schreiben soll, was natürlich die Titelwahl vereinfacht, der Titel steht übrigens ganz in der Tradition dieses Blogs *applaus*.

Kurzzeitig habe ich mir sogar überlegt, auch einen Videocast zu machen. Mir fehlt es aber sowohl an der technischen Ausstattung als auch am Aussehen von Basti, weswegen ich das ganz, ganz schnell wieder verworfen habe.

Naheliegend wäre natürlich etwas zum Thema Weihnachten, oder? Natürlich ein ganz heisses Eisen, Tabuthema in dieser Gesellschaft, Weihnachten, da denkt man sofort an Selbstmord, Altenheim und Spekulatius. Heilig Abend und die “Tage zwischen den Jahren” sind nicht umsonst die sagenumwobenste und düsterste Zeit des Jahres. Als Investigativer kann man sich da ganz schnell die Finger verbrennen und ehe man sich versieht hat man eine Klage von Coca Cola am Hals.

Ich wollte an dieser Stelle die Weihnachtsgeschichte hier einbinden, die letztes Jahr im Rahmen einer Charity-Aktion vertont wurde. Aber ich bin da mit den Rechten durcheinander gekommen – soweit ich das verstanden habe, darf ich behaupten, die Geschichte erfunden zu haben, aber zumindest die verlesene Version nicht verbreiten. Zustände wie in Nord-Korea. Ostern hingegen ist völlig langweilig und viel zu weit weg, um darüber überhaupt irgendein Wort zu verlieren.

Kinners, ihr seht schon, das führt hier alles zu nichts und wieder nichts. Ich gebe es zu. Ich habe mich mit dieser Aktion mal wieder völlig verhoben. Konna, saublöde Idee, auf die Du mich hier wieder gebracht hast. Kannst Du Dir nächstes Jahr was Besseres einfallen lassen, zum Beispiel, dass wir uns alle gegenseitig Elektronikartikel schenken? Und zwar mit Wunschzettel, dass man über Weihnachten nicht mehr nachdenken muss als unbedingt erforderlich!

Ein paar Tage danach geht’s vor allem nahtlos weiter, Silvester, Neujahr, Geburtstag, kein Tag Pause dazwischen. Dafür wünsch ich euch allen ganz viel Glück! Und Weihnachten ein wenig Ruhe vor dem Sturm und phatt Loot. Und Liebe und den ganzen Quatsch halt.

Es endete an obiger Stelle der Gastbeitrag des Kollegen Sebastian, der aus Konnas kreativer Idee eines Blog-Julklapps resultierte.

Geschrieben am 21. Dezember 2007 in Unseriös

12 Kommentare zu „ Unblogbar

  1. Geiler Artikel, Basti!

  2. konna :

    Sehr gut, hat mir wirklich Spaß gemacht, das zu lesen. :D

  3. Hehe, wirklich nett zu lesen! ;)
    Ich seh schon, dass ich nicht die einzige war die kein Thema gefunden hat. :D

  4. Ein Beitrag über nichts – unblogbar, und doch unterhaltsam!

  5. Basti :

    Ja, ich finde auch. Ein gelungener Beitrag. Das muss am Namen liegen…

  6. Ich bin jetzt durch Sebastian’s Kommentar total verwirrt und verstehe, warum ich mich als Mitautor seines Blogs nicht Sebastian nennen soll, obwohl ja auch ich so heiße (Scheiß Zeitgeist.. wenn ich Vater werde, dann gibt’s antike Name, Herakles, Aphrodite oder sowas. HAH).

    Generell muss ich sagen, dass ich von der ganzen Gastbeitragsgeschichte ein wenig enttäuscht bin, da die drei Gastbeiträge, die ich bisher gelesen habe (Pas@Abfallkalender, den bei konna und den hier), alle das gleiche Thema behandeln. Habt ihr euch da abgestimmt oder habt ihr das gerade nicht gemacht und so alle über das gleiche geschrieben? Kann ja sein, dass das Intention des Erfinders der Aktion war, dann ist das an mir vorbeigegangen. Aber jeder Beitrag schweift wenigstens noch schon nach links und rechts ab, so dass man doch noch etwas eigenen Stil der Autoren kennenlernt. Somit kann ich dann weiterhin sagen, dass Sebastian nach iPeg mein zweitliebster Lieblingsblogautor ist.

  7. Ich wollte Dich jetzt nicht verwirren, nur lustig sein. Manchmal klappt’s, manchmal nicht ;-)
    Wenn ich einen Sohn habe, nenne ich ihn Bill oder George, irgendwas, aber sicher nicht Sue.

    Mir ist das zwar auch aufgefallen mit den Gastbeiträgen, aber ich fand das nicht enttäuschend, sondern eher faszinierend. Keine Ahnung warum. Wir sind alles Schafe! Ne, das nun auch nicht. Aber danke für das Lob *rotwerd*

  8. Basti :

    “… Aphrodite …”
    NENN DAS KIND BLOSS NICHT APHRODITE!!!!

    Die Gastbeiträge ähneln sich tatsächlich auf erschreckende Weise, das stimmt schon. Ich glaube nicht, dass das im Sinne des Erfinders war, aber es war dennoch vorherzusehen, denke ich.
    Wie auch immer, die Idee ist gut und vielleicht müssen wir das einfach zu Ostern nochmal machen, damit wir im Training sind. Immerhin gibt es so einen Leserzuwachs, und das ist doch auch nicht schlecht. Wie grottig auch immer die Artikel sein mögen.

    Dieser Artikel ist natürlich nicht grottig, Sebastian, nicht weinen jetzt. :-)

  9. Warum denn nicht “Aphrodite”? Eher Hera? Oder doch Iphigenie oder so? Ich mag gerade die weiblichen Namen aus der Zeit, die männlichen sind mir schon fast wieder zu männlich :D

    Mit “enttäuscht” meine ich ja auch nicht, dass die Artikel schlecht sind, sondern nur, dass ich dachte, dass jeder Autor im Gastbeitrag einen Artikel veröffentlicht, der so auch auf seinem Blog erscheinen hätte können – und da steht ganz selten etwas von “Ich bin der von da und weiß nicht worüber ich schreiben soll.” Kolumnisten werden doch auch immer von der Zeitung vorgestellt, in der sie schreiben und stellen sich nicht selbst vor. Naja, beim nächsten mal ist dann die ganze Aufregung weg, hoffentlich kommt dann eine größere Themenvielfalt. Ich bin somit auch dafür, dass das ganze ruhig öfter mal passieren könnte, vielleicht wird das dann noch zu einem Trend, der die ganze Bloggerszene überschwemmt und uns alle auch nach Weihnachten zumindestens gedanklich weiterhin zusammen bringt.

  10. Ach verdammt, da war ja ein Link. Alles klar, aber ich habe ja keine negativen Erinnerungen an den Namen bisher, also kann ich ihn ruhig noch nehmen. Ich glaube auch, dass das der Grund ist, warum sich Namensgebung über die Jahre hinweg ändert – weil man einfach Leute kennenlernte, an die man sich nicht mehr erinnern möchte, und deshalb kann man seinem Kind ja nicht den Namen dieses Personenkreises geben. So werden dann, zusammen mit dem Zeitgeist, lieber andere Namen neu gegeben statt die alten weiter zu verwenden. Ist nur eine Theorie, aber ich glaube, dass da etwas dran ist.

  11. konna :

    Klar, das war natürlich nicht in meinem Sinne, dass es hauptsächlich solche Beiträge gibt, aber wie Basti es schon sagte, es war abzusehen. Beim nächsten Mal wird es dann ja vielleicht wirklich anders. Kann der Aktion aber insgesamt doch sehr viel Positives abgewinnen, zumal ich nicht damit gerechnet habe, dass so viele Leute mitmachen. Wenn es dann gelingen sollte, dass beim nächsten Jahr noch mehr Leute mitmachen – zusätzliches Interesse ist ja schon kurz nach der Auslosung bekundet worden – dann kann man sicher was daraus machen. Diese Aktion kann man dann eher als eine Art Probedurchlauf sehen, beim nächsten Mal müssen auf jeden Fall einige Dinge verbessert werden – beispielsweise hat die Kommunikation untereinander meines Erachtens noch nicht optimal geklappt. Aber gut, dafür lass ich mir dann was einfallen. Werde heute abend auf meinem Blog auch noch etwas dazu sagen.

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